Übersicht der letzten Schlagzeilen

Heiko Middelhoff gewinnt Stadtlauf Traunreut: „Da war noch eine Rechnung offen“

veröffentlicht um 23.07.2016, 16:13 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: ]

Traunreut (rb) Eigentlich war der traditionsreiche und stimmungsvolle Stadtlauf in Traunreut für MTV-Laufass Heiko Middelhoff nur als harter Tempodauerlauf im Rahmen der Vorbereitung auf die Bayerischen Meisterschaften über 5000 Meter gedacht. Aber bei diesem Lauf, der erstmals über insgesamt 1500 Teilnehmer verzeichnen konnte, befand sich mit Robert Gruber vom BJAK`S Raidlight Running Team Austria auch einer der besten Langstreckler Österreichs.
Gruber hatte Middelhoff beim letzten Lauf der Ismaninger Winterlaufserie über 21,1 Kilometer hinter sich gelassen – was Heiko damals ziemlich wurmte. Und der Österreicher machte auch in Traunreut vom Start weg richtig Druck, so dass die Vorgabe „harter Tempodauerlauf“ schnell erledigt war. Der MTV-Läufer nahm den Fehdehandschuh auf und schaffte am Ende eine der schnellsten jemals gelaufenen Zeiten auf dieser Strecke. Am Ende waren es 22:13 Minuten für vermessene 7000 Meter und der Sieg vor Gruber (22:49 Minuten) sowie dem Drittplatzierten Florian Holzinger (TSV Palling; 22:59 Minuten).
Bei den Damen erlief sich die auch in Ingolstadt bestens bekannte Julia Viellehner ihren inzwischen fünften Sieg in sehr starken 24:45 Minuten. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Überdistanz passt und das Gerücht, dass es bei Heiko auch an der Startnummer gelegen haben könnte…
Fotos: Privat

Bayerische Meisterschaften Erding: Überragende Alica Schmidt und neun MTV-Medaillen

veröffentlicht um 21.07.2016, 00:36 von Martin Weinberger   [ aktualisiert 21.07.2016, 04:03 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Erding (ebk) Gleich 14 Medaillen – davon allein neun für den MTV Ingolstadt – gewannen die Leichtathleten aus der Region bei den bayerischen Titelkämpfen im schmucken Erdinger Stadion. Herausragend dabei die Doppelmeisterin Alica Schmidt (MTV Ingolstadt), mit zweimal Gold und einmal Silber erfolgreichste Teilnehmerin der Veranstaltung, Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt) sowie Celina Jelinek und Arne Leppelsack vom MTV Pfaffenhofen, die die insgesamt fünf Titel holten.

Bei den Frauen gelang Cornelia Griesche über 5000 Meter gegen die deutsche Spitzenläuferin Regina Högl (LG Region Landshut) ein souveräner Sieg. In 16:42,84 Minuten holte sie sich über diese Strecke ihren ersten bayerischen Titel. Als Zugabe gab es für die DJK-Läuferin, die nach ihrem mehrjährigen USA-Aufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehrt, dank einer gewohnt starken kämpferischen Leistung Bronze über 1500 m in 4:25,15 Minuten. Für Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) war es wohl die letzte bayerische Medaille über 100 m Hürden. Sie hat angekündigt, am Ende der Saison ihre Karriere zu beenden. Obwohl sie wegen einer Oberschenkelverletzung fast den ganzen Juni kein Sprinttraining absolvieren konnte, sicherte sie sich in 14,37 Sekunden (Vorlauf 14,33 Sekunden) hinter der 14 Jahre jüngeren Quelle-Athletin Katharina Winkler in einem knappen Rennen nochmals eine Silbermedaille. Kathleen Hollenberg (MTV Ingolstadt) verfehlte als Vorlaufsechste trotz Saisonbestzeit von 15,95 Sekunden den Finaleinzug. Einen guten Wettkampf absolvierte auch Werferin Michaela Hagl (MTV Ingolstadt). Eine Steigerung auf 38,43 Meter brachte ihr Bronze mit dem Diskus, 10,53 Meter mit der Kugel reichten für den sechsten Platz.

Die eindrucksvollste Vorstellung einer Ingolstädter Athletin lieferte jedoch U20-Starterin Alica Schmidt (MTV Ingolstadt) ab. Über 400 Meter erzielte sie in 56,29 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit und nahm dem restlichen Feld fast zehn Meter ab. Nur zwei Stunden später ein ähnliches Bild über die 800 Meter. Mit einer taktischen Meisterleistung hatte die MTV-Läuferin das Tempo niedrig gehalten, um für die kurz darauf anstehende Staffel nicht zu viele Körner zu verbrauchen. Auf der Zielgerade zog Schmidt dann das Tempo an, um in 2:24,44 Minuten als klare Siegerin hervorzugehen. Helen Linke, Stefanie Aeschlimann, Sophie Eckl und Alica Schmidt wollten über 4 x 100 Meter noch das Ticket für die U20-DM in zwei Wochen in Mönchengladbach buchen: In 48,85 Sekunden blieb das MTV-Quartett dann auch über eine halbe Sekunde unter der geforderten Norm. Nach einem durchwachsenen letzten Wechsel sicherte Alica Schmidt den MTV-Mädchen mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt als Sahnehäubchen sogar noch die Silbermedaille. In den Einzelrennen über 100 Meter hatten Eckl (12,96), Linke (13,05) und Kathrin Göbel (13,12) trotz ansprechender Zeiten zuvor die Halbfinalläufe knapp verpasst.

