Mittwoch, den 1. Mai 2019
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Halbmarathon-DM Freiburg: Hervorragender Auftritt der MTV Läufer

veröffentlicht um 17.04.2019, 07:32 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 17.04.2019, 07:33 ]

Freiburg (rb) Sonntagmorgens um neun Uhr, zehn Grad und strömender Regen: Bei dem Wetter schickt man keinen Hund vor die Tür. Aber Langstreckler schon. Was für die Zuschauer ein Graus war, wurde von den Teilnehmern der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet. Die Temperaturen waren eigentlich fast ideal, aber der Regen verwandelte die auf den Start wartenden Läufer in triefende Eisklumpen. So brauchten viele Läufer mehrere Kilometer um überhaupt einigermaßen auf Betriebstemperatur zu kommen.

Der MTV Ingolstadt schickte zwei Aktiven-Mannschaften der Herren und Stefanie Borris an den Start. In erster Linie um möglichst Bestzeiten zu laufen und damit ein gutes Mannschaftsergebnis abzuliefern. Dafür wurde vor dem Rennen ausgiebig Taktik, Streckenverlauf und geplante Zwischenzeiten besprochen.

Den Anfang machte Bastian Glockshuber, der sich derzeit vor allem im Triathlon bewegt, sich aber als MTV-Läufer einer harten Halbmarathonbelastung stellen wollte. Kurz nach einem Trainingslager war das durchaus riskant.

Glockshubers Zeit: 1:12:12 Stunden. So schnell war er seit Jahren nicht mehr gelaufen. Mit Gesamtplatz 46 legte er zudem eine Topzeit vor, der seine anderen beiden Mitstreiter Sebastian Weigl und Martin Stier nicht nachstehen wollten. Im besten Rennen seiner Karriere verbesserte sich Weigl um fast zwei Minuten auf 1:13:14 Stunden (Platz 58) und auch Martin Stier schrammte mit 1:13:33 Stunden (Platz 60) nur knapp an der alten Bestzeit aus Hannover 2017 vorbei. Das ist umso bemerkenswerter, weil die Hannover-Strecke im Vergleich zum verschachtelten und hügeligen Kurs in Freiburg einer Autobahn gleichkommt. Diese drei Zeiten der ersten Mannschaft brachten sie dann auch auf eine Gesamtzeit von 3:38:59 Stunden und Gesamtrang zehn – eine Platzierung die beim MTV viele Jahre nicht erreicht werden konnte.

Ein vielversprechendes Wintertraining hatte aber auch die zweite Mannschaft motiviert. Allen voran stürmte fast vier Minuten schneller als je zuvor U23-Läufer Sebastian Muck mit einer fulminanten zweiten Rennhälfte zu 1:17:29 Stunden. Mike Dean gelang es wieder, Anschluss an seine schnellen Zeiten zu finden. Mit 1:18:49 Stunden zeigte er sich gut gerüstet für seine Marathonambitionen im Herbst. Last but not least komplettierte Kamal Katkhouda das Trio, natürlich ebenfalls mit Bestzeit von 1:25:53 Stunden. Der Lohn war ein Mannschaftsergebnis auf Platz 28 von 57.

Das Tüpfelchen auf das i setzte schließlich Stefanie Borris. Ewig tiefstapelnd und zurückhaltend auftretend, war aber an der Tatsache ihrer aktuellen Topform nicht zu rütteln. Nicht nur der zweite Platz bei den Deutschen Crosslauf Meisterschaften, sondern auch beeindruckende Trainingszeiten ließen eine erhebliche Leistungssteigerung ihrer alten Bestzeit von 1:31:00 Stunden erwarten. Unter 1:30 war die „Pflicht“, aber ging auch die „Kür“?

Es ging, und zwar mit Bravour und auch hier mit einem lachenden und weinenden Auge. Die neue Bestzeit lag unter der 1:30er-Schallmauer und brachte am Schluss fulminante 1:27:17 Stunden zutage. Damit landete Borris auf Platz fünf in einer sensationell stark besetzten Altersklasse W50. Das Kuriosum war: In der Altersklasse W40 hätte dies zu Platz vier gereicht und in der W45 sogar zur Bronzemedaille.

