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MTV Meet-IN

Seit 1989 findet das MTV Meet-IN statt, das mittlerweile als Bayern-Top-Meeting in den Wettkampfkalendern geführt wird. Jedes Jahr nutzen die besten deutschen Stabhochspringer diesen Wettkampf als Qualifikationsmöglichkeit für internationale Meisterschaften. Preisgelder für das Erzielen eines Stadionrekords werden ebenfalls vergeben.

Überraschungen beim 16. MTV Meet-IN mit finnischem Stabhochsprungsieg

veröffentlicht um 19.06.2017, 13:11 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ingolstadt (ebk) Nicht die erfolgsgewohnten deutschen Stabhochspringer, sondern ein finnischer Youngster und die Langsprinter setzten vor 750 Zuschauern die Glanzlichter bei der inzwischen schon 16. Auflage des MTV Meet-IN, dem hochkarätigsten Leichtathletik-Meeting in der Region.

Bei fast optimalen äußeren Bedingungen stand der Stabhochsprung-Wettkampf zu Beginn unter einem unglücklichen Stern. Malte Mohr (TV Wattenscheid 01), wie Vorjahressieger Florian Gaul (VfL Sindelfingen) noch extra vom Meeting in Dessau angereist, musste schon beim Aufwärmen wegen einer wieder aufgebrochenen Verletzung die Segel streichen. Florian Gaul scheiterte wie der Leverkusener Jonas Efferoth an seiner Anfangshöhe. Tomas Weckstein (Finnland), der beim Einspringen den besten Eindruck aller Teilnehmer gemacht hatte, baute bei seinen Sprüngen über 5,15 Meter ein regelrechtes Haus über der Latte, streifte sie aber beim Heruntergehen dreimal knapp ab, so dass auch für ihn ein „Salto nullo“ zu Buche stand.

Nachdem für Daniel Spiegelhoff (Bayer 04 Leverkusen) und Nick Southgate (Neuseeland) 5,00 beziehungsweise 5,15 Meter in die Wertung kamen, glaubten die Zuschauer an ein Duell zwischen den Leverkusenern Hendrik Gruber und Karsten Dilla, derzeit mit 5,60 und 5,50 Metern Nummer zwei und vier der deutschen Bestenliste. Der Stand nach den Sprüngen über 5,30 Meter in einem dann sehr spannenden Wettbewerb sah dann aber wie folgt aus: In Führung Urho Kujanpaa (Finnland), der die Höhe im zweiten Versuch meisterte, vor Gruber, Dilla und Leo Lohre (Sindelfingen), die drei Versuche benötigten. Kujanpaa, Dilla und Lohre, der mit 5,30 Metern seine Saisonbestleitung eingestellt hatte scheiterten dreimal an 5,40 Meter, die Gruber ausgelassen hatte.

Als der Favorit, der Deutschland bei der Mannschafts-Europameisterschaft am kommenden Wochenende im französischen Lille vertreten wird, bei 5,50 Metern keinen gültigen Versuch zustande brachte, war die Überraschung perfekt. Der Sieg ging an den amtierenden finnischen Hallenmeister Urho Kujanpaa, dahinter gemeinsam auf Platz zwei Dilla und Gruber. Leo Lohre musste sich wegen eines Fehlversuchs bei 5,15 Metern mit Platz vier begnügen. Kujanpaa ist nicht nur der erste ausländische Stabhochsprungsieger in der Geschichte des MTV Meet-IN, mit erst 20 Jahren ist er auch der jüngste. Mit dem Überraschungssieg dürfte er seinem Saisonziel, der Qualifikation für die U 23-EM, einen großen Schritt näher gekommen zu sein.

Die weiteren Glanzlichter wurden dann auf den längeren Sprintstrecken gesetzt. Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) katapultierte sich mit 46,60 Sekunden auf Platz zwei der deutschen Rangliste und bestätigte eindrucksvoll seinen Staffel-Nominierung für den Europacup in Lille. Auch über 200 Meter ließ er der Konkurrenz in starken 21,49 Sekunden keine Chance. Sieger über 100 Meter wurde Daniel Hundt (LG Stadtwerke München) in ansprechenden 10,85 Sekunden.

Über 200 Meter bei den Frauen kam es zum Duell zwischen Corinna Schwab (TV 1861 Amberg) und MTV-Lokalmatadorin Alica Schmidt, beide mit der deutschen Staffel schon für die U 20-EM qualifiziert. Schwab schaffte in 23,89 Sekunden eine weitere EM-Norm, Schmidt steigerte trotz eines durchwachsenen Starts ihre persönliche Bestzeit als Zweite auf 25,30 Sekunden. Die erst 15 Jahre alte Mona Mayer (MTV Ingolstadt) dominierte das Frauenrennen über 400 Meter nach Belieben. Der Lohn waren mit 55,87 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit und Platz vier in der deutschen U18-Rangliste. Zuvor hatten Schmidt und Mayer zusammen mit Sophie Eckl und Kathrin Göbel über 4 x 100 Meter in 48,12 Sekunden die beste Zeit einer bayerischen Jugendstaffel in diesem Jahr erreicht.

Das Rennen über 1500 Meter bei den Frauen ging an eine bekannte Ingolstädter Läuferin, die inzwischen für die LG Telis Finanz Regensburg startet: Cornelia Griesche siegte in Saisonbestzeit von 4:28,83 Minuten. Das wertvollste Resultat in den Sprungdisziplinen zeigte Dreisprungsiegerin Giovanna Berto (Italien) mit 12,55 Metern.

In allen Altersklassen gab es zudem starke Auftritte von Ingolstädter Sportlern. Im Weitsprung der Frauen sicherte sich Antonia Richter (SV Zuchering) mit 5,35 Metern Silber, MTV-Athlet Mario Saur kam bei den Männern mit 6,52 Metern auf Rang sechs. Über 800 Meter starteten zwei Jugendliche des MTV Ingolstadt bei den Aktiven: Sofie Nixdorf (2:23,43 Minuten) wurde Dritte, Fabian Riegelsberger (1:58,26 Minuten) Neunter. Die 3000 Meter der Männer, die an den Ex-MTVler Heiko Middeloff (Fürth) gingen, beendete Martin Stier (MTV Ingolstadt) in 9:30,98 Minuten als Dritter.