Zur tragischen Figur wurde Dreispringerin Stefanie Aeschlimann, die sich nach der Staffel beim Aufwärmen zum Dreisprung am Fuß verletzte. Als klare Favoritin musste sie sich so mit 11,78 Metern zufrieden geben und sich im Wettkampf der Frauen im letzten Versuch sogar noch vom ersten Platz auf den Silberrang verdrängen lassen. Für sie in die Bresche sprang Celina Jelinek (MTV Pfaffenhofen), die sich mit einer Steigerung auf 10,98 Meter völlig überraschend den U20-Titel im Dreisprung holte. Sofie Nixdorf (DJK Ingolstadt) steuerte als Dritte über 3000 Meter in 10:57,91 Minuten eine weitere Bronzemedaille zum guten Abschneiden der U20-Mädchen bei.

Zwei große Rennen mit neuen persönlichen Bestzeiten, die „nur“ mit Silber belohnt wurden, zeigte Lisa Basener (MTV Ingolstadt), die noch dem jüngeren U18-Jahrgang angehört. Am Samstag über 3000 Meter hatte die aus Oberhausen bei Neuburg stammende Schülerin bis zur letzten Runde das Tempo als Führende extrem hoch gehalten. Auf den letzten zweihundert Metern wurde sie zwar noch überspurtet, belegte in 10:24,54 Minuten aber mit weitem Vorsprung auf die restliche Konkurrenz den zweiten Platz. Über 1500 Meter am Sonntag lieferte sie sich nach einer verbummelten ersten Runde mit der haushohen Favoritin Barbara Plötz (Bad Kötzting) ein packendes Duell auf der Zielgerade. In 4:46,29 Minuten fehlten dem MTV-Talent am Schluss nur drei Hundertstelsekunden zum Sieg.

Mit dem dritten Silber der U18 des MTV Ingolstadt setzte Hochspringerin Jenny Birzl eine tolle Serie fort. Mit neuer Freiluftbestleistung von 1,64 Metern gewann sie bei den vier letzten bayerischen Titelkämpfen ihre vierte Medaille in Folge. Saisonbestleistung von 16,25 Sekunden über 100 m Hürden reichte der Karlshulderin als Vorlauffünfter nicht zum Finaleinzug. Ebenso erging es ihrer MTV-Kameradin Sophie Eckl trotz eingestellter persönlicher Bestzeit von 26,48 Sekunden über 200 Meter. Den Sprung unter die besten Acht schafften dagegen Marie Hedrich (DJK Ingolstadt) und Helen Linke (MTV Ingolstadt). Hedrich kam über 400 Meter in 60,46 Sekunden nach etwas zu vorsichtigem Beginn als Sechste ins Ziel. Linke zeigte mit 5,26 Metern ihr großes Potential beim Weitsprung und landete in einer knappen Entscheidung auf dem achten Rang.

Einen souveränen Sieg über 400 Meter holte der Pfaffenhofener Arne Leppelsack in der Jugend U18. In 49,80 Sekunden distanzierte er das Feld um über eine Sekunde und wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Auf der blauen Bahn im Erdinger Stadion glänzten drei weitere Läufer aus der Region, mussten sich aber jeweils nach großem Kampf mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben: Die U20-Jugendlichen Manuel Mand (MTV Ingolstadt) in 51,05 Sekunden über 400 Meter und Dominik Gunzl (MTV Pfaffenhofen) in 1:58,61 Minuten über 800 m, außerdem Fabian Riegelsberger (MTV Ingolstadt) bei seinem Meisterschaftsdebüt in 2:03,03 Minuten über 800 Meter (U18). Dazu belegte Maximilian Gloger (MTV Ingolstadt/U20) über 3000 Meter in 9:41,66 Minuten den sechsten Platz.

In den technischen Wettbewerben kamen die Pfaffenhofener Brüder Benno und Lukas Brandstetter mit 11,34 und 11,05 Metern im Dreisprung (U18) auf die Plätze sechs und sieben. Im Diskuswerfen (U20) erzielte Vincent Igl (MTV Ingolstadt) mit 37,89 Metern zwar einen neuen Hausrekord, verpasste aber den Endkampf um die Winzigkeit eines Zentimeters und wurde Neunter.

Erwartungsgemäß ohne Medaille blieben die ersatzgeschwächten Männer, bei denen die Hürdenspezialisten Michael Adolf (DJK), Mario Saur und Victor Schmieder (beide MTV) verletzungsbedingt passen mussten. So waren nur noch vier Athleten des MTV Ingolstadt am Start. Heiko Middelhoff holte mit Rang fünf über 5000 Meter in 15:15,40 Minuten die beste Platzierung. Martin Stier wurde mit persönlicher Bestzeit von 16:14,24 Minuten Elfter. Jonas Zweck kam in Saisonbestzeit von 3:56,780 Minuten über 1500 Meter als Zehnter ins Ziel, während Zehnkämpfer Alexander Gilch das Speerwerfen mit ansprechenden 52,48 Metern als Siebter beendete.


Fotos: Kiefner, Göstl

Stefanie Aeschlimanns Wunschtraum: Noch drei perfekte Sätze

veröffentlicht um 15.07.2016, 13:55 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Leichtathletin schreibt über Leichtathletin: Genauso war es am vergangenen Donnerstag, als der „Donaukurier“ eine große Story über die derzeit erfolgreichste MTV-Leichtathletin Stefanie Aeschlimann veröffentlichte. Ihre Vereinskameradin Helen Linke, die derzeit in Praktikum in der Mantelredaktion des „Donaukurier“ absolviert, stieß mit ihrem Vorschlag, doch ein Portrait über die Deutsche Vizemeisterin im Dreisprung zu schreiben, auf offene Ohren. Das Resultat von Helens Arbeit wollen wir Ihnen natürlich auch auf unserer Leichtathletik-Homepage nicht vorenthalten.