19. Schanzer Seelauf

veröffentlicht um 10.04.2019, 16:36 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 10.04.2019, 16:36 ]

Ingolstadt (ebk) Bei herrlichem Laufwetter und perfekter Organisation absolvierten knapp 500 Läuferinnen und Läufer beim 19. Schanzer Seelauf die zweite Station des SPORT IN Laufcups. Martin Weinberger, Abteilungsleiter des gastgebenden MTV Ingolstadt, war sowohl mit der Teilnehmerzahl als auch mit der neuen Zeitmessung per Chip rundherum zufrieden.

Die Kenner der regionalen Laufszene, die über die 10600 Meter um den Baggersee eine Kopie der Siegerliste vom Frühjahrslauf in Zuchering erwartet hatten, wurden insbesondere bei den Frauen eines Besseren belehrt. Magdalena Reichhold (TSV Wolnzach), als Jahrgang 1999 die Jüngste im Feld der knapp hundert Starterinnen, siegte in 42:07,69 Minuten mit einer guten halben Minute Vorsprung vor der höher gehandelten Andrea Tietz. Die Wolnzacherin hatte zwar schon bei ihrem Laufcup-Debüt in Zuchering als Zweite aufhorchen lassen, lag dort aber noch über eine Minute hinter Andrea Tietz. Magdalene Reichhold hatte ihre Sportkarriere als Fußballerin begonnen, war nach einer schweren Knieverletzung aber zum Ausdauersport gewechselt. Auf ihre erste Laufcup-Saison hat sie sich in Eigenregie vorbereitet und daher noch großes Entwicklungspotential. Dritte bei den Frauen wurde wie schon in Zuchering Diana Kurrer vom SPORT IN Lauftreff. Das relativ beste Ergebnis in den Altersklassen lieferte Birgit Nixdorf (DJK Ingolstadt) als Siegerin der Klasse W45 und Gesamtfünfte ab.

Der Wettbewerb der Männer litt etwas unter dem Fehlen der MTV-Läufer, die am selben Wochenende die Halbmarathon-DM in Freiburg in Angriff genommen haben. So siegte Favorit Sebastian Mahr (SC Delphin Ingolstadt) in 35:22,58 Minuten deutlich vor Newcomer Luis Stadler (BVRN) und Christopher von Stelzer (SPORT IN Lauftreff). Die wertvollsten Ergebnisse in den Altersklassen gingen auf das Konto von Rudolf Schabenberger (ESV Ingolstadt) und Dirk Hohmann (SG Indersdorf) die als Sieger der Klassen M50 bzw. M45 noch deutlich unter der 40 Minuten-Marke bleiben konnten. Die Jugendläufe über 5300 Meter dominierten Rebecca Gollwitzer (MTV Ingolstadt) und Sebastian Maier (TSV Lenting).

Ergebnisse

Hallen WM der Senioren-Leichtathletik in Torun (Polen)

veröffentlicht um 05.04.2019, 17:20 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 17.04.2019, 08:07 ]

Ingolstadt (ebk) Die Leichtathletik-Senioren des MTV Ingolstadt kehren von ihren Hallen-Weltmeisterschaften in Torun (Polen) mit zwei Titeln zurück. Aus den zahlreichen guten Ergebnissen ragen die die Leistungen von Läufer Albert Walter heraus, der bei allen seinen vier Starts Edelmetall holte.

Eine überraschend erfolgreiche Senioren-WM absolvierten die drei MTV-Leichtathleten Gerlinde Kolesa (W60), Albert Walter (M75) und Karsten Stammen (M35) im polnischen Torun. Die Ausbeute ist umso bemerkenswerter, weil sowohl Kolesa als auch Walter zum ältesten Jahrgang ihrer Klasse gehören und somit gegen zum Teil mehrere Jahre jüngere Konkurrenz antreten mussten.

Mit einer Gold- und drei Silbermedaillen zeigte Lauf-Ikone Albert Walter (Jahrgang 1939) einmal mehr seine Leistungsfähigkeit. Neben dem Titelgewinn über 800 Meter in 2:56,40 Minuten gab es für den MTV-Senior mit Platz zwei über 1500 Meter in 6:09,13 Minuten die zweite Medaille in der Halle. Zwei Plätze auf der rund sechs Kilometer langen Cross-Strecke in der Einzelwertung (30:22 Minuten) und mit dem deutschen Team (Walter, Peter Lessing, Otmar Seul) vervollständigten seine herausragende Bilanz.

