Übersicht der letzten Schlagzeilen




Doppelerfolg für Stefanie Borris bei den Bayerischen Marathon Meisterschaften

veröffentlicht um 04.11.2019, 10:34 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 04.11.2019, 10:35 ]

München (ebk) Sie hatte es mit Spitzenzeiten über die 10 Kilometer und im Halbmarathon bei den Läufen im Vorfeld schon angedeutet. Stefanie Borris (MTV Ingolstadt) gewann bei den bayerischen Meisterschaften im Marathonlauf, die im Rahmen des Münchner City-Marathons ausgetragen wurden nicht nur den Titel in ihrer Altersklasse W50. In 3:06:12 Stunden erzielte sie in der Wertung des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes die schnellste Zeit bei den Frauen und ist somit neue bayerische Meisterin im Marathonlauf.

Lange Zeit hatte Amanda Reiter vom PTSV Rosenheim geführt. Doch bei Kilometer 36 ging Borris an ihr vorbei und beendete das Rennen noch mit über vier Minuten Vorsprung auf die bayerische Konkurrenz. „Ich bin sehr zufrieden, zumal ich eine neue Bestzeit geschafft habe“, freute sich die 49–jährige Gynäkologin. Ihr Erfolg war freilich eine nicht ganz einfache Geburt, da ihr die Wärme und kleinere Anstiege auf der zweiten Hälfte doch zusetzten.

Silber ging an einen weiteren Läufer aus der Gruppe von MTV-Lauftrainer Roland Balzer. In der Altersklasse M55 erlief sich Manfred Draxler in 3:02:44 Stunden den zweiten Platz. Der dritte Starter des MTV Ingolstadt, Michael Dean, wurde in 3:13:15 Stunden Zehnter in der Altersklasse M35.

Beim mit knapp 80 Teilenehmern recht gut besuchten Werfertag des SV Zuchering gingen die ersten Plätze in der Hauptsache an Sportler außerhalb der Region. Lediglich in den Nachwuchsklassen konnten sich drei Talente des TSV Reichertshofen in die Siegerliste eintragen. Gleich dreimal auf Platz eins klassierte sich Florian Weber in der Jugend U16. Das Kugelstoßen gewann er mit 13,35 Metern, dazu kamen 27,04 Meter mit dem Diskus und 33,31 Meter mit dem Speer. Zwei Siege holte sich in der Jugend U20 Lisa Graßl, nämlich mit der Kugel (8,79 Meter) und mit dem Diskus (24,31 Meter). Auch der dritte Nachwuchswerfer des TSV Reichertshofen, Lukas Graßl (U18), war mit der Kugel (11,98 Meter) und mit dem Diskus (32,97 Meter) nicht zu schlagen, dazu kam Platz zwei mit dem Speer (39,93 Meter).

Wurf Meet-IN 2019

veröffentlicht um 04.11.2019, 10:28 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 04.11.2019, 10:30 ]

Ingolstadt (ebk) Das schlechte Wetter am Samstag sorgte bei der 10. Auflage des Wurf Meet-IN für die geringste Beteiligung seit Gründung des Werfer-Wettkampfs. Dass die Speerwurf-Wettbewerbe wegen der noch nicht abgeschlossene Renovierung der Bahn im MTV-Stadion ganz ausfallen musste, sorgte für weitere Einbußen bei den Meldezahlen.

Die wertvollste Leistung ging auf das Konto von U20-Athletin Kathrin Göbel (MTV Ingolstadt) beim Diskuswurf. Sie verbesserte ihre persönliche Bestleistung deutlich auf 32,01 Meter, eine Weite die bei den bayerischen Jugendmeisterschaften zu Silber gereicht hätte und ihr Platz zwei in der aktuellen bayerischen U20-Rangliste eingebracht hat. Dazu gewann sie das Kugelstoßen mit 8,37 Metern. Zehnkämpfer Mario Saur lieferte zum Ende der Saison noch einmal zwei gute Weiten mit der Kugel (12,36 Meter) und mit dem Diskus (37,27 Meter) ab, musste sich dabei aber jeweils Martin Schneider (LG Kreis Dachau) geschlagen geben, der mit 13,06 bzw. 40,68 Metern glänzen konnte. Vier weitere Podestplätze gingen an den gastgebenden MTV Ingolstadt: Franziska Dumann wurde mit Kugel (8,57 Meter) und Diskus (27,99 Meter) jeweils Zweite bei den Frauen, Mehrkämpfer Dominik Friedrich kam bei den Männern mit der Kugel und dem Diskus, wo er mit 26,60 Metern neuen Hausrekord erzielte, auf Platz drei in der Männerwertung. Bei den Senioren M75 gewann Kurt Soller (TV Münchsmünster) mit der Kugel (8,28 Meter) und belegte mit dem Diskus (23,15 Meter) Rang zwei.