Ingolstadt (DK) Einmal war Stefanie Aeschlimann schon ganz nah dran. Im vergangenen Jahr gewann sie in der Halle den Dreisprung-Titel bei den deutschen Jugendmeisterschaften. Unter freiem Himmel reichte es allerdings nur zu Rang zwei. In zwei Wochen greift die neue bayerische Juniorenmeisterin erneut nach Gold.

Mit einer persönlichen Hallen-Bestweite von 12,96 Metern im italienischen Padova im Februar und 12,55 Metern am vergangenen Wochenende in Hösbach bei den bayerischen U-23-Titelkämpfen rechnet sich Aeschlimann für die deutschen Jugendmeisterschaften in zwei Wochen in Mönchengladbach einiges aus. Als "Wunschweite" nennt sie ein Ergebnis zwischen 12,70 und 12,80 Metern. "Ich freue mich sehr auf die Wettkämpfe und kann es kaum erwarten", sagt sie.

Im September 2005 fing alles an: Als Teilnehmerin eines Turnmehrkampfes, bei dem sowohl Turn- als auch Athletikdisziplinen wie Weitsprung und Sprint gefordert waren, entdeckte die Ingolstädterin ihre Leidenschaft für die Leichtathletik. Kurz darauf absolvierte die heute 19-Jährige ein Probetraining beim MTV Ingolstadt. "Ich merkte schnell, dass mir die Leichtathletik mehr liegt als das Turnen", erinnert sie sich. Ihre ersten Wettkämpfe absolvierte sie im Dreikampf (50 Meter Sprint, Weitsprung und Schlagballwurf).

Zum Dreisprung wechselte Aeschlimann erst im Jahr 2012. Damals absolvierte sie im Alter von 14 Jahren unter dem kürzlich verstorbenen Trainer Peter Rak verschiedene Sprungübungen im Training. "Die Übungen haben mir Spaß gemacht, ich habe dann den Dreisprung einfach mal ausprobiert." Schnell stellten sich bei Wettkämpfen die ersten Erfolge ein. Folglich fokussierte sich Aeschlimann fortan immer mehr auf die Disziplin. Dennoch ist sie ein Multitalent - noch im Jahr 2012 wurde die Ingolstädterin bayerische Jugendmeisterin im Siebenkampf.

Von Januar bis Oktober 2013 absolvierte Aeschlimann ein Gastschuljahr in Neuseeland, wo sie ebenfalls an landesweiten Wettkämpfen teilnahm. Bei den neuseeländischen Meisterschaften hätte jeder ihrer fünf Sprünge für den Sieg gereicht, somit darf sich Aeschlimann internationale neuseeländische Meisterin nennen. Die damals 16-Jährige besuchte das Nayland College in Nelson.

Aber Aeschlimann musste in ihrer noch jungen sportlichen Karriere auch schon Rückschläge verkraften: Im Jahr 2014 hatte sie sich für die deutschen Jugendmeisterschaften in Bochum-Wattenscheid qualifiziert, zog sich dann aber eine Woche vor dem Wettkampf einen Muskelfaserriss zu. Die Ingolstädterin trat dennoch an - und musste den Wettkampf nach dem ersten Sprung enttäuscht abbrechen. Im Folgejahr ging es aber wieder bergauf: Aeschlimann gab ihr Debüt in der Nationalmannschaft beim U-20-Ländervergleich, bei dem Deutschland gegen Frankreich und Italien antrat. Beim Wettkampf im italienischen Padua siegte sie im Dreisprung mit neuer Bestleistung von 12,96 Metern und trug so ihren Teil zum deutschen Gesamterfolg bei. Doch Aeschlimann will mehr: "Mein Ziel ist es, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen." Diesbezüglich ist sie auf einem guten Weg.

Zu ihrem Trainer beim MTV Ingolstadt, dem Neuburger Reinhard Köchl, hat sie ein sehr gutes Verhältnis: "Wir verstehen uns prima. Anfang der Saison gab es ein paar Schwierigkeiten mit dem Sprung an sich, aber durch intensives Training wurde es immer besser. Wir werden dennoch weiter hart arbeiten", sagt die 19-Jährige. "Das Training macht viel Spaß, zudem werde ich von allen Seiten unterstützt. Ich finde es toll, gemeinsam mit dem Team auf Wettkämpfe zu fahren."

Seit ihrem erfolgreichen Abitur im Juni dieses Jahres trainiert Aeschlimann achtmal pro Woche. Sie versucht, nebenbei aber auch noch die Zeit mit ihren Freunden zu genießen, bevor sich viele Wege mit Studienbeginn trennen. Genaue Pläne für die Zukunft hat die 19-Jährige noch nicht, aber sie möchte auf jeden Fall studieren und weiterhin viel Sport treiben, "denn der steht bei mir ganz oben".

Natürlich hat Aeschlimann auch Vorbilder. "Die Leichtathletik-EM habe ich selbstverständlich verfolgt, nicht nur den Dreisprung, denn die anderen Disziplinen interessieren mich auch." Als sie den Überraschungs-Europameister Max Heß springen sah, habe sie sich gedacht: "So würde ich auch gern springen können." Ihre größten Idole sind jedoch keine Leichtathleten - sondern überraschenderweise American-Football-Spieler. "Quarterback Tom Brady und Julian Edelman, Wide Receiver, von den New England Patriots. Über beide wurde damals gesagt, dass aus ihnen nichts wird, sie sind aber trotzdem drangeblieben und haben es geschafft, das zu erreichen, was sie erreichen wollten. Das bewundere ich sehr", sagt Aeschlimann.