Den zweiten Titel für die Ingolstädter Seniorengruppe holte Gerlinde Kolesa mit dem deutschen Team (Christine Sachs, Elisabeth Henn, Kolesa) ebenfalls in der Mannschaftswertung im Crosslauf, jedoch über acht Kilometer. In der Einzelwertung gab es hier für die MTV-Seniorin den neunten Platz in 39:42 Minuten. Über 800 Meter steigerte sich Kolesa nach einem anstrengenden Vorlauf im Finale auf neue persönliche Hallenbestzeit von 2:56,40 Minuten, was ihr Platz sechs einbrachte. 5:49,35 Minuten bedeuteten schließlich über 1500 Meter mit dem siebten Rang die zweite vordere Platzierung auf dem Hallenoval.

Der jüngste MTV-Teilnehmer, Mehrkämpfer Karsten Stammen, zeigte auch in der Halle seine Qualitäten, nachdem er im Vorjahr im Stadion schon den nationalen Titel im Fünfkampf geholt hatte. 9,10 Sekunden im Hürdenlauf über 60 Meter, 5,65 Meter beim Weitsprung, 11,93 Meter mit der Kugel, 1,63 Meter beim Hochsprung und die mit 2:59,96 Minuten zweitbeste Zeit aller Fünfkämpfer im 1000 Meter-Rennen brachten am Ende 3129 Punkte und einen starken vierten Platz.

Sportler des Jahres 2018: Fünf MTV-Leichtathleten stehen zur Wahl

veröffentlicht um 13.03.2019, 19:48 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ingolstadt (rk) Der Ingolstädter Anzeiger (IZ) sucht per Online-Voting wieder die Ingolstädter “Sportler des Jahres” für das abgelaufene Jahr. Schon traditionell stehen dabei eine ganze Reihe von Leichtathletinnen und Leichtathleten des MTV Ingolstadt zur Wahl, die alle auf Ihre Stimme hoffen. 

Noch bis Sonntag, 17. März, besteht die Möglichkeit, Ihre Favoriten unter folgendem Link zu wählen

sportlerwahl.iz-regional.de/

Parallel stimmen auch die Leser der Print-Ausgabe des Ingolstädter Anzeigers ab. Die Sportler, die nach der Wahl die meisten Stimmen bekommen haben, werden als “Sportler des Jahres” ausgezeichnet. Die Siegerehrung findet im Rahmen der Nacht des Sports am 10. April im Stadttheater Ingolstadt statt.

Folgende MTV-Leichtathleten bitte um Ihre Stimme:

Frauen
   

Gerlinde Kolesa


Jugend


Mona Mayer


Jugendmannschaft


U20 Staffel


Männer

   

Maximilian Bayer                                                                                       Manuel Marko      

Viermal Edelmetall für MTV-Senioren beim Cross-Heimspiel

veröffentlicht um 13.03.2019, 19:14 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 19.03.2019, 17:40 ]

Ingolstadt (ebk) Zwei Mal Gold und je einmal Silber und Bronze: Die stolze Ausbeute des MTV-Seniorenteams bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften übertraf die an sich schon hohen Erwartungen an die Gastgeber. Gerlinde Kolesa und Albert Walter wurden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht, das M35-Team mit Heiko Middelhoff, Thomas Mittag und Danilo Friedrich erfüllte sich seinen Traum mit dem dritten Rang in der Mannschaftswertung. Für die Überraschung aus MTV-Sicht sorgte aber Stefanie Borris, die nach Silber bei den Landesmeisterschaften auch bei den nationalen Titelkämpfen auf dem zweiten Platz landete.

Bereits im ersten Rennen des Meisterschaftsprogramms über 5,1 Kilometer ging es für die MTV-Laufgruppe Schlag auf Schlag. Als Schnellste der Ingolstädter Starterinnen kam Stefanie Borris in 22:05 Minuten ins Ziel: Silber bei den Frauen W50. Dann folgte Gerlinde Kolesa, die in einer Spurtentscheidung bei den Frauen W65 in 24:47 Minuten die Oberhand behielt. Albert Walter (27:04 Minuten) siegte schließlich bei den Männern M80 überlegen mit über zwei Minuten Vorsprung. In der Mannschaftswertung kamen Borris, Kolesa und Iris Bischoff auf Platz vier. Johann Brigl (MTV Pfaffenhofen) verpasste ebenfalls als Vierter bei den Männern M60 in 20:53 Minuten Bronze nur um eine Sekunde.

