Freitag, den 29. Juni 2018

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U 18-Gala Schweinfurt: Mona Mayer löst EM-Ticket!

veröffentlicht um 18.06.2018, 16:51 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 19.06.2018, 00:05 von Reinhard Köchl ]

Schweinfurt/Freising (ebk) Neben Mona Mayer (siehe Interview) konnten bei der internationalen U18-Gala in Schweinfurt auch zwei MTV-Talente des jüngeren U18-Jahrgangs glänzen. Daniel Graßl, der schon das DM-Ticket in der Tasche hat steigerte seinen Hausrekord über 400 Meter nochmals deutlich und kam in 50,44 Sekunden als drittbester seines Jahrgangs auf den neunten Gesamtrang. Nur 0,16 Sekunden fehlen Susanne Göbel über 400 Meter Hürden zur DM-Teilnahme. In 66,66 Sekunden erzielte sie ebenfalls neue persönliche Bestzeit. Im Rahmen der U18-Gaal wurden auch die Landestitel über die Hindernisstrecken vergeben. Lisa Basener fügte ihrer Edelmetall-Sammlung eine weitere Medaille hinzu. In 7:21,53 Minuten wurde sie Dritte über 2000 Meter Hindernis (U20). Beim zur gleichen Zeit statt findenden Meeting in Tübingen verbesserte Sofie Nixdorf ihre Bestzeit über 800 Meter auf 2:19,38 Minuten.

Parallel zu Schweinfurt und Tübingen gingen in Freising die oberbayerischen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend U20 und U16 über die Bühne. Dort konnten die Talente aus der Region Ingolstadt mehr als ein Dutzend Podestplätze - darunter zwei Goldmedaillen - einfahren. Den Titel in der Jugend U20 holte Hochspringerin Jenny Birzl (MTV Ingolstadt), bei den jüngeren Jahrgängen war Anika Berndorfer (TSV Reichertshofen) über 300 Meter erfolgreich.

Nach einem durchwachsenen Saisoneinstieg siegte Jenny Birzl bei zwei Hochsprungwettkämpfen innerhalb von vier Tagen. Den 1,60 Metern vom Mittwoch beim Abendsportfest in München ließ die Studentin in Freising 1,59 Meter folgen. Nach dem U20- Hallentitel im Winter war die MTV-Starterin damit auch im Freien erfolgreich. Auf allen vier Sprintstrecken kamen Ingolstädter Sportlerlinnen in die Medaillenränge. Über 100 m blieb Helen Linke (MTV Ingolstadt) zum ersten Mal bei regulärem Wind unter der 13-Sekunden-Marke: 12,78 Sekunden bedeuteten Platz drei. Ihre Vereinskameradin Laura Böttcher wurde über 200 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 27,10 Sekunden Zweite vor der DJK-Läuferin Laura Schiffner (27,15 Sekunden), die sich dafür über Platz zwei bei den 400 Metern in 60,55 Sekunden freuen konnte. Bei der männlichen Jugend U20 ging das Edelmetall an die Mittelstreckler des MTV Ingolstadt. Moritz King wurde über 800 Meter in 2:06,99 Minuten Zweiter, Leon Rupp über 3000 Meter in 10:04,61 Dritter.

Bei der weiblichen Jugend U16 steigerte sich Anika Berndorfer über 300 Meter auf 44,34 Sekunden und wurde mit ihrem ersten Bezirkstitel belohnt. Helen Hartmann (MTV Ingolstadt) verbesserte ihre Hochsprungbestleistung ebenfalls deutlich und belegte mit 1,55 Metern Platz zwei. Dritte wurde mit Carolin Fischer über 800 Meter in 2:35,38 Minuten wieder ein MTV-Talent.

Die männliche Jugend U16 sah eine verbesserte Staffel des MTV Ingolstadt über 4 x 100 Meter in 48,25 Sekunden. In der Besetzung Felix Kraus, Leon Windpassinger, Daniel Kerner und Leonhard Kraus gab es dafür Silber. Silber gab es für den MTV Ingolstadt auch in Einzeldisziplinen: Daniel Kerner im Hochsprung (M15) mit 1,55 Metern und Jakub Cermak mit 13,72 über 80 Meter Hürden (M14).

Fotos: Kiefner und Habermann

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Die weiteren Finalplatzierungen:

Weibl. Jugend U20: 100 Meter: 6. Laura Böttcher 13,20 Sekunden. 400 Meter: 7. Marie Hedrich (beide MTV Ingolstadt) 62,70 Sekunden. Kugel: 5. Sophia Hujer TSV Jetzendorf) 8,02 Meter.

Männl. Jugend U20: 3000 Meter: 6. Maximilian Brand (SV Kasing) 10:51,69 Minuten. Weit: 4. Simon Batz (MTV Ingolstadt) 6,26 Meter.

Weibl. Jugend U16 (W15): 100 Meter: 6. Anika Berndorfer 13,26 Sekunden.

Weibl. Jugend U16 (W14): 2000 Meter: 4. Susanne Fröhlich (DJK Ingolstadt) 7:36,67 Minuten. Diskus: 7. Christiane Preß (TSV Reichertshofen) 15,87 Meter.

Männl. Jugend U16 (M15): 100 Meter: 5. Daniel Kerner 12,47 Sekunden. 300 Meter: 4. Kerner 39,80 Sekunden, 8. Leonhard Kruas (beie MTV Ingolstadt) 42,32 Sekunden. Hoch: 4. Dominic Holzwarth (MTV Pfaffenhofen) 1,50 Meter. Weit: 5. Holzwarth 5,25 Meter. Kugel: 4. Lukas Graßl (TSV Reichertshofen) 10,84 Meter . Diksus: 5. Graßl 33,07 Meter. Speer: 7. Graßl 35,15 Meter.

Männl. Jugend U16 (M14): 100 Meter: 4. Felix Kraus 12,64 Sekunden (VL 12,54), 7. Jakub Cermak 12,87 Sekunden (VL 12,56). Hoch: 5. Leon Windpassinger 1,50 Meter. Weit: 5. Windpassinger (alle MTV Ingolstadt) 5,07 Meter. Kugel: 4. Florian Weber (TSV Reichertshofen) 10,00 Meter. Diskus 8. Weber 20,29 Meter.