Von Helen Linke

Archivfoto: Windpassinger

DM Senioren: Martina Jotz souverän zum Titel, Kolesa gewinnt zwei Mal Silber, Lenz Bronze

veröffentlicht um 13.07.2016, 12:56 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Leinefelde (ebk) Mit einer hervorragenden Bilanz warteten die Ingolstädter Leichtathletiksenioren bei ihren deutschen Meisterschaften auf. So überzeugten in Leinefelde (Thüringen) vor allem die MTV-Athleten, bei denen alle drei Teilnehmer zu Medaillenehren kamen.

Auch in ihren neuen Altersklasse W 40 gewann die mehrfache deutsche Seniorenmeisterin der letzten Jahre Martina Jotz auf Anhieb den nationalen Titel. Mit 42,21 Metern dominierte sie im Speerwurf ihre Konkurrentinnen nach Belieben  und siegte am Ende mit fast acht Metern Vorsprung auf die Zweitplatzierte.  Ihre Vereinskameradin Gerlinde Kolesa sicherte sich über die Mittelstrecken mit zwei Mal Edelmetall schon ihre vierte DM-Medaille in diesem Jahr. Über 800 Meter und 1500 Meter kam sie in der Klasse W 60 jeweils als Zweite ins Ziel. Ihrer Zeiten: 2:46,66  und 5:46,46 Minuten. Auf den gleichen Strecken war auch Miguel Lenz bei den Senioren M 45 unterwegs. 2:10,24 Minuten über 800 Meter bedeuteten den siebten Platz, starke 4:21,81 Minuten über 1500 Meter brachten den MTV-Läufer sogar den Bronzerang. Der vierte Starter aus der Region, Günter Aubele (DJK Ingolstadt) schloss das Diskuswerfen der Senioren M60 mit 42,09 Metern auf dem sechsten Platz ab.

Archivfotos: Windpassinger

BM U 23/U 16 Hösbach: Gold für Aeschlimann, Silber für Graßl, Bronze für Hagl

veröffentlicht um 13.07.2016, 12:44 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 13.07.2016, 14:55 ]

Hösbach (ebk) Mit sechs Medaillen im Gepäck kehrte der Ingolstädter Leichtathletik-Nachwuchs von den bayerischen Meisterschaften der Junioren (U23) und der Jugend (U16) aus dem unterfränkischen Hösbach zurück. Herausragend waren dabei Stefanie Aeschlimann (MTV Ingolstadt) mit einem neuen oberbayerischen Jugendrekord im Dreisprung und die zweifache Medaillengewinnerin Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) auf den längeren Strecken.

Bei den Juniorinnen (U23) zeigte Stefanie Aeschlimann im Dreisprung wieder aufsteigende Form. Als klare Siegerin steigerte sie nach einer Phase von vielen kleinen Verletzungen, die ein geregeltes Training deutlich erschwerten, ihre persönliche Freiluftbestleitung auf 12,55 Meter und verbesserte damit ihren eigenen oberbayerischen Jugendrekord. Vor allem der letzte Sprung zeigte, dass Aeschlimann die technischen Probleme der zurückliegenden Wochen allmählich wieder in den Griff bekommt. Mit dieser Weite dürfte sie sowohl bei den nächste Woche anstehenden bayerischen Meisterschaften der Frauen als auch bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach zu den heißen Medaillenkandidatinnen zählen. Beim Speerwerfen musste sich die 19 Jahre alte MTV-Athletin mit 36,05 Metern mit dem vierten Platz zufrieden geben, wobei viele bessere Versuche vom Kampfgericht ungültig gegeben wurden.

Der Mut von Valerie Griesche, einen Doppelstart zu riskieren, wurde in Hösbach mit zwei Medaillen belohnt. Am Samstag dominierte sie das Rennen über 3000 Meter und kam in 10:16,18 Minuten als klare Siegerin ins Ziel. Am Sonntag belohnte sich die DJK-Läuferin über 1500 Meter in 4:50,81 Minuten mit der Bronzemedaille. Die einzige Medaille in einer Wurfdisziplin ging auf das Konto von Michaela Hagl (MTV Ingolstadt). Sie schleuderte den Diskus auf 36,94 Meter und gewann damit ebenfalls Bronze. 10,76 Meter mit der Kugel bedeuteten dazu Rang sechs.

In den Bewerben der Jugend U 16 glänzten die Ingolstädter Talente vor allem in den Laufdisziplinen. Mit einer deutlichen Verbesserung seines Hausrekords auf 11,90 Sekunden erreichte Daniel Graßl (MTV Ingolstadt) das Finale über 80 Meter Hürden (M 14). Dort konnte er sich nochmals steigern und holte in 11,83 Sekunden überraschend Silber. In seiner Spezialdisziplin 100 Meter zwang Graßl eine Verletzung im Oberschenkel zur Aufgabe. Johanna Borris (DJK Ingolstadt) bestätigte ihre gute Form von den oberbayerischen Titelkämpfen und holte wie schon Im MTV-Stadion über 2000 Meter (W15) in 6:57,03 Minuten die Bronzemedaille. Ihre Vereinskameradin Laura Schiffner verfehlte trotz neuer Bestzeit von 42,03 Sekunden über 300 Meter (W15) das Podest knapp und landete auf Rang vier. Spitzenresultate erreichten auch die Läufer des MTV Ingolstadt aus dem jüngeren U16-Jahrgang. Über 3000 Meter belegten Moritz King (10:31,04 Minuten) und Dario Horak (10:55,27 Minuten) die Ränge vier und sieben. Susanne Göbel kam über 800 Meter in 2:29,95 Minuten auf den fünften Platz.