MTV Läufer glänzen bei Berglauf DM

veröffentlicht um 04.11.2019, 10:24 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 04.11.2019, 10:25 ]

Ingolstadt (ebk) Einen Achtungserfolg feierten die beiden Läufer des MTV Ingolstadt Heiko Middelhoff und Martin Stier bei den deutschen Meisterschaften im Berglauf in Breitungen an der Werra. Auf der 13,2 Kilometer langen Strecke, die über 785 Höhenmeter führte, sorgten vor allem steile Bergab-Passagen für einen selektiven Kurs. Unter 150 Startern verpasste ein starker Heiko Middelhoff auf Gesamtrang 14 als Vierter seiner Altersklasse M35 in 1:01,48 Stunden nur knapp eine Medaille. Martin Stier kam in 1:02,41 Stunden nicht einmal eine Minute hinter seinem Vereinskameraden ins Ziel und belegte als Gesamtzwanzigster den 14. Rang in der Männerwertung.

Seinen ersten Einsatz im Trikot der Bayernauswahl absolvierte Leon Windpassinger (MTV Ingolstadt) beim U16-Länderkampf gegen Hessen und Württemberg im schwäbischen Gomaringen. In 44,41 Sekunden belegte er über 300 Meter Hürden als schnellster bayerischer Teilnehmer den fünften Platz und verfehlte seine Bestzeit trotz des späten Saisontermins nur knapp.

Bei sonnigem Herbstwetter fand in Reichertshofen die dritte Auflage des Leichtathletik – Wettkampfs für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren statt. Insgesamt hatten sich fast 150 Starter aus dem Kreis Oberbayern-Nord angemeldet. Die ersten Plätze in den Mehrkämpfen gingen an acht verschiedene Vereine, was die gute Basisarbeit in der Region unterstreicht. Die Sieger der Drei- bzw. Vierkämpfe bei den Mädchen waren: W10: Enea Kujath (TV Geisenfeld). W11: Amelie Hetzner (DJK Ingolstadt). W12: Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf). W13: Lina Bachner (LAG Mittlere Isar). W14: Emma Zoe Walther. W15: Pauline Rieger (beide DJK Ingolstadt). Bei den Buben gewannen: M10: Jan Mosig (MTV Pfaffenhofen). M11: Lazar Romancevic (MTV Ingolstadt). M12: Linus Daschner (MTV Pfaffenhofen). M13: Cedric Freudenberg (DJK Ingolstadt). M15: Cross Walker (TV Vohburg). Die Mannschaftswertung (U12) ging bei den Mädchen an den TV Geisenfeld, den Bewerb der männlichen Schüler entschied Gastgeber TSV Reichertshofen für sich.

Sehr gute Leistungen zum Ende der Leichtathletiksaison

veröffentlicht um 29.10.2019, 15:54 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 03.11.2019, 09:02 ]

Ingolstadt (ebk) Die jüngsten und ältesten Leichtathleten aus der Region zeigten zum Saisonabschluss nochmals hervorragende Leistungen, allen voran Gerlinde Kolesa (MTV Ingolstadt), die als dreifache Goldmedaillengewinnerin von den Europameisterschaften in Venetien zurückkehrte.

Zwei Mitglieder des MTV-Seniorenteams hatten sich auf den Weg zu den europäischen Bestenkämpfen der Senioren gemacht, die dieses Jahr in Stadien in der Region um Venedig und Caorle stattfanden. Nach dem Auftakt auf der 4 Kilometer langen Crossstrecke in 17:17 Minuten, auf der sie Platz vier in der Einzelwertung und Gold mit dem DLV-Team holte, spielte Gerlinde Kolesa in der Klasse W65 ihre Stärken auf der Bahn aus. Mit klaren Siegen über 800 Meter und 1500 Meter avancierte sie zu einer der erfolgreichsten Teilnehmerinnen der Spiele. Mit ihren Zeiten von 2:50,14 und 5:53,30 Minuten lag sie dabei deutlich vor dem restlichen Feld. Ihr Trainingspartner Albert Walter (MTV Ingolstadt), der in diesem Jahr noch seinen achtzigsten Geburtstag feiern wird, musste in der Klasse M75 gegen bis zu fünf Jahre jüngere Konkurrenz bestehen, so dass die absoluten Spitzenplätze ausblieben. Mit Platz sechs im Crosslauf (17:23 Minuten), Platz acht über 800 Meter (2:59,68 Minuten) und Platz neun über 1500 Meter (6:07,11 Minuten) konnte er aber drei Achtungserfolge erzielen.

