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MTV Meet-IN

Seit 1989 findet das MTV Meet-IN statt, das mittlerweile als Bayern-Top-Meeting in den Wettkampfkalendern geführt wird. Jedes Jahr nutzen die besten deutschen Stabhochspringer diesen Wettkampf als Qualifikationsmöglichkeit für internationale Meisterschaften. Preisgelder für das Erzielen eines Stadionrekords werden ebenfalls vergeben.

16. MTV Meet-IN am 17. Juni 2017

veröffentlicht um 29.01.2017, 06:58 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 09.04.2017, 09:51 ]

MTV Meet-IN 2016: Hohe Sprünge, starke Läufe und Gold für Lisa Basener

veröffentlicht um 26.06.2016, 12:15 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 29.01.2017, 05:23 ]

Ingolstadt (ebk) Zwar standen beim 15. MTV Meet-IN die Stabhochspringer mit der - leider um eine Woche zu spät - erfüllten EM—Norm von Florian Gaul (Sindelfingen) im Mittelpunkt, doch gab es bei den Läufen ebenfalls Leistungen, die hohen Standards genügten. Dazu kam ein besonderes Zuckerl für die Ingolstädter Leichtathletikfans: Ein kompletter Medaillensatz für Lisa Basener (MTV), Sophie Nixdorf (DJK) und Johannes Stahr (Lifepark) bei den Rennen um die bayerischen Meistertitel  auf den Hindernisstrecken.

Ein kleines aber feines internationales Feld nutzte die optimalen Bedingungen im MTV-Stadion zu einem spannenden Wettbewerb, dem Vorjahressieger Florian Gaul vor zahlreichen begeisterten Zuschauern seinen Stempel aufdrückte. Etwas enttäuscht waren nur die beiden Gäste aus der Schweiz. Der frühere US-Boy Mitch Greeley, der eigentlich die Schweizer EM-Norm von 5,55 Metern angreifen wollte, produzierte bei 5,20 Metern einen Salto-Nullo. Dominik Alberto, schon für Amsterdam qualifiziert, blieb trotz eines starken Eindrucks beim Einspringen mit übersprungenen 5,10 Metern hängen. Lamin Krubally (ASV Landau), mit 5,20 Metern Vierter, und Jakob Köhler-Baumann (LG Filstal), mit 5,30 Metern Dritter, scheiterten knapp an 5,40 Metern, was für beide neuen Hausrekord bedeutet hätte.  So kam es zum Showdown zwischen dem DM-Dritten Torben Laidig (WGL Schwäbisch Hall), der inclusive 5,50 Meter alle Höhen im ersten Versuch meisterte, und Florian Gaul, der für die 5,50 Meter drei Versuche benötigte. Die 5,65 Meter, die beide dann  auflegen ließen, waren für Laidig noch etwas zu hoch. Florian Gaul baute dagegen im dritten Versuch ein richtiges Haus über die Höhe: (zu späte) EM-Norm, aber immerhin Qualifikationshöhe für den DLV-B-Kader. Drei sehr gute, nur hauchdünn gerissene Versuche über die Olympia-Norm von 5,70 Metern beendeten ein spannendes Springen, das Florian Gaul auf Platz zwei der DLV-Bestenliste katapultierte. Für die Olympia-Qualifikation bleiben ihm nun noch zwei Wochen.

Ein Starter in Ingolstadt hatte das EM-Ticket schon in der Tasche, ob es für Olympia reichen wird entscheidet sich erst in Amsterdam. Der DM-Dritte über 400 m Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth), der bei den Europameisterschaften im deutschen 4x400 – Meter – Team stehen wird, sorgte auf den kurzen Sprintstrecken für flotte Zeiten. Als Sieger über 100 und 200 Meter in 10,73 und 21,12 Sekunden in jeweils neuer persönlicher Bestzeit zeigte er den zahlreichen Zuschauern, dass die Schnelligkeitswerte in Richtung Amsterdam auf jeden Fall stimmen. Einen Doppelsieg für eine Athletin der LAC Quelle Fürth gab es auch bei den Frauen.  Franziska Wahl gewann die 200 und 400 Meter in starken 24,18 und 54,77 Sekunden. Die vielleicht wertvollste Leistung bei den Frauen lieferte die erst 20 Jahre alte Slowenin Mateja Pokrivac über 800 Meter ab. Sie profitierte von der beim Meet-IN schon lange üblichen Praxis, die Läufe unabhängig vom Geschlecht nach Bestzeiten zu sortieren. Im zweitschnellsten Lauf der Männer steigerte sie sich auf 2:06,23 Minuten, eine Zeit, die sie, wie sie selbst nach dem Rennen sagte, mangels nationaler Konkurrenz in Slowenien kaum hätte laufen können. So werden wir sie im nächsten Jahr bei den U23-Europameisterschaften wieder zu sehen bekommen. Den längsten „Arbeitstag“ im MTV-Stadion hatte paradoxerweise die Schnellste des letzten Wettbewerbs. Lea Süß (LAC Quelle Fürth) absolvierte die 3000 Meter der Frauen in 10:17,81 Minuten als klare Siegerin. Bis sie aber die von der NADA geforderte Dopingprobe abgeben konnte, vergingen nochmals zweieinhalb Stunden.

Bei vielen Läufen konnten sich auch Sportler aus der Region im Spitzenfeld platzieren, so Valerie Griesche (DJK) als Fünfte über 800 Meter in 2:19,94 Minuten und die beiden MTV-Starter Heiko Middelhoff (8;45,14 Minuten) und Jonas Zweck (8:52,50 Minuten) auf den Plätzen vier und sechs über 3000 Meter. Einen extrem starken Eindruck machten aber viele Ingolstädter Talente, die noch der Jugendklasse angehören, beim Meet-IN aber sehr erfolgreich den Vergleich mit den Erwachsenen gesucht haben. Über 100 und 200 Meter schaffte es Luis Windpassinger (MTV) mit 11,10 und 22,70 Sekunden zweimal ins Finale. Über 400 Meter landeten Manuel Mand (MTV; 51,03 Sekunden) und Eugen Strigunow (DJK; 52,18 Sekunden) auf den Rängen drei und fünf. Die erst 15 Jahre alte Laura Schiffner (60,58 Sekunden) und ihre ein Jahr ältere DJK-Kameradin Marie Hedrich (61,27 Sekunden) kamen über 400 Meter mit neuen persönlichen Rekorden auf die Plätze vier und fünf. Bestzeit gab es auch für Alica Schmidt (MTV) in 25,63 Sekunden als Sechste über die für sie ungewohnt kurzen 200 Meter. Celina Jelinek (MTV Pfaffenhofen) rundete als Zweite des Dreisprungs mit 10,84 Metern die Spitzenresultate ab.