Fotos: Premru, Kiefner

Oberbayerische Meisterschaften im MTV-Stadion und Block-DM Aachen: Starker Nachwuchs

veröffentlicht um 06.07.2016, 03:57 von Martin Weinberger   [ aktualisiert 06.07.2016, 16:09 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) In guter Form zeigte sich der heimische Leichtathletik-Nachwuchs bei den Oberbayerischen Meisterschaften U 20/U 16 im MTV-Stadion und den nationalen Titelkämpfen in den Schüler-Blockwettkämpfen in Aachen.

Die wertvollste Leistung bei den mit weit über 300 Teilnehmern besetzten Bezirksmeisterschaften zeigte dabei Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) im Rennen über 300 Meter (W 15). Bei ihrem Sieg in 42,14 Sekunden unterbot sie die Norm für die deutschen U 16-Meisterschaften, die Mitte August in Bremen stattfinden werden. Dazu gingen bei der männlichen Jugend U 20 alle Goldmedaillen auf den Laufstrecken von 200 bis 3000 Meter an Starter aus der Region. Gold auf den Langsprintstrecken holten dabei sogar zwei Talente, die noch in der Jugend U 18 startberechtigt wären. Erik Thees (MTV Ingolstadt) sicherte sich in 23,62 Sekunden den Titel über 200 Meter, Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen) unterbot als Sieger über 400 Meter in starken 49,82 Sekunden einmal mehr die DM-Norm seiner Klasse. Dritter in diesem Rennen wurde Manuel Mand (MTV Ingolstadt), der in 50,52 Sekunden persönliche Bestzeit erzielte. Die 800 Meter gingen mit Dominik Gunzl, der sich in ansprechenden 2:02,14 Minuten im Schlussspurt durchsetzte, wieder an einen Läufer aus Pfaffenhofen. Über 3000 Meter kam es sogar zu einem Schanzer Doppelsieg. Johannes Stahr (Life Park Max) verwies Maximilian Gloger (MTV) mit 9:27,04 zu 9:28,74 Minuten auf den zweiten Rang. Den sechsten Titel holte sich Moritz King (MTV Ingolstadt) bei seinem Debüt über 3000 Meter (U16) in 10:29,23 Minuten.

Auf den Sprint- und Laufstrecken gab es weiteres Edelmetall für die Talente der DJK Ingolstadt. Tim Bergmann musste sich über 800 Meter (U 16) in 2:08,89 Minuten ebenso wie seine Vereinskameradin Sofie Nixdorf (U 20) in 2:23,75 Minuten nur knapp geschlagen mit dem zweiten Platz begnügen. Zweite über 400 Meter (U 20) wurde mit Marie Hedrich eine weitere DJK-Sprinterin. Sie durchbrach in 59,94 Sekunden erstmals die Schallmauer von einer Minute über die Stadionrunde. Johanna Borris gewann in einem mutigen Rennen über 2000 Meter (U 16) in 6:56,87 Bronze ebenso wie ihre gleichaltrige DJK-Kameradin Carolina Reischl in 13,32 Sekunden über 100 Meter. Die einzige Medaille in einer Sprungdisziplin ging an Jenny Birzl (MTV Ingolstadt), die den Hochsprung der Jugend U 20 mit 1,55 Metern auf dem zweiten Platz beendete. Silber und Bronze gab es beim Diskuswerfen. Zweite wurde Lisa Graßl (U 16) vom TSV Reichertshofen mit 22,11 Metern, einen dritten Rang holte Kathrin Göbel (U 20) vom MTV Ingolstadt mit 27,35 Metern.

Die weiteren Spitzenplätze: Jugend U 20 (männlich): Dreisprung: 4. Lukas Brandstetter 10,94 m.  5. Benno Brandstetter (beide MTV Pfaffenhofen) 10,45 m. Jugend U 20 (weiblich): 200 m: 5. Sophie Eckl 26,48 sec. Schüler M 15: Speerwurf: 6. Marco Basener 20,87 m.  Schülerinnen W 15: 300 m Hürden: 6. Laura Böttcher (alle MTV Ingolstadt) 56,06 sec. Kugelstoß: 6. Lisa Graßl (TSV Reichertshofen) 8,31 m. Speerwurf: 6. Graßl 24,98 m. Schülerinnen W14: Weitsprung: 6. Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) 4,43 m.

Der einzige Ingolstädter Starter bei den deutschen Meisterschaften in den Fünfkämpfen in Aachen zeigte eine sehr ansprechende Leistung. Trotz widriger Umstände mit starkem Gegenwind über 100 Meter verfehlte Daniel Graßl (MTV Ingolstadt) im Block Wurf (M 14) seine persönliche Bestmarke nur um einen Punkt. 4,90 Meter beim Weitsprung, 27,25 Meter mit dem Diskus, 12,43 Sekunden im Hürdenlauf, 9,31 Meter mit der Kugel und 12,21 Sekunden über 100 Meter ergaben am Schluss 2503 Zähler und einen guten 23. Platz  bei seiner ersten DM-Teilnahme
Archivfotos: Premru, Rieger


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Gute MTV-Ergebnisse bei DLV-Gala, Süddeutschen und Bayerischen Meisterschaften

veröffentlicht um 28.06.2016, 13:03 von Luis Windpassinger   [ aktualisiert 11.07.2016, 02:41 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) Nur einen Tag nach dem stimmungsvollen MTV Meet-IN stellten sich die Leichtathleten des MTV Ingolstadt bei Wettkämpfen in Mannheim, Heilbronn und Garmisch-Partenkirchen internationaler und nationaler Konkurrenz.