Bei der Jugend U18 kamen zwei MTV-Talente mit neuen Bestzeiten aufs Treppchen: Leon Rupp als Zweiter über 800 Meter in 2:10,07 Minuten und Maximilian Fischer über 100 Meter als Dritter in 11,24 Sekunden, was gleichzeitig die Norm für die Deutschen U 18-Meisterschaften bedeutete. Kathrin Göbel (MTV Ingolstadt) erreichte das Finale über 100 Meter, konnte dort aber ihre Vorlaufzeit von 13,22 Sekunden nicht mehr steigern und wurde Sechste.


Fotoalbum auf kbumm.de (extern)

MTV Meet-IN: Hochklassiges Leichtathletik-Fest im MTV-Stadion

veröffentlicht um 16.06.2017, 05:01 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ingolstadt (ebk) Ein internationales Feld mit rund 300 Teilnehmern wird bei der 16. Auflage des MTV Meet-IN am morgigen Samstag, 17. Juni, im MTV-Stadion an den Start gehen. Beim am besten besetzten Leichtathletik-Meeting in der Region steht zwar traditionell der Stabhochsprung der Männer im Mittelpunkt, doch vor allem in den Sprintdisziplinen können die Zuschauer hochklassige Zeiten erwarten.
Für die deutschen Stabartisten geht es dabei nicht nur um die 1000 Euro Siegprämie, das MTV Meet-IN ist drei Wochen vor den Deutschen Meisterschaften in Erfurt ein wichtiger Fingerzeig in Richtung Qualifikation für die Weltmeisterschaften ab 5. August in London. Die Norm herfür steht bei 5,70 Meter, eine Höhe, die bisher nur Torben Laidig (Schwäbisch Hall), der Zweite des Meet-IN im Vorjahr, übersprungen hat. Er ist aber wegen einer in den USA erlittenen Verletzung derzeit zum Zuschauen verurteilt. Mit 5,60 Metern folgt in der DLV-Rangliste derzeit Hendrik Gruber (Leverkusen), der hofft, in Ingolstadt den Grundstein für seine erste Teilnahme an einem internationalen Großereignis legen zu können.

Die weiteren Starter, die wie Gruber in ihrer Karriere schon die 5,70 Meter gemeistert haben, sind die beiden Meet-IN-Sieger der vergangenen Jahre, Florian Gaul (VfL Sindelfingen) und Karsten Dilla (TSV Bayer 04 Leverkusen). Dilla, Olympiateilnehmer und EM-Siebter 2016, kommt mit recht ausgeglichenen Ergebnissen um 5,50 Meter nach Ingolstadt, lediglich der Ausreißer nach oben fehlt bisher. Vorjahressieger Gaul ist verletzungsbedingt sehr spät in die Saison eingestiegen, ob er nur einen Tag nach dem Meeting in Dessau die nötige Frische für eine Höhenflug wie im letzten Jahr hat, wird sich am Samstag herausstellen. Für internationales Flair im MTV-Stadion sorgen die beiden Finnen Urho Kujanpaa  und Tomas Wecksten sowie Nick Southgate aus Neuseeland, alle drei mit Bestleistungen im Bereich von 5,50 Metern. Ergänzt wird das Feld durch vier Athleten aus der erweiterten nationalen Spitze: Leo Lohre (VfL Sindelfingen) und U 23-Junior Tim Jäger (TSV Bayer 04 Leverkusen) sind zum ersten Mal in Ingolstadt dabei, Daniel Spiegelhoff und der frühere Bochumer Sebastian Vogt (TSB Bayer 04 beide Leverkusen) waren schon bei früheren Meet-INs zu Gast.

Interessante Duelle dürfen die Leichtathletikfreunde über 100 und 200 Meter erwarten. Der mit 10,40 Sekunden derzeit stärkste bayerische Sprinter Aleksandar Askovic (Augsburg) trifft auf beiden Strecken auf Patrick Schneider (Fürth), Mitglied der DLV-Staffel über 4 x 400 Meter bei den Europameisterschaften 2016. Hürdenspezialist Maximilian Bayer (MTV Ingolstadt, Foto unten), der am vergangenen Dienstag im finnischen Turku mit 13,71 Sekunden über 110 Meter Hürden Saisonbestzeit erzielt hat, möchte über die 100 Meter auch ein Wörtchen mitreden.

Bei den Frauen duellieren sich die beiden Langsprinterinnen Corinna Schwab (TV 1861 Amberg) und Alica Schmidt (MTV Ingolstadt), die sich am vergangenen Wochenende noch gemeinsam im DLV-Trikot für die U 20-Europameisterschaften qualifiziert haben. Schwab, schon über 400 Meter im Besitz der Einzelnorm, möchte dies auch über 200 Meter schaffen. Ein flottes Rennen über 400 Meter ist von der erst 15 Jahre alten Mona Mayer (MTV  Ingolstadt) zu erwarten, die sich nach ihren famosen 200 Metern von Regensburg ebenfalls für internationale Aufgaben empfehlen möchte. Auf dem Programm stehen weiterhin Mittelstrecken- und Staffelläufe sowie Wettbewerbe im Weit- und Dreisprung.

Beginn des Stabhochsprungs und des Hauptprogramms ist um 16 Uhr. Innenraumkarten mit kostenlosen Getränken (10 Euro) und normale Eintrittskarten (fünf beziehungsweise drei Euro) gibt es an der Abendkasse.


 Archivfoto: Kiefner

MTV Meet IN 2017: Hochklassiges Stabhochsprung-Feld steht

veröffentlicht um 02.06.2017, 06:39 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 03.06.2017, 08:29 ]



Ingolstadt (ebk) Die Planungen für das MTV Meet-IN, das am Samstag, 17. Juni, ab 16 Uhr im MTV-Stadion über die Bühne gehen wird, sind so gut wie abgeschlossen. Die Leichtathletik-Freunde aus der Region können sich vor allemim Stabhochsprung über einen spannenden Wettkampf freuen. In Zusammenarbeit mit Bundetrainer Jörn Elberding, einem ausgewiesenen Fan des Ingolstädter Meetings, ist es den Verantwortlichen des MTV Ingolstadt gelungen, ein hochklassiges internationales Starterfeld zu verpflichten.