Auch in den reinen Jugendwettbewerben hatten die verantwortlichen Trainer allen Grund zur Freude. In ihrem ersten Rennen über 1500 Meter Hindernis (U18) holte Lisa Basener (MTV) nicht nur den bayerischen Meistertitel. In 5:07,59 Minuten unterbot sie die DM-Norm um mehr als zwölf Sekunden und hat mit den 800 und 1500 Metern nun drei Optionen für die nationalen U18- Titelkämpfe in Mönchengladbach. Sophie Nixdorf (DJK) kam über 2000 Meter Hindernis (U20) in 7:42,42 Minuten ins Ziel und gewann damit Silber. Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) sicherte sich bei der männlichen Jugend U20 in 6:41,45 Minuten den dritten Rang.

Zu den Medaillen bei den bayerischen Hindernismeisterschaften kamen noch sechs Plätze auf dem Siegerpodest bei den Meet-IN- Bewerben der Jugend U18. Den Dreisprung beendeten Benno und Lukas Brandstetter (MTV Pfaffenhofen) mit 11,40 und 11,21 Metern  auf Platz zwei und drei, ihre Vereinskameradin Maria Krabatsch wurde mit 9,93 Metern ebenfalls Dritte. Eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit auf 11,33 Sekunden brachte Erik Thees (MTV) im 100 Meter-Lauf auf den dritten Platz. Clara Hedrich (DJK) und Kathrin Göbel (MTV) landeten dazu im Weitsprung mit 4,86 und 4,53 Metern auf den Rängen zwei und drei.

Ergebnisliste



MTV Meet-IN: Stabhochspringer kämpfen um die Olympianorm

veröffentlicht um 18.06.2016, 15:53 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 29.01.2017, 05:19 ]

Ingolstadt (ebk) Gut eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften in Kassel trifft ein Teil der DLV-Elite am kommenden Freitag, 24. Juni, im MTV-Stadion auf starke internationale Konkurrenz zur Jagd auf Bestzeiten und Olympianormen. Im Fokus steht dabei wieder der Stabhochsprung mit einem hochklassigen internationalen Feld, dazu kommen stark besetzte Läufe und die bayerischen Titelkämpfen auf den Hindernisstrecken. Mit rund 300 Teilnehmern erwartet die Zuschauer ein stimmungsvolles Leichtathletikfest.

Dabei sind die deutschen Stabartisten gehörig unter Druck. Der Weltmeister von 2013 Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), der in Kassel passen musste, kämpft noch mit den Folgen seiner bei der Hallen-DM erlittenen Fußverletzung und Malte Mohr (Wattenscheid), der Vizeweltmeister der Hallensaison von 2014, kommt nach einem völlig verkorksten Jahr 2015 erst allmählich wieder in Form. So hat derzeit nur der frisch gebackene deutsche Meister Tobias Scherbath (Leverkusen) die Olympianorm von 5,70 Metern in der Tasche, zur EM in Amsterdam in zwei Wochen wird er wohl nur von seinem Vereinskameraden Karsten Dilla begleitet. Die endgültige Entscheidung, wer außer Scherbath bei Olympia dabei ist, fällt aber erst Mitte Juli. So kommt dem Meeting in Ingolstadt eine Schlüsselrolle bei der Vergabe der Tickets für Rio zu.

Der Wahlmünchner Malte Mohr, dessen Formkurve trotz eines „Salto-nullo“ in Kassel wieder nach oben zeigt, trifft im MTV-Stadion auf Vorjahressieger Florian Gaul (Sindelfingen) dessen persönlicher Rekord bei 5,60 Metern steht. Dieser möchte gerne seinen Vorjahressieg wiederholen und wittert noch eine kleine Chance in Richtung internationaler Starts. Ähnliches gilt für den Zweiten des Vorjahres: Daniel Clemens (Zweibrücken), in Kassel noch verletzt, hofft fürs Meet-IN wieder fit zu werden. So fällt die Favoritenrolle für das Schanzer Meeting einem der Jüngsten im Starterfeld zu. Torben Laidig (Schwäbisch Hall), als Jahrgang 1994 noch bei den Junioren U23 startberechtigt, überzeugte in den USA bereits mit Sprüngen jenseits der 5,60 Meter und hat sich für seinen Einstand im MTV-Stadion einiges vorgenommen. Obwohl er erst kurzfristig aus den USA zurückgekehrt war, sicherte er sich vor einer Woche in Kassel mit dem dritten Platz seine erste DM-Medaille bei den Erwachsenen.

Um die Siegprämie von 1000 Euro werden auch zwei Springer aus dem Ausland ein gewichtiges Wort mitreden. Der US-Amerikaner Mitch Greeley mit einem Hausrekord von 5,56 Metern und sein Schweizer Trainingspartner Dominik Alberto vom LC Zürich sehen sich durchaus nicht als Außenseiter. Alberto reist mit der Empfehlung des Schweizer Hallentitels und eines ersten Platzes beim „Touch-the-Clouds“- Festival an. Mit seiner Siegeshöhe von 5,55 Metern hat er das EM-Ticket für Amsterdam schon sicher. Ergänzt wird das Klassefeld durch zwei starke Springer aus der jungen DLV-Garde: Lamin Krubally (PB 5,35 m) vom ASV Landau sowie Jakob Köhler-Baumann von der LG Filstal, der sich zuletzt ebenfalls auf 5,35 Meter steigern konnte.

International wird es im MTV-Stadion auf den Sprint- und Laufstrecken, wo neben einem starken Team aus Slowenien auch afrikanische Läufer an den Start gehen werden. Den Stadionrekord im Weitsprung, den der frühere Europameister Christian Reif mit 7,75  Metern hält, möchte der Passauer Senkrechtstarter Maximilian Entholzer angreifen, der erst kürzlich den U23-Landesrekord auf 7,81 Meter geschraubt hat.