Die Männer M35 des MTV Ingolstadt überzeugten nicht nur mit Mannschaftsbronze, auch die Einzelergebnisse über 6,1 Kilometer können sich sehen lassen. Heiko Middelhoff (21:27 Minuten) kam als Vierter ins Ziel, Thomas Mittag (23:09 Minuten) und Danilo Friedrich (23:19 Minuten) belegten die Plätze 18 und 20. Dazu erreichte MTV-Läufer Thomas Kerner bei den Männern M45 in 23:52 Minuten einen sehr guten elften Rang, bei den Frauen W40 holte Bianca Archut (MTV Pfaffenhofen) einen starken sechsten Platz.

Bei den Rahmenwettbewerben für den Nachwuchs, die vor den eigentlichen Meisterschaftsläufen gestartet wurden, zog sich der Schanzer Nachwuchs ordentlich aus der Affäre. Bei den Schülerinnen W14 kamen Susanna Fröhlich (DJK), Nele Hollasch (MTV) und Nina Conradi (DJK) auf die Plätze fünf, sechs und neun. In der Wertung W15 belegte Theresa Kaufmann den siebten Platz.

Die weiteren Ergebnisse der Starter aus der Region:
Männer Mittelstrecke: 77. Volker Schindler (MTV 1881 Ingolstadt)
Männer Langstrecke: 50. Martin Stier, 53. Sebastian Weigl (alle MTV 1881 Ingolstadt)
Junioren U23: 26. Johannes Stahr (Life Park Max Ingolstadt)
Jugend U20: 27. Johanna Borris, 55. Leon Rupp (alle MTV 1881 Ingolstadt)
Jugend U18: 63. Moritz King (MTV 1881 Ingolstadt)
Männer M55: 25. Anton Lautner (TSV Neuburg)

   
Gerlinde Kolesa                                   Albert Walter                                               Stefanie Borris  (Fotos: Kiefner)

Premiere im Ingolstädter Hindenburgpark: Deutsche Cross-Meisterschaft erlebt mit Richard Ringer erstmals Doppelsieger

veröffentlicht um 12.03.2019, 00:04 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 12.03.2019, 00:04 ]

Ingolstadt (DK: Norbert Roth) Rund 1100 Starter, ein spektakulärer Doppelsieg und viele hundert Zuschauer: Die Deutschen Cross-Meisterschaften im Ingolstädter Hindenburgpark hatten am Samstag einiges zu bieten. Auch Ausrichter MTV Ingolstadt, der mit Lob überschüttet wurde, konnte mehr als zufrieden sein.

Dem Wettergott schien es egal zu sein, dass sich die Veranstaltung um kurz nach 16 Uhr ihrem Höhepunkt näherte. Der einsetzende Regen konnte dann aber weder den zahlreichen Zuschauern noch den ohnehin hart gesottenen Crossläufern bei der hochklassigen und spannendsten Entscheidung des Tages etwas anhaben.

Die Langstreckler hatten sich auf den rund einen Kilometer langen, mit Steigungen und Hindernissen versehenen Rundkurs gemacht und legten gleich ein enormes Tempo vor. Die Spitzengruppe um den dreifachen Titelträger Richard Ringer (LC Rehlingen), EM-Teilnehmer Amanal Petros (TV Wattenscheid) und U23-Vize-Europameister Samuel Fitwi-Sibhatu (LG Vulkaneifel) setzte sich vom Feld ab, ehe in der Schlussrunde der Showdown folgte. Ringer, der vier Stunden zuvor bereits das Mittelstrecken-Rennen (4,1 Kilometer) für sich entschieden hatte, lieferte sich auf der lang gezogenen Zielgeraden mit Petros ein packendes Sprintduell und sorgte mit seinem Sieg schließlich für eine umjubelte Premiere: Ein Doppelsieg bei Cross-Meisterschaften war zuvor noch keinem Läufer gelungen.

Frauen-Siegerin Elena Burkhard (LG Nordschwarzwald) wäre rund eine Stunde vorher über einsetzen Regen froh gewesen. "Ich hätte es gern etwas matschiger gehabt, aber es hat auch so Spaß gemacht", sagte sie nach ihrer Titelverteidigung auf der 5,1 Kilometer langen, zum Zeitpunkt ihres Rennens aber noch trockenen Strecke mit einem Lachen. Anna Gehring (ASV Köln), die lange an ihrer Seite gelaufen war, blieb die Silbermedaille.