Bei der internationalen Junioren-Gala des DLV verpasste Stefanie Aeschlimann als Fünfte des Dreisprungs mit 12,31 Meter ihre Saisonbestleistung knapp. Nach einer von vielen kleinen Verletzungen geprägten Freiluftsaison gelang es weder ihr noch den drei anderen DLV-Starterinnen die angestrebte U20-WM-Norm zu knacken. So liegt der Fokus für die frisch gebackene Einser-Abiturientin nun auf den nationalen Jugendmeisterschaften Ende Juli in Mönchengladbach, wo sie ihre vierte DM-Medaille in Folge gewinnen möchte.

Für die deutschen Meisterschaften planen kann auch MTV-Neuzugang Alexander Gilch. Bei den bayerischen Mehrkampfmeisterschaften blieb der Zehnkämpfer als Viertplatzierter zwar unter seiner Bestmarke des Vorjahres, überbot mit 6073 Punkten die DM-Norm am Ende aber sicher.  Seine Einzelleistungen: 100 Meter: 11,59 Sekunden; Weitsprung: 5,96 Meter; Kugelstoß: 12,28 Meter; Hochsprung: 1,72 Meter; 400 Meter: 53,10 Sekunden; 110 Meter Hürden: 16,64 Sekunden; Diskuswurf: 37,44 Meter; Stabhochsprung: 3,70 Meter; Speerwurf: 48,87 Meter; 1500 Meter: 5:07,27 Minuten. Sprintspezialist Felix Pegelhoff belegte in der U 23-Wertung des Zehnkampfs mit 4813 Punkten Rang fünf. Im Rahmen seines Mehrkampfes unterbot er über 110 Meter Hürden (16,73 Sekunden) und 400 Meter (53,48 Sekunde) die U 23-Normen für die bayerischen Meisterschaften. MTV-Siebenkämpferin Kathleen Hollenberg verbesserte sich als Sechste des U23-Siebenkampfes trotz Trainingsrückstandes gegenüber dem Vorjahr auf 3831 Punkte. Beim Speerwerfen erzielte sie mit 32,42 Metern neue persönliche Bestweite, die Hürdenzeit von 16,30 Sekunden bedeutet für die MTV-Juniorin sogar die Qualifikation für die bayerischen Titelkämpfe bei den Frauen.

Bei den süddeutschen Meisterschaften in Heilbronn zeigte sich nur ein Mini-Aufgebot des MTV Ingolstadt. Die erst 17 Jahre alte Alica Schmidt kam im stark besetzten 400 Meter-Rennen der Frauen in 57,57 Sekunden auf den siebten Platz, wobei der böige Wind den Läuferinnen sehr zu schaffen machte. Hochspringerin Jenny Birzl scheiterte bei ihrem ersten größeren Wettkampf außerhalb Bayerns erst an ihrer persönlichen Bestleistung von 1,64 Metern. Mit übersprungenen 1,60 Metern landete sie auf einem guten zwölften Platz unter mehr als 20 Teilnehmerinnen der weiblichen Jugend U 18.

Fotos: Windpassinger, Privat

MTV Meet-IN: Hohe Sprünge, starke Läufe und Gold für Lisa Basener

veröffentlicht um 26.06.2016, 12:15 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 28.06.2016, 13:05 von Luis Windpassinger ]

Ingolstadt (ebk) Zwar standen beim 15. MTV Meet-IN die Stabhochspringer mit der - leider um eine Woche zu spät - erfüllten EM—Norm von Florian Gaul (Sindelfingen) im Mittelpunkt, doch gab es bei den Läufen ebenfalls Leistungen, die hohen Standards genügten. Dazu kam ein besonderes Zuckerl für die Ingolstädter Leichtathletikfans: Ein kompletter Medaillensatz für Lisa Basener (MTV), Sophie Nixdorf (DJK) und Johannes Stahr (Lifepark) bei den Rennen um die bayerischen Meistertitel  auf den Hindernisstrecken.

Ein kleines aber feines internationales Feld nutzte die optimalen Bedingungen im MTV-Stadion zu einem spannenden Wettbewerb, dem Vorjahressieger Florian Gaul vor zahlreichen begeisterten Zuschauern seinen Stempel aufdrückte. Etwas enttäuscht waren nur die beiden Gäste aus der Schweiz. Der frühere US-Boy Mitch Greeley, der eigentlich die Schweizer EM-Norm von 5,55 Metern angreifen wollte, produzierte bei 5,20 Metern einen Salto-Nullo. Dominik Alberto, schon für Amsterdam qualifiziert, blieb trotz eines starken Eindrucks beim Einspringen mit übersprungenen 5,10 Metern hängen. Lamin Krubally (ASV Landau), mit 5,20 Metern Vierter, und Jakob Köhler-Baumann (LG Filstal), mit 5,30 Metern Dritter, scheiterten knapp an 5,40 Metern, was für beide neuen Hausrekord bedeutet hätte.  So kam es zum Showdown zwischen dem DM-Dritten Torben Laidig (WGL Schwäbisch Hall), der inclusive 5,50 Meter alle Höhen im ersten Versuch meisterte, und Florian Gaul, der für die 5,50 Meter drei Versuche benötigte. Die 5,65 Meter, die beide dann  auflegen ließen, waren für Laidig noch etwas zu hoch. Florian Gaul baute dagegen im dritten Versuch ein richtiges Haus über die Höhe: (zu späte) EM-Norm, aber immerhin Qualifikationshöhe für den DLV-B-Kader. Drei sehr gute, nur hauchdünn gerissene Versuche über die Olympia-Norm von 5,70 Metern beendeten ein spannendes Springen, das Florian Gaul auf Platz zwei der DLV-Bestenliste katapultierte. Für die Olympia-Qualifikation bleiben ihm nun noch zwei Wochen.