Aus lokaler Sicht stehen die bayerischen Titelkämpfe auf den Hindernistrecken im Blickpunkt, die in das kurzweilige Meeting-Programm integriert sind. Lisa Basener (MTV Ingolstadt), Sophie Nixdorf (DJK Ingolstadt) und Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) gehen keinesfalls als Außenseiter an den Start.

Das Vorprogramm mit dem Dreisprung und den Vorläufen in den Sprints beginnt am Freitag 24. Juni um 16 Uhr. Der Stabhochsprung mit dem Hauptprogramm ab 17 Uhr. Tribünen- und Innenraumkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

15. MTV Meet-IN am 24. Juni 2016

veröffentlicht um 27.03.2016, 09:28 von Martin Weinberger   [ aktualisiert: 27.06.2016, 16:44 ]

MTV Meet-IN 2015: Stimmungsvolles Meet-IN

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:23 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:25 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Knapp achthundert Zuschauer sahen bei der 14. Auflage des MTV Meet- IN wieder sehr gute Leistungen bei einem der stimmungsvollsten Leichtathletik-Meetings in ganz Süddeutschland.
Die Erwartungen von Malte Mohr (TV Wattenscheid), der nach einem Seuchenjahr mit technischen Problemen und vielen Verletzungen hoffte, dass im MTV-Stadion „der Knoten platzen würde“, erfüllten sich nicht. Der Vizehallenweltmeister, mehrfache deutsche Meister und zweifache MTV Meet-IN-Sieger kam schon beim Einspringen nicht zurecht und scheiterte dreimal an seiner Einstiegshöhe von 5,20 m. So war der Weg frei für ein kurzweiliges, spannendes Springen ohne einen klaren Favoriten. Zwar fehlten am Schluss, auch wegen einer Regenunterbrechung, die großen Höhen, doch konnten die Zuschauer einen Wettkampf auf hohem Niveau mit neun Springern jenseits der 5,00 m genießen. Hatte der Leverkusener Tom Konrad 2014 mit übersprungenen 5,20 m noch Patz drei belegt, so reichten für ihn dieses Jahr 5,20 m nur zu Rang sieben in dem ausgeglichenen Feld. Seine Vereinskameraden Marvin Caspari (5,20 m) und Michel Frauen (5,30 m), der in Leverkusen im August selbst ein Stabhochsprung-Meeting organisiert, lagen vor ihm auf den Plätzen fünf und sechs. Der dänische Meister Rasmus Jörgensen steigerte sich gegenüber seinem zweiten Platz beim Europacup, wo er den Dänen den Aufstieg in die europäische Superliga sicherte, um 10 cm auf 5,30 m, was den vierten Platz bedeutete. Platz drei ging an Jonas Efferoth (Bayer Leverkusen), der seinen Hausrekord auf 5,35 m schraubte und sich so das DM-Ticket für Nürnberg sicherte. Das Duell um den Sieg entschied der deutsche Vizemeister der vergangenen Hallensaison Florian Gaul (Sindelfingen) gegen Daniel Clemens (Zweibrücken) mit 5,40 m zu 5,35 m für sich. Gaul, der nach der Regenpause noch dreimal knapp an 5,55 m scheiterte, konnte aus der Hand von OB Dr. Lösel den Siegerscheck in Empfang nehmen.
Haderten die Stabhochspringer etwas mit dem Wetter - genau in der entscheidenden Phase des Wettkampfs führte ein Gewitterschauer zu einer Unterbrechung von zwanzig Minuten – nutzten die Mittel- und Langstreckler die nicht zu heißen Temperaturen zu schnellen und packenden Rennen. Über 3000 m der Männer entschied Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) das Duell mit dem deutschen 10000 m-Meister Mitku Seboku (LAC Quelle Fürth) mit 8:08,86 zu 8:10,82 Minuten für sich und schob sich auf den dritten Platz der aktuellen deutschen Rangliste. Über 1500 m bei den Frauen erzielten gleich fünf der sechs erstplatzierten Läuferinnen neue persönliche Bestzeiten. Julia Kick (LG TElis Finanz Regensburg) siegte in 4:17,95 Minuten mit der zehntbesten Zeit einer deutschen Läuferin in diesem Jahr vor der Spanierin Ana Lozano (4:19,35) und einer gewohnt spurtstarken Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt). Mit neuem Hausrekord von 4:25,20 Minuten holte sich Studentin, die erst seit zwei Wochen wieder aus den USA zurück ist, das nötige Selbstvertrauen für das Hindernisrennen bei der anstehenden U23-EM in Talinn (Estland). Im 800 m-Rennen der Männer behielt der erst 20 Jahre alte Südafrikaner Faro Duran in 1:51,20 Minuten in einem spannenden Spurt die Oberhand. Neue persönliche Bestzeit erzielte auch der Schlussläufer der deutschen 4x400 m-Staffel bei der Mannschafts-EM in Russland Johannes Trefz (LG Stadtwerke München) bei seinem klaren Sieg über 200 m in 21,47 Sekunden. Auf der kurzen Sprintdistanz gingen die Siege nach Österreich. Thomas Rosenthaler gewann das 100 m-Finale in 10,84 Sekunden, zusammen mit dem Team des ATSV Linz siegte er auch in der 4x100 m-Staffel der Männer in 42,11 Sekunden. Starke Zeiten gab es bei den Langsprints der Frauen: Über 200 m dominierte Katharina Eich (DJK Weiden) in 24,45 Sekunden, über 400 m die Münchnerin Martina Riedl in 55,98 Sekunden. Schnellste Läuferin über 100 m war nicht die Frauensiegerin Rebekka Eberle (USC Freiburg) in 12,35 Sekunden, sondern Sprinttalent Elena Pagliarini (LG Stadtwerke München), die den U18-Bewerb in 12,30 Sekunden für sich entscheiden konnte. Das 4x100 m-Rennen der Frauen ging an die U23-Staffel des MTV Ingolstadt (Sophia Eberle, Stefanie Aeschlimann, Theresa Köchl, Jennifer Weiherer), die in 48,90 zu 49,59 Sekunden die letztjährigen bayerischen U23-Meisterinnen von der LG Landshut auf Distanz hielten. Einen weiteren MTV-Sieg feierte Ivane Antonov im Dreisprung der Männer mit Saisonbestleistung von 15,23 m. Die größten Weiten bei den Frauen erzielten zwei Athletinnen aus Österreich: Michaele Egger (Union Salzburg) mit starken 13,20 m und U20-Siegerin Magdalena Macht (IAC Pharmador) mit 12,02 m.
Aus Sicht der Gastgeber vom MTV Ingolstadt gab es weitere Spitzenplätze. Über 100 m Hürden der Frauen die Plätze zwei und drei für Theresa Köchl (15,60 Sekunden) und Kathleen Hollenberg (16,30 Sekunden), dazu jeweils Platz vier für Jennifer Weiherer im 100 m-Finale der Frauen (12,74 Sekunden) und für Mario Saur über 400 m bei den Männern in 49,79 Sekunden. Sehr stark präsentierte sich der Ingolstädter Nachwuchs in der Jugend U18. Die MTV-Läuferinnen Alica Schmidt und Lisa Basener kamen über 800 m in 2:19,00 Minuten und 2:20,12 Minuten zu einem Doppelsieg. Nur eine Woche nach ihrem dritten Platz bei den bayerischen Meisterschaften über 1500 m Hindernis folgten Sofie Nixdorf (DJK) in 2:24,69 Minuten und ihre Vereinskameradin Laura Schiffner (2:25,64) auf Platz sieben und acht. Bester 100 m-Sprinter war einmal mehr Luis Windpassinger (MTV). Nach seinem Vorlaufsieg in 11,00 Sekunden siegte er im Finale bei Gegenwind in 11,18 Sekunden. Für eine Überraschung sorgte Jenny Birzl (MTV), die als Siegerin über 100 m-Hürden in 15,89 Sekunden ihre persönliche Bestzeit förmlich pulverisierte. Dritte wurde hier ihre MTV-Trainingspartnerin Helen Linke ebenfalls mit neuem Hausrekord von 16,33 Sekunden. Linke holte sich dazu im Weitsprung mit 5,11 m den zweiten Platz, Birzl wurde mit 4,82 m Siebte. Einen zweiten Platz belegte zum Abschluss die 4x100 m-Staffel der DJK Ingolstadt im Rennen der weiblichen Jugend U18 in 51,66 Sekunden.