Für die deutschen Stabartisten geht es dabei nicht nur um die 1000 Euro Siegprämie, das MTV Meet-IN ist traditionsgemäß der erste Fingerzeig in Richtung Qualifikation für die Weltmeisterschaften ab 5. August in London. Die Norm herfür steht bei 5,70 Meter, eine Höhe die schon drei der für Ingolstadt gemeldeten Springer in ihrer Karriere übersprungen haben. Florian Gaul (VfL Sindelfingen), der Meet-IN-Sieger 2015 und 2016, mit 5,77 Metern Erster der DLV-Rangliste 2016, führt die aktuelle Meldeliste an. Seine größten Konkurrenten im MTV-Stadion dürften die beiden Leverkusener Karsten Dilla und Hendrik Gruber sein. Dilla, Olympiateilnehmer und EM-Siebter im letzten Jahr, hat einen Hausrekord von 5,73 Meter, zu seinen größten Erfolgen zählt der Meet-IN-Sieg 2014. Hendrik Gruber, der mit einer Hallenbestleistung von 5,75 Metern zu Buche steht, möchte sich nach mehreren Erfolgen bei der Universade auch für London empfehlen. Sein Saisoneinstig von 5,60 Metern bei einem Meeting in Polen ist jedenfalls vielversprechend.

Für internationales Flair im MTV-Stadion sorgen die beiden Finnen Urho Kujanpaa und Tomas Wecksten sowie Nick Southgate aus Neuseeland, alle drei mit Bestleistungen jenseits der 5,50 Meter. Ergänzt wird das Feld durch drei Athleten aus der Leverkusener Springergarde: U 23-JuniorTim Jäger, Daniel Spiegelhoff und der frühere Bochumer Sebastian Vogt sind jederzeit für Höhen deutlich über 5,20 Meter gut.

Für den Zweiten des letztjährigen Meet-IN, Torben Laidig(Schwäbisch Hall), kommt der Wettkampf in Ingolstadt wohl noch zu früh. Er hat bei einem Meeting in Austin/Texas als einziger DLV-Athlet bisher die 5,70 Meter übersprungen, sich dann aber eine Verletzung zugezogen. So bleibt der zehnte Startplatz erst einmal für Malte Mohr (TV Wattenscheid) reserviert, der sich nach einer starken Hallensaison wieder mit Rückenproblemen herumschlägt und noch keine endgültige Startzusage geben kann.

Bei den Rahmenwettbewerben stehen vor allem die MTV-Asse im Mittelpunkt. So wird Hallen-EM-Teilnehmer Maximilian Bayer über 110 Meter Hürden sein Debüt vor heimischem Publikum geben. Sein Fokus liegt ganz klar auf einer Teilnahme bei der WM in London. Ebenfalls mit internationalen Titelkämpfen liebäugeln die 400-Meter-Läuferinnen Alica Schmidt (U 20) und Mona Mayer (U 18). Sie testen beim Meet-IN ihre Sprintschnelligkeit über 100 und 200 Meter.

16. MTV Meet-IN am 17. Juni 2017

veröffentlicht um 29.01.2017, 06:58 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 19.06.2017, 15:03 von Martin Weinberger ]

MTV Meet-IN 2016: Hohe Sprünge, starke Läufe und Gold für Lisa Basener

veröffentlicht um 26.06.2016, 12:15 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 29.01.2017, 05:23 ]

Ingolstadt (ebk) Zwar standen beim 15. MTV Meet-IN die Stabhochspringer mit der - leider um eine Woche zu spät - erfüllten EM—Norm von Florian Gaul (Sindelfingen) im Mittelpunkt, doch gab es bei den Läufen ebenfalls Leistungen, die hohen Standards genügten. Dazu kam ein besonderes Zuckerl für die Ingolstädter Leichtathletikfans: Ein kompletter Medaillensatz für Lisa Basener (MTV), Sophie Nixdorf (DJK) und Johannes Stahr (Lifepark) bei den Rennen um die bayerischen Meistertitel  auf den Hindernisstrecken.

Ein kleines aber feines internationales Feld nutzte die optimalen Bedingungen im MTV-Stadion zu einem spannenden Wettbewerb, dem Vorjahressieger Florian Gaul vor zahlreichen begeisterten Zuschauern seinen Stempel aufdrückte. Etwas enttäuscht waren nur die beiden Gäste aus der Schweiz. Der frühere US-Boy Mitch Greeley, der eigentlich die Schweizer EM-Norm von 5,55 Metern angreifen wollte, produzierte bei 5,20 Metern einen Salto-Nullo. Dominik Alberto, schon für Amsterdam qualifiziert, blieb trotz eines starken Eindrucks beim Einspringen mit übersprungenen 5,10 Metern hängen. Lamin Krubally (ASV Landau), mit 5,20 Metern Vierter, und Jakob Köhler-Baumann (LG Filstal), mit 5,30 Metern Dritter, scheiterten knapp an 5,40 Metern, was für beide neuen Hausrekord bedeutet hätte.  So kam es zum Showdown zwischen dem DM-Dritten Torben Laidig (WGL Schwäbisch Hall), der inclusive 5,50 Meter alle Höhen im ersten Versuch meisterte, und Florian Gaul, der für die 5,50 Meter drei Versuche benötigte. Die 5,65 Meter, die beide dann  auflegen ließen, waren für Laidig noch etwas zu hoch. Florian Gaul baute dagegen im dritten Versuch ein richtiges Haus über die Höhe: (zu späte) EM-Norm, aber immerhin Qualifikationshöhe für den DLV-B-Kader. Drei sehr gute, nur hauchdünn gerissene Versuche über die Olympia-Norm von 5,70 Metern beendeten ein spannendes Springen, das Florian Gaul auf Platz zwei der DLV-Bestenliste katapultierte. Für die Olympia-Qualifikation bleiben ihm nun noch zwei Wochen.