Stefanie Borris (MTV Ingolstadt) überzeugte bei den deutschen Meisterschaften im Straßenlauf in der Klasse W50 mit einem vierten Platz. Die 10 Kilometer auf dem Kurs in Siegburg legte sie in 40 Minuten und 14 Sekunden zurück. Beim Halbmarathonlauf in Altötting siegte Thomas Kirstein in der Klasse M30 in guten 1:20,37 Stunden. Zusammen mit Michael Dean (1:27,03 / Platz 8 M35) und Manfred Draxler (1:31,42 / Platz 4 M55) sorgte er für den zweiten Platz des MTV Ingolstadt in der Teamwertung.

Vier Nachwuchstalente aus der Region holten in Regensburg beim Vergleichskampf der sieben bayerischen Bezirke für die Jahrgänge 2005 und jünger wertvolle Punkte und trugen so zum klaren Sieg des oberbayerischen Teams bei. Georg Harpf (MTV Ingolstadt) glänzte beim Kugelstoßen mit einem neuen Hausrekord von 14,05 Metern und lag damit über einem Meter vor dem Zweitplatzierten. Seine Vereinskameradin, die ein Jahr jüngere Lina Burghardt, lieferte auf Platz zwei im Hochsprung mit 1,63 Metern eine weitere Probe ihres Talents ab. Amalia Gruber (MTV Pfaffenhofen) schaffte es als Dritte des Hochsprungs (1,57 Meter) und des Weitsprungs (5,14 Meter) gleich zwei Mal aufs Treppchen. Karla Hiss, das zweite Talent des MTV Pfaffenhofen, beendete das Rennen über 800 Meter in 2:34,26 Minuten als Sechste unter 14 Teilnehmerinnen ebenfalls im Vorderfeld.

https://photos.app.goo.gl/GwvBMxezirve716dA
Gerlinde Kolesa bei der 800m Siegerehrung

Erfolgreicher August für MTV-Leichtathleten

veröffentlicht um 01.09.2019, 05:04 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 01.09.2019, 05:05 ]

Ingolstadt (ebk) Platz drei und vier für Maximilian Bayer (110 Meter Hürden) und Manuel Marko (Hochsprung) bei den nationalen Titelkämpfen im Berliner Olympiastadion waren nur der Auftakt eines sehr erfolgreichen Monats August für die Leichtathleten des MTV Ingolstadt. Die Ausbeute: Ein fünfter Platz bei der DM im Zehnkampf durch Mario Saur, ein deutscher Seniorenrekord durch Albert Walter über 800 Meter und weitere Spitzenergebnisse.

Nur eine Woche nach Berlin lieferte Mario Saur (MTV Ingolstadt) bei den recht gut besetzten Deutschen Meisterschaften im Zehnkampf der Männer in Bietigheim-Bissingen die zweitbeste Punktzahl seiner Karriere ab. Hatten ihm im Vorjahr 6870 Zähler noch zu Platz vier gereicht, bedeuteten 7022 Punkte, nur knapp 100 Zähler unter seinem Hausrekord, in dieser Saison den fünften Rang. Dabei hatte es im Vorfeld der Titelkämpfe nicht gut für den MTV-Allrounder ausgesehen. Nachdem er beim Weitsprungtraining Ende Mai umgetreten war, verhinderte eine schmerzende Achillessehne zwei Monate lang ein intensives Sprint- und Sprungtraining, so dass schon der Abbruch der ganzen Saison ins Auge gefasst worden war. Alternatives Training ohne Spikes, dazu viel Zeit auf dem Wurfplatz und im Kraftraum sowie ein allmähliches Abklingen der Entzündung ermöglichten es Saur, sich am letzten Wochenende im Juli doch noch für den DM-Zehnkampf zu qualifizieren. Dort wuchs der MTV-Athlet, wenn man die nur kurze Vorbereitungszeit bedenkt, förmlich über sich hinaus. 11,65 Sekunden über 100 Meter, eine neue persönliche Bestleistung im Weitsprung mit 6,76 Meter bei optimalen Windbedingungen, 11,98 Meter mit der Kugel, 1,85 Meter beim Hochsprung und starke 49,51 Sekunden über 400 Meter brachten Saur nach dem ersten Tag schon auf eine einstellige Platzierung. Nach 15,56 Sekunden über 110 Meter Hürden, 39,67 Meter und damit Hausrekord Nummer zwei mit dem Diskus, 4,00 Meter beim Stabhochsprung und 46,45 Meter mit dem Speer lag Saur vor dem abschließenden Lauf über 1500 Meter auf Rang neun. Mit der weit besten Zeit aller Teilnehmer von 4:16,11 Minuten, seiner dritten persönlichen Bestleistung, machte der MTV-Athlet noch vier Plätze gut und belegte am Ende einen im Vorfeld nicht für möglich gehaltenen fünften Rang. Für die Ingolstädter Technikgruppe gab es weiteren Grund zur Freude. Julia Schneider und die frühere MTV-Siebenkämpferin Franziska Halbritter, die beide seit mehreren Wochen berufsbegingt in Ingolstadt waren und die DM-Vorbereitung zusammen mit den MTV-Sportlern absolvierten, wurden mit dem Team des TSV Schleißheim deutscher Vizemeister bei den Frauen.