Mona Mayer: „Schon die Teilnahme allein ist ein Traum“

veröffentlicht um 18.06.2018, 16:31 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 18.06.2018, 16:32 ]

Ingolstadt (ebk) Nur ein Jahr nach dem Vize-Europameistertitel von Alica Schmidt hat der MTV 1881 Ingolstadt eine neue Hoffnungsträgerin über die 400-Meter-Strecke. Die erst 16-jährige Mona Mayer löste bei der internationalen U18-Gala im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion mit Platz zwei und einer sensationellen Steigerung auf 53,99 Sekunden das Ticket für die EM ihrer Altersklasse in Györ/Ungarn. Nur fünf Stunden später gelang ihr mit einem völlig unerwarteten Sieg über 200 Meter in 24,26 Sekunden und dem Sprung an die deutsche Spitze der nächste Coup. Die Zeit lag nur sechs Hundertstelsekunden über der nächsten EM-Norm. Wir haben uns mit der Nachwuchs-Sprinterin über die Stadionrunde in Schweinfurt, die Gründe für ihre Leistungsexplosion und erfüllte sowie zukünftige Träume unterhalten.

Mona Mayer, seit Samstag steht fest, dass du bei den U18-Europameisterschaften in Györ/Ungarn auf deiner Lieblingsstrecke über 400 Meter an den Start gehen darfst. Ausschlaggebend dafür war dein fulminanter Lauf bei der U18-Gala in Schweinfurt, bei dem du dich um fast eine Sekunde auf 53,99 Sekunden verbessert und Platz zwei belegt hast. Wie hast du den Lauf selber erlebt?

Mona Mayer:
Ich habe mich schon vorher ziemlich gut und schnell gefühlt. Das Training war genau auf die U18-Gala abgestimmt, das Wetter passte. Wir waren drei Mädchen, die nach Györ fahren wollten, aber nur zwei dürfen dorthin. Als ich dann noch erfuhr, dass ich die Bahn hinter der bisherigen Jahresschnellsten Marie Scheppan aus Cottbus zugeteilt bekam, hat mir das noch zusätzlich Auftrieb gegeben. So konnte ich mich nämlich an ihrem Tempo orientieren und mich von ihr ziehen lassen. Eine Bahn hinter mir war die Deutsche U18-Meisterin Brenda Cataria-Byll vom CVL Siegerland, die immer mit einem Höllentempo angeht. Aber ich wusste, dass sie Trainingsrückstand hatte und ihr Heil in der Flucht nach vorne suchen würde. Also blieb ich ruhig. Die Startkurve passte, die ersten 200 Meter waren vom Gefühl optimal. In der Zielkurve lagen wir alle drei noch dicht beisammen. Da galt es für mich, Druck zu machen, nicht zu locker zu laufen, aber gleichzeitig noch ein paar Körner für den Schlussspurt aufzuheben. Das gelang dann auch. Marie und ich, wir haben noch einmal einen Gang zugelegt und alles gegeben, Brenda, meine andere Konkurrentin, konnte da nichts mehr zusetzen. Ich spürte gleich, dass es eine tolle Zeit war. Und dann noch der zweite Platz – Wahnsinn!

Nun darfst du zum ersten Mal das Nationaltrikot überstreifen und dich mit den besten 400-Meter-Läuferinnen deiner Altersklasse in Europa messen. Was bedeutet das für dich?

Mona Mayer:
Die Erfüllung eines Traumes, auch weil meine Mutter schon über 400 Meter für Deutschland gestartet und Vize-Europameisterin mit der 4 x 400-Meter-Staffel geworden ist. Es ist das Resultat von hartem Training, und es hat sich wirklich mehr als gelohnt! Dass ich nun zur EM fahren darf, empfinde ich als große Ehre. Ich versuche jeden Moment davon auszukosten.

Du startest am Donnerstag, 5. Juli, in Györ zu deinem Vorlauf. Dann folgen hoffentlich noch am Freitag, 6. Juli, das Semifinale und am Samstag, 7. Juli, das Finale. Ein gewaltiges Pensum für eine 16-Jährige! Was kann man in der Zeit bis dahin noch im Training machen?

Mona Mayer:
Eher wenig. Das, was man bislang noch nicht drauf hat, bekommt man auch nicht mehr. Allzu hartes Training wäre jetzt kontraproduktiv. Wir versuchen vor allem, die Spannung zu halten und vielleicht noch ein paar Schnelligkeitsspitzen zu setzen. Ansonsten liegt das Hauptaugenmerk darauf, gesund und ohne Verletzungen zu bleiben.

Schließlich fährst Du nicht ganz aussichtslos zur EM. Du und Marie Scheppan, ihr seid nach eurer aktuellen Leistung sogar die Nummer drei und die Nummer eins in Europa. Ein starkes deutsches Viertelmeiler-Team.

Mona Mayer:
Das versuche ich zunächst mal völlig auszublenden. Mein Saisonziel habe ich mit der Teilnahme schon erreicht, deshalb wäre es vermessen und auch wenig hilfreich, jetzt mit irgendetwas anderem zu spekulieren. Eines nach dem anderen. Aber wenn am Schluss tatsächlich das Finale stehen würde, hätte ich natürlich nichts dagegen.

Im Herbst 2016 bist du als frischgebackene Deutsche U16-Meisterin über 300 Meter zum MTV Ingolstadt gekommen. Das bedeutet rund 100 Kilometer Fahrtstrecke von deinem Wohnort Hörlkofen bei Erding zum Training an die Donau. Warum tut man sich das an?

Mona Mayer:
Ganz einfach: Weil ich mich weiterentwickeln will. Meine Mutter, mit der ich bis zu diesem Zeitpunkt überwiegend allein trainiert hatte, und ich, wir wollten uns einer leistungsstarken Trainingsgruppe anschließen. Die gibt es in Ingolstadt, wo wir auch starke Staffeln laufen konnten. So wurden wir zum Beispiel mit der 4 x 400-Meter-Staffel des MTV im vergangenen Jahr Deutscher Vizemeister in der U20. Außerdem kümmert sich in Ingolstadt auch Reinhard Köchl, der als Landestrainer Langsprint beim Bayerischen Leichtathletik-Verband tätig ist, um mich und bildet zusammen mit meiner Mutter ein perfektes Trainergespann. Besser hätte ich es wirklich nicht treffen können!