Ein Starter in Ingolstadt hatte das EM-Ticket schon in der Tasche, ob es für Olympia reichen wird entscheidet sich erst in Amsterdam. Der DM-Dritte über 400 m Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth), der bei den Europameisterschaften im deutschen 4x400 – Meter – Team stehen wird, sorgte auf den kurzen Sprintstrecken für flotte Zeiten. Als Sieger über 100 und 200 Meter in 10,73 und 21,12 Sekunden in jeweils neuer persönlicher Bestzeit zeigte er den zahlreichen Zuschauern, dass die Schnelligkeitswerte in Richtung Amsterdam auf jeden Fall stimmen. Einen Doppelsieg für eine Athletin der LAC Quelle Fürth gab es auch bei den Frauen.  Franziska Wahl gewann die 200 und 400 Meter in starken 24,18 und 54,77 Sekunden. Die vielleicht wertvollste Leistung bei den Frauen lieferte die erst 20 Jahre alte Slowenin Mateja Pokrivac über 800 Meter ab. Sie profitierte von der beim Meet-IN schon lange üblichen Praxis, die Läufe unabhängig vom Geschlecht nach Bestzeiten zu sortieren. Im zweitschnellsten Lauf der Männer steigerte sie sich auf 2:06,23 Minuten, eine Zeit, die sie, wie sie selbst nach dem Rennen sagte, mangels nationaler Konkurrenz in Slowenien kaum hätte laufen können. So werden wir sie im nächsten Jahr bei den U23-Europameisterschaften wieder zu sehen bekommen. Den längsten „Arbeitstag“ im MTV-Stadion hatte paradoxerweise die Schnellste des letzten Wettbewerbs. Lea Süß (LAC Quelle Fürth) absolvierte die 3000 Meter der Frauen in 10:17,81 Minuten als klare Siegerin. Bis sie aber die von der NADA geforderte Dopingprobe abgeben konnte, vergingen nochmals zweieinhalb Stunden.

Bei vielen Läufen konnten sich auch Sportler aus der Region im Spitzenfeld platzieren, so Valerie Griesche (DJK) als Fünfte über 800 Meter in 2:19,94 Minuten und die beiden MTV-Starter Heiko Middelhoff (8;45,14 Minuten) und Jonas Zweck (8:52,50 Minuten) auf den Plätzen vier und sechs über 3000 Meter. Einen extrem starken Eindruck machten aber viele Ingolstädter Talente, die noch der Jugendklasse angehören, beim Meet-IN aber sehr erfolgreich den Vergleich mit den Erwachsenen gesucht haben. Über 100 und 200 Meter schaffte es Luis Windpassinger (MTV) mit 11,10 und 22,70 Sekunden zweimal ins Finale. Über 400 Meter landeten Manuel Mand (MTV; 51,03 Sekunden) und Eugen Strigunow (DJK; 52,18 Sekunden) auf den Rängen drei und fünf. Die erst 15 Jahre alte Laura Schiffner (60,58 Sekunden) und ihre ein Jahr ältere DJK-Kameradin Marie Hedrich (61,27 Sekunden) kamen über 400 Meter mit neuen persönlichen Rekorden auf die Plätze vier und fünf. Bestzeit gab es auch für Alica Schmidt (MTV) in 25,63 Sekunden als Sechste über die für sie ungewohnt kurzen 200 Meter. Celina Jelinek (MTV Pfaffenhofen) rundete als Zweite des Dreisprungs mit 10,84 Metern die Spitzenresultate ab.

Auch in den reinen Jugendwettbewerben hatten die verantwortlichen Trainer allen Grund zur Freude. In ihrem ersten Rennen über 1500 Meter Hindernis (U18) holte Lisa Basener (MTV) nicht nur den bayerischen Meistertitel. In 5:07,59 Minuten unterbot sie die DM-Norm um mehr als zwölf Sekunden und hat mit den 800 und 1500 Metern nun drei Optionen für die nationalen U18- Titelkämpfe in Mönchengladbach. Sophie Nixdorf (DJK) kam über 2000 Meter Hindernis (U20) in 7:42,42 Minuten ins Ziel und gewann damit Silber. Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) sicherte sich bei der männlichen Jugend U20 in 6:41,45 Minuten den dritten Rang.

Zu den Medaillen bei den bayerischen Hindernismeisterschaften kamen noch sechs Plätze auf dem Siegerpodest bei den Meet-IN- Bewerben der Jugend U18. Den Dreisprung beendeten Benno und Lukas Brandstetter (MTV Pfaffenhofen) mit 11,40 und 11,21 Metern  auf Platz zwei und drei, ihre Vereinskameradin Maria Krabatsch wurde mit 9,93 Metern ebenfalls Dritte. Eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit auf 11,33 Sekunden brachte Erik Thees (MTV) im 100 Meter-Lauf auf den dritten Platz. Clara Hedrich (DJK) und Kathrin Göbel (MTV) landeten dazu im Weitsprung mit 4,86 und 4,53 Metern auf den Rängen zwei und drei.

Fotos: Kiefner



MTV Meet-IN: Stabhochspringer kämpfen um die Olympianorm

veröffentlicht um 20.06.2016, 07:52 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 22.06.2016, 12:20 ]

Ingolstadt (ebk) Gut eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften in Kassel trifft ein Teil der DLV-Elite am kommenden Freitag, 24. Juni, im MTV-Stadion auf starke internationale Konkurrenz zur Jagd auf Bestzeiten und Olympianormen. Im Fokus steht dabei wieder der Stabhochsprung mit einem hochklassigen internationalen Feld, dazu kommen stark besetzte Läufe und die bayerischen Titelkämpfen auf den Hindernisstrecken. Mit rund 300 Teilnehmern erwartet die Zuschauer ein stimmungsvolles Leichtathletikfest.