Ein Starter in Ingolstadt hatte das EM-Ticket schon in der Tasche, ob es für Olympia reichen wird entscheidet sich erst in Amsterdam. Der DM-Dritte über 400 m Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth), der bei den Europameisterschaften im deutschen 4x400 – Meter – Team stehen wird, sorgte auf den kurzen Sprintstrecken für flotte Zeiten. Als Sieger über 100 und 200 Meter in 10,73 und 21,12 Sekunden in jeweils neuer persönlicher Bestzeit zeigte er den zahlreichen Zuschauern, dass die Schnelligkeitswerte in Richtung Amsterdam auf jeden Fall stimmen. Einen Doppelsieg für eine Athletin der LAC Quelle Fürth gab es auch bei den Frauen.  Franziska Wahl gewann die 200 und 400 Meter in starken 24,18 und 54,77 Sekunden. Die vielleicht wertvollste Leistung bei den Frauen lieferte die erst 20 Jahre alte Slowenin Mateja Pokrivac über 800 Meter ab. Sie profitierte von der beim Meet-IN schon lange üblichen Praxis, die Läufe unabhängig vom Geschlecht nach Bestzeiten zu sortieren. Im zweitschnellsten Lauf der Männer steigerte sie sich auf 2:06,23 Minuten, eine Zeit, die sie, wie sie selbst nach dem Rennen sagte, mangels nationaler Konkurrenz in Slowenien kaum hätte laufen können. So werden wir sie im nächsten Jahr bei den U23-Europameisterschaften wieder zu sehen bekommen. Den längsten „Arbeitstag“ im MTV-Stadion hatte paradoxerweise die Schnellste des letzten Wettbewerbs. Lea Süß (LAC Quelle Fürth) absolvierte die 3000 Meter der Frauen in 10:17,81 Minuten als klare Siegerin. Bis sie aber die von der NADA geforderte Dopingprobe abgeben konnte, vergingen nochmals zweieinhalb Stunden.

Bei vielen Läufen konnten sich auch Sportler aus der Region im Spitzenfeld platzieren, so Valerie Griesche (DJK) als Fünfte über 800 Meter in 2:19,94 Minuten und die beiden MTV-Starter Heiko Middelhoff (8;45,14 Minuten) und Jonas Zweck (8:52,50 Minuten) auf den Plätzen vier und sechs über 3000 Meter. Einen extrem starken Eindruck machten aber viele Ingolstädter Talente, die noch der Jugendklasse angehören, beim Meet-IN aber sehr erfolgreich den Vergleich mit den Erwachsenen gesucht haben. Über 100 und 200 Meter schaffte es Luis Windpassinger (MTV) mit 11,10 und 22,70 Sekunden zweimal ins Finale. Über 400 Meter landeten Manuel Mand (MTV; 51,03 Sekunden) und Eugen Strigunow (DJK; 52,18 Sekunden) auf den Rängen drei und fünf. Die erst 15 Jahre alte Laura Schiffner (60,58 Sekunden) und ihre ein Jahr ältere DJK-Kameradin Marie Hedrich (61,27 Sekunden) kamen über 400 Meter mit neuen persönlichen Rekorden auf die Plätze vier und fünf. Bestzeit gab es auch für Alica Schmidt (MTV) in 25,63 Sekunden als Sechste über die für sie ungewohnt kurzen 200 Meter. Celina Jelinek (MTV Pfaffenhofen) rundete als Zweite des Dreisprungs mit 10,84 Metern die Spitzenresultate ab.

Auch in den reinen Jugendwettbewerben hatten die verantwortlichen Trainer allen Grund zur Freude. In ihrem ersten Rennen über 1500 Meter Hindernis (U18) holte Lisa Basener (MTV) nicht nur den bayerischen Meistertitel. In 5:07,59 Minuten unterbot sie die DM-Norm um mehr als zwölf Sekunden und hat mit den 800 und 1500 Metern nun drei Optionen für die nationalen U18- Titelkämpfe in Mönchengladbach. Sophie Nixdorf (DJK) kam über 2000 Meter Hindernis (U20) in 7:42,42 Minuten ins Ziel und gewann damit Silber. Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) sicherte sich bei der männlichen Jugend U20 in 6:41,45 Minuten den dritten Rang.

Zu den Medaillen bei den bayerischen Hindernismeisterschaften kamen noch sechs Plätze auf dem Siegerpodest bei den Meet-IN- Bewerben der Jugend U18. Den Dreisprung beendeten Benno und Lukas Brandstetter (MTV Pfaffenhofen) mit 11,40 und 11,21 Metern  auf Platz zwei und drei, ihre Vereinskameradin Maria Krabatsch wurde mit 9,93 Metern ebenfalls Dritte. Eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit auf 11,33 Sekunden brachte Erik Thees (MTV) im 100 Meter-Lauf auf den dritten Platz. Clara Hedrich (DJK) und Kathrin Göbel (MTV) landeten dazu im Weitsprung mit 4,86 und 4,53 Metern auf den Rängen zwei und drei.

Ergebnisliste



MTV Meet-IN: Stabhochspringer kämpfen um die Olympianorm

veröffentlicht um 18.06.2016, 15:53 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 29.01.2017, 05:19 ]

Ingolstadt (ebk) Gut eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften in Kassel trifft ein Teil der DLV-Elite am kommenden Freitag, 24. Juni, im MTV-Stadion auf starke internationale Konkurrenz zur Jagd auf Bestzeiten und Olympianormen. Im Fokus steht dabei wieder der Stabhochsprung mit einem hochklassigen internationalen Feld, dazu kommen stark besetzte Läufe und die bayerischen Titelkämpfen auf den Hindernisstrecken. Mit rund 300 Teilnehmern erwartet die Zuschauer ein stimmungsvolles Leichtathletikfest.