Wir haben vorhin von Träumen gesprochen. Kann man nach dem Erreichen des ersten großen Zieles schon neue Träume entwickeln?

Mona Mayer:
Natürlich möchte ich mich weiter verbessern und irgendwann mal auch bei den Frauen ganz vorne mit dabei sein. Und welcher Sportler träumt nicht von Olympia? Aber zunächst einmal geht es nur um den Augenblick, und den möchte ich in vollen Zügen genießen.

MTV-Läufer, -Sprinter und-Springer sammeln Medaillen auf der Straße und im Stadion

veröffentlicht um 11.06.2018, 16:01 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 11.06.2018, 16:01 ]

Mettenheim/München (ebk) Hohe Temperaturen machten den Läufern bei den bayerischen Meisterschaften im Straßenlauf über 10 Kilometer im oberbayerischen Mettenheim das Leben schwer, während sich die Springer und Sprinter bei den oberbayerischen Titelkämpfen in München über optimale Bedingungen freuen konnten.

Die schnellsten Zeiten aus regionaler Sicht lieferten in Mettenheim wenig überraschend die Männer des MTV Ingolstadt ab. Heiko Middelhoff in 33:27 Minuten auf dem siebten Gesamtrang, sowie Martin Stier (34:33/18.) und Sebastian Weigl (34:38/19.) wurden dafür mit dem dritten Platz in der Mannschaftswertung belohnt. Middelhoff konnte sich sogar über eine zweite Mannschaftsmedaille freuen. Zusammen mit Miguel Lenz und Michael Dean gab es in der Seniorenwertung Silber. Die drei Medaillen in der Einzelwertung gingen dann an Läuferinnen und Läufer aus dem Seniorenbereich. Iris Bischoff (MTV Ingolstadt) beherrschte die Konkurrenz bei den Frauen W55 und holte sich in 44:29 Minuten den Titel. Johann Brigl (MTV Pfaffenhofen) in 38:17 Minuten auf Platz zwei bei den Männern M60 und Miguel Lenz (MTV Ingolstadt) als Dritter der Männer M45 in 35:47 Minuten machten den Medaillensatz komplett. Der älteste Teilnehmer aus der Region, Günter Jeblick (TV Münchsmünster), verpasste als Vierter der Klasse M75 in 57:59 Minuten das Siegerpodest nur knapp.

Die oberbayerischen Titelkämpfe nutzen viele Sportler, um vor den im Juli anstehenden Landesmeisterschaften auf eher ungewohnten Strecken neue Reize zu setzen. Trotzdem sprangen für die Ingolstädter Leichtathletik zwei Titel und weitere sechs Medaillen heraus. Bei den Frauen siegte Valerie Griesche, sonst eher auf den Hindernisstrecken zuhause, über 3000 Meter in 11:00,58 Minuten. Der noch der Jugendklasse angehörende Fabian Riegelsberger (MTV Ingolstadt), dessen Paradestrecke die 800 Meter sind, überzeugte auf der Stadionrunde mit einer Steigerung auf 50,12 Sekunden und seinem ersten Bezirkstitel bei den Männern. Sein Trainingspartner, der Viertelmeiler Samuel Werdecker, testete seine Sprintfähigkeiten ebenfalls über für ihn kürzere Distanzen: 22,16 Sekunden über 200 Meter und 11,14 Sekunden über 100 Meter bedeuteten die Plätze vier und fünf. Sechste bei den Frauen wurde MTV-Sprinterin Kathrin Göbel in 26,02 Sekunden auf ihrer Lieblingsstrecke 200 Meter.

In der Klasse U18 gab es für die weibliche und männliche Jugend zwar keinen Titel, aber jeweils drei Mal Edelmetall, allesamt für Talente des MTV Ingolstadt. Susanne Göbel wurde über 400 Meter in 60,90 Sekunden Zweite. Clelia Herle über 800 Meter und Laura Böttcher über 400 Meter Hürden kamen auf den dritten Platz. Ihre ansprechenden neuen persönlichen Bestzeiten: 2:35,93 Minuten beziehungsweise 67,59 Sekunden. Bei der männlichen Jugend U18 überzeugten Daniel Graßl und Moritz King mit zwei zweiten Plätzen, Graßl über 200 Meter in 23,00 Sekunden und King über 800 Meter in 2:08,18 Minuten. Eine tolle Serie lieferte Simon Batz im Weitsprung ab. Alle seine Sprünge waren weiter als sechs Meter, sein bester Versuch von 6,34 Metern brachte dem MTV-Jugendlichen die Bronzemedaille. Lisa Graßl (TSV Reichertshofen) kam beim Speerwurf in den Endkampf und belegte mit 27,93 Metern Rang sechs. Johanna Hujer (TSV Jetzendorf) wurde im Hochsprung mit 1,49 Metern Siebte und über 200 Meter in 28,92 Sekunden Achte.

Fotos: Balzer

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Sparkassen Gala Regensburg: Ingolstädter Viertelmeiler stürmen in die deutsche Spitze

veröffentlicht um 10.06.2018, 10:53 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Regensburg (ebk) Das motivierende Umfeld mit zahlreichen nationalen und internationalen Stars bei der Regensburger Sparkassen-Gala, dem größten Meeting im süddeutschen Raum, nutzten die Ingolstädter Leichtathleten zu weiteren deutlichen Verbesserungen. Aus der Vielzahl der schnellen Zeiten ragten zwei neue persönliche Bestleistungen über 400 Meter heraus. Mona Mayer unterstrich mit einer Steigerung auf 54,88 Sekunden ihren Anspruch auf einen Startplatz bei der U18-EM. Samuel Werdecker (beide MTV Ingolstadt) pulverisierte seinen erst kürzlich aufgestellten Hausrekord und hat mit 47,86 Sekunden nun auch das DM-Ticket bei den Erwachsenen in der Tasche.