Fotos: Kiefner, Rieger, Windpassinger

MTV Meet-IN 2014: Teilnehmerrekord, Deutscher Rekord, Stadionrekord und viele Top-Leistungen

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:20 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:31 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Mit einem Teilnehmerrekord von fast 400 Startern aus Deutschland, Österreich, Schweden, Tschechien und den USA mausert sich das MTV Meet-IN von einem reinen Stabhochsprung-Event immer mehr zu einem auch qualitativ hochbesetzten Leichtathletik-Meeting. So konnten die rund 1000 Zuschauer nicht nur eine Weltklassesiegeshöhe im Stabhochsprung von 5,65 m durch Karsten Dilla (TSV Bayer Leverkusen) und einen neuen Stadionrekord im Dreisprung der Männer bestaunen, neben schnellen Sprints gab es auch sehr gute Leistungen der Gastgeber vom MTV Ingolstadt. Höhepunkt war hier der neue deutsche Seniorenrekord (M75) über 1500 m durch MTV-Läufer Albert Walter in 5:20,67 Minuten.
Trotz eines großen Teilnehmerfeldes von 12 Springern, darunter Weltmeister Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) und Hallenvizeweltmeister Malte Mohr (TV Wattenscheid), war es einer der kürzesten Stabhochsprungwettkämpfe in der Geschichte des MTV Meet-IN. Der wechselnde böige Wind machte den Stabis doch mehr zu schaffen als es von außen den Anschein hatte, obwohl Bundestrainer Jörn Elberding das nicht als Ausrede gelten lassen wollte. So schafften nur sechs Springer ihre Anfangshöhe, alle anderen, unter ihnen Malte Mohr, fabrizierten einen „Salto nullo“. Kasey Burlingham (USA), Fabian Schulze (VfL Sindelfingen) und Youngster Daniel Spiegelhoff (TSV Bayer Leverkusen) belegten mit 5,00 m die Plätze vier bis sechs, sein Vereinskamerad Tom Konrad meisterte als Dritter immerhin 5,20 m. Nachdem Raphael Holzdeppe mit übersprungenen 5,35 m ebenfalls hängen geblieben war und Malte Mohr dreimal an 5,60 m gescheitert war, wurde der Wettkampf zum Solo von Karsten Dilla. Mit 5,65 m, die er gleich im ersten Versuch meisterte,  erreichte er die beste Siegeshöhe bei einem Meeting in Deutschland in diesem Jahr. An der neuen DLV-Jahresbestleistung von 5,75 m scheiterte Dilla dann dreimal nur knapp. Nach seinem Satz über 5,70 m im Mai bei einem Meeting in den USA  stehen die Chancen für einen Einsatz bei der EM in Zürich für den sympathischen Athleten damit nicht schlecht. Die endgültige Entscheidung bringt aber erst im Juli die DM in Ulm.
Genau auf den Tag 32 Jahre hatte der Stadionrekord von Dreispringer Wolfgang Kolmsee (LAC Quelle Fürth) gehalten. Mit 16,17 m setzte Matthias Uhrig (VfL Sindelfingen) bei seinem Sieg vor dem starken Fürther Ivane Antonov (15,80 m) in einem hochklassigen Wettkampf eine neue Bestmarke für das MTV-Stadion. Starke Sprintzeiten meldete dazu der Aktivenbereich. Bei den Männern siegte der frühere Nationalmannschaftsläufer Marius Broening (LAV Tübingen) mit 10,69 zu 10,83 Sekunden vor dem Salzburger Roland Kwitt. Die Sprintstaffel der Männer ging an den ATSV Linz vor dem Team des MTV Ingolstadt (Felix Pegelhoff, Thomas Rieger, Hendrik Bade, Thomas Riedlmüller). Das Frauenrennen über 100 m dominierte die Juniorenstaffelweltmeisterin Alexandra Burghardt (LG Stadtwerke München), die bei ihrem Saisoneinstieg auf 11,85 Sekunden kam. Nach Saisonbestzeit von 12,16 Sekunden im Vorlauf verfehlte Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) im 100 m-Finale das Treppchen in 12,19 Sekunden nur um eine Hundertstelsekunde. Dafür konnte sie sich über 13,84 Sekunden und Platz zwei im 100 m-Hürdenlauf freuen, womit sie sich zusammen mit Siegerin Amelie Lederer (LAC Quelle Fürth, 13,74 Sekunden) unter die deutschen Top-20 katapultierte. Mit 5,71 m überzeugte Glonegger als Sechste auch im Weitsprung, den die favorisierte Schwedin Sandra Törnros mit 6,02 m für sich entscheiden konnte. Sehr gute Siegerzeiten erzielten weiter 400 m-Läufer Benjamin Jonas (LG Eintracht Frankfurt) in 47,85 Sekunden und Heiko Baier (LG Braunschweig) über 3000 m in 8:28,07 Minuten.
Aber auch der Ingolstädter Nachwuchs präsentierte sich sehr leistungsstark. Über 2000 m Hindernis, die als bayerische Meisterschaften gewertet wurden, holte sich Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) in 7:24,29 Minuten in der Jugend U20 die Bronzemedaille. MTV-Läufer Maximilian Gloger (U18) kam in 7:02,19 Minuten als Sechster ins Ziel. Dazu konnten sich fünf Talente des MTV Ingolstadt im heimischen Stadion besonders in Szene setzen. Gleich drei neue Hausrekorde gab es für DLV-Kaderathletin Stefanie Aeschlimann. Sie sicherte sich nicht nur mit 12,11 m den Sieg im Dreisprung der weiblichen Jugend U18, auch über 100 m (12,97 Sekunden) und 200 m (26,41 Sekunden) zeigte sie sich deutlich verbessert. Die erst 16 Jahre alte Alica Schmidt blieb über 400 m als gute Siebte des stark besetzten Frauenrennens in 59,24 Sekunden einmal mehr unter der Minutenmarke. Helen Linke und Lisa Basener, die noch in der Jugend U16 startberechtigt sind, überraschten mit Spitzenplätzen in der Jugend U18. Linke als Dritte des Weitsprungs mit 5,24 m, Basener als Vierte über 800 m in 2:21,68 Minuten. Dazu kam Luis Windpassinger im 100 m-Rennen (U18) in 11,34 Sekunden nur knapp geschlagen auf den zweiten Platz.