Dabei sind die deutschen Stabartisten gehörig unter Druck. Der Weltmeister von 2013 Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), der in Kassel passen musste, kämpft noch mit den Folgen seiner bei der Hallen-DM erlittenen Fußverletzung und Malte Mohr (Wattenscheid), der Vizeweltmeister der Hallensaison von 2014, kommt nach einem völlig verkorksten Jahr 2015 erst allmählich wieder in Form. So hat derzeit nur der frisch gebackene deutsche Meister Tobias Scherbath (Leverkusen) die Olympianorm von 5,70 Metern in der Tasche, zur EM in Amsterdam in zwei Wochen wird er wohl nur von seinem Vereinskameraden Karsten Dilla begleitet. Die endgültige Entscheidung, wer außer Scherbath bei Olympia dabei ist, fällt aber erst Mitte Juli. So kommt dem Meeting in Ingolstadt eine Schlüsselrolle bei der Vergabe der Tickets für Rio zu.

Der Wahlmünchner Malte Mohr, dessen Formkurve trotz eines „Salto-nullo“ in Kassel wieder nach oben zeigt, trifft im MTV-Stadion auf Vorjahressieger Florian Gaul (Sindelfingen) dessen persönlicher Rekord bei 5,60 Metern steht. Dieser möchte gerne seinen Vorjahressieg wiederholen und wittert noch eine kleine Chance in Richtung internationaler Starts. Ähnliches gilt für den Zweiten des Vorjahres: Daniel Clemens (Zweibrücken), in Kassel noch verletzt, hofft fürs Meet-IN wieder fit zu werden. So fällt die Favoritenrolle für das Schanzer Meeting einem der Jüngsten im Starterfeld zu. Torben Laidig (Schwäbisch Hall), als Jahrgang 1994 noch bei den Junioren U23 startberechtigt, überzeugte in den USA bereits mit Sprüngen jenseits der 5,60 Meter und hat sich für seinen Einstand im MTV-Stadion einiges vorgenommen. Obwohl er erst kurzfristig aus den USA zurückgekehrt war, sicherte er sich vor einer Woche in Kassel mit dem dritten Platz seine erste DM-Medaille bei den Erwachsenen.

Um die Siegprämie von 1000 Euro werden auch zwei Springer aus dem Ausland ein gewichtiges Wort mitreden. Der US-Amerikaner Mitch Greeley mit einem Hausrekord von 5,56 Metern und sein Schweizer Trainingspartner Dominik Alberto vom LC Zürich sehen sich durchaus nicht als Außenseiter. Alberto reist mit der Empfehlung des Schweizer Hallentitels und eines ersten Platzes beim „Touch-the-Clouds“- Festival an. Mit seiner Siegeshöhe von 5,55 Metern hat er das EM-Ticket für Amsterdam schon sicher. Ergänzt wird das Klassefeld durch zwei starke Springer aus der jungen DLV-Garde: Lamin Krubally (PB 5,35 m) vom ASV Landau sowie Jakob Köhler-Baumann von der LG Filstal, der sich zuletzt ebenfalls auf 5,35 Meter steigern konnte.

International wird es im MTV-Stadion auf den Sprint- und Laufstrecken, wo neben einem starken Team aus Slowenien auch afrikanische Läufer an den Start gehen werden. Den Stadionrekord im Weitsprung, den der frühere Europameister Christian Reif mit 7,75  Metern hält, möchte der Passauer Senkrechtstarter Maximilian Entholzer angreifen, der erst kürzlich den U23-Landesrekord auf 7,81 Meter geschraubt hat.

Aus lokaler Sicht stehen die bayerischen Titelkämpfe auf den Hindernistrecken im Blickpunkt, die in das kurzweilige Meeting-Programm integriert sind. Lisa Basener (MTV Ingolstadt), Sophie Nixdorf (DJK Ingolstadt) und Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) gehen keinesfalls als Außenseiter an den Start.

Das Vorprogramm mit dem Dreisprung und den Vorläufen in den Sprints beginnt am Freitag 24. Juni um 16 Uhr. Der Stabhochsprung mit dem Hauptprogramm ab 17 Uhr. Tribünen- und Innenraumkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

15. MTV Meet-IN am 24. Juni 2016

veröffentlicht um 27.03.2016, 09:28 von Martin Weinberger   [ aktualisiert: 27.06.2016, 16:44 ]