Ein vom Regen weicher Untergrund war dann aber so ziemlich das Einzige, was Veranstalter MTV Ingolstadt den überaus zufriedenen Startern nicht bieten konnte. "Ich war froh, als ich gehört habe, dass die Veranstaltung nach Ingolstadt vergeben wurde", meinte zum Beispiel Doppelsieger Ringer, der besonders den "abwechslungsreichen und fordernden Rundkurs" lobte. "So haben die Zuschauer mehr davon, weil sie die Läufer häufiger sehen."

Veranstaltungsleiterin Miriam Kleinhans vom MTV berichtete ebenfalls von "unzähligen positiven Rückmeldungen" nach einer stimmungsvollen Veranstaltung. Und sie hatte am Samstag noch eine gute Nachricht: "Wir sind optimistisch, dass wir finanziell mit einem Plus rauskommen, was unserer Jugendabteilung zu Gute kommen wird."

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Frauen Start (Fotos: Theo Kiefner)

Deutsche Seniorenmeisterschaften: Je zwei Titel für Albert Walter und Gerlinde Kolesa

veröffentlicht um 05.03.2019, 16:22 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 05.03.2019, 16:22 ]

Halle (Saale) (ebk) Die beiden Laufikonen des MTV Ingolstadt Gerlinde Kolesa und Albert Walter waren auch bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren das Maß aller Dinge. In der Leichtathletikhalle in Halle an der Saale dominierten beide ihre Rennen über 800 und 3000 Meter nach Belieben und deklassierten die Konkurrenz förmlich.

Albert Walter, als Jahrgang 1939 seit dieser Saison in der Altersklasse M80 startberechtigt, ließ von Anfang an keinen Zweifel an seiner Favoritenstellung aufkommen. Den Lauf über 800 Meter gewann er in 3:00,51 Minuten mit 20 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Über 3000 Meter überrundete er das gesamte Feld und war in 13:34,21 Minuten am Schluss fast eine Minute schneller als die restliche Konkurrenz. Etwas enger ging es bei den Frauen W65 her. MTV-Läuferin Gerlinde Kolesa legte auf den beiden Strecken „nur“ 15 bzw. 20 Sekunden zwischen sich und die Zweitplatzierte. Ihre Siegeszeiten waren 2:53,32 Minuten über 800 Meter und 12:33,72 Minuten über 3000 Meter, was eine deutliche Steigerung ihrer Saisonbestzeit bedeutete. Sowohl Kolesa als auch Walter führen damit klar die deutsche Bestenliste ihrer Altersklasse an. Selbstverständlich sind sie bei der Heim-DM auf der Ingolstädter Crossstrecke im Hindenburgpark am Wochenende heiße Medaillenkandidaten.

Die dritte MTV-Starterin Ruth Mayer (W50) war mit ihren beiden Auftritten in Halle nicht ganz zufrieden. Über 60 Meter qualifizierte sie sich als Vorlaufsiegerin mit der insgesamt viertbesten Zeit von 8,81 Sekunden fürs Finale, musste dort aber nach einem Fehlstart die Segel streichen. Über 200 Meter blieb sie in 28,73 Sekunden nur knapp über ihrer Saisonbestzeit, verfehlte aber als Viertplatzierte die Medaillenränge.

Deutsche Crosslauf-Meisterschaften kommen am 9. März nach Ingolstadt zurück

veröffentlicht um 05.03.2019, 01:40 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 05.03.2019, 01:52 ]

Ingolstadt (ebk) Fast auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass Ingolstadt als Austragungsort der Deutschen Crosslauf-Meisterschaften für ein Leichtathletik-Event sorgte, das vielen Aktiven, Trainern, Funktionären und Zuschauern noch in allerbester Erinnerung sein dürfte. Von „einer der schönsten Cross-Titelkämpfe überhaupt“ war damals die Rede. Nun kommt es am Samstag, 9. März, zu einer Neuauflage im Ingolstädter Hindenburgpark.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat den MTV 1881 Ingolstadt abermals mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Crosslauf beauftragt. „Wir freuen uns sehr über den Zuschlag, sind uns aber der hohen Erwartungen bewusst, die wir 2009 geweckt haben“, betonen Abteilungsleiter Martin Weinberger und Veranstaltungsleiterin Miriam Kleinhans vom Gastgeber. An den nahezu perfekten Rahmenbedingungen hat sich seit 2009 erfreulich wenig geändert. Der Hindenburgpark entlang der ehemaligen Befestigungsanlage der Altstadt in der Nähe des MTV-Stadions gilt immer noch als der einzige Crosslaufkurs im Zentrum einer deutschen Großstadt. Während die Meisterschaften normalerweise am Rande der jeweiligen Austragungsorte stattfinden, also auf Wiesen oder Feldern, dürfen die rund 1100 Starter in der Schanz auf einem hochattraktiven Parcours um Edelmetall und Platzierungen laufen.

