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Sonntag den 25. September 2016

ARGE-ALP-Länderkampf Plattling: Elisabeth Glonegger verabschiedet sich vom Leistungssport

veröffentlicht um 21.09.2016, 06:08 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 21.09.2016, 06:11 ]

Plattling (ebk) Titelverteidiger Bayern war im niederbayerischen Plattling Gastgeber des ARGE-ALP-Vergleichskampfes der Länder, die in der Arbeitsgemeinschaft der Alpenregionen zusammengeschlossen sind. Die Ingolstädter Leichtathletik stellte insgesamt vier Wettkämpfer, wobei Elisabeth Glonegger und Alica Schmidt (beide MTV Ingolstadt) mit jeweils einem Einzel- und einem Staffelsieg als erfolgreichste Teilnehmerinnen einen wesentlichen Anteil am bayerischen Sieg mit 239,5 Punkten vor Südtirol (224 P.) und dem Tessin (166 P.) hatten.

Heftiger Regen und kühle Temperaturen verhinderten zum Abschluss der schon langen Saison zwar Spitzenleistungen, doch der direkte Kampf um Siege und Platzierungen lieferte den Zuschauern zahlreiche spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau.

Für die inzwischen 34 Jahr alte MTV-Athletin Elisabeth Glonegger bedeutete der Länderkampf aber nicht nur einen weiteren Einsatz im Trikot des bayerischen Leichtathletikverbandes, sondern einen glanzvollen Abschied vom Leistungssport nach einer erfolgreichen Karriere. Auf ihrer Spezialstrecke, den 100 Meter Hürden, war die amtierende bayerische Vizemeisterin auch in Plattling nicht zu schlagen. In guten 14,57 Sekunden blieb sie als einzige Starterin unter der 15-Sekunden-Marke und siegte mit deutlichem Vorsprung. Ähnlich souverän agierte die eigentlich noch der Jugendklasse angehörende Alica Schmidt. Das MTV-Talent ließ über 400 Meter der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und siegte in einem kontrollierten Rennen in 58,20 Sekunden mit einem Vorsprung von über einer Sekunde. Doch auch in den Staffelwettbewerben war auf beide MTV-Athletinnen Verlass. Nachdem sie über 100 m außer Konkurrenz startend in 12,65 Sekunden die insgesamt fünftbeste Zeit aller sechzehn Starterinnen erzielt hatte, wurde Elisabeth Glonegger vom BLV sowohl für die 4x100-Meter- als auch für die 4x400-Meter-Staffel nominiert. Als Startläuferin der Sprintstaffel sorgte sie für eine gute Ausgansposition ihres Teams, das in der zweitbesten Gesamtzeit von 49,01 Sekunden seinen Lauf gewinnen konnte. Eine fast schon symbolische Stabübergabe gab es dann beim abschließenden Staffellauf über die vier Stadionrunden. Elisabeth Glonegger übergab in ihrem letzten  Rennen auf dem zweiten Platz liegend den Stab an ihre sechzehn Jahre jüngere Vereinskameradin Alica Schmidt, die nach einer tollen Aufholjagd als Schlussläuferin das führende Team aus Südtirol noch auf der Ziellinie abfangen konnte. Mit 3:56,13 Minuten sprang für das bayerische Quartett sogar die drittbeste Zeit einer bayerischen Frauenstaffel in diesem Jahr heraus. Die dritte MTV-Starterin Michaela Hagl beendete das Diskuswerfen der Frauen mit 34,21 m auf dem sechsten Platz.

Ein Comeback feierte Langhürdler Michael Adolf (DJK Ingolstadt), der nach seiner überstandenen Sprunggelenksverletzung mit einem Einzel- und einen Staffeleinsatz erst jetzt seinen Saisoneinstieg hatte. Über 200 m belegte er in ansprechenden 22,49 Sekunden als bester bayerischer Starter den dritten Platz. Die 4x400-Meter-Staffel mit Adolf als Startläufer landete in 3: 27,89 Minuten ebenfalls auf Rang drei.

Beim Vergleich der sieben bayerischen Bezirke in Leutershausen stand Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) in der oberbayerischen  Auswahl des Jahrgangs 2002. Sie beendete ihr Rennen über 800 Meter in 2: 36,83 Minuten auf dem achten Rang im Mittelfeld.



Fotos: Göstl

Oberbayerische Block-MS U 14: MTV-Nachwuchs zeigte sich in Top-Form beim Saisonhöhepunkt

veröffentlicht um 30.08.2016, 08:38 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 31.08.2016, 16:22 ]

Kirchheim (tm) Die U 14 des MTV Ingolstadt bestätigte bei ihrem Saisonhöhepunkt, den oberbayerischen Blockmehrkampfmeisterschaften, ihren Formanstieg. Insgesamt brachten die Jungs und Mädels eine Medaille und drei Top-Ten-Platzierungen mit nach Hause und das trotz der übermächtigen Konkurrenz aus München. Aber besonders sollte die Entwicklung aller Athleten und Athletinnen hervorgehoben werden: So stellten die insgesamt 8 Teilnehmer des MTV die beachtliche Anzahl von 25 aus 40 möglichen neuen Bestleistungen auf.