Fotos: Kiefner

MTV Meet-IN 2013: Ein Leichtathletik-Fest beim MTV Ingolstadt

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:19 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:32 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Einen stimmungsvollen Leichtathletikabend mit zahlreichen Spitzenleistungen auf internationalem Niveau erlebten die rund 500 Zuschauer bei der 12. Auflage des MTV Meet-IN. Neben dem traditionell gut besetzten Stabhochsprung der Männer, bei dem Malte Mohr (TV Wattenscheid) seinen Vorjahressieg wiederholte, setzten vor allem Läufer aus Kenia und Namibia, aber auch deutsche Nationalmannschaftsathleten die Glanzlichter.
Malte Mohr kam mit 5,70 m zwar nicht an seine Siegeshöhe von 2012 heran, doch mit vier Springern über 5,50 m war das Niveau des Stabhochsprung-Wettbewerbs deutlich besser als im Vorjahr, als 5,43 m noch zum dritten Platz gereicht hatten. Mit der Einstellung der geforderten WM-Norm von 5,70 m wird der Wahlmünchner Mohr wohl auch dieses Jahr die Tradition fortsetzen, dass der Meet-IN-Sieger beim folgende Großereignis, sei es EM, WM oder Olympia, zu sehen sein wird. Hinter Mohr stellte Tobias Scherbath (Bayer Leverkusen), der einen sehr starken Eindruck hinterließ, mit 5,60 m seine Saisonbestleistung ein. Zwei U23-Junioren folgten höhengleich auf den Rängen drei und vier. Die Nase hatte dabei der Sindelfinger Florian Gaul vorne. Mit 5,50 m steigerte er seine persönliche Bestleistung um 10 cm und rangierte damit vor Daniel Clemens (Zweibrücken), der mit 5,50 m seinen Hausrekord einstellte. Der Dritte des Vorjahres Kim Yoo-Suk (Südkorea) musste sich mit 5,20 m den sechsten Platz mit Youngster Jonas Efferoth (Bayer Leverkusen) teilen, Fünfter mit 5,40 m wurde der Brandenburger U23-Athlet Carlo Paech.
 Zu einer Demonstration kenianischer Stärke geriet der 800 m-Lauf der Männer. Moses Kibet und Richard Kiplagat lieferten sich ein bis zum Schluss spannendes Rennen, das Kibet in einer Spitzenzeit von 1:46,93 zu 1:47,69 Minuten für sich entscheiden konnte. Die kürzeren Strecken standen ganz im Zeichen der Athleten aus dem südlichen Afrika, die zu den beiden Staffeln auch vier der sieben Sprintrennen für sich entscheiden konnten. So gewann Alysa Conley (Südafrika) die 100 m der Frauen in 12,02 Sekunden, die 200 m gingen an Globine Mayova (Namibia), die in der Spitzenzeit von 23,77 Sekunden, eine halbe Sekunde schneller als letztes Jahr, ihren Vorjahressieg wiederholte. Bei den Männern überzeugten ebenfalls zwei Langsprinter aus Namibia. Ernst Narib entschied die 400 m in 47,84 Sekunden für sich, Jesse Uri-Khob die 200 m in 21,30 Sekunden. Hier beeindruckte der blinde Namibier Ananias Shikongo, der geführt von seinem Guide in 23,03 Sekunden (!) als Fünfter das Ziel erreichte.
Im 100 m-Sprint mussten sich die Afrikaner jedoch dem mehrfachen deutschen Sprintmeister Christian Blum (TV Wattenscheid) beugen, der sich nach einer verkorksten Hallensaison mit Saisonbestzeit von 10,43 Sekunden bei Windstille wieder für das National-Team empfahl. Die 400 m der Frauen gingen an Favoritin Karoline Pilawa (LG Stadtwerke München) in 56,00 Sekunden. Das hohe Niveau auf den Sprintstrecken bekam auch Lokalmatadorin Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) zu spüren, die nach einer überstandenen Sommergrippe über etwas fehlende Spritzigkeit klagte. Zwar war sie über 100 m Hürden in 13,96 Sekunden eine knappe Zehntelsekunde schneller als bei ihrem Sieg im Vorjahr, musste sich aber hinter ihrer Münchner Rivalin Christine Muckenthaler (PB mit 13,81 Sekunden) mit dem zweiten Platz begnügen. Mit 5,51 m im Weitsprung holte Glonegger dann aber einen von zwei ersten Plätzen für die Ingolstädter Leichtathletik in der Aktivenklasse. Der zweite Sieg ging an die frischgebackene deutsche U23-Meisterin Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt), die das 1500 m-Rennen in guten 4:35,57 Minuten klar für sich entscheiden konnte.
Bei den Männern präsentierte sich EM-Teilnehmer Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) in einer sehr guten Verfassung. Nur eine Stunde nach seinem Sieg über 1500 m in 3:49,40 Minuten sicherte er sich mit einem starken letzten Kilometer den ersten Platz über 3000 m in Saisonbestzeit von 8:09,00 Minuten. Auch die Frauen- Siegerzeit von 9:41,60 Minuten seiner Vereinskameradin Steffi Volke konnte sich sehen lassen. Aus lokaler Sicht gab es noch einige schöne Resultate für MTV-Athleten: Thomas Rieger auf dem vierten Platz im Weitsprung mit 6,41 m, Jennifer Weiherer als Fünfte über 200 m (25,95 Sekunden), Miguel Lenz als Sechster über 1500 m in 4:20,36 Minuten und Thomas Riedlmüller als Achter über 200 m in 23,29 Sekunden.
Sehr stark zeigten sich zwei MTV-Talente in den Nachwuchsklassen. Luis Windpassinger über 100 m (11,72 Sekunden) und im Weitsprung (6,26 m) sowie Alica Schmidt über 800 m in 2:21,89 Minuten gewannen als U16-Jugendliche bei der Jugend U18 gegen ältere Konkurrenz. Weitere Siege für den regionalen Nachwuchs holten Christopher von Stelzer (SC Reichertshofen) über 1000 m in der Jugend U20 und Antonia Richter (SV Zuchering) im Weitsprung U18. Zwei zweite Plätze gingen an Helen Linke (MTV) im Weitsprung und über 100 m (U18). Dritter wurden Dominik Gunzl (LG Donau/Ilm) über 1000 m (U18) und die erst 13 Jahre alte Lisa Basener (MTV) im 800 m-Lauf (U18).