Mona Mayer, eigentlich noch U18-Athletin, glänzte in Regensburg als Vierte des U20-Wettbewerbs. Ihre 54,88 Sekunden sind derzeit die zweitbeste Zeit einer DLV-Athletin, die für die U18-Europameisterschaften in Ungarn Anfang Juli in Frage kommt. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der beiden Startplätze fällt nun in zwei Wochen beim letzten Qualifikationsrennen im Rahmen der Schweinfurter Jugend-Gala. Ebenfalls über die Stadionrunde sorgte Samuel Werdecker als Schnellster der B-Läufe für Furore. In seinem ersten Jahr bei den Aktiven gelang dem erst 20 Jahre alten Studenten eine deutliche Verbesserung auf 47,86 Sekunden - seine bisherige Bestzeit aus dem Frühjahr lag bei 48,40 Sekunden. Bei den deutschen Titelkämpfen in Nürnberg sollte eine weitere Steigerung möglich sein, auf Landesebene gehört der MTV-Athlet auf alle Fälle jetzt schon zu den heißen Medaillenkandidaten.

In den Jugendklassen regnete es im Regensburger Universitätsstadion förmlich neue persönliche Bestzeiten für die Schanzer Talente. In der Jugend U20 siegte Lisa Basener (MTV Ingolstadt) über 1500 m in 4:40,93 Minuten und bleib satte sechs Sekunden unter ihrem bisherigen Hausrekord. Mit der schnellsten Zeit einer Jugendlichen in diesem Jahr in Bayern hat sie natürlich auch Endlauf-Chancen bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock. Maximilian Fischer (MTV Ingolstadt) wurde mit zwei neuen Sprint-Bestzeiten belohnt: Zu 11,25 Sekunden über 100 Meter sicherte er sich in 22,86 Sekunden über 200 Meter sogar Platz drei. Sein Vereinskamerad Fabian Riegelsberger kam nach einem mutigen Rennen über 800 Meter, in dem er für ein hohes Tempo sorgte, in 1:56,36 Minuten als Vierter ins Ziel. Kathrin Göbel (MTV Ingolstadt) erlief sich über 200 Meter in starken 25,79 Sekunden Rang sieben. Zwei sechste Plätze erreichte die weibliche Jugend U18 auf den Mittelstrecken. Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) in 2:20,19 Minuten über 800 Meter und Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) in 5:08,80 Minuten über 1500 Meter. Dazu kam ihre DJK-Kameradin Susanne Fröhlich über 800 Meter (U16) in 2:34,71 Minuten auf einen guten neunten Platz.

Im Rahmen des Regensburger Meetings wurden auch die bayerischen Meister über 3000 Meter Hindernis gesucht. So gab es zwei Bronzemedaillen für die Ingolstädter Klubs durch Valerie Griesche (DJK) bei den Frauen in 11:33,73 Minuten und Martin Stier (MTV) in 10:18,14 Minuten bei den Männern. Bei den Juniorinnen U23 holte sich Johanna Schubert (DJK) in 13:48,96 Minuten sogar Silber.

Eine weitere Steigerung gibt es auch von den technischen Wettbewerben zu vermelden. Hochspringer Marko Manuel (MTV Ingolstadt) verbesserte seine Saisonbestleistung auf 2,06 Meter. Beim internationalen Hochsprung-Meeting in Aschheim bedeutete das einen guten dritten Platz bei den Männern.

 
Fotos: Kiefner, Göstl

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Mona Mayer knackt auf Anhieb U18-EM-Norm, Mario Saur löst Fahrkarte zur DM

veröffentlicht um 25.05.2018, 18:18 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 25.05.2018, 18:20 ]

Ingolstadt (ebk) Was für ein Saisonauftakt für MTV-Nachwuchsleichtathletin Mona Mayer! Der 16-Jährigen gelang beim traditionellen U18-Länderkampf im italienischen Brixen mit einem ungefährdeten Sieg auf ihrer Spezialstrecke 400 Meter nicht nur eine der besten Leistungen der gesamten Veranstaltung, sondern auf Anhieb auch die Norm für die U18-Europameisterschaften, die von 5. bis 8. Juli im ungarischen Györ stattfinden. Gleichzeitig buchte Allrounder Mario Saur (MTV) beim internationalen Sparkassenmeeting im württembergischen Ellwangen mit 52,85 Sekunden über 400 Meter wie erhofft das Ticket für die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg.

Dass Mona Mayer in der Lage ist, die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Norm für die U18-EM (55,50 Sekunden) zu schaffen, hatte sich bereits nach ihren starken Leistungen über 100 und 200 Meter abgezeichnet. Beim Brixia-Meeting, dem größten Nachwuchs-Vergleichskampf Europas mit 18 Teams aus Italien, Slowenien und Deutschland, galt das von Reinhard Köchl und ihrer Mutter Ruth Mayer trainierte Ausnahmetalent bereits vor dem Startschuss als klare Favoritin. Nach starkem Beginn war Mona Mayer bereits eingangs der Gegengerade dem gesamten Feld enteilt, nahm dann bewusst ein wenig das Tempo heraus, um schließlich im Schlussspurt noch einmal ihre Extraklasse zu zeigen. „Da ist noch mehr drin“, strahlte die junge MTV-Athletin, die mit ihrer Zeit von 54,90 Sekunden bereits Platz zwei in der europäischen U18-Rangliste belegt. In der Bayern-Staffel erreichte Mayer zwei Stunden später über 4 x 100 Meter mit starken 47,32 Sekunden schließlich noch den vierten Gesamtrang.

Auch Susanne Göbel, die zweite MTV-Starterin im Bayerntrikot, verkaufte ihre Haut in Brixen so teuer wie möglich. Allerdings hatte die noch 15-Jährige über 800 Meter das Pech, im schwächeren B-Lauf starten zu müssen. Diesen gewann sie zwar ungefährdet in 2:21,76 Minuten, muss aber auf ihre erste Zeit unter 2:20 noch ein wenig warten. Insgesamt reichte es für Göbel zum achten Gesamtplatz. Die bayerische Auswahl wurde in der Gesamtwertung ausgezeichneter Zweiter hinter dem Team der Lombardei, aber weit vor Seriensieger Baden-Württemberg.

Mario Saur kann nach seinem ersten Platz in Ellwangen über 400 Meter Hürden erneut mit einer Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften im Nürnberger Max-Morlock-Stadion (21./22. Juli) planen. Exakt dort hatte der gebürtige Mittelfranke vor drei Jahren im MTV-Trikot bereits das DM-Finale erreicht. Hoffnung, dass der 29-jährige „Altmeister“ diesen Coup wiederholen könnte, macht seine Ellwanger Zeit, sich bereits jetzt auf dem Niveau von 2015 bewegt.