Am erfolgreichsten bei den Jungs in der M 12 war Leon Windpassinger. Trotz verpatzten Hochsprungs (1,24 Meter, im Training vorher ist er schon 1,36 Meter gesprungen) konnte er die Bronzemedaille nach Hause retten. Besonders seine 4,60 Meter im Weitsprung, sowie die Steigerung seiner 60 Meter Hürdenzeit um eine halbe Sekunde auf 10,67sec zeigen sein enormes Potential im Sprint und Sprungbereich. Doch die Konkurrenz im eigenen Haus rückte ihm beim 75m Sprint gefährlich nah auf die Pelle: Felix Kraus blieb mit 10,80sec nur fünf Hunderstel hinter seinem Vereinskameraden und schob sich zwischenzeitlich mit einem sensationellen Speerwurf (28,91 Meter) auf die Medaillenränge. Die Steigerung seiner Bestleistung um über 10 Meter im Speerwurf bedeutet gleichzeitig Position fünf in der aktuellen oberbayerischen Bestenliste. Bei den M 13ern hielten Felix King und Daniel Kerner die Fahnen hoch. Für Felix King war es der erste Wettkampf überhaupt nach gerade einmal drei Wochen Leichtathletik. Dabei zeigte der hoch aufgeschossene Geisenfelder, welches Potential in ihm schlummert und landete auf Anhieb mit Platz 14 im Mittelfeld im Block Sprint/Sprung. Zwei Plätze vor ihm platzierte sich Daniel Kerner, der sich trotz anhaltender Wachstumsbeschwerden mit zwei neuen persönlichen Bestleistungen durch den Wettkampf kämpfte.

Bei den zwölfjährigen Mädchen zeigte Ronja Falkner, dass sie ein wahres Multitalent ist. Nur einen Tag nach ihrem zweiten Platz beim Waldlauf in Hitzhofen erreichte sie einen starken achten Platz im Block Sprint/Sprung, in dem sie sich in kaum einer Disziplin einen Ausreißer nach unten erlaubte. Ein Extra-Lob vierdiente sich Theresa Kaufmann, die in allen fünf Disziplinen neue persönliche Bestleistungen aufstellte und sich um über 100 Punkte steigern konnte. Ihre ein ältere Schwester Kathrin stach besonders durch ihre 1,36 Meter im Hochsprung hervor. Dabei zeigte sie besonders starke Nerven, denn schon bei 1,20 Meter brauchte sie alle drei Versuche. Am Ende stand ebenfalls eine Bestleistung im Block Sprint/Sprung und verfehlte mit 1976 Punkte knapp die 2000er-Marke.

Insgesamt zeigte sich, dass die Nachwuchsarbeit des MTV auf dem richtigen Weg ist und der Anschluss an die Großen in Oberbayern geschafft ist. Lediglich dass sich einige Athleten und Athletinnen am ersten Ferientag bereits auf den Weg in die Sonne befanden, verhinderte, dass sich dies auch in einer Mannschaftswertung niederschlug.

Fotos (vorübergehend - Systemfehler):

Quelle: Privat

DM Jugend Mönchengladbach: Gold für Aeschlimann – Schmidt und Basener in deutscher Spitze

veröffentlicht um 02.08.2016, 10:04 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 02.08.2016, 10:37 ]

Mönchengladbach (ebk) Gold für Stefanie Aeschlimann (MTV Ingolstadt) im Dreisprung, dazu Spitzenplatzierungen durch die weiteren Einzelstarter Alica Schmidt, Lisa Basener (beide MTV Ingolstadt) und Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen): So lautet die stolze Bilanz des Leichtathletiknachwuchses bei den deutschen Jugendmeisterschaften.

Bärenstark präsentierten sich die Talente aus der Region bei ihren nationalen Titelkämpfen in Mönchengladbach, allen voran Dreispringerin Stefanie Aeschlimann. Nachdem sie 2015 Gold in der Halle und Silber im Freien geholt hatte, ließ sie in diesem Jahr dem zweiten Platz in der Halle den Titel im Stadion folgen. Nach den diversen Problemen mit kleineren Verletzungen im Vorfeld war die Goldmedaille dabei alles andere als selbstverständlich. Nach einem ersten guten Versuch mit neuer Freiluftbestleistung von 12,61 Metern machte die Einserabiturientin mit dem zweiten Sprung dann bereits alles klar. Mit dem einzigen 13-Meter-Sprung einer deutschen Jugendlichen in diesem Sommer von genau 13,01 Metern setzte sie den anderen Teilnehmerinnen eine Marke, die zu einem deutlichen Sieg mit über 20 Zentimeter Vorsprung reichte. Die 13,01 Meter bedeuten nicht nur neue persönliche Bestleistung, sondern auch einen neuen oberbayerischen U 20-Rekord, nur einen Zentimeter von der bayerischen Jugendbestmarke entfernt. Dabei hatte es um den Sprung zuerst einige Aufregung gegeben. Zunächst wurden nur 12,01 Meter im System erfasst. „Aber man hat ja gesehen, dass es deutlich weiter war“, sagte die angehende Studentin, die vom Elf-Meter-Brett sprang. So wurde die Weite kurze Zeit später dank der biomechanischen Analyse auf den richtigen Wert korrigiert.