Dabei sind die deutschen Stabartisten gehörig unter Druck. Der Weltmeister von 2013 Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), der in Kassel passen musste, kämpft noch mit den Folgen seiner bei der Hallen-DM erlittenen Fußverletzung und Malte Mohr (Wattenscheid), der Vizeweltmeister der Hallensaison von 2014, kommt nach einem völlig verkorksten Jahr 2015 erst allmählich wieder in Form. So hat derzeit nur der frisch gebackene deutsche Meister Tobias Scherbath (Leverkusen) die Olympianorm von 5,70 Metern in der Tasche, zur EM in Amsterdam in zwei Wochen wird er wohl nur von seinem Vereinskameraden Karsten Dilla begleitet. Die endgültige Entscheidung, wer außer Scherbath bei Olympia dabei ist, fällt aber erst Mitte Juli. So kommt dem Meeting in Ingolstadt eine Schlüsselrolle bei der Vergabe der Tickets für Rio zu.

Der Wahlmünchner Malte Mohr, dessen Formkurve trotz eines „Salto-nullo“ in Kassel wieder nach oben zeigt, trifft im MTV-Stadion auf Vorjahressieger Florian Gaul (Sindelfingen) dessen persönlicher Rekord bei 5,60 Metern steht. Dieser möchte gerne seinen Vorjahressieg wiederholen und wittert noch eine kleine Chance in Richtung internationaler Starts. Ähnliches gilt für den Zweiten des Vorjahres: Daniel Clemens (Zweibrücken), in Kassel noch verletzt, hofft fürs Meet-IN wieder fit zu werden. So fällt die Favoritenrolle für das Schanzer Meeting einem der Jüngsten im Starterfeld zu. Torben Laidig (Schwäbisch Hall), als Jahrgang 1994 noch bei den Junioren U23 startberechtigt, überzeugte in den USA bereits mit Sprüngen jenseits der 5,60 Meter und hat sich für seinen Einstand im MTV-Stadion einiges vorgenommen. Obwohl er erst kurzfristig aus den USA zurückgekehrt war, sicherte er sich vor einer Woche in Kassel mit dem dritten Platz seine erste DM-Medaille bei den Erwachsenen.

Um die Siegprämie von 1000 Euro werden auch zwei Springer aus dem Ausland ein gewichtiges Wort mitreden. Der US-Amerikaner Mitch Greeley mit einem Hausrekord von 5,56 Metern und sein Schweizer Trainingspartner Dominik Alberto vom LC Zürich sehen sich durchaus nicht als Außenseiter. Alberto reist mit der Empfehlung des Schweizer Hallentitels und eines ersten Platzes beim „Touch-the-Clouds“- Festival an. Mit seiner Siegeshöhe von 5,55 Metern hat er das EM-Ticket für Amsterdam schon sicher. Ergänzt wird das Klassefeld durch zwei starke Springer aus der jungen DLV-Garde: Lamin Krubally (PB 5,35 m) vom ASV Landau sowie Jakob Köhler-Baumann von der LG Filstal, der sich zuletzt ebenfalls auf 5,35 Meter steigern konnte.

International wird es im MTV-Stadion auf den Sprint- und Laufstrecken, wo neben einem starken Team aus Slowenien auch afrikanische Läufer an den Start gehen werden. Den Stadionrekord im Weitsprung, den der frühere Europameister Christian Reif mit 7,75  Metern hält, möchte der Passauer Senkrechtstarter Maximilian Entholzer angreifen, der erst kürzlich den U23-Landesrekord auf 7,81 Meter geschraubt hat.

Aus lokaler Sicht stehen die bayerischen Titelkämpfe auf den Hindernistrecken im Blickpunkt, die in das kurzweilige Meeting-Programm integriert sind. Lisa Basener (MTV Ingolstadt), Sophie Nixdorf (DJK Ingolstadt) und Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) gehen keinesfalls als Außenseiter an den Start.

Das Vorprogramm mit dem Dreisprung und den Vorläufen in den Sprints beginnt am Freitag 24. Juni um 16 Uhr. Der Stabhochsprung mit dem Hauptprogramm ab 17 Uhr. Tribünen- und Innenraumkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Bayerische Seniorenmeisterschaften Lauf: Vier Titel für MTV-Evergreens

veröffentlicht um 14.06.2016, 13:08 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 14.06.2016, 13:08 ]

Regensburg (ebk) Die Läufer des MTV Ingolstadt holen bei den Laufveranstaltungen der Bayerischen Seniorenmeisterschaften in Regensburg im Stadion am Weinweg vier der fünf Titel für die regionalen Leichtathletik.

Die mehrfache Deutsche Seniorenmeisterin Gerlinde Kolesa war über die Mittelstrecken einmal mehr nicht zu schlagen. In der Klasse W 60 siegte sie über 800 Meter und 1500 Meter mit klarem Vorsprung. Ihre Zeiten: 2:42,94 und 5:36,07 Minuten. Mit Miguel Lenz (M 45) und Jean-Jacques Faurie (M 50) holten zwei MTV-Senioren weitere Titel über 1500 Meter. Faurie lief 4:34,39 Minuten, Lenz kam nach 4:27,09 Minuten ins Ziel. Über 800 Meter holte sich Lenz dazu in 2:09,68 Minute die Silbermedaille. Zwei Medaillen gingen auch an den ältesten Teilnehmer aus der Region Ingolstadt. Kurt Soller (TV Münchsmünster) entschied bei den Männern M 75 den Weitsprung mit 3,80 Metern für sich und holte im Hochsprung mit 1,15 Metern Bronze.

Archivfotos: Kiefner, Windpassinger

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