Bei den gut besetzten Volksfestwettkämpfen in Dachau bestätigte Mario Saur seine Zehnkampfleistungen: 11,89 Meter mit der Kugel und 38,01 Meter mit dem Diskus brachten ihn im Kreis der Spezialisten auf die Plätze sechs und sieben. Die Medaillen für den MTV Ingolstadt holten bei Regen und kühlen Temperaturen aber Andere: Sophie Eberle glänzte bei den Frauen als Siegerin über 200 Meter und Zweite über 100 Meter in 25,86 bzw. 12,36 Sekunden. Für einen neuen Stadionrekord im Hochsprung sorgte der DM-Vierte Manuel Marko. Mit reparierten Schuhen überwand er sicher 2,06 Meter und scheiterte nur knapp an 2,13 Metern, die neue Bestleistung bedeutet hätten. Das Pech mit dem Material bleib ihm bei den deutschen Polizeimeisterschaften in Göttingen aber treu. Nachdem er als einziger Springer bis einschließlich 2,00 Meter ohne Fehlversuch ausgekommen war, brach die Sohle seines Sprungschuhs wie schon in Berlin, so dass Routinier Martin Günther, dessen persönlicher Rekord bei 2,20 Meter steht, mit 2,06 gewinnen konnte und für Marko nur der Silberrang blieb.

Neben den Technikern konnten aber auch die Läufer des MTV Ingolstadt glänzen. Beim Sportfest im schwäbischen Burgau zog Seniorenläuferin Gerlinde Kolesa ihren Trainingspartner Albert Walter (Jahrgang 1939) über 800 Meter zu einem neuen deutschen Seniorenrekord der Altersklasse M80. Kolesa kam nach 2:51,82 Minuten, Walter nach 2:52,02 Minuten ins Ziel.

Bei den bayerischen Meisterschaften im Berglauf in Schwangau belegte das Team des MTV Ingolstadt einen guten Platz fünf in der Mannschaftswertung. Schnellster MTV-Läufer war ein sehr gut aufgelegter Martin Stier, der die Strecke auf den Tegelberg in der siebtbesten Zeit von 45:36,9 Minuten zurücklegte. Heiko Middelhoff kam in 47:10,3 Minuten auf Platz 11. Tim Madalinski, der für den fehlenden Berglaufspezialisten Dennis Mietzsch eingesprungen war, vervollständigte das Team-Ergebnis in 59:39,5 Minuten auf Rang 36.

https://photos.app.goo.gl/gpcRciVe8VyTwpHr9
Albert Walter und Gerlinde Kolesa (Fotos: Markus Jaser)

DM Berlin: Bronze für Maximilian Bayer, Rang vier für Manuel Marko

veröffentlicht um 08.08.2019, 02:47 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 08.08.2019, 10:40 von Reinhard Köchl ]

Berlin (ebk) Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften sorgten zwei Athleten des MTV Ingolstadt für die Spitzenresultate aus regionaler Sicht. Vor stimmungsvoller Kulisse auf der blauen Bahn im sehr gut gefüllten Berliner Olympiastadion glänzten Maximilian Bayer im Hürdenlauf und Manuel Marko im Hochsprung mit den Plätzen drei und vier.

Als erster MTV-Starter war am Samstagvormittag Samuel Werdecker im Vorlauf über 400 Meter unterwegs. Der erst 21 Jahre alte Student ging sein Rennen deutlich zu schnell an und verpasste als Dritter seines Vorlaufes das Finale nur um eine gute halbe Sekunde, obwohl seine 47,88 Sekunden vor drei Wochen locker für den bayerischen Meistertitel gereicht hätten.