Fotos: Kiefner

MTV Meet-IN 2012: 5,91 Meter - Malte Mohr mit Weltjahresbestleistung

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:15 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 25.05.2015, 11:49 von Martin Weinberger ]

Ingolstadt (ebk) Den besten Stabhochsprung der Welt in diesem Olympiajahr bekamen die 1200 Zuschauer, Betreuer und Sportler im Ingolstädter MTV-Stadion zu sehen. Im zweiten Versuch meisterte Malte Mohr (TV Wattenscheid) die 5,91 m, sehr zur Freude von Bundestrainer Jörn Elberding und den Verantwortlichen des MTV Ingolstadt, die wie jedes Jahr trotz geringer finanzieller Mittel eine der wenigen sportlichen Weltklasseveranstaltungen in Ingolstadt auf die Beine stellen konnten. An der neuen deutschen Rekordhöhe von 6,01 m scheiterte der Wahlmünchner zwar noch, was der tollen Stimmung im MTV-Stadion nichts anhaben konnte.
Malte Mohr, der nun als Favorit zur EM nach Helsinki und zu Olympia nach London fährt, musste sich dabei gegen hochkarätige Konkurrenz durchsetzen. Erst nachdem Karsten Dilla (Uerdingen), der trotz erfüllter Norm als deutsche Nummer vier nicht zu Olympia darf, dreimal knapp an 5,73 m gescheitert war, stand der Sieg des deutschen Meisters fest. Auf den Rängen hinter Dilla, der mit klar übersprungenen 5,53 m Zweiter wurde, lagen drei Starter aus drei verschiedenen Ländern zusammen auf dem dritten Platz: Der schon für London qualifizierte Yoo Kim Suk (Korea), Rasmus Jörgensen (Dänemark) und Youngster Florian Gaul (Sindelfingen) mit neuem Hausrekord meisterten jeweils 5,43 m. Der zweite Däne Mikkel Nielsen übersprang mit persönlicher Bestleistung ebenfalls 5,43 m, musste sich aber wegen der höheren Zahl von Fehlversuchen mit Platz sechs zufrieden geben. Die lange Zeit verletzten Tobias Scherbath (Leverkusen) und Alexander Straub (Filstal), der in Ingolstadt seinen Saisoneinstieg absolvierte, waren zwar mit ihren Höhen nicht zufrieden, konnten dem Publikum aber gelungene Sprünge zeigen, die einen deutlichen Aufwärtstrend versprechen.
Doch nicht nur Malte Mohr und Yoo Kim Suk werden die begeisterten Zuschauer beim MTV-Meet-IN in London wiedersehen, auch die 400 m-Siegerin HerungaTjipekapora (Namibia) hat bereits das Olympia-Ticket in der Tasche.
Die Langsprinter aus dem südlichen Afrika, die beim Ingolstädter Leichtathletik-Meeting die 200 m und 400 m beherrschten, setzten die Glanzlichter in den Laufbewerben, dazu kam der Doppelsieg von Lokalmatadorin Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt), die sowohl über 100 m Hürden (14,03 Sekunden) als auch über 100 m in Saisonbestzeit von 12,12 Sekunden bei leichtem Gegenwind nicht zu schlagen war. Die beiden 200 m-Rennen wurden in sehr schnellen Zeiten von den afrikanischen Gästen beherrscht: Kaanjuka Hitjivure siegte bei den Männern in 21,27 Sekunden, Majova Globine bei den Frauen in 24,30 Sekunden. International noch wertvoller waren aber die 400 m-Ergebnisse. Olympiastarterin Tjipekapora ließ in 53,25 zu 55,98 Sekunden der frischgebackenen deutschen Vizemeisterin über 800 m Carolin Pilawa (München) nicht den Hauch einer Chance, ebenso bei den Männern Frank Puriza in 47,43 zu 48,31 Sekunden dem deutschen Spitzennachwuchsmann Stefan Gorol (Friedberg). Starke Zeiten gab es auch über die Mittelstrecken. Die 800 m der Frauen dominierte Hindernisspezialistin Julia Hiller (Fürth) in 2:12,41 Minuten, das Männerrennen ging an den starken Regensburger Jonas Zweck in 1:52,29 Minuten. Die Langstreckenspezialisten profitierten von den optimalen Bedingungen gegen Ende der Veranstaltung. Tobias Gröbl (LG Zusam) beherrschte die 3000 m in 8:16,30 Minuten, wo MTV-Athlet Heiko Middelhoff (7. in (8:39,71min) Opfer eines zu hohen Anfangstempos wurde. Über 5000 m siegte in flotten 14:50,01 Minuten Philip Champignon aus dem niedersächsischen Kirchdorf.
In den Jugendklassen zeigten die heimischen Talente, welch gute Nachwuchsarbeit in Ingolstadt geleistet wird. Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt) holte sich unangefochten den U20-Landestitel über 2000 m Hindernis in einer Spitzenzeit von 6:46,18 Minuten. Ihre Schwester Valerie sicherte sich über 1500 m Hindernis (U18) in 5:21,52 Minuten die Bronzemedaille, Johanna Schuberth (beide DJK) wurde in 5:33,39 Minuten Siebte. Dominik Lang (MTV) erfüllte mit 8:52,35 Minuten in einem beherzten 3000 m-Rennen als zweitbester Jugendlicher in die U20-DM-Norm und hat nun die Wahl, dort über 1500 m oder 3000 m zu starten. Theresa Köchl (MTV) pulverisierte als Hürdensiegerin (U18) gegen stärker eingeschätzte Konkurrenz ihre Bestzeit förmlich und hat mit 14,67 Sekunden nun auch das DM-Ticket in der Tasche. Dazu verfehlte der A-Jugendliche Philipp Hackner (MTV) als Vierter über 200 m der Männer in 22,87 das Treppchen denkbar knapp.