MTV Meet-IN 2015: Stimmungsvolles Meet-IN

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:23 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:25 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Knapp achthundert Zuschauer sahen bei der 14. Auflage des MTV Meet- IN wieder sehr gute Leistungen bei einem der stimmungsvollsten Leichtathletik-Meetings in ganz Süddeutschland.
Die Erwartungen von Malte Mohr (TV Wattenscheid), der nach einem Seuchenjahr mit technischen Problemen und vielen Verletzungen hoffte, dass im MTV-Stadion „der Knoten platzen würde“, erfüllten sich nicht. Der Vizehallenweltmeister, mehrfache deutsche Meister und zweifache MTV Meet-IN-Sieger kam schon beim Einspringen nicht zurecht und scheiterte dreimal an seiner Einstiegshöhe von 5,20 m. So war der Weg frei für ein kurzweiliges, spannendes Springen ohne einen klaren Favoriten. Zwar fehlten am Schluss, auch wegen einer Regenunterbrechung, die großen Höhen, doch konnten die Zuschauer einen Wettkampf auf hohem Niveau mit neun Springern jenseits der 5,00 m genießen. Hatte der Leverkusener Tom Konrad 2014 mit übersprungenen 5,20 m noch Patz drei belegt, so reichten für ihn dieses Jahr 5,20 m nur zu Rang sieben in dem ausgeglichenen Feld. Seine Vereinskameraden Marvin Caspari (5,20 m) und Michel Frauen (5,30 m), der in Leverkusen im August selbst ein Stabhochsprung-Meeting organisiert, lagen vor ihm auf den Plätzen fünf und sechs. Der dänische Meister Rasmus Jörgensen steigerte sich gegenüber seinem zweiten Platz beim Europacup, wo er den Dänen den Aufstieg in die europäische Superliga sicherte, um 10 cm auf 5,30 m, was den vierten Platz bedeutete. Platz drei ging an Jonas Efferoth (Bayer Leverkusen), der seinen Hausrekord auf 5,35 m schraubte und sich so das DM-Ticket für Nürnberg sicherte. Das Duell um den Sieg entschied der deutsche Vizemeister der vergangenen Hallensaison Florian Gaul (Sindelfingen) gegen Daniel Clemens (Zweibrücken) mit 5,40 m zu 5,35 m für sich. Gaul, der nach der Regenpause noch dreimal knapp an 5,55 m scheiterte, konnte aus der Hand von OB Dr. Lösel den Siegerscheck in Empfang nehmen.
Haderten die Stabhochspringer etwas mit dem Wetter - genau in der entscheidenden Phase des Wettkampfs führte ein Gewitterschauer zu einer Unterbrechung von zwanzig Minuten – nutzten die Mittel- und Langstreckler die nicht zu heißen Temperaturen zu schnellen und packenden Rennen. Über 3000 m der Männer entschied Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) das Duell mit dem deutschen 10000 m-Meister Mitku Seboku (LAC Quelle Fürth) mit 8:08,86 zu 8:10,82 Minuten für sich und schob sich auf den dritten Platz der aktuellen deutschen Rangliste. Über 1500 m bei den Frauen erzielten gleich fünf der sechs erstplatzierten Läuferinnen neue persönliche Bestzeiten. Julia Kick (LG TElis Finanz Regensburg) siegte in 4:17,95 Minuten mit der zehntbesten Zeit einer deutschen Läuferin in diesem Jahr vor der Spanierin Ana Lozano (4:19,35) und einer gewohnt spurtstarken Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt). Mit neuem Hausrekord von 4:25,20 Minuten holte sich Studentin, die erst seit zwei Wochen wieder aus den USA zurück ist, das nötige Selbstvertrauen für das Hindernisrennen bei der anstehenden U23-EM in Talinn (Estland). Im 800 m-Rennen der Männer behielt der erst 20 Jahre alte Südafrikaner Faro Duran in 1:51,20 Minuten in einem spannenden Spurt die Oberhand. Neue persönliche Bestzeit erzielte auch der Schlussläufer der deutschen 4x400 m-Staffel bei der Mannschafts-EM in Russland Johannes Trefz (LG Stadtwerke München) bei seinem klaren Sieg über 200 m in 21,47 Sekunden. Auf der kurzen Sprintdistanz gingen die Siege nach Österreich. Thomas Rosenthaler gewann das 100 m-Finale in 10,84 Sekunden, zusammen mit dem Team des ATSV Linz siegte er auch in der 4x100 m-Staffel der Männer in 42,11 Sekunden. Starke Zeiten gab es bei den Langsprints der Frauen: Über 200 m dominierte Katharina Eich (DJK Weiden) in 24,45 Sekunden, über 400 m die Münchnerin Martina Riedl in 55,98 Sekunden. Schnellste Läuferin über 100 m war nicht die Frauensiegerin Rebekka Eberle (USC Freiburg) in 12,35 Sekunden, sondern Sprinttalent Elena Pagliarini (LG Stadtwerke München), die den U18-Bewerb in 12,30 Sekunden für sich entscheiden konnte. Das 4x100 m-Rennen der Frauen ging an die U23-Staffel des MTV Ingolstadt (Sophia Eberle, Stefanie Aeschlimann, Theresa Köchl, Jennifer Weiherer), die in 48,90 zu 49,59 Sekunden die letztjährigen bayerischen U23-Meisterinnen von der LG Landshut auf Distanz hielten. Einen weiteren MTV-Sieg feierte Ivane Antonov im Dreisprung der Männer mit Saisonbestleistung von 15,23 m. Die größten Weiten bei den Frauen erzielten zwei Athletinnen aus Österreich: Michaele Egger (Union Salzburg) mit starken 13,20 m und U20-Siegerin Magdalena Macht (IAC Pharmador) mit 12,02 m.
Aus Sicht der Gastgeber vom MTV Ingolstadt gab es weitere Spitzenplätze. Über 100 m Hürden der Frauen die Plätze zwei und drei für Theresa Köchl (15,60 Sekunden) und Kathleen Hollenberg (16,30 Sekunden), dazu jeweils Platz vier für Jennifer Weiherer im 100 m-Finale der Frauen (12,74 Sekunden) und für Mario Saur über 400 m bei den Männern in 49,79 Sekunden. Sehr stark präsentierte sich der Ingolstädter Nachwuchs in der Jugend U18. Die MTV-Läuferinnen Alica Schmidt und Lisa Basener kamen über 800 m in 2:19,00 Minuten und 2:20,12 Minuten zu einem Doppelsieg. Nur eine Woche nach ihrem dritten Platz bei den bayerischen Meisterschaften über 1500 m Hindernis folgten Sofie Nixdorf (DJK) in 2:24,69 Minuten und ihre Vereinskameradin Laura Schiffner (2:25,64) auf Platz sieben und acht. Bester 100 m-Sprinter war einmal mehr Luis Windpassinger (MTV). Nach seinem Vorlaufsieg in 11,00 Sekunden siegte er im Finale bei Gegenwind in 11,18 Sekunden. Für eine Überraschung sorgte Jenny Birzl (MTV), die als Siegerin über 100 m-Hürden in 15,89 Sekunden ihre persönliche Bestzeit förmlich pulverisierte. Dritte wurde hier ihre MTV-Trainingspartnerin Helen Linke ebenfalls mit neuem Hausrekord von 16,33 Sekunden. Linke holte sich dazu im Weitsprung mit 5,11 m den zweiten Platz, Birzl wurde mit 4,82 m Siebte. Einen zweiten Platz belegte zum Abschluss die 4x100 m-Staffel der DJK Ingolstadt im Rennen der weiblichen Jugend U18 in 51,66 Sekunden.