Medaillenkandidat Maximilian Bayer, aktuell Nummer zwei der DLV-Rangliste, qualifizierte sich am Nachmittag als Sieger in seinem Halbfinale über 110 Meter Hürden souverän für den Endlauf. 13,96 Sekunden bedeuteten hinter dem Top-Favoriten Gregor Traber (LAV Stadtwerke Tübingen; 13,58 Sekunden) dann auch die zweitbeste Zeit. Im Finale dann dasselbe Bild bis zur vorletzten der zehn Hürden: Traber vor Bayer und dann das restliche Feld. Während der Tübinger in 13,68 Sekunden seinen Vorsprung sicher ins Ziel brachte, krachte der Ingolstädter voll in die neunte Hürde und musste Martin Vogel (SC DHfK Leipzig), den er beim MTV Meet-IN noch deutlich distanziert hatte, in 13,88 zu 13,89 Sekunden vorbeiziehen lassen. „Das ist eben Hürdenlauf“, so ein trotz der Bronzemedaille sichtlich enttäuschter Maximilian Bayer, der noch Glück im Unglück hatte und sich bei seinem Beinahe-Sturz nicht schwerer verletzte.

Der zweite Tag im Olympiastadion begann für das Aufgebot des MTV Ingolstadt am Vormittag mit den Staffelläufen der Frauen über 4 x 100 Meter. Das Schanzer Quartett musste dabei völlig umgekrempelt werden, denn aus dem Team, das bereits im Vorjahr den MTV-Startplatz gesichert hatte, war nur noch Startläuferin Helen Linke übriggeblieben. In der Besetzung Linke, Sophia Eberle, Elisabeth Glonegger und Sofie Nixdorf ging es vor allem darum, eine ansprechende Zeit unter 50 Sekunden zu erzielen. Am Ende kam die Staffel auf Platz 36 unter 44 gemeldeten Teams ins Ziel. Die für das hoch zufriedene MTV- Quartett gestoppten 48,91 Sekunden hätten bei den bayerischen Titelkämpfen dieses Jahres den Gewinn von Bronze bedeutet.

Während Hürdenläufer Maximilian Bayer trotz der Medaille etwas geknickt war, strahlte Hochspringer Manuel Marko nach seinem „undankbaren“ vierten Platz übers ganz Gesicht. Im Feld der zehn qualifizierten Hochspringer waren in der Nachmittags-Session neben Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer Leverkusen) weitere vier Springer mit Bestleistungen deutlich über 2,20 Meter am Start. Für Manuel Marko, der seinen Hausrekord in diesem Jahr auf 2,12 Meter gesteigert hat, sollte es vor allem darum gehen, das Ergebnis von den Hallentitelkämpfen (Platz 8 mit 2,05 Metern) zu bestätigen. Die Anfangshöhe von 2,00 Metern und die nächste Höhe von 2,05 Metern übersprang der MTV-Athlet auf Anhieb sehr sicher. Bei 2,10 Metern waren mit dem Polizeibeamten, der seit zwei Jahren in Ingolstadt trainiert, nur noch sechs weitere Springer im Wettbewerb. Nach einem verunglückten ersten Sprung meisterte Marko diese Höhe im zweiten Versuch klar, was außer ihm nur noch vier Mitkonkurrenten gelang. Dass dieser eine Fehlversuch am Schluss sogar die Bronzemedaille kosten würde, war zu diesem Zeitpunkt des Wettkampfs noch nicht klar. An 2,15 Metern scheiterten bis auf Przybylko und den späteren Zweiten Falk Wendrich (LAZ Soest) alle Springer dreimal, so dass Bastian Rudolf (Dresdner SC), der für die 2,10 Meter nur einen Versuch gebraucht hatte, auf dem dritten Rang landete. Trotz aller Freude über seine Leistung haderte Marko etwas mit seinem Material. Beim zweiten Versuch über 2,15 Meter war der untere Teil seines Sprungschuhs weggebrochen, so dass er seinen letzten Sprung nur mit einer notdürftig durch Tape fixierten Schuhsole absolvieren konnte. Bei den deutschen Polizeimeisterschaften, die demnächst in Göttingen anstehen, soll es für Manuel Marko mit neuen Sprungschuhen nochmals hoch hinausgehen.

                     Maximilian Bayer                                                                         Manuel Marko  (Fotos: Theo Kiefner)

DM U20/U18 Ulm: Kleines MTV-Aufgebot schlägt sich wacker

veröffentlicht um 31.07.2019, 04:08 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ulm (ebk) Während ein kleines Aufgebot des MTV Ingolstadt in Ulm bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend U20 und U18 am Start war, nutzte Mario Saur (MTV Ingolstadt) rund 200 Kilometer donauabwärts in Regensburg seine letzte Chance, um sich für die nationalen Titelkämpfe im Zehnkampf zu qualifizieren.