Malte Mohr (Foto: Kiefner)

MTV Meet-IN 2011: Rekord-Beteiligung beim MTV Meet-IN

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:11 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 25.05.2015, 11:50 von Martin Weinberger ]

Ingolstadt (ebk) Bei der zehnten Auflage des MTV-Meet IN, das mit einer Rekordbeteiligung von knapp 300 Startern aufwartete, konnten die knapp 1000 Zuschauer neben dem Stabhochsprung vor allem hochklassige Sprint- und Weitsprungwettbewerbe genießen.
Am Vortag hatte es kurzzeitig sogar ausgesehen, als ob das Meeting wegen des Unwetters abgesagt werden müsste, doch die Organisatoren schafften es, die Schäden im Umfeld des Stadions bis zum Wettkampfbeginn auszubessern. Trotz der nun guten äußeren Bedingungen, der große Regen setzte erst nach der letzten Siegerehrung ein, mussten die Zuschauer die kurzfristigen Absagen der beiden Münchner Tim Lobinger und Fabian Schulze hinnehmen, die wegen der zu befürchtenden Regenfälle ebenso wie Jure Rovan (Slowenien) gar nicht erst anreisten.
In dem überschaubaren Feld der sieben Starter, Dany Ecker zog nach großen technischen Problemen beim Einspringen zurück, musste sich Favorit Alexander Straub mit einem „Salto nullo“ verabschieden. Karsten Dilla (Uerdingen) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), die beim Einspringen den besten Eindruck gemacht hatten, machten sich nach sehr guten Sprüngen bei ihren Einstiegsversuchen sofort an Höhen in der Nähe der WM-Norm. Dilla bei 5,52 m und Holzdeppe mit guten Versuchen über 5,72 m scheiterten aber dreimal denkbar knapp. So ging der Sieg mit 5,42 m zusammen an Holzdeppe und Michel Frauen (Leverkusen), vor Dilla (5,32 m) und den beiden höhengleichen Kim Yoo Suk (Südkorea) und Amdan Traore (Saarbrücken), die 5,22 m meisterten. Trotz der für Ingolstädter Verhältnisse relativ bescheidenen Siegeshöhe wurde den Leichtathletik-Fans ein spannender Wettkampf geboten. Die Zuschauer kamen dann auch bei den anderen Disziplinen, die oft im Schatten des Stabhochsprungs stehen, auf ihre Kosten.
Der amtierende deutsche Hallenmeister Christian Blum (TV Wattenscheid) machte als Sieger des 100 m-Sprints in 10,57 Sekunden bei leichtem Gegenwind Ansprüche auf einen Staffelplatz bei der WM in Korea geltend. Sein Nationalmannschaftskollege Till Helmke (Friedberg/Fauerbach) dominierte die 200 m in guten 21,57 Sekunden klar. Bei den Frauen wurde Anja Wurm (LG Stadtwerke München) über 100 m in 12,08 Sekunden ihrer Favoritenrolle gerecht.
Mit Kevin Corona (LAC Quelle Fürth) sorgte ein bayerischer Athlet für eine der insgesamt wertvollsten Leistungen der ganzen Veranstaltung. Als Sieger des Weitsprungs mit 7,72 m bei gerade noch zulässigem Rückenwind kam er bis auf vier Zentimeter an den Stadionrekord heran, den kein Geringerer als Europameister Christian Reif (Ludwigshafen) hält.
Auch Athleten vom Veranstalter MTV Ingolstadt konnten sich in die Siegerliste eintragen. Am eindrucksvollsten gelang das Heiko Middelhoff, der das 3000 m-Rennen der Männer dank einer furiosen Tempoverschärfung auf den Schlussrunden in 8:26,72 Minuten dominierte. Corina Pape (MTV) musste über 400 m der Frauen ihrem zu hohen Anfangstempo Tribut zollen, konnte in 56,83 Sekunden aber noch den zweiten Platz retten. Cornelia Brunnhuber (MTV) überzeugte über 100 m und 200 m in 12,56 Sekunden als Vierte und 26,16 Sekunden auf Platz drei. Bei der männlichen Jugend B gab es über 1000 m gleich einen Ingolstädter Doppelerfolg. Dominik Lang (MTV) siegte in 2:38,15 Minuten mit großem Vorsprung vor dem restlichen Feld, in dem sich DJK-Athlet Michael Adolf im Spurt den zweiten Platz sicherte. Schnellster 100 m-Sprinter in den Jugendwettbewerben war Philipp Hackner (MTV) in starken 11,18 Sekunden. Bei den Schülerinnen gewann Johanna Langmeir (MTV) den Weitsprung mit 4,82 m, ihre MTV-Kameradin Theresa Köchl glänzte über 80 m Hürden mit einer Steigerung auf 11,95 Sekunden und dem dritten Platz.