Fotos: Kiefner, Rieger, Windpassinger

MTV Meet-IN 2014: Teilnehmerrekord, Deutscher Rekord, Stadionrekord und viele Top-Leistungen

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:20 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:31 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Mit einem Teilnehmerrekord von fast 400 Startern aus Deutschland, Österreich, Schweden, Tschechien und den USA mausert sich das MTV Meet-IN von einem reinen Stabhochsprung-Event immer mehr zu einem auch qualitativ hochbesetzten Leichtathletik-Meeting. So konnten die rund 1000 Zuschauer nicht nur eine Weltklassesiegeshöhe im Stabhochsprung von 5,65 m durch Karsten Dilla (TSV Bayer Leverkusen) und einen neuen Stadionrekord im Dreisprung der Männer bestaunen, neben schnellen Sprints gab es auch sehr gute Leistungen der Gastgeber vom MTV Ingolstadt. Höhepunkt war hier der neue deutsche Seniorenrekord (M75) über 1500 m durch MTV-Läufer Albert Walter in 5:20,67 Minuten.
Trotz eines großen Teilnehmerfeldes von 12 Springern, darunter Weltmeister Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) und Hallenvizeweltmeister Malte Mohr (TV Wattenscheid), war es einer der kürzesten Stabhochsprungwettkämpfe in der Geschichte des MTV Meet-IN. Der wechselnde böige Wind machte den Stabis doch mehr zu schaffen als es von außen den Anschein hatte, obwohl Bundestrainer Jörn Elberding das nicht als Ausrede gelten lassen wollte. So schafften nur sechs Springer ihre Anfangshöhe, alle anderen, unter ihnen Malte Mohr, fabrizierten einen „Salto nullo“. Kasey Burlingham (USA), Fabian Schulze (VfL Sindelfingen) und Youngster Daniel Spiegelhoff (TSV Bayer Leverkusen) belegten mit 5,00 m die Plätze vier bis sechs, sein Vereinskamerad Tom Konrad meisterte als Dritter immerhin 5,20 m. Nachdem Raphael Holzdeppe mit übersprungenen 5,35 m ebenfalls hängen geblieben war und Malte Mohr dreimal an 5,60 m gescheitert war, wurde der Wettkampf zum Solo von Karsten Dilla. Mit 5,65 m, die er gleich im ersten Versuch meisterte,  erreichte er die beste Siegeshöhe bei einem Meeting in Deutschland in diesem Jahr. An der neuen DLV-Jahresbestleistung von 5,75 m scheiterte Dilla dann dreimal nur knapp. Nach seinem Satz über 5,70 m im Mai bei einem Meeting in den USA  stehen die Chancen für einen Einsatz bei der EM in Zürich für den sympathischen Athleten damit nicht schlecht. Die endgültige Entscheidung bringt aber erst im Juli die DM in Ulm.
Genau auf den Tag 32 Jahre hatte der Stadionrekord von Dreispringer Wolfgang Kolmsee (LAC Quelle Fürth) gehalten. Mit 16,17 m setzte Matthias Uhrig (VfL Sindelfingen) bei seinem Sieg vor dem starken Fürther Ivane Antonov (15,80 m) in einem hochklassigen Wettkampf eine neue Bestmarke für das MTV-Stadion. Starke Sprintzeiten meldete dazu der Aktivenbereich. Bei den Männern siegte der frühere Nationalmannschaftsläufer Marius Broening (LAV Tübingen) mit 10,69 zu 10,83 Sekunden vor dem Salzburger Roland Kwitt. Die Sprintstaffel der Männer ging an den ATSV Linz vor dem Team des MTV Ingolstadt (Felix Pegelhoff, Thomas Rieger, Hendrik Bade, Thomas Riedlmüller). Das Frauenrennen über 100 m dominierte die Juniorenstaffelweltmeisterin Alexandra Burghardt (LG Stadtwerke München), die bei ihrem Saisoneinstieg auf 11,85 Sekunden kam. Nach Saisonbestzeit von 12,16 Sekunden im Vorlauf verfehlte Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) im 100 m-Finale das Treppchen in 12,19 Sekunden nur um eine Hundertstelsekunde. Dafür konnte sie sich über 13,84 Sekunden und Platz zwei im 100 m-Hürdenlauf freuen, womit sie sich zusammen mit Siegerin Amelie Lederer (LAC Quelle Fürth, 13,74 Sekunden) unter die deutschen Top-20 katapultierte. Mit 5,71 m überzeugte Glonegger als Sechste auch im Weitsprung, den die favorisierte Schwedin Sandra Törnros mit 6,02 m für sich entscheiden konnte. Sehr gute Siegerzeiten erzielten weiter 400 m-Läufer Benjamin Jonas (LG Eintracht Frankfurt) in 47,85 Sekunden und Heiko Baier (LG Braunschweig) über 3000 m in 8:28,07 Minuten.
Aber auch der Ingolstädter Nachwuchs präsentierte sich sehr leistungsstark. Über 2000 m Hindernis, die als bayerische Meisterschaften gewertet wurden, holte sich Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) in 7:24,29 Minuten in der Jugend U20 die Bronzemedaille. MTV-Läufer Maximilian Gloger (U18) kam in 7:02,19 Minuten als Sechster ins Ziel. Dazu konnten sich fünf Talente des MTV Ingolstadt im heimischen Stadion besonders in Szene setzen. Gleich drei neue Hausrekorde gab es für DLV-Kaderathletin Stefanie Aeschlimann. Sie sicherte sich nicht nur mit 12,11 m den Sieg im Dreisprung der weiblichen Jugend U18, auch über 100 m (12,97 Sekunden) und 200 m (26,41 Sekunden) zeigte sie sich deutlich verbessert. Die erst 16 Jahre alte Alica Schmidt blieb über 400 m als gute Siebte des stark besetzten Frauenrennens in 59,24 Sekunden einmal mehr unter der Minutenmarke. Helen Linke und Lisa Basener, die noch in der Jugend U16 startberechtigt sind, überraschten mit Spitzenplätzen in der Jugend U18. Linke als Dritte des Weitsprungs mit 5,24 m, Basener als Vierte über 800 m in 2:21,68 Minuten. Dazu kam Luis Windpassinger im 100 m-Rennen (U18) in 11,34 Sekunden nur knapp geschlagen auf den zweiten Platz.