Ohne die amtierende nationale U20-Hallenmeisterin über 400 Meter, Mona Mayer, die wegen ihrer Oberschenkelverletzung passen musste, konnte sich das dreiköpfige Aufgebot des MTV Ingolstadt natürlich keine Medaillenhoffnungen machen. Die Ausbeute mit zwei Platzierungen unter den besten Zehn war daher umso erfreulicher. Johanna Borris sorgte mit Rang acht für das beste Ingolstädter Resultat. Über 2000 Meter Hindernis in der Jugend U20 kam sie nach 7:30,64 Minuten ins Ziel. Ihren ersten großen Endlauf als Einzelstarterin bei einer deutschen Meisterschaft verpasste Susanne Göbel in der Jugend U18 nur ganz knapp. Bei ihrem Vorlauf über 400 Meter Hürden fehlte der Langsprinterin nach 64,00 Sekunden nur eine knappe halbe Sekunde, um sich für das A-Finale zu qualifizieren. Mit einer Steigerung auf 63,75 Sekunden im B-Finale sprang für das MTV-Talent am Ende Gesamtrang zehn heraus. MTV-Sprinter Maximilian Fischer hatte in seinem Vorlauf über 100 Meter mit einem starken Gegenwind zu kämpfen. Platz sechs in 11,28 Sekunden reichten hier nicht, um sich für die U20-Halbfinalläufe zu qualifizieren.

Nach einem verunglückten Trainingsweitsprung Ende Mai hatte der bayerische Zehnkampfmeister des Vorjahres wegen anhaltender Achillessehnenbeschwerden eine fast zweimonatige Wettkampfpause einlegen müssen. Nun nutzte Mario Saur (MTV Ingolstadt) als überlegener Sieger der offenen Oberpfalzmeisterschaften im Zehnkampf der Männer seine letzte Möglichkeit, um sich für die nationalen Titelkämpfe zu qualifizieren, die am zweiten Augustwochenende in Bietigheim-Bissingen stattfinden. In einem von Beginn an kontrollierten Wettkampf sicherte sich Saur mit 6340 Punkten das DM-Ticket, für das 6000 Zähler gefordert waren, ohne an seine Leistungsgrenzen gehen zu müssen. Seine Einzelleistungen: 100 Meter: 11,83 Sekunden, Weitsprung: 6,15 Meter, Kugelstoß: 12,57 Meter, Hochsprung: 1,84 Meter, 400 Meter: 50,95 Sekunden, 110 Meter Hürden: 15,68 Sekunden, Diskuswurf: 35,39 Meter, Stabhochsprung: 3,90 Meter, Speerwurf: 35,79 Meter, 1500 Meter: 4:44,63 Minuten. Sein Trainingspartner Dominik Friedrich absolvierte in Regensburg seinen ersten Zehnkampf überhaupt. Mit 4573 Punkten auf dem dritten Platz der offenen Wertung konnte er sogar den Oberpfalzmeister hinter sich lassen. Die meisten Punkte sammelte der MTV-Athlet über 100 Meter mit 12,07 Sekunden, im Hochsprung mit 1,72 Metern und beim Stabhochsprung mit 3,30 Metern.

https://photos.app.goo.gl/ARioL3swxdrgYHUx5
Susanne Göbel (Fotos: Theo Kiefner)

BM U23/U16: Werdecker stößt in die deutsche Spitze vor - Kugel-Gold für Harpf

veröffentlicht um 22.07.2019, 23:47 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 01.08.2019, 06:44 ]

Regensburg (ebk) Wie eng Freud und Leid beieinander liegen, mussten die Leichtathleten des MTV Ingolstadt am vergangenen Wochenende erfahren. Einen Tag nach dem verletzungsbedingten Halbfinal-Aus von Mona Mayer bei den U20-Europameisterschaften in Schweden holten ihre Vereinskameraden zwei Gold- und eine Silbermedaille bei den bayerischen Meisterschaften der Junioren U23 und der Jugend U16 im Regensburger Stadion am Weinweg.

Das Glanzlicht aus Ingolstädter Sicht lieferte der erst 21 Jahre alte Samuel Werdecker (MTV Ingolstadt) ab, der zu Beginn der Saison ebenfalls mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hatte. Mit seiner neuen persönlichen Bestzeit von 47,28 Sekunden über 400 Meter legte er nicht nur fast zwei Sekunden zwischen sich und die Konkurrenz, bei den am ersten Augustwochenende in Berlin stattfindenden deutschen Meisterschaften dürfte er mit dieser Zeit auch Anwärter auf einen Platz im Männerfinale sein.