„So kommt die Leichtathletik direkt zu den Menschen“, heben Weinberger und Kleinhans das Alleinstellungsmerkmal der Deutschen Meisterschaften im Herzen Bayerns hervor. Dass überdies beim MTV 1881 Ingolstadt ein erfahrenes und eingespieltes Organisationsteam die Regie übernimmt, lässt ebenfalls einen Festtag für die besten Läufer der Republik erwarten.

Auf einem ebenso reizvollen wie schwierigen zirka 1000 Meter langen Rundkurs mit steilen Anstiegen, eingebauten Hindernissen und einer langgezogenen Zielgerade kommen die Zuschauer voll auf ihre Kosten.

Der Kampf um die nationalen Crosslauf-Titel beginnt mit den Seniorenläufen um 10.15 Uhr. Um 12 Uhr werden die Medaillen auf der Mittelstrecke der Männer (4,1 Kilometer) vergeben. Nach den Jugendwettbewerben U20 und U18 folgen um 15.15 Uhr die Frauen (5,1 Kilometer). Um 16.00 Uhr suchen schließlich die Männer auf der Langstrecke (10,1 Kilometer) ihre Meister. Beginn der Veranstaltung ist um 9.30 Uhr mit Rahmenwettbewerben für den Nachwuchs, der Eintritt ist frei.

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Bei der Cross-DM 2009 war auch die blutjunge Gesa-Felicitas Krause (im Vordergrund) mit dabei. (Foto: Kiefner)

Mona Mayer wird in Sindelfingen Deutsche U20-Hallenmeisterin

veröffentlicht um 25.02.2019, 15:29 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 26.02.2019, 06:14 ]

Ingolstadt (ebk) Das letzte Wettkampfwochenende der aktuellen Hallensaison wird zum erfolgreichsten für die regionale Leichtathletik-Szene, eigentlich ein kleines Wunder, wenn man die mehr als bescheidenen Trainingsbedingungen der Ingolstädter Leichtathleten im Winter betrachtet.

In Sindelfingen verbessert Mona Mayer (MTV Ingolstadt) in Vor- und Endlauf ihre eigene deutsche U20-Jahresbestleistung und wird mit neuer persönlicher Hallenbestzeit deutsche Jugendmeisterin über 400 Meter. Im oberfränkischen Hof gewinnt Manuel Marko (MTV Ingolstadt) das internationale „Hochsprung-Meeting mit Musik“ und festigt mit neuem Hausrekord von 2,12 Metern seinen Platz unter den Top-10 des deutschen Hochsprungs. In Kemmern bei Bamberg überzeugt das Lauf-Team des MTV Ingolstadt mit drei Landestiteln und weiteren Spitzenplätzen bei den bayerischen Meisterschaften auf der Cross-Strecke.

Schon der Vorlauf im Sindelfinger Glaspalast wurde zur Demonstration: Mona Mayer blieb in 54,77 Sekunden auf den zwei Hallenrunden erstmals unter der 55-Sekunden–Marke und zementierte mit der klar besten Vorlaufzeit aller Teilnehmerinnen ihre Favoritenstellung. Dabei war die 17 Jahre alte Schülerin den Lauf noch nicht voll angegangen, umso überraschter war sie von ihrer Leistung: „Als ich auf die Anzeige geschaut habe, konnte ich die neue Bestzeit erst gar nicht glauben“, so das MTV-Talent. Die Taktik für das Finale war damit klar. Mona Mayer legte ein fulminantes Anfangstempo vor, dem keine ihrer Konkurrentinnen folgen konnte. „Ich gehe normalerweise nicht so schnell an, wollte aber unbedingt als Erste aus der Kurve auf die Gerade kommen.“ Bei ihrem schließlich ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in 54,32 Sekunden verbesserte sich die Siebte der vorjährigen U18-EM nochmals deutlich und blieb trotz der engen, sehr schwierig zu laufenden Kurven nur knapp über ihrer Freiluftbestzeit.