Die dritte Normerfüllung schaffte MTV-Talent Daniel Graßl beim Ludwig-Jall-Sportfest im Münchner Dantestadion. Nachdem sein Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock (27. bis 29 Juli) über 400 Meter bereits in trockenen Tüchern war, löste der 16-Jährige nun auch über 200 Meter mit starken 22,88 Sekunden (Platz vier in der älteren Klasse U20) die Fahrkarte an die Ostsee. Über 100 Meter erzielte er mit 11,43 Sekunden ebenfalls einen neuen Hausrekord. Laufspezialistin Lisa Basener (MTV) musste bei ihrem Versuch eine neue persönliche Bestzeit über 1500 Meter zu erreichen, dem kurz zuvor einsetzenden Regen Tribut zollen. So blieb ihr in 4:49,90 Minuten Platz drei. In einem starken internationalen Feld lieferte MTV-Viertelmeiler Samuel Werdecker erneut einen Beweis seiner guten Form ab und wurde als zweitbester Deutscher in 48,43 Sekunden über 400 Meter Vierter in der Gesamtwertung. Die U16-4x100-Meter-Staffel des MTV kam unter den zum Teil vier Jahre älteren Jungs der U20 als guter Zweiter (49,13 Sekunden) in Ziel.

Über 300 Meter liefen Carolin Fischer und Felix King (beide MTV) in 48,24 beziehungsweise 47,02 Sekunden jeweils auf Platz zwei. Laura Böttcher (MTV) wurde über 400 Meter Hürden in der Klasse U18 mit einer feinen Steigerung auf 69,17 Sekunden Dritte, Rang vier ging in derselben Altersklasse über 100 Meter Hürden an Sarah Söll (MTV) in 16,65 Sekunden.

Fotos: BLV

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Rolf-Watter-Sportfest Regensburg: MTV-Leichtathleten weiter auf Erfolgskurs

veröffentlicht um 17.05.2018, 17:00 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 18.05.2018, 03:24 von Reinhard Köchl ]

Regensburg (ebk) Beim ersten großen Aufeinandertreffen der bayerischen Spitzenleichtathleten, dem Rolf-Watter-Sportfest in Regensburg, zeigten sich die MTV-Sportler von ihrer besten Seite. Herausragend dabei der nächste Staffel-Coup der weiblichen Jugend des MTV Ingolstadt nach den drei Landestiteln bei den Langstaffelmeisterschaften eine Woche zuvor.

Das U 20-Team in der Besetzung Helen Linke, Lena Kain, Mona Mayer und Kathrin Göbel kam im Regensburger Universitätsstadion nicht nur vor den amtierenden bayerischen Meisterinnen der Frauen aus Passau ins Ziel. In 47,58 Sekunden unterbot man sogar die Norm für die DM der Erwachsenen in Nürnberg über 4 x 100 Meter um über eine halbe Sekunde. Die MTV-Mädchen zeigten dabei auch in den Einzelrennen über 100 Meter ihre Klasse. Mona Mayer gewann den U 18-Bewerb sicher in neuer persönlicher Bestzeit von 12,13 Sekunden. In der Jugend U 20 belegte Lena Kain (12,25) den dritten Platz, Helen Linke (12,58) und Kathrin Göbel (12,76) blieben als Siebte und Neunte des hochklassigen Wettbewerbs mit leider etwas zu viel Windunterstützung deutlich unter ihren bisherigen Bestzeiten. Göbel wurde dazu über 200 Meter in 26,74 Sekunden Vierte.

Zum Staffelerfolg kamen quer durch alle Altersklassen weitere Spitzenplätze. Bei den Männern lieferte Manuel Marko (MTV Ingolstadt) den nächsten guten Wettkampf ab. Bei seinem Sieg im Hochsprung mit 2,04 Metern scheiterte er erst an der DM-Norm von 2,10 Metern. Platz eins über 400 Meter bei den Männern ging in neuer persönlicher Bestzeit ebenfalls an den MTV Ingolstadt: Samuel Werdecker überzeugte mit 48,41 Sekunden. Sein Vereinskamerad Allrounder Mario Saur, über 100 Meter als Zehnter in 11,33 Sekunden so schnell wie seit Jahren nicht mehr, wurde mit dem Stab höhengleich mit dem Sieger Zweiter mit neuem Hausrekord von 4,00 Metern. Bei den Frauen holte die Französin Charlotte Alexandrowicz, die zurzeit als Gast in der Technik-Gruppe des MTV trainiert, mit 3,20 Metern ebenfalls Rang zwei.

Die 400 Meter der weiblichen Jugend U 20 gingen in 62,04 Sekunden mit Marie Hedrich wieder an eine MTV-Läuferin. Die 400 Meter (U 18) beendete Laura Böttcher (MTV) in 63,08 Sekunden als Zweite. Über 800 Meter (U18) ging der Sieg an MTV-Talent Susanne Göbel in 2:21,42 Minuten. Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) kam in 2:28,71 Minuten als Dritte ins Ziel, einen Platz vor Clelia Herle (MTV) in 2:39,66 Minuten.

In der männlichen Jugend meldete sich Maximilian Fischer (U 20/MTV Ingolstadt) nach einer im Trainingslager erlittenen Verletzung mit guten Sprintzeiten zurück: 11,24 Sekunden über 100 Meter und 23,08 Sekunden über 200 Meter brachten ihm die Ränge fünf und sieben. In der Jugend U 18 kam ein starker Daniel Graßl (MTV) über 200 Meter in 23,18 Sekunden auf den sechsten Platz. Sein Vereinskamerad Moritz King erreichte über 800 Meter in 2:07,31 Minuten sogar den Bronzerang, einen Platz vor Thomas Walcher (SF Reichertshofen), der für die zwei Stadionrunden 2:08,81 Minuten benötigte. MTV-Talent Simon Batz, der im Weitsprung mit einer sensationellen Steigerung auf 6,53 Meter überraschte, belegte ebenfalls Rang drei.