Fotos: Kiefner

MTV Meet-IN 2013: Ein Leichtathletik-Fest beim MTV Ingolstadt

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:19 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:32 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Einen stimmungsvollen Leichtathletikabend mit zahlreichen Spitzenleistungen auf internationalem Niveau erlebten die rund 500 Zuschauer bei der 12. Auflage des MTV Meet-IN. Neben dem traditionell gut besetzten Stabhochsprung der Männer, bei dem Malte Mohr (TV Wattenscheid) seinen Vorjahressieg wiederholte, setzten vor allem Läufer aus Kenia und Namibia, aber auch deutsche Nationalmannschaftsathleten die Glanzlichter.
Malte Mohr kam mit 5,70 m zwar nicht an seine Siegeshöhe von 2012 heran, doch mit vier Springern über 5,50 m war das Niveau des Stabhochsprung-Wettbewerbs deutlich besser als im Vorjahr, als 5,43 m noch zum dritten Platz gereicht hatten. Mit der Einstellung der geforderten WM-Norm von 5,70 m wird der Wahlmünchner Mohr wohl auch dieses Jahr die Tradition fortsetzen, dass der Meet-IN-Sieger beim folgende Großereignis, sei es EM, WM oder Olympia, zu sehen sein wird. Hinter Mohr stellte Tobias Scherbath (Bayer Leverkusen), der einen sehr starken Eindruck hinterließ, mit 5,60 m seine Saisonbestleistung ein. Zwei U23-Junioren folgten höhengleich auf den Rängen drei und vier. Die Nase hatte dabei der Sindelfinger Florian Gaul vorne. Mit 5,50 m steigerte er seine persönliche Bestleistung um 10 cm und rangierte damit vor Daniel Clemens (Zweibrücken), der mit 5,50 m seinen Hausrekord einstellte. Der Dritte des Vorjahres Kim Yoo-Suk (Südkorea) musste sich mit 5,20 m den sechsten Platz mit Youngster Jonas Efferoth (Bayer Leverkusen) teilen, Fünfter mit 5,40 m wurde der Brandenburger U23-Athlet Carlo Paech.
 Zu einer Demonstration kenianischer Stärke geriet der 800 m-Lauf der Männer. Moses Kibet und Richard Kiplagat lieferten sich ein bis zum Schluss spannendes Rennen, das Kibet in einer Spitzenzeit von 1:46,93 zu 1:47,69 Minuten für sich entscheiden konnte. Die kürzeren Strecken standen ganz im Zeichen der Athleten aus dem südlichen Afrika, die zu den beiden Staffeln auch vier der sieben Sprintrennen für sich entscheiden konnten. So gewann Alysa Conley (Südafrika) die 100 m der Frauen in 12,02 Sekunden, die 200 m gingen an Globine Mayova (Namibia), die in der Spitzenzeit von 23,77 Sekunden, eine halbe Sekunde schneller als letztes Jahr, ihren Vorjahressieg wiederholte. Bei den Männern überzeugten ebenfalls zwei Langsprinter aus Namibia. Ernst Narib entschied die 400 m in 47,84 Sekunden für sich, Jesse Uri-Khob die 200 m in 21,30 Sekunden. Hier beeindruckte der blinde Namibier Ananias Shikongo, der geführt von seinem Guide in 23,03 Sekunden (!) als Fünfter das Ziel erreichte.
Im 100 m-Sprint mussten sich die Afrikaner jedoch dem mehrfachen deutschen Sprintmeister Christian Blum (TV Wattenscheid) beugen, der sich nach einer verkorksten Hallensaison mit Saisonbestzeit von 10,43 Sekunden bei Windstille wieder für das National-Team empfahl. Die 400 m der Frauen gingen an Favoritin Karoline Pilawa (LG Stadtwerke München) in 56,00 Sekunden. Das hohe Niveau auf den Sprintstrecken bekam auch Lokalmatadorin Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) zu spüren, die nach einer überstandenen Sommergrippe über etwas fehlende Spritzigkeit klagte. Zwar war sie über 100 m Hürden in 13,96 Sekunden eine knappe Zehntelsekunde schneller als bei ihrem Sieg im Vorjahr, musste sich aber hinter ihrer Münchner Rivalin Christine Muckenthaler (PB mit 13,81 Sekunden) mit dem zweiten Platz begnügen. Mit 5,51 m im Weitsprung holte Glonegger dann aber einen von zwei ersten Plätzen für die Ingolstädter Leichtathletik in der Aktivenklasse. Der zweite Sieg ging an die frischgebackene deutsche U23-Meisterin Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt), die das 1500 m-Rennen in guten 4:35,57 Minuten klar für sich entscheiden konnte.
Bei den Männern präsentierte sich EM-Teilnehmer Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) in einer sehr guten Verfassung. Nur eine Stunde nach seinem Sieg über 1500 m in 3:49,40 Minuten sicherte er sich mit einem starken letzten Kilometer den ersten Platz über 3000 m in Saisonbestzeit von 8:09,00 Minuten. Auch die Frauen- Siegerzeit von 9:41,60 Minuten seiner Vereinskameradin Steffi Volke konnte sich sehen lassen. Aus lokaler Sicht gab es noch einige schöne Resultate für MTV-Athleten: Thomas Rieger auf dem vierten Platz im Weitsprung mit 6,41 m, Jennifer Weiherer als Fünfte über 200 m (25,95 Sekunden), Miguel Lenz als Sechster über 1500 m in 4:20,36 Minuten und Thomas Riedlmüller als Achter über 200 m in 23,29 Sekunden.
Sehr stark zeigten sich zwei MTV-Talente in den Nachwuchsklassen. Luis Windpassinger über 100 m (11,72 Sekunden) und im Weitsprung (6,26 m) sowie Alica Schmidt über 800 m in 2:21,89 Minuten gewannen als U16-Jugendliche bei der Jugend U18 gegen ältere Konkurrenz. Weitere Siege für den regionalen Nachwuchs holten Christopher von Stelzer (SC Reichertshofen) über 1000 m in der Jugend U20 und Antonia Richter (SV Zuchering) im Weitsprung U18. Zwei zweite Plätze gingen an Helen Linke (MTV) im Weitsprung und über 100 m (U18). Dritter wurden Dominik Gunzl (LG Donau/Ilm) über 1000 m (U18) und die erst 13 Jahre alte Lisa Basener (MTV) im 800 m-Lauf (U18).


Fotos: Kiefner

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