Starker Auftritt der Ingolstädter Leichtathleten bei den Landesmeisterschaften
München (ebk) Mit dem besten Auftritt seit mehreren Jahren und einer Ausbeute von elf Medaillen bestätigte die regionale Leichtathletik bei den bayerischen Hallenmeisterschaften ihren Aufwärtstrend. Dabei gingen in der Münchner Werner-von-Linde-Halle neun Podestplätze an den MTV Ingolstadt, was hinter den großen Leichtathletik-Gemeinschaften aus München und Regensburg Rang vier im Medaillenspiegel bedeutete. Aus den starken Leistungen ragten die beiden MTV-Jugendlichen Greta Hanselmann und Julian Burghardt heraus, die jeweils zwei Meistertitel feiern konnten.
Vier im Vorfeld nicht unbedingt erwartete Medaillen gab es bei den Frauen und Männern, obwohl Hochspringer Manuel Marko (MTV Ingolstadt) als Mitfavorit kurzfristig absagen musste. Für die erste Überraschung sorgten die Frauen der Startgemeinschaft Ingolstadt über 4 x 200 Meter. Nach der krankheitsbedingten Absage von Paula Neumeier sprang U18-Sprinterin Leonie Sima (DJK Ingolstadt) in die Bresche und holte mit den drei MTV-Starterinnen Lina Münch, Sofie Nixdorf und Jasmin Baschnagel Staffel-Silber in 1:43,38 Minuten. Im Einzelrennen über 400 Meter bei den Frauen überzeugte Sofie Nixdorf ebenfalls als Zweite in 58,10 Sekunden, ihrer ersten Hallenzeit unter der Minutengrenze. Auf den 800 Metern der Männer gab es für die MTV-Läufer zwei neue Hausrekorde: Paul Fengler gewann in 1:57,57 Minuten die Bronzemedaille. Knapp dahinter landete Moritz King in 1:58,06 Minuten auf dem fünften Rang, dazu gab es für ihn in 4:11,93 Minuten Paltz sieben über 1500 Meter.

Ein gelungenes Comeback feierte Lukas Graßl (TSV Reichertshofen), der beim Diskuswurf der Männer mit 42,69 Metern Bronze holte. Nicht ganz zufrieden war MTV-Sprinter Tim Wermuth, obwohl er sich gegenüber seinem Saisoneinstieg vor zwei Wochen etwas verbessern konnte, denn 7,11 Sekunden über 60 Meter und 22,73 Sekunden reichten knapp nicht für die Finalläufe.

Herausragender Athlet bei der Jugend U20 war einmal mehr Zehnkämpfer Julian Burghardt vom MTV Ingolstadt. So gab es Gold beim Stabhochsprung mit neuer persönlicher Bestleistung von 4,30 Metern und beim Weitsprung mit 6,51 Metern, wo jeder seiner drei gültigen Versuche für den Titel gereicht hätte. Bronze über 60 Meter Hürden, wo er in 8,45 Sekunden erneut unter der DM-Norm bleiben konnte, lassen für die Mehrkampf-DM in zwei Wochen auf eine einstellige Platzierung hoffen.

Bronze mit Bestätigung der DM-Norm erlief sich auch sein Vereinskamerad Felix Adam in 1:57,40 Minuten über 800 Meter. Der zweite MTV-Starter Anton Baar konnte sich über Platz acht in neuer Hallenbestleistung von 2:04,10 Minuten freuen. Bei der weiblichen Jugend U20 pulverisierte Lina Münch (MTV Ingolstadt) ihre Bestzeit über 200 Meter förmlich. 25,41 Sekunden bedeuteten nicht nur einen starken fünften Platz, sondern auch die Fahrkarte für die Jugend-DM in Sindelfingen.
In der Jugend U18 wurde Greta Hanselmann (MTV Ingolstadt), die noch dem jüngeren U18-Jahrgang angehört, ihrer Favoritenrolle voll gerecht.

Über 800 Meter konnte keine Konkurrentin dem Tempo des MTV-Talents folgen. Greta siegte schließlich in neuer persönlicher Hallenbestzeit von 2:17,60 Minuten mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung. Über 1500 Meter gab sie sich auch in einem taktischen Meisterschaftsrennen keine Blöße. Mit einem knackigen Endspurt verwies sie den Rest des Feldes in 5:02,22 Minuten auf die Plätze. Die ebenfalls 2010 geborene Magdalena Binder (SV Kasing) glänzte auf der doppelt so langen Strecke. Über 3000 Meter gewann sie als Schnellste ihres Jahrgangs in 11:02,50 Minuten die Silbermedaille Bei den Sprints reichte es zwar nicht fürs Finale, dafür gab es zahlreiche persönliche Bestzeiten: Leonie Sima (DJK Ingolstadt), die schon in der Staffel überzeugt hatte, erzielte über 60 Meter und 200 Meter 8,35 und 27,28 Sekunden, Antonia Götz kam über 200 Meter und 60 Meter Hürden nach 27,98 und 9,87 Sekunden ins Ziel. Zwei gute Wettkämpfe lieferte Wurf-Spezialistin Antonia Hengl vom TSV Reichertshofen ab. 33,06 Meter mit dem Diskus bedeutete Rang fünf, ein neuer Hausrekord von 12,13 Metern brachten sie mit der Kugel auf Rang sieben. Die beste Leistung bei der männlichen Jugend U18 ging auf das Konto von Maximilian Koch (MTV Ingolstadt), der seine Bestzeit über 800 Meter auf 2:02,56 Minuten schraubte und damit als Fünfter das Ziel erreichte. Sein Vereinskamerad Simon Vukanic belegte über 60 Meter in guten 7,74 Sekunden einen Platz im Mittelfeld.
Bei den Jüngsten, der Jugend U16, kam Vroni Forster (TSV Reichertshofen) mit dem Diskus auf 26,84 Meter und wurde damit Vierte. Mit der Kugel reichten 9,41 Meter dagegen nicht für den Endkampf. Über 60 Meter verpassten Ronja Sima und Lennart Frey (beide DJK Ingolstadt) mit 8,56 bzw. 8,02 Sekunden ebenfalls das Finale.
Danke an Theo Kiefner für die Fotos