Die Schüler des MTV Ingolstadt vervollständigten die regionale Erfolgsbilanz: Beim älteren Jahrgang 2003 gewann Daniel Kerner den 100 Meter-Sprint (12,03 Sekunden) und den Hochsprung (1,60 Meter), Leonhard Kraus wurde im Hochsprung (1,45 Meter) Zweiter, Felix King über 100 Meter in 12,56 Sekunden Vierter. Der Jahrgang 2004 sah Felix Kraus über 100 Meter in 12,61 Sekunden auf Rang drei und Leon Windpassinger in 12,82 Sekunden auf dem fünften Platz. Die U 16-Staffel ging in 49,40 Sekunden ebenfalls an den MTV Ingolstadt(Felix Kraus, Windpassinger, Kerner, King). Den Schlusspunkt setzte MTV-Talent Carolin Fischer als klare U 16-Siegerin über 800 Meter in 2:39,52 Minuten.

https://photos.app.goo.gl/pt1fx0tml5yUwh803
Fotos: Kiefner, Köchl

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Halbmarathon IN, Cup-Lauf Gaimersheim, audi.staffellauf: Wohl dem der hohe Temperaturen verträgt …

veröffentlicht um 17.05.2018, 16:48 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 20.05.2018, 09:39 ]

Ingolstadt (rb) Nach dem erfolgreichen Abschneiden bei den Bayerischen Halbmarathonmeisterschaften folgte für die Ingolstädter Langstreckler in den anschließenden Wettkämpfen der Test in Sachen Temperaturbeständigkeit. Wie so oft war der Ingolstädter Halbmarathon bei Temperaturen oberhalb von 25 Grad zu laufen und damit weit von idealen Bedingungen entfernt. So war es eine kluge Entscheidung, von Anfang an das Tempo um zirka zehn Stundenkilometer zu reduzieren um am Ende nicht „zu Fuß“ gehen zu müssen.

Die gelaufenen Zeiten von Martin Stier, Sebastian Weigl und Co. entsprachen dann auch exakt dem Leistungsvermögen von Amberg – nur eben zirka dreieinhalb Minuten langsamer. Herausragend die Leistung von Markus Stöhr, der mit 1:12 Stunden trotz der schwierigen Bedingungen sehr stark unterwegs war. Sebastian Mahr, bekannt als Schnellstarter, musste seinem Anfangstempo mit Platz vier Tribut zollen, wie der Landshuter Matthias Ewender mit vorsichtiger Taktik sich immer weiter nach vorne auf Rang zwei schob. Die Läufer, die für den MTV Ingolstadt I antraten, zeigten sich dann auch in geordneter Reihenfolge auf den Plätzen von sechs bis zehn. Bemerkenswert die Zeit von Iris Bischoff, die trotz Hitze die W55 in 1:40:38 Stunden gewann.

Die weiteren Platzierungen:

6. Martin Stier 1:18:08
7. Sebastian Weigl 1:18:50
8. Julian Sterner 1:18:59
9. Miguel Lenz 1:19:33 (M 45 Platz eins)
10. Benjamin Ziegaus 1:20:04
M30 Platz fünf Thomas Kirstein 1:22:41
M45 Platz zwei Christian Kerner 1:26:35
M35 Platz zehn Mike Dean 1:26:51
M35 Platz 22 Kamal Katkhouda 1:31:03
W55 Platz eins Iris Bischoff 1:40:38

In der Mannschaftswertung bedeutete das für die MTV Läufertruppe den zweiten Platz hinter der zusammengestellten Läuferschar von Positiv Fitness.

Mit ebenso heißen Bedingungen ging es dann auch in den nächsten SPORT IN Cup-Lauf in Gaimersheim.

Wieder war es eine große Schar an MTV Läufern, die überraschend flott unterwegs war und teilweise sogar neue persönliche Bestleistungen aufstellte. Schnellster Läufer war Profi-Triathlet Sebastian Mahr, der trotz Radeinheit am Morgen das Feld mit 26:17 Minuten über die 8,1 Kilometer im Griff hatte. Am ehesten folgen konnte ihm mit starken 26:59 Minuten noch Sebastian Weigl auf Platz zwei.

Weitere sehr gute Ergebnisse für die MTV-Läufer gab es dann in den Altersklassen.

M30 Platz zwei Johannes König 27:29
M30 Platz drei Benjamin Ziegaus 27:36
M30 Platz sieben Volker Schindler 31:32
M35 Platz drei Mike Dean 29:17
M35 Platz fünf Kamal Katkhouda 30:26
M45 Platz eins Miguel Lenz 27:45
M45 Platz zwei Christian Kerner 30:22
M55 Platz zwei Manfred Draxler 31:38
W30 Platz zwei Marlies Hofmann 35:22
W55 Platz eins Iris Bischoff 35:01


Nach den 24-Stunden-Läufen von 2009 bis 2015 gab es bei der Audi AG erstmals ein kombiniertes Radrennen und einen Mannschafts-Staffellauf. Rennende war das Eintreffen der Radfahrer, die von Neckarsulm nach Ingolstadt unterwegs waren.

Mit dabei waren bei den schnellen Teams und Läufern auch einige der MTV-Spezialisten. So bereicherten Manfred Draxler und Christian Kerner das Siegerteam „Bodyshop runners“. Miguel Lenz und Mike Dean rannten scheinbar den ganzen Tag und legten mehr als 30 Kilometer zurück. Als dramaturgisches Highlight lieferten sich Julian Sterner und Hagen Brosius einen heftigen Fight um die schnellste Runde. Diese war wohl etwas kürzer als angegeben, aber gut 2,2 Kilometer allemal. Nach einem ersten Schlagabtausch führte Sterner mit 7:11 Minuten vor Brosius mit 7:21 Minuten. Dann aber gegen Ende ging es heftig zur Sache, wo sich beide im Rundentakt jeweils um eine Sekunde verbesserten. Das bessere Ende hatte Hagen Brosius dann mit 7:05 Minuten zu 7:07 Minuten für sich, nachdem er die schnellsten Schuhe an- und die Uhr abgelegt hatte. Ein wunderbares Mann-gegen-Mann-Rennen in bester Mittelstreckentradition, das alle in seinen Bann zog. Ein gravierter goldener Staffelstab war dann der verdiente Lohn, den selbst Hagen Brosius garantiert noch nicht im Trophäenschrank stehen hat.

Fotos: Privat

Bayerische Staffelmeisterschaften Neuendettelsau: MTV Ingolstadt erfolgreichster Verein

veröffentlicht um 06.05.2018, 08:00 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 08.05.2018, 01:26 von Reinhard Köchl ]

Neuendettelsau (ebk) Vier Staffeln am Start – drei Gold- und eine Silbermedaille, jeweils mit erfüllter DM-Norm: So lautet die überragende Bilanz der MTV-Leichtathleten bei den Bayerischen Meisterschaften der Langstaffeln, die in Neuendettelsau bei Ansbach ausgetragen wurden.