Die in Hörlkofen bei Erding wohnende Mona Mayer hatte im Jahr 2016 zum ersten Mal aufhorchen lassen. Damals noch im Trikot der LG Sempt holte sie sich ihren ersten nationalen Titel in der Jugend U16 über 300 Meter. 2017 wechselte sie zum MTV Ingolstadt, wo sie von ihrer Mutter Ruth, die als Juniorin selbst zur deutschen 400-Meter-Spitze gehörte, und MTV-Trainer Reinhard Köchl betreut wird. Die inzwischen 17 Jahre alte Gymnasiastin ist dabei auf allen Strecken von 60 bis 800 Meter zuhause. „Am liebsten sind mir aber doch die 400 Meter, hier hatte ich bisher meine größten Erfolge und sehe auch mein größtes Potential“, ist sich das MTV-Talent sicher. Ihre beiden DM-Silbermedaillen als Einzelstarterin und mit der MTV-Staffel sowie der siebte Platz bei der U18-EM im Freien auf der Stadionrunde scheinen ihr Recht zu geben.

Nun beginnt für Mona Mayer nach einer kurzen Regenerationsphase die Vorbereitung auf die Sommersaison. „Vieles wird jetzt einfacher ohne das Training bei Minusgraden im Freien und die vielen aufwändigen Fahrten in die Münchner Halle“, so Trainerin Ruth Mayer. Ziel ist auf jeden Fall die Teilnahme an den U20-Europameisterschaften, die Mitte Juli in Schweden stattfinden werden, sei es im Einzelrennen oder mit der Staffel. Die vom DLV geforderten 54,40 Sekunden als Norm für einen Einzelstart dürften dabei nicht das Problem sein, eher das derzeit extrem hohe Niveau im deutschen Nachwuchssprint.


Manuel Marko springt 2,12 Meter

Nach dem Gewinn des bayerischen Landestitels und Platz acht bei den deutschen Meisterschaften krönte MTV-Hochspringer Manuel Marko in Hof eine erfolgreiche Hallensaison. Bei dem Meeting, das auf einem extra verlegten Kunststoffbelag in einem Autohaus stattfindet, hatten zusammen mit Marko die beiden tschechischen Springer Matyas Dakecky und Josef Adamek 2,11 Meter übersprungen. Alle drei scheiterten dann aber an 2,14 Metern. Dalecky und Marko hatten sich bis dahin keinen einzigen Fehlversuch geleistet, so dass es zwischen diesen beiden Athleten bei 2,12 Metern zu einem Stechen kam. Manuel Marko überwand die Höhe gleich auf Anhieb und sicherte sich so mit neuem Meeting-Rekord und Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung, die bisher bei 2,10 Metern stand, den Sieg.


Drei Cross-Titel für MTV Ingolstadt bei Bayerischen Meisterschaften

Den Ton bei den bayerischen Crosslauf-Meisterschaften im oberfränkischen Kemmern gaben aus regionaler Sicht die Senioren des MTV Ingolstadt an. Gerlinde Kolesa siegte bei den Frauen W65 mit über acht Minuten Vorsprung und hätte mit ihrer Zeit auch die nächstjüngere Altersklasse dominiert. Albert Walter (Jahrgang 1939!) gewann ähnlich ungefährdet das Rennen der Männer M75 gegen zum Teil deutlich jüngere Konkurrenz. Bei den am Wochenende anstehenden deutschen Hallenmeisterschaften ist er damit Favorit über 800 und 3000 Meter in der Klasse M80.

Die Teamwertung bei den Senioren holte sich eine überlegene Mannschaft des MTV Ingolstadt mit Heiko Middelhoff, der in der M35-Einzelwertung Platz zwei belegte, Danilo Friedrich (Achter/M35) und Neuzugang Thomas Mittag (Neunter/M35). Die zweite MTV-Mannschaft mit Denis Mietzsch, Vierter bei den Männern M45, Michael Dean und Kamal Kathkouda kam hier auf einen guten Gesamtrang sechs. Der zweite MTV-Neuzugang, Stefanie Borris, lag am Ende nur acht Sekunden hinter der Siegerin und wurde mit Silber bei den Frauen W50 belohnt.