Gold Nummer zwei holte Georg Harpf (MTV Ingolstadt), der beim Kugelstoßen der Jugend M14 seiner Favoritenrolle voll gerecht wurde. 13,67 Meter bedeuteten für den Schüler dazu neue persönliche Bestleistung. Den Diskus schleuderte das MTV-Talent auf 35,17 Meter, was in der Endabrechnung für den fünften Platz reichte. Die erfolgreiche MTV-Medaillenbilanz vervollständigte die jüngste Ingolstädter Teilnehmerin: Lina Marie Burghardt stellte im Hochsprung mit 1,63 Meter ihren Hausrekord ein und belegt gegen ein Jahr ältere Konkurrenz bei den Mädchen W14 den zweiten Platz.

Zu den drei Medaillen gab es noch eine Reihe von Finalplatzierungen für den Schanzer Nachwuchs. Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) kratzte über 400 Meter der Juniorinnen U23 in 60,05 Sekunden an der Minutenmarke und belegte damit den vierten Platz. Kathrin Göbel wurde im Dreisprung mit 10,27 Meter Siebte. Kaitlyn Herbert (beide MTV Ingolstadt) zeigte beim älteren U16-Jahrgang die besten Leistungen. Mit einer Steigerung von 12,70 Sekunden im Vorlauf auf 12,68 Sekunden im Finale belegte sie Rang sechs über 80 Meter Hürden. Die 4,96 Meter im Weitsprung brachten ihr neben einer neuen persönlichen Bestleistung sogar den fünften Platz. Weitere vier Schülerinnen überzeugten beim jüngeren U16-Jahrgang: Karla Hiss (MTV Pfaffenhofen) belegte über 800 Meter in 2:25,66 Minuten den vierten Platz, Susanne Fröhlich (DJK Ingolstadt) über 2000 Meter in 7:29,35 Minuten Platz sieben. Im Hochsprung wurde Amalia Gruber (MTV Pfaffenhofen) mit 1,54 Metern Fünfte. Emma-Zoe Walther (DJK Ingolstadt) verpasste dort als Zwölfte mit 1,46 Metern die ersten Zehn nur wegen der größeren Anzahl von Fehlversuchen.

https://photos.app.goo.gl/VyZrjq3gW52NpZ3V9   
                                            Samuel Werdecker                                Leon Windpassinger (Fotos: Claus Habermann)

Deutsche Senioren-Meisterschaften: Doppel-Gold für Kolesa und Walter

veröffentlicht um 18.07.2019, 07:03 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 22.07.2019, 02:20 ]

Leinefelde-Worbis (ebk) Gerlinde Kolesa und Albert Walter (beide MTV Ingolstadt) setzten bei den deutschen Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten die Akzente. In Leinefelde-Worbis (Thüringen) holten beide zwei Goldmedaillen, dazu gewann Thomas Schmitt (SV Zuchering) Bronze.

Die beiden Ingolstädter Laufikonen Gerlinde Kolesa und Albert Walter waren bei den nationalen Titelkämpfen über 800 und 1500 Meter eine Klasse für sich. Gerlinde Kolesa dominierte beide Strecken nach Belieben und gewann in 2:50,42 und 5:57,96 Minuten mit deutlichem Vorsprung die Rennen der Seniorinnen W65. Ihr MTV-Kamerad Albert Walter (Jahrgang 1939) deklassierte bei seinen beiden Starts die Konkurrenz der Senioren M80 förmlich. Die 800 Meter beendete er in 2:55,72 Minuten knapp 30 Sekunden vor dem Feld. Bei den 1500 Meter hatte er nach 6:06,00 Minuten im Ziel einen Vorsprung von über einer Minute auf den Zweitplatzierten. Den Medaillenregen machte der Zucheringer Thomas Schmitt (M40) komplett, der das Hammerwerfen mit 41,07 Metern auf dem dritten Platz beendete.

Drei Sportler des TV Münchsmünster konnten sich ebenfalls im Vorderfeld platzieren. Franz Engl (M70) kam mit dem Hammer (37,64 Meter) und dem Diskus (37,29 Meter) auf die Plätze vier und fünf. Rang vier belegte auch Kurt Soller (M70) mit 3,70 Meter beim Weitsprung. Der Speer von Heiko Reichel (M45) landete bei 43,35 Metern, was am Ende Rang acht bedeutet.

          Gerlinde Kolesa                                                           Albert Walter (Fotos: Privat)

Bayerische Meisterschaften Augsburg: Acht Medaillen für den MTV

veröffentlicht um 18.07.2019, 06:56 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 18.07.2019, 06:57 ]

Augsburg (ebk) Bei den bayerischen Meisterschaften im Augsburger Rosenaustadion wurde es für die regionale Leichtathletik-Szene zwar nichts mit einem Titelgewinn, doch acht Medaillen allein für den MTV Ingolstadt sorgten am Ende für eine sehr positive Bilanz.