Die Titelkämpfe begannen mit den Rennen über 3 x 800 Meter. Bei der weiblichen Jugend U18 gingen die Mädchen des MTV Ingolstadt als Titelverteidigerinnen an den Start und liefen ein ungefährdetes Rennen. Laura Böttcher, Mona Mayer und Susanne Göbel brachten das Staffelholz mit sicherem Vorsprung ins Ziel, mit 7:21,56 Minuten lagen sie über zehn Sekunden vor dem zweitplatzierten Team. Ähnlich souverän agierte das U20-Team. Nach dem starken Beginn von Startläuferin Lisa Basener konnten es sich Marie Hedrich und Sofie Nixdorf sogar leisten, den klaren Vorsprung zu verwalten, um sich für die noch anstehende Langsprintstaffel zu schonen. In 7:17,41 Minuten blieben sie, wie schon die U18-Mädchen, unter der geforderten Norm für die nationalen Jugend-Titelkämpfe.

Das spannendste Rennen lieferten aber die Männer des MTV Ingolstadt über 4 x 400 Meter ab. Der noch der Jugendklasse angehörende Fabian Riegelsberger übergab den Stab an Mario Saur, der einen DM-Start über 400 Meter Hürden anpeilt. Nach dem dritten Läufer Viktor Schmieder lag das MTV-Quartett noch vor den Favoriten vom LAC Quelle Fürth in Führung. Der Ingolstädter Schlussläufer, der erst 20 Jahre alte Samuel Werdecker, lieferte sich gegen Nationalmannschaftsmitglied Patrick Schneider einen eindrucksvollen Kampf, musste sich am Schluss aber mit einer guten Sekunde Rückstand geschlagen geben. Die Enttäuschung dauerte aber nur einen kurzen Moment: In 3:17,99 Minuten gelang der MTV-Staffel eine Punktlandung, genau eine Hundertstelsekunde unter der Norm von 3:18 Minuten für die deutschen Meisterschaften, die im Juli in Nürnberg stattfinden werden.

Das letzte Rennen der Schanzer absolvierten die haushoch favorisierten U20-Mädchen über 4 x 400 Meter, im vergangenen Jahr bayerischer Titelträger und deutscher Vizemeister. Obwohl drei der vier MTV-Läuferinnen schon die Langstaffel in den Beinen hatten, gelang ein klarer Sieg. Marie Hedrich, 200-Meter-Spezialistin Lena Kain, Sofie Nixdorf und eine extrem starke Mona Mayer blieben in 3:56,72 Minuten als einziges Team unter der Vier-Minuten-Marke.

Bei den deutschen Meisterschaften im Nürnberger Stadion ist also mit einem großen MTV-Aufgebot zu rechnen. Traditionell finden die Jugendstaffeln über 3 x 800 Meter und 4 x 400 Meter im Rahmen der Titelkämpfe der Erwachsenen statt.


Fotos: Kiefner, Köchl

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Erste Leichtathletik-Meetings: Höhenflug, Marathon-Drama und drei DM-Normen

veröffentlicht um 03.05.2018, 11:02 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 03.05.2018, 14:51 ]

Ingolstadt (ebk) Am letzten April-Wochenende und am 1. Mai waren schon zahlreiche Leichtathleten aus der Region im Einsatz. So gab es gleich drei erfüllte Normen für die U18-DM, einen sehr guten Hochsprung und einen dramatischen Marathonlauf.

Hochspringer Manuel Marko, seit vergangenem Herbst bei der Polizei in Ingolstadt beschäftigt, startete bei seinem ersten Freiluft-Einsatz im Trikot des MTV Ingolstadt so gut wie noch nie in die Saison. Mit 2,05 Metern, die er im ersten Versuch übersprang, siegte er beim Sparkassen-Meeting in Lohr am Main. An der DM-Norm von 2,10 Metern scheiterte der aus Unterfranken stammende Athlet nur knapp. „Bis zu den deutschen Titelkämpfen am 21./22. Juli in Nürnberg bleibt aber noch genügend Zeit.“, ist sich der MTV-Neuzugang sicher.

Pech hatte Danilo Friedrich (MTV Ingolstadt) bei den verregneten deutschen Meisterschaften im Marathonlauf in Düsseldorf. Mit Kurs auf eine deutliche neue persönliche Bestzeit rutsche der MTV-Läufer bei Kilometer 36 in einer Linkskurve weg: „Zuerst habe ich noch versucht, mich abzufangen, bin dann aber auf dem linken Bein gelandet, mit dem Gesicht auf den Asphalt geknallt und hab mich dann noch seitlich überschlagen“, beschrieb Friedrich seinen Sturz. „Da war der Rhythmus natürlich weg, meine drei Mitstreiter natürlich auch und der Kopf war plötzlich auch nicht mehr so da wie vorher.“ Trotzdem kämpfte sich der MTV-Athlet in neuem persönlichen Rekord noch ins Ziel. In 2:39:10 Stunden sicherte sich Friedrich auf Rang neun der Männer M35 sogar noch eine einstellige Platzierung.

Besser erging es dem regionalen Leichtathletik-Nachwuchs beim Sportfest in Germering, dem ersten Bayern-TOP-Meeting des Jahres 2018. In der Jugend U18 überzeugte Langsprintspezialistin Mona Mayer (MTV Ingolstadt) bei empfindlich kalten Temperaturen mit zwei klaren Siegen über 100 und 200 Meter, beide Male bayerische Jahresbestzeit in ihrer Altersklasse und jeweils deutlich unter der geforderten DM-Norm. Die 100-Meter-Vorlaufzeit von 12,17 Sekunden bedeutete persönliche Bestleistung, die Zeiten in den Finals waren dann 12,24 und 24,67 Sekunden, wobei Letzteres auch MTV-Vereinsrekord in der U18 darstellte.