Selten hat man eine so zufriedene Viertplatzierte bei einer deutschen Meisterschaft gesehen wie Langsprinterin Alica Schmidt, die noch dem jüngeren U20-Jahrgang angehört. Über 400 Meter hatte sie bereits als Zweite ihres Vorlaufs in 56,21 Sekunden einen neuen Hausrekord aufgestellt und sich so sicher fürs Finale qualifiziert. Dort steigerte sich die MTV-Athletin nochmals deutlich. In 55,54 Sekunden kam sie auf dem eigentlich undankbaren vierten Platz ins Ziel, geschlagen nur von drei Läuferinnen aus der Staffel des DLV, die bei den U20 – Weltmeisterschaften als bestes europäisches Team auf dem vierten Platz gelandet war. Als deutlich Schnellste ihres Jahrgangs darf sich das erst 17 Jahre alte MTV-Talent nun über die Aufnahme in den Bundeskader freuen.

In der Jugend U18 wuchs eine weitere von MTV-Trainer Reinhard Köchl betreute Läuferin förmlich über sich hinaus. Über 3000 Meter pulverisierte Lisa Basener ihre bisherige Bestzeit um knapp zehn Sekunden und erreichte nach großem Kampf in 10:15,43 Minuten auf Rang sechs liegend das Ziel. Als bestplatzierte bayerische Läuferin nahm sie erfolgreich Revanche für die Spurtniederlage bei den Landesmeisterschaften und übernahm mit diesem Rennen die Führung in der bayerischen Rangliste. Es sollte für die MTV-Läuferin, die auch nächstes Jahr noch in der Jugend U18 startberechtigt ist, aber noch  besser kommen. Am zweiten Wettkampftag verfehlte sie über 1500 Meter Hindernis als Vierte in starken 5:03,79 Minuten das Treppchen nur knapp. Mit ihrer zweiten persönlichen Bestmarke - die alte war bei 5:07,59 Minuten gelegen - setzte sie als Schnellste ihres Jahrgangs ein deutliches Zeichen in Richtung Medaille für das nächste Jahr. Auch der zweite Starter in der Jugend U18 konnte voll überzeugen. Als Vorlaufzweiter konnte sich Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen) über 400 Meter in 50,10 Sekunden gerade noch für das A-Finale qualifizieren. Im Endlauf steigerte sich der Sprinter dann um fast eine halbe Sekunde und lief bis auf Rang sechs nach vorne. In 49,67 Sekunden blieb er nur eine Hundertstel über seiner persönlichen Bestleistung von den oberbayerischen Titelkämpfen vor vier Wochen.

Für die 4 x 100 – Meter – Staffel des MTV Ingolstadt war es wichtig, fürs nächste Jahr Erfahrung zu sammeln, da dann noch alle vier Läuferinnen in der U20 startberechtigt sind. Ohne Stefanie Aeschlimann, die wegen des zeitgleich statt findenden Dreisprungs auf einen Staffelstart verzichten musste, zogen sich Katharina Göbel, Alica Schmidt, Helen Linke und Sophie Eckl recht gut aus der Affäre. Als Fünfte ihres Vorlaufes verpassten sie zwar das Finale, in 49,54 Sekunden sprang aber dennoch eine mehr als achtbare Zeit heraus.

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Fotos: Kiefner

Saisonhöhepunkt bei den Kreismeisterschaften der U12: Kampfeswille mit Medaillen belohnt

veröffentlicht um 25.07.2016, 14:23 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 25.07.2016, 16:30 von Reinhard Köchl ]

Neufahrn (mp) Sechs mutige Athleten reisten am Samstag nach Neufahrn, um sich bei den Einzel-Kreismeisterschaften zu beweisen.

Aufgrund einer kurzfristigen Verletzung von Georg Harpf musste eine aussichtsreiche Jungen-Staffel leider abgemeldet werden. Dennoch gaben die mitgefahrenen Sportler ihr Bestes.
So konnte beispielsweise Luise Gröschler in der W11 den ersten Sieg des Tages für den MTV holen. Im Hochsprung zeigte sie eine schöne Technik und gewann mit 1,19m. Ebenfalls im Hochsprung angetreten ist Lucas Schmidt in der M10. Mit einer Höhe von 1,08m sicherte er sich die Bronzemedaille. Doch diese blieb nicht die einzige Medaille für Lucas: Auch beim Ballwurf sprang er mit 35m auf das dritte Treppchen. In der gleichen Altersklasse startete Artur Falkenberg. Er konnte sich im Endkampf beim Weitsprung im letzten Versuch nochmal um 20 Zentimezer steigern und schaffte mit 3,65 Meter den siebten Platz. Die gleiche Platzierung erlief er sich in einem starken 800m Lauf (Siegerzeit 2:47 min) mit 3:16 min. In der M11 zeigte Lio Szobries seine Mehrkampfqualitäten. Aufgrund einer Verletzung verzichtete er zwar auf den Weitsprung, lief aber nach einem harten Zweikampf zum Kreismeistertitel über die 800m in 3:02 min. Seine zweite Medaille sicherte er sich im Ballwurf mit 30m (Platz 3).Für Defne Colak war dies der erste Wettkampf in ihrer jungen Leichtathletik-Karriere. Zum Schnuppern absolvierte sie, genauso wie Claire Kansteiner, in der W10 den klassischen Dreikampf mit 50m, Ballwurf und Weitsprung. Bei allen Disziplinen schafften beide Ingolstädterinnen gute Platzierungen im Mittelfeld.

Als Trainerin blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diese Kreismeisterschaften zurück: Weinend, dass wir so schwach vertreten waren. Lachend, weil die angetretenen Athleten stets ihr Bestes gaben, Wettkampferfahrung sammeln konnten und auch nach einer „schlechten“ Disziplin nicht den Mut verloren haben, weiter zu kämpfen. DANKE!

Fotos: Privat

Heiko Middelhoff gewinnt Stadtlauf Traunreut: „Da war noch eine Rechnung offen“

veröffentlicht um 23.07.2016, 16:13 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 24.07.2016, 09:09 ]

Traunreut (rb) Eigentlich war der traditionsreiche und stimmungsvolle Stadtlauf in Traunreut für MTV-Laufass Heiko Middelhoff nur als harter Tempodauerlauf im Rahmen der Vorbereitung auf die Bayerischen Meisterschaften über 5000 Meter gedacht. Aber bei diesem Lauf, der erstmals über insgesamt 1500 Teilnehmer verzeichnen konnte, befand sich mit Robert Gruber vom BJAK`S Raidlight Running Team Austria auch einer der besten Langstreckler Österreichs.
Gruber hatte Middelhoff beim letzten Lauf der Ismaninger Winterlaufserie über 21,1 Kilometer hinter sich gelassen – was Heiko damals ziemlich wurmte. Und der Österreicher machte auch in Traunreut vom Start weg richtig Druck, so dass die Vorgabe „harter Tempodauerlauf“ schnell erledigt war. Der MTV-Läufer nahm den Fehdehandschuh auf und schaffte am Ende eine der schnellsten jemals gelaufenen Zeiten auf dieser Strecke. Am Ende waren es 22:13 Minuten für vermessene 7000 Meter und der Sieg vor Gruber (22:49 Minuten) sowie dem Drittplatzierten Florian Holzinger (TSV Palling; 22:59 Minuten).
Bei den Damen erlief sich die auch in Ingolstadt bestens bekannte Julia Viellehner ihren inzwischen fünften Sieg in sehr starken 24:45 Minuten. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Überdistanz passt und das Gerücht, dass es bei Heiko auch an der Startnummer gelegen haben könnte…
Fotos: Privat

Bayerische Meisterschaften Erding: Überragende Alica Schmidt und neun MTV-Medaillen

veröffentlicht um 21.07.2016, 00:36 von Martin Weinberger   [ aktualisiert 21.07.2016, 04:03 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Erding (ebk) Gleich 14 Medaillen – davon allein neun für den MTV Ingolstadt – gewannen die Leichtathleten aus der Region bei den bayerischen Titelkämpfen im schmucken Erdinger Stadion. Herausragend dabei die Doppelmeisterin Alica Schmidt (MTV Ingolstadt), mit zweimal Gold und einmal Silber erfolgreichste Teilnehmerin der Veranstaltung, Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt) sowie Celina Jelinek und Arne Leppelsack vom MTV Pfaffenhofen, die die insgesamt fünf Titel holten.

Bei den Frauen gelang Cornelia Griesche über 5000 Meter gegen die deutsche Spitzenläuferin Regina Högl (LG Region Landshut) ein souveräner Sieg. In 16:42,84 Minuten holte sie sich über diese Strecke ihren ersten bayerischen Titel. Als Zugabe gab es für die DJK-Läuferin, die nach ihrem mehrjährigen USA-Aufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehrt, dank einer gewohnt starken kämpferischen Leistung Bronze über 1500 m in 4:25,15 Minuten. Für Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) war es wohl die letzte bayerische Medaille über 100 m Hürden. Sie hat angekündigt, am Ende der Saison ihre Karriere zu beenden. Obwohl sie wegen einer Oberschenkelverletzung fast den ganzen Juni kein Sprinttraining absolvieren konnte, sicherte sie sich in 14,37 Sekunden (Vorlauf 14,33 Sekunden) hinter der 14 Jahre jüngeren Quelle-Athletin Katharina Winkler in einem knappen Rennen nochmals eine Silbermedaille. Kathleen Hollenberg (MTV Ingolstadt) verfehlte als Vorlaufsechste trotz Saisonbestzeit von 15,95 Sekunden den Finaleinzug. Einen guten Wettkampf absolvierte auch Werferin Michaela Hagl (MTV Ingolstadt). Eine Steigerung auf 38,43 Meter brachte ihr Bronze mit dem Diskus, 10,53 Meter mit der Kugel reichten für den sechsten Platz.

Die eindrucksvollste Vorstellung einer Ingolstädter Athletin lieferte jedoch U20-Starterin Alica Schmidt (MTV Ingolstadt) ab. Über 400 Meter erzielte sie in 56,29 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit und nahm dem restlichen Feld fast zehn Meter ab. Nur zwei Stunden später ein ähnliches Bild über die 800 Meter. Mit einer taktischen Meisterleistung hatte die MTV-Läuferin das Tempo niedrig gehalten, um für die kurz darauf anstehende Staffel nicht zu viele Körner zu verbrauchen. Auf der Zielgerade zog Schmidt dann das Tempo an, um in 2:24,44 Minuten als klare Siegerin hervorzugehen. Helen Linke, Stefanie Aeschlimann, Sophie Eckl und Alica Schmidt wollten über 4 x 100 Meter noch das Ticket für die U20-DM in zwei Wochen in Mönchengladbach buchen: In 48,85 Sekunden blieb das MTV-Quartett dann auch über eine halbe Sekunde unter der geforderten Norm. Nach einem durchwachsenen letzten Wechsel sicherte Alica Schmidt den MTV-Mädchen mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt als Sahnehäubchen sogar noch die Silbermedaille. In den Einzelrennen über 100 Meter hatten Eckl (12,96), Linke (13,05) und Kathrin Göbel (13,12) trotz ansprechender Zeiten zuvor die Halbfinalläufe knapp verpasst.

Zur tragischen Figur wurde Dreispringerin Stefanie Aeschlimann, die sich nach der Staffel beim Aufwärmen zum Dreisprung am Fuß verletzte. Als klare Favoritin musste sie sich so mit 11,78 Metern zufrieden geben und sich im Wettkampf der Frauen im letzten Versuch sogar noch vom ersten Platz auf den Silberrang verdrängen lassen. Für sie in die Bresche sprang Celina Jelinek (MTV Pfaffenhofen), die sich mit einer Steigerung auf 10,98 Meter völlig überraschend den U20-Titel im Dreisprung holte. Sofie Nixdorf (DJK Ingolstadt) steuerte als Dritte über 3000 Meter in 10:57,91 Minuten eine weitere Bronzemedaille zum guten Abschneiden der U20-Mädchen bei.

Zwei große Rennen mit neuen persönlichen Bestzeiten, die „nur“ mit Silber belohnt wurden, zeigte Lisa Basener (MTV Ingolstadt), die noch dem jüngeren U18-Jahrgang angehört. Am Samstag über 3000 Meter hatte die aus Oberhausen bei Neuburg stammende Schülerin bis zur letzten Runde das Tempo als Führende extrem hoch gehalten. Auf den letzten zweihundert Metern wurde sie zwar noch überspurtet, belegte in 10:24,54 Minuten aber mit weitem Vorsprung auf die restliche Konkurrenz den zweiten Platz. Über 1500 Meter am Sonntag lieferte sie sich nach einer verbummelten ersten Runde mit der haushohen Favoritin Barbara Plötz (Bad Kötzting) ein packendes Duell auf der Zielgerade. In 4:46,29 Minuten fehlten dem MTV-Talent am Schluss nur drei Hundertstelsekunden zum Sieg.

Mit dem dritten Silber der U18 des MTV Ingolstadt setzte Hochspringerin Jenny Birzl eine tolle Serie fort. Mit neuer Freiluftbestleistung von 1,64 Metern gewann sie bei den vier letzten bayerischen Titelkämpfen ihre vierte Medaille in Folge. Saisonbestleistung von 16,25 Sekunden über 100 m Hürden reichte der Karlshulderin als Vorlauffünfter nicht zum Finaleinzug. Ebenso erging es ihrer MTV-Kameradin Sophie Eckl trotz eingestellter persönlicher Bestzeit von 26,48 Sekunden über 200 Meter. Den Sprung unter die besten Acht schafften dagegen Marie Hedrich (DJK Ingolstadt) und Helen Linke (MTV Ingolstadt). Hedrich kam über 400 Meter in 60,46 Sekunden nach etwas zu vorsichtigem Beginn als Sechste ins Ziel. Linke zeigte mit 5,26 Metern ihr großes Potential beim Weitsprung und landete in einer knappen Entscheidung auf dem achten Rang.

Einen souveränen Sieg über 400 Meter holte der Pfaffenhofener Arne Leppelsack in der Jugend U18. In 49,80 Sekunden distanzierte er das Feld um über eine Sekunde und wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Auf der blauen Bahn im Erdinger Stadion glänzten drei weitere Läufer aus der Region, mussten sich aber jeweils nach großem Kampf mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben: Die U20-Jugendlichen Manuel Mand (MTV Ingolstadt) in 51,05 Sekunden über 400 Meter und Dominik Gunzl (MTV Pfaffenhofen) in 1:58,61 Minuten über 800 m, außerdem Fabian Riegelsberger (MTV Ingolstadt) bei seinem Meisterschaftsdebüt in 2:03,03 Minuten über 800 Meter (U18). Dazu belegte Maximilian Gloger (MTV Ingolstadt/U20) über 3000 Meter in 9:41,66 Minuten den sechsten Platz.

In den technischen Wettbewerben kamen die Pfaffenhofener Brüder Benno und Lukas Brandstetter mit 11,34 und 11,05 Metern im Dreisprung (U18) auf die Plätze sechs und sieben. Im Diskuswerfen (U20) erzielte Vincent Igl (MTV Ingolstadt) mit 37,89 Metern zwar einen neuen Hausrekord, verpasste aber den Endkampf um die Winzigkeit eines Zentimeters und wurde Neunter.

Erwartungsgemäß ohne Medaille blieben die ersatzgeschwächten Männer, bei denen die Hürdenspezialisten Michael Adolf (DJK), Mario Saur und Victor Schmieder (beide MTV) verletzungsbedingt passen mussten. So waren nur noch vier Athleten des MTV Ingolstadt am Start. Heiko Middelhoff holte mit Rang fünf über 5000 Meter in 15:15,40 Minuten die beste Platzierung. Martin Stier wurde mit persönlicher Bestzeit von 16:14,24 Minuten Elfter. Jonas Zweck kam in Saisonbestzeit von 3:56,780 Minuten über 1500 Meter als Zehnter ins Ziel, während Zehnkämpfer Alexander Gilch das Speerwerfen mit ansprechenden 52,48 Metern als Siebter beendete.


Fotos: Kiefner, Göstl

Stefanie Aeschlimanns Wunschtraum: Noch drei perfekte Sätze

veröffentlicht um 15.07.2016, 13:55 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Leichtathletin schreibt über Leichtathletin: Genauso war es am vergangenen Donnerstag, als der „Donaukurier“ eine große Story über die derzeit erfolgreichste MTV-Leichtathletin Stefanie Aeschlimann veröffentlichte. Ihre Vereinskameradin Helen Linke, die derzeit in Praktikum in der Mantelredaktion des „Donaukurier“ absolviert, stieß mit ihrem Vorschlag, doch ein Portrait über die Deutsche Vizemeisterin im Dreisprung zu schreiben, auf offene Ohren. Das Resultat von Helens Arbeit wollen wir Ihnen natürlich auch auf unserer Leichtathletik-Homepage nicht vorenthalten.

Ingolstadt (DK) Einmal war Stefanie Aeschlimann schon ganz nah dran. Im vergangenen Jahr gewann sie in der Halle den Dreisprung-Titel bei den deutschen Jugendmeisterschaften. Unter freiem Himmel reichte es allerdings nur zu Rang zwei. In zwei Wochen greift die neue bayerische Juniorenmeisterin erneut nach Gold.

Mit einer persönlichen Hallen-Bestweite von 12,96 Metern im italienischen Padova im Februar und 12,55 Metern am vergangenen Wochenende in Hösbach bei den bayerischen U-23-Titelkämpfen rechnet sich Aeschlimann für die deutschen Jugendmeisterschaften in zwei Wochen in Mönchengladbach einiges aus. Als "Wunschweite" nennt sie ein Ergebnis zwischen 12,70 und 12,80 Metern. "Ich freue mich sehr auf die Wettkämpfe und kann es kaum erwarten", sagt sie.

Im September 2005 fing alles an: Als Teilnehmerin eines Turnmehrkampfes, bei dem sowohl Turn- als auch Athletikdisziplinen wie Weitsprung und Sprint gefordert waren, entdeckte die Ingolstädterin ihre Leidenschaft für die Leichtathletik. Kurz darauf absolvierte die heute 19-Jährige ein Probetraining beim MTV Ingolstadt. "Ich merkte schnell, dass mir die Leichtathletik mehr liegt als das Turnen", erinnert sie sich. Ihre ersten Wettkämpfe absolvierte sie im Dreikampf (50 Meter Sprint, Weitsprung und Schlagballwurf).

Zum Dreisprung wechselte Aeschlimann erst im Jahr 2012. Damals absolvierte sie im Alter von 14 Jahren unter dem kürzlich verstorbenen Trainer Peter Rak verschiedene Sprungübungen im Training. "Die Übungen haben mir Spaß gemacht, ich habe dann den Dreisprung einfach mal ausprobiert." Schnell stellten sich bei Wettkämpfen die ersten Erfolge ein. Folglich fokussierte sich Aeschlimann fortan immer mehr auf die Disziplin. Dennoch ist sie ein Multitalent - noch im Jahr 2012 wurde die Ingolstädterin bayerische Jugendmeisterin im Siebenkampf.

Von Januar bis Oktober 2013 absolvierte Aeschlimann ein Gastschuljahr in Neuseeland, wo sie ebenfalls an landesweiten Wettkämpfen teilnahm. Bei den neuseeländischen Meisterschaften hätte jeder ihrer fünf Sprünge für den Sieg gereicht, somit darf sich Aeschlimann internationale neuseeländische Meisterin nennen. Die damals 16-Jährige besuchte das Nayland College in Nelson.

Aber Aeschlimann musste in ihrer noch jungen sportlichen Karriere auch schon Rückschläge verkraften: Im Jahr 2014 hatte sie sich für die deutschen Jugendmeisterschaften in Bochum-Wattenscheid qualifiziert, zog sich dann aber eine Woche vor dem Wettkampf einen Muskelfaserriss zu. Die Ingolstädterin trat dennoch an - und musste den Wettkampf nach dem ersten Sprung enttäuscht abbrechen. Im Folgejahr ging es aber wieder bergauf: Aeschlimann gab ihr Debüt in der Nationalmannschaft beim U-20-Ländervergleich, bei dem Deutschland gegen Frankreich und Italien antrat. Beim Wettkampf im italienischen Padua siegte sie im Dreisprung mit neuer Bestleistung von 12,96 Metern und trug so ihren Teil zum deutschen Gesamterfolg bei. Doch Aeschlimann will mehr: "Mein Ziel ist es, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen." Diesbezüglich ist sie auf einem guten Weg.

Zu ihrem Trainer beim MTV Ingolstadt, dem Neuburger Reinhard Köchl, hat sie ein sehr gutes Verhältnis: "Wir verstehen uns prima. Anfang der Saison gab es ein paar Schwierigkeiten mit dem Sprung an sich, aber durch intensives Training wurde es immer besser. Wir werden dennoch weiter hart arbeiten", sagt die 19-Jährige. "Das Training macht viel Spaß, zudem werde ich von allen Seiten unterstützt. Ich finde es toll, gemeinsam mit dem Team auf Wettkämpfe zu fahren."

Seit ihrem erfolgreichen Abitur im Juni dieses Jahres trainiert Aeschlimann achtmal pro Woche. Sie versucht, nebenbei aber auch noch die Zeit mit ihren Freunden zu genießen, bevor sich viele Wege mit Studienbeginn trennen. Genaue Pläne für die Zukunft hat die 19-Jährige noch nicht, aber sie möchte auf jeden Fall studieren und weiterhin viel Sport treiben, "denn der steht bei mir ganz oben".

Natürlich hat Aeschlimann auch Vorbilder. "Die Leichtathletik-EM habe ich selbstverständlich verfolgt, nicht nur den Dreisprung, denn die anderen Disziplinen interessieren mich auch." Als sie den Überraschungs-Europameister Max Heß springen sah, habe sie sich gedacht: "So würde ich auch gern springen können." Ihre größten Idole sind jedoch keine Leichtathleten - sondern überraschenderweise American-Football-Spieler. "Quarterback Tom Brady und Julian Edelman, Wide Receiver, von den New England Patriots. Über beide wurde damals gesagt, dass aus ihnen nichts wird, sie sind aber trotzdem drangeblieben und haben es geschafft, das zu erreichen, was sie erreichen wollten. Das bewundere ich sehr", sagt Aeschlimann.

Von Helen Linke

Archivfoto: Windpassinger

DM Senioren: Martina Jotz souverän zum Titel, Kolesa gewinnt zwei Mal Silber, Lenz Bronze

veröffentlicht um 13.07.2016, 12:56 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Leinefelde (ebk) Mit einer hervorragenden Bilanz warteten die Ingolstädter Leichtathletiksenioren bei ihren deutschen Meisterschaften auf. So überzeugten in Leinefelde (Thüringen) vor allem die MTV-Athleten, bei denen alle drei Teilnehmer zu Medaillenehren kamen.

Auch in ihren neuen Altersklasse W 40 gewann die mehrfache deutsche Seniorenmeisterin der letzten Jahre Martina Jotz auf Anhieb den nationalen Titel. Mit 42,21 Metern dominierte sie im Speerwurf ihre Konkurrentinnen nach Belieben  und siegte am Ende mit fast acht Metern Vorsprung auf die Zweitplatzierte.  Ihre Vereinskameradin Gerlinde Kolesa sicherte sich über die Mittelstrecken mit zwei Mal Edelmetall schon ihre vierte DM-Medaille in diesem Jahr. Über 800 Meter und 1500 Meter kam sie in der Klasse W 60 jeweils als Zweite ins Ziel. Ihrer Zeiten: 2:46,66  und 5:46,46 Minuten. Auf den gleichen Strecken war auch Miguel Lenz bei den Senioren M 45 unterwegs. 2:10,24 Minuten über 800 Meter bedeuteten den siebten Platz, starke 4:21,81 Minuten über 1500 Meter brachten den MTV-Läufer sogar den Bronzerang. Der vierte Starter aus der Region, Günter Aubele (DJK Ingolstadt) schloss das Diskuswerfen der Senioren M60 mit 42,09 Metern auf dem sechsten Platz ab.

Archivfotos: Windpassinger

BM U 23/U 16 Hösbach: Gold für Aeschlimann, Silber für Graßl, Bronze für Hagl

veröffentlicht um 13.07.2016, 12:44 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 13.07.2016, 14:55 ]

Hösbach (ebk) Mit sechs Medaillen im Gepäck kehrte der Ingolstädter Leichtathletik-Nachwuchs von den bayerischen Meisterschaften der Junioren (U23) und der Jugend (U16) aus dem unterfränkischen Hösbach zurück. Herausragend waren dabei Stefanie Aeschlimann (MTV Ingolstadt) mit einem neuen oberbayerischen Jugendrekord im Dreisprung und die zweifache Medaillengewinnerin Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) auf den längeren Strecken.

Bei den Juniorinnen (U23) zeigte Stefanie Aeschlimann im Dreisprung wieder aufsteigende Form. Als klare Siegerin steigerte sie nach einer Phase von vielen kleinen Verletzungen, die ein geregeltes Training deutlich erschwerten, ihre persönliche Freiluftbestleitung auf 12,55 Meter und verbesserte damit ihren eigenen oberbayerischen Jugendrekord. Vor allem der letzte Sprung zeigte, dass Aeschlimann die technischen Probleme der zurückliegenden Wochen allmählich wieder in den Griff bekommt. Mit dieser Weite dürfte sie sowohl bei den nächste Woche anstehenden bayerischen Meisterschaften der Frauen als auch bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach zu den heißen Medaillenkandidatinnen zählen. Beim Speerwerfen musste sich die 19 Jahre alte MTV-Athletin mit 36,05 Metern mit dem vierten Platz zufrieden geben, wobei viele bessere Versuche vom Kampfgericht ungültig gegeben wurden.

Der Mut von Valerie Griesche, einen Doppelstart zu riskieren, wurde in Hösbach mit zwei Medaillen belohnt. Am Samstag dominierte sie das Rennen über 3000 Meter und kam in 10:16,18 Minuten als klare Siegerin ins Ziel. Am Sonntag belohnte sich die DJK-Läuferin über 1500 Meter in 4:50,81 Minuten mit der Bronzemedaille. Die einzige Medaille in einer Wurfdisziplin ging auf das Konto von Michaela Hagl (MTV Ingolstadt). Sie schleuderte den Diskus auf 36,94 Meter und gewann damit ebenfalls Bronze. 10,76 Meter mit der Kugel bedeuteten dazu Rang sechs.

In den Bewerben der Jugend U 16 glänzten die Ingolstädter Talente vor allem in den Laufdisziplinen. Mit einer deutlichen Verbesserung seines Hausrekords auf 11,90 Sekunden erreichte Daniel Graßl (MTV Ingolstadt) das Finale über 80 Meter Hürden (M 14). Dort konnte er sich nochmals steigern und holte in 11,83 Sekunden überraschend Silber. In seiner Spezialdisziplin 100 Meter zwang Graßl eine Verletzung im Oberschenkel zur Aufgabe. Johanna Borris (DJK Ingolstadt) bestätigte ihre gute Form von den oberbayerischen Titelkämpfen und holte wie schon Im MTV-Stadion über 2000 Meter (W15) in 6:57,03 Minuten die Bronzemedaille. Ihre Vereinskameradin Laura Schiffner verfehlte trotz neuer Bestzeit von 42,03 Sekunden über 300 Meter (W15) das Podest knapp und landete auf Rang vier. Spitzenresultate erreichten auch die Läufer des MTV Ingolstadt aus dem jüngeren U16-Jahrgang. Über 3000 Meter belegten Moritz King (10:31,04 Minuten) und Dario Horak (10:55,27 Minuten) die Ränge vier und sieben. Susanne Göbel kam über 800 Meter in 2:29,95 Minuten auf den fünften Platz.

Fotos: Premru, Kiefner

Oberbayerische Meisterschaften im MTV-Stadion und Block-DM Aachen: Starker Nachwuchs

veröffentlicht um 06.07.2016, 03:57 von Martin Weinberger   [ aktualisiert 06.07.2016, 16:09 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]

Ingolstadt (ebk) In guter Form zeigte sich der heimische Leichtathletik-Nachwuchs bei den Oberbayerischen Meisterschaften U 20/U 16 im MTV-Stadion und den nationalen Titelkämpfen in den Schüler-Blockwettkämpfen in Aachen.

Die wertvollste Leistung bei den mit weit über 300 Teilnehmern besetzten Bezirksmeisterschaften zeigte dabei Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) im Rennen über 300 Meter (W 15). Bei ihrem Sieg in 42,14 Sekunden unterbot sie die Norm für die deutschen U 16-Meisterschaften, die Mitte August in Bremen stattfinden werden. Dazu gingen bei der männlichen Jugend U 20 alle Goldmedaillen auf den Laufstrecken von 200 bis 3000 Meter an Starter aus der Region. Gold auf den Langsprintstrecken holten dabei sogar zwei Talente, die noch in der Jugend U 18 startberechtigt wären. Erik Thees (MTV Ingolstadt) sicherte sich in 23,62 Sekunden den Titel über 200 Meter, Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen) unterbot als Sieger über 400 Meter in starken 49,82 Sekunden einmal mehr die DM-Norm seiner Klasse. Dritter in diesem Rennen wurde Manuel Mand (MTV Ingolstadt), der in 50,52 Sekunden persönliche Bestzeit erzielte. Die 800 Meter gingen mit Dominik Gunzl, der sich in ansprechenden 2:02,14 Minuten im Schlussspurt durchsetzte, wieder an einen Läufer aus Pfaffenhofen. Über 3000 Meter kam es sogar zu einem Schanzer Doppelsieg. Johannes Stahr (Life Park Max) verwies Maximilian Gloger (MTV) mit 9:27,04 zu 9:28,74 Minuten auf den zweiten Rang. Den sechsten Titel holte sich Moritz King (MTV Ingolstadt) bei seinem Debüt über 3000 Meter (U16) in 10:29,23 Minuten.

Auf den Sprint- und Laufstrecken gab es weiteres Edelmetall für die Talente der DJK Ingolstadt. Tim Bergmann musste sich über 800 Meter (U 16) in 2:08,89 Minuten ebenso wie seine Vereinskameradin Sofie Nixdorf (U 20) in 2:23,75 Minuten nur knapp geschlagen mit dem zweiten Platz begnügen. Zweite über 400 Meter (U 20) wurde mit Marie Hedrich eine weitere DJK-Sprinterin. Sie durchbrach in 59,94 Sekunden erstmals die Schallmauer von einer Minute über die Stadionrunde. Johanna Borris gewann in einem mutigen Rennen über 2000 Meter (U 16) in 6:56,87 Bronze ebenso wie ihre gleichaltrige DJK-Kameradin Carolina Reischl in 13,32 Sekunden über 100 Meter. Die einzige Medaille in einer Sprungdisziplin ging an Jenny Birzl (MTV Ingolstadt), die den Hochsprung der Jugend U 20 mit 1,55 Metern auf dem zweiten Platz beendete. Silber und Bronze gab es beim Diskuswerfen. Zweite wurde Lisa Graßl (U 16) vom TSV Reichertshofen mit