Dominik Lang (Foto: Kiefner)

MTV Meet-IN 2010: Deutsche Jahresbestleitung durch Malte Mohr: 5,72 m

veröffentlicht um 12.03.2015, 05:59 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 25.05.2015, 11:50 von Martin Weinberger ]

Ingolstadt (ebk) Eine neue deutsche Jahresbestleistung und weitere vier Springer über 5,50 m bekamen die rund 300 Zuschauer geboten, die trotz hochsommerlicher Temperaturen und des Fußball-WM-Fiebers den Weg zur ersten Halbzeit des MTV Meet-IN ins Stadion gefunden hatten.
„Der sportlich wertvollste Stabhochwettbewerb mit der besten Siegeshöhe der letzten Jahre und doch deutlich mehr Zuschauer, als wegen der unglücklichen äußeren Umstände befürchtet“, so das Fazit eines zufriedenen Organisators Karl Eberle vom ausrichtenden MTV Ingolstadt. Noch am Tag vor der Veranstaltung war Bundestrainer Jörn Elberding an die MTV-Leichtathleten mit der Anregung herangetreten, 2011 in Ingolstadt einen WM-Testwettkampf zu veranstalten: „Speziell wir Stabhochspringer brauchen solche gut organisierten Meetings, wie das in Ingolstadt, mit seiner ganz besonderen Atmosphäre durch die Zuschauer direkt an der Anlage“.
Und Jörn Elberding sollte recht behalten. Ein überragender Malte Mohr (LG Stadtwerke München), der alle seine Höhen souverän im ersten Versuch meisterte und nach dem Siegsprung von 5,72 m drei Mal knapp an 5,81 m scheiterte, äußerte sich zuversichtlich: „Die 5,80 m oder mehr fallen demnächst, es ist nur noch eine Frage der Zeit.“ Optimistisch machte den Athleten die Sicherheit in den Sprüngen trotz der für die Ingolstädter Anlage untypisch wechselnden Windverhältnisse. Er dürfte damit seine EM-Fahrtkarte sicher haben und zählt nach seinem Vize-Weltmeistertitel aus der Hallensaison auch in Barcelona zu den Medaillenfavoriten.
Mohrs Münchner Teamkollege Tim Lobinger und die beiden Leverkusener Hendrik Gruber und Richard Spiegelburg hatten bei ihren Sprüngen bis einschließlich 5,50 m ebenfalls sehr souverän gewirkt. Lobinger und Gruber hatten wie Mohr bis zu dieser Höhe keinen einzigen Fehlversuch, doch bei 5,60 m war für sie, ebenso wie für Vorjahressieger Alexander Straub (LG Filstal) Schluss. Straub haderte etwas mit dem immer wieder wechselndem Wind. Nach nur einem Wettkampf in den letzten vier Wochen aufgrund von Verletzungsproblemen fehlte dem WM-Dritten die Anlaufsicherheit, um wirklich große Höhen angreifen zu können. Er musste sich mit 5,40 m und Platz sechs zufrieden geben.
Neben Mohr war ein weiterer Springer vollkommen zufrieden. Jurij Rovan, slowenischer Rekordhalter, war mit seinem Trainingspartner Nick Mossberg noch am Freitag beim österreichischen Top-Meeting in Ried gestartet und erst kurz vor Mitternacht in Ingolstadt angekommen. Er ließ sich von der tollen Stimmung im MTV-Stadion anstecken und zu einer neuen Saisonbestleitung tragen. Hatte er sich in Ried noch mit 5,20 m begnügen müssen, übersprang er beim Meet-IN nach anfänglichen Anlaufproblemen 5,50 m, was für den Slowenen die Erfüllung der nationalen Norm für Barcelona bedeutet.
Für die DLV-Stabis wird es angesichts der EM-Norm von 5,70 m, die der DLV fordert, aber langsam eng. Tim Lobinger, der wegen des Meet-IN noch kurzfristig einen privaten Termin abgesagt und erst am Freitag Abend seinen Start in Ingolstadt bestätigt hatte, brachte es nach dem Wettkampf mit einer gehörigen Portion Selbstkritik auf den Punkt: „Im Training läuft es bei allen optimal, Höhen um 5.60 sind an der Tagesordnung. Dann kommt ein Meeting mit optimaler Anlage und einer vorbildlichen Organisation, die vollständig auf die Bedürfnisse der Springer eingeht. Da können Höhen von 5,50 m doch nicht unser Anspruch sein. Es nutzt weder, immer wieder Ausreden zu suchen noch sich etwas schönzureden.“
Spätestens nach den deutschen Meisterschaften, die in zwei Wochen in Braunschweig stattfinden, wird man sehen, ob der Appell des Altmeisters etwas gebracht hat. Für Lars Börgeling wird es bis dahin wohl zu knapp. Bei seiner Einstiegshöhe brach eine alte Verletzung wieder auf, so dass er aufgeben musste.
Ergebnis Stabhoch Männer: 1. Malte Mohr 5,72 m. 2. Tim Lobinger (beide LG Stadtwerke München) und Hendrik Gruber 5,50 m. 4. Richard Spiegelburg (beide TSV Bayer 04 Leverkusen) 5,50 m. 5. Jurij Rovan (Slowenien) 5,50 m. 6. Alexander Straub (LG Filstal) 5,40 m. 7. Thorsten Müller (LG Stadtwerke München) 5,15 m. 8. Nick Mossberg (USA) 5,15 m. Ohne gültigen Versuch: Jeff Ryan (USA), Lars Börgeling (Leverkusen).

Alexander Janetschek und Thomas Rieger (von links, Foto: Fuß)

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