Ihr Vereinskamerad Daniel Graßl kann ebenfalls schon für die U18-DM planen. Starke 51,19 Sekunden über 400 Meter brachten ihn in seinem ersten Jahr in dieser Altersklasse auf den zweiten Platz. Gute Zeiten erzielten auch Susanne Göbel als Zweite über 400 Hürden in 67,02 Sekunden und Laura Böttcher (beide MTV Ingolstadt) als Fünfte über 200 Meter in 28,24 Sekunden. Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) überzeugte im 1000-Meter-Rennen der Frauen als Gesamtvierte und beste U18-Starterin in 3:09,07 Minuten. Drei MTV-Talente holten weitere Spitzenplätze in der Jugend U18: Simon Batz als Dritter im Weitsprung mit 5,82 Metern, Moritz King als Vierter über 1000 Meter in 2:50,67 Minuten und Felix Kraus als Fünfter mit dem Speer (30,94 Meter).

In der Jugend U16 gab es beim jüngeren Jahrgang M14 über 100 Meter gleich einen Dreifachsieg für den MTV-Nachwuchs. Cermak Jakub gewann in 12,90 Sekunden knapp vor Felix Kraus (12,91) und Leon Windpassinger (12,98), der dafür den Hochsprung mit 1,60 Metern für sich entscheiden konnte. Felix King holte dazu Rang zwei über 300 Meter Hürden in 46,80 Sekunden, Daniel Kerner wurde im Weitsprung mit 5,11 Metern Fünfter. Logischerweise gewann der MTV Ingolstadt in der Besetzung Kraus, Windpassinger, Kerner und King auch die Staffel über 4 x 100 Meter in 48,56 Sekunden. Philipp Scheben (TSV Reichertshofen) kam über 300 Meter in 44,34 Sekunden als Sechster ins Ziel.

Die weibliche Jugend U16 blieb zwar ohne Sieg, überzeugte aber mit guten Platzierungen. Kathrin Kaufmann kam im Hochsprung mit 1,48 Metern auf Rang zwei, Carolin Fischer (beide MTV Ingolstadt) über 300 Meter Hürden in 49,25 Sekunden auf Platz vier. Zusammen mit Kaitlyn Herbert und Helen Hartmann gab es über 4x100 Meter Bronze in 45,69 Sekunden. Sprinterin Anika Bernsdorfer (TSV Reichertshofen) erreichte zwei fünfte Plätze über 100 Meter und 300 Meter in 13,39 bzw. 45,77 Sekunden. Ihre Trainingskameradin Samira Wasner kam über 800 Meter in 2:40,65 Minuten als Sechste in die Wertung.

Fotos: Privat

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Bayerische Halbmarathon-Meisterschaften Amberg: MTV-Läufer schlagen in der Oberpfalz richtig zu

veröffentlicht um 17.04.2018, 17:01 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 17.04.2018, 17:01 ]

Amberg (rb) Bei idealen äußeren Bedingungen machte sich eine große Läufertruppe des MTV Ingolstadt auf den Weg zu den Bayerischen Halbmarathonmeisterschaften nach Amberg, um endlich mal wieder „Zählbares“ aufs Papier zu bringen. Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder sehr beachtliche Ergebnisse der MTV-Langstreckler wie etwa bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Hannover im vergangenen Jahr oder auch bei den Deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt 2017. Die Platzierungen in Bestenlisten waren gut, aber Auftritte auf bayrischem Niveau nicht zuletzt auch zu Gunsten der Läuferpräsentation beim Halbmarathon Ingolstadt hinten angestellt. Das wollte man nun ändern und diese Rechnung ging auch voll auf, denn nicht nur Bestzeiten, sondern auch teils hervorragende Platzierungen konnten in der Oberpfalz erlaufen werden.

Coach Roland Balzer wollte bewusst den Mannschaftserfolg in den Vordergrund stellen, denn gerade in der Breite und Ausgeglichenheit der Mannschaft liegt die eigentliche Stärke der MTV-Läufer. Ein Platz zwei in der Mannschafts-Gesamtwertung der Männer (Martin Stier, Heiko Middelhoff, Danilo Friedrich) und der Teamtitel in der Altersklasse M35-M45 (Heiko Middelhoff, Danilo Friedrich, Miguel Lenz) waren dann auch die zählbaren Erfolge.

Platz acht bei den Männern durch Martin Stier (1:14:06 Stunden), Platz drei in der AK M35 durch den lange verletzten Heiko Middelhoff (1:14:14 Stunden) und Danilo Friedrich auf Platz acht trennten am Ende nur sechs Sekunden vom Mannschaftssieg in der Gesamtwertung. Dabei beeindruckte vor allem Friedrich, der die Meisterschaft als Test für die deutschen Marathonmeisterschaften benutzen wollte, ohne sich dabei, wie es im Insiderjargon heißt, „abzuschießen“. 1:15:21 Stunden mit einem Lächeln auf den Lippen lassen seine erste Marathonbestzeit unter 2:40:00 Stunden nicht utopisch erscheinen.

Mehr als zwölf Minuten war dann auch der Vorsprung der Mannschafts-Altersklassensieger Heiko Middelhoff, Danilo Friedrich und der mit 1:16:17 Stunden überraschend starke Miguel Lenz. Letzterer konnte trotz sehr wenig Vorbereitungszeit völlig überraschend sogar den Titel in der Altersklasse AK M45 gewinnen.

Doch nicht nur Top-Platzierungen, sondern auch persönliche Bestzeiten auf einer nicht superschnellen Strecke waren Grund zur Freude. So konnten sich Sebastian Weigl mit einem starken Rennen und Platz sieben auf 1:15:50 Stunden verbessern, und Christian Kerner Platz fünf in der AK M45 mit 1:21:08 Stunden erreichen.

Kamal Katkhouda mit 1:26:45 Stunden und Volker Schindler mit 1:28:00 Stunden belohnten sich ebenfalls mit persönlichen Bestzeiten. Manfred Draxler absolvierte seinen Test für die Deutschen Marathon-Meisterschaften in 14 Tagen in 1:26:12 Stunden und Mittelstreckler Jonas Zweck tat sich als „Mannschaftsunterstützer“ diese für ihn zu lange Strecke an und kämpfte sich mit Krämpfen auf erstaunliche 1:18:15 Stunden.

Große Freude kam dann noch mal mit der letzten MTVlerin Iris Bischoff auf, die Ihren ersten Halbmarathontest 2018 mit 1:39:57 Stunden auch gleich auf Platz zwei in der AK W55 beendete und damit einen klasse Mannschaftsauftritt der MTV-Läufertruppe abschloss.

Fotos: Kiefner & Privat
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