Das Männer-Team des MTV Ingolstadt mit Heiko Middelhoff, der sich im Dienst beider Mannschaften einen Doppelstart bei den Senioren und in der Aktivenklasse zumutete, Martin Stier und Sebastian Weigl verfehlte als viertbeste Mannschaft nur knapp die Medaillenränge. Die beste Platzierung in den Jugendklassen ging auf das Konto von Johanna Borris (MTV Ingolstadt/U20), die als Fünfte ins Ziel kam. Susanne Fröhlich (DJK Ingolstadt/W14) belegte als am besten klassierte Schülerin den 13. Rang.


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Mona Mayer (Jugend DM Halle)                     Albert Walter (BM Crosslauf)
(Fotos: Theo Kiefner, Claus Habermann)

Hallen-DM Leipzig: Max Bayer und Manuel Marko unter Deutschlands Top Acht

veröffentlicht um 20.02.2019, 14:53 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 21.02.2019, 11:43 von Reinhard Köchl ]

Leipzig (ebk) Mit zwei einstelligen Platzierungen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig bestätigten die beiden Athleten des MTV Ingolstadt Maximilian Bayer (60 Meter Hürden) und Manuel Marko (Hochsprung) ihre Zugehörigkeit zur erweiterten nationalen Spitze. „Es fehlte nur der Ausreißer nach oben in Richtung Medaillen“, waren sich die nicht unzufriedenen MTV-Trainer nach zwei stimmungsvollen Tagen in der seit Wochen ausverkauften Leipzig Arena einig.

Maximilian Bayer, der zu Beginn der Hallensaison seinen Anlauf an die erste Hürde von acht auf sieben Schritte umgestellt hat, kam im Vorfeld der Titelkämpfe immer besser in Fahrt. Durch einen fünften Platz beim international sehr gut besetzten „Orlen-Cup-Meeting“ im polnischen Lodz in Saisonbestzeit von 7,82 Sekunden hatte er sich auf Platz drei der nationalen Rangliste über 60 Meter Hürden nach vorne gearbeitet und sich so in den Kreis der Medaillenfavoriten geschoben. Im Vorlauf verbesserte sich der Lokalmatador, der in Leipzig studiert und trainiert, als Zweiter hinter dem späteren Sieger Gregor Traber (LAV Stadtwerke Tübingen) nochmals deutlich. 7,75 Sekunden bedeuteten die insgesamt drittbeste Vorlaufzeit und hätten im Finale auch für Bronze gereicht. Im Endlauf zeigte sich aber, dass die Technik nach der Umstellung doch noch nicht stabil genug ist. Der MTV-Athlet, im Vorjahr noch Zweiter, touchierte gleich die ersten drei Hürden und fand so nie in seinen Rhythmus. In 7,87 Sekunden musste er sich als Fünfter deutlich unter Wert geschlagen geben.

Hochspringer Manuel Marko lieferte bei seinen ersten deutschen Hallenmeisterschaften bei den Männern einen grundsoliden Wettkampf ab, obwohl er in der direkten Wettkampfvorbereitung durch eine Sehnenscheidenentzündung im Sprungbein gehandicapt war. Nach sauberen ersten Versuchen über 2,00 und 2,05 Meter scheiterte der Polizeibeamte knapp an 2,10 Metern, die die Einstellung seiner persönlichen Bestleistung bedeutet hätten. In einem hochklassigen Wettkampf mit vier Athleten über 2,20 Metern, den am Ende Europameister Mateusz Przybylko (Bayer Leverkusen) mit erfüllter Hallen-EM-Norm von 2,26 Metern für sich entscheiden konnte, kam Marko damit auf den achten Platz. Im Vergleich zu den Freilufttitelkämpfen 2018 von Nürnberg, wo der MTV-Athlet mit genau 2 Metern Rang neun belegt hatte, eine schöne Verbesserung, die auf Höhen jenseits der 2,10 Meter im Sommer hoffen lässt. „Dann wird sich auch die im Winter katastrophale Ingolstädter Trainingssituation ohne geeignete Halle nicht so auswirken“, ist sich MTV-Hochsprungtrainer Karl Eberle sicher.

https://photos.app.goo.gl/QnCW6jBFcf3vAbLx8
Maximilian Bayer (Fotos: Theo Kiefner)

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