Das Edelmetall bei den Frauen ging auf das Konto von Stabhochspringerin Dorina Willett (MTV Ingolstadt). In Saisonbestleistung von 3,70 Metern belegte die Psychologiestudentin einen ungefährdeten zweiten Platz. Mit einer Steigerung ihrer persönlichen Bestzeit nach 12,27 Sekunden im Vorlauf auf 12,19 Sekunden im Halbfinale über 100 Meter überraschte MTV-Sprinterin Sophia Eberle, die nach drei Jahren beim LT DSHS Köln zu ihrem Stammverein zurückgekehrt war. 12,39 Sekunden im Finale bei etwas schlechteren äußeren Bedingungen bedeuteten am Ende einen im Vorfeld nicht erwarteten fünften Platz. Die mehrfache deutsche Seniorenmeisterin Martina Jotz (MTV Ingolstadt) musste sich beim Speerwerfen der Frauen mit 38,66 Metern mit Platz neun zufrieden geben.

Gleich im ersten Wettbewerb bei den Männern beendete Manuel Marko seine kleine Formkrise. Mit 2,06 Metern ohne einen einzigen Fehlversuch holte sich der MTV-Athlet in einem spannenden Hochsprung-Wettbewerb trotz kleinerer Probleme mit der Technik Silber. In der 4 x 100 Meter-Staffel verpassten die Männer des MTV Ingolstadt zwar die angestrebte Norm für die deutschen Meisterschaften knapp, doch Samuel Werdecker, Maximilian Fischer, Fabian Schäffler und Maximilian Bayer konnten sich nach 42,37 Sekunden immerhin über die Bronzemedaille freuen. Medaillen und Spitzenzeiten gab es dann auch in den Einzeldisziplinen. Fabian Schäffler holte sich über 400 Meter Hürden in neuer persönlicher Bestzeit von 56,09 Sekunden Silber. Samuel Werdecker blieb in Vorlauf (21,96 Sekunden) und Finale (21,91 Sekunden) als Gesamtvierter zum ersten Mal unter der 22-Sekunden-Marke. Maximilian Fischer bestätigte als Dritter über 100 Meter der Jugend U20 in 11,16 Sekunden nach 11,14 Sekunden im Vorlauf seine gute Form.

Zwei neue Hausrekorde erlief sich Johanna Borris (MTV Ingolstadt) bei der weiblichen Jugend U20. 10:52,12 Minuten bedeuteten Silber über 3000 Meter, 5:02,41 Minuten den vierten Platz über 1500 Meter. Bronze gewann Marie Hedrich (MTV Ingolstadt) in einer engen Spurtentscheidung in 2:20,34 Minuten über 800 Meter, wo Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) in 2:25,54 Minuten Rang fünf belegte. Auf Platz vier beendete Kathrin Göbel (MTV Ingolstadt) den Dreisprung mit 10,26 Metern.

Nach einem undankbaren vierten Platz über 400 Meter in 59,65 Sekunden sicherte sich Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) bei der Jugend U18 Bronze über 400 Meter Hürden in neuer persönlicher Bestzeit von 63,39 Sekunden. Schnellste regionale Sprinterin über 100 Meter war in dieser Altersklasse Anika Berndorfer (TSV Reichertshofen), die sich in 13,05 Sekunden ebenso wie Carolin Fischer (MTV Ingolstadt /13,10 Sekunden) für die Runde zwei qualifizieren konnte. Nach 12,97 Sekunden war für sie wie für die MTV-Läuferin, die 13,26 Sekunden lief, aber im Halbfinale Schluss. Über 400 Meter wurde Fischer in 63,60 Sekunden Elfte, Berndorfer kam über 200 Meter in guten 26,89 Sekunden auf Platz 14. Über 1500 Meter waren gleich vier U18-Läuferinnen am Start: Samira Wasner (TSV Reichertshofen) setzte sich als Fünfte in 5:20,22 Minuten gegen die drei Starterinnen des MTV Ingolstadt Clelia Herle (6. in 5:24,52), Theresa Kaufmann (10. in 5:31,44) und Klara Falkenberg (11. in 5:32,02) durch. Bei der männlichen Jugend U18 zeigte Daniel Kerner (MTV Ingolstadt) sein Sprinttalent. Über 100 Meter erreichte er nach neuem Hausrekord von 11,55 Sekunden das Halbfinale, über 200 Meter fehlten nach 23,41 Sekunden nur wenige Tausendstel zum Finaleinzug.

Manuel Marko (Fotos: Kiefner)

1-10 of 281