Spitzenplatzierung für Julian Burghardt bei Mehrkampf-DM
Halle (Saale) (ebk) Zehnkämpfer Julian Burghardt (MTV Ingolstadt) sorgte bei den deutschen Hallenmeisterschaften im Mehrkampf für die beste Platzierung eines bayerischen Athleten der ganzen Titelkämpfe in der schmucken Leichtathletik-Halle von Halle an der Saale. Mit Platz fünf im Siebenkampf der Jugend U20 verbesserte er sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr, als er sich noch mit dem neunten Rang begnügen musste.

In dem hochklassigen Wettkampf mit sechs Athleten über 5000 Punkten – 2025 übertrafen nur drei Teilnehmer diese Schallmauer – stellte Julian Burghardt nicht nur einen neuen Hausrekord im Siebenkampf auf, er konnte auch in vier Einzeldisziplinen neue persönliche Bestleistungen erzielen.
Schon zum Einstieg in den Siebenkampf gab es die erste persönliche Bestzeit über 60 Meter. Als Sieger seines Laufes verbesserte er sich von 7,32 auf 7,23 Sekunden. Den einzigen Dämpfer gab es dann beim Weitsprung. Nach einem Sicherheitssprung von 6,34 Metern trat der MTV-Athlet seine zwei weiteren Versuche über, was wertvolle Punkte kostete. Dafür konnte Burghardt mit der Kugel in neue Bereiche vorstoßen. Nachdem er im Dezember zum ersten Mal die 14 Meter-Marke knapp übertroffen hatte, zeigte er zwei tolle Versuche mit 14,42 und 14,75 Metern. Es folgte zum Abschluss des ersten Tages ein Hochsprung von 1,77 Meter. Hier scheiterte er erst an seiner Hallenbestleistung von 1,80 Metern, was in der Gesamtwertung den sechsten Zwischenrang nach vier Disziplinen bedeutete.
Der zweite Tag begann wie der erste mit einer neuen persönlichen Bestleistung: 8,36 Sekunden waren sogar die insgesamt zweitschnellste Zeit über 60 Meter Hürden. Solide 4,10 Meter beim Stabhochsprung und eine weitere persönliche Bestzeit von 2:56,62 Minuten beim abschließenden Lauf über 1000 Meter brachten dem 18 Jahre alten Gymnasiasten 5075 Punkte und den fünften Platz ein, mit fast dreihundert Zählern mehr als im letzten Jahr.
Wie wertvoll diese Leistung ist, zeigt die Tatsache, dass Julian Burghardt der einzige Athlet unter den sechs Erstplatzierten ist, der keine Trainingshalle zur Verfügung hat, wo mit Spikes auf Kunststoffbelag unter Wettkampfbedingungen trainiert werden kann. Das erklärt auch die Anlaufprobleme beim Hoch- und vor allem beim Weitsprung, wo die Punkte fehlten, um in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Zum Hürden- und Stabhochsprung-Training fährt der MTV-Athlet, der im Sommer sein Abitur ablegen wird, sogar von November bis Februar bis zu zweimal pro Woche nach München, um einigermaßen konkurrenzfähig zu sein. Die weiteren vier Einheiten absolviert er bei Minusgraden zum Teil im Freien in Ingolstadt bei seinem Heimtrainer Karl Eberle und bei Paul Fengler, der für die Ausdauer zuständig ist.
Für drei weitere Leistungsträger des MTV Ingolstadt stehen am Wochenende die deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen an, wo Lina Münch über 200 Meter und Greta Hanselmann sowie Felix Adam über 800 Meter gemeldet sind. Eine Woche später endet die Hallensaison mit den bayerischen Landesmeisterschaften im Mehrkampf in Fürth, wo Julian Burghardt im Siebenkampf nach dem Weit- und Stabhochsprung seinen dritten Hallentitel des Jahres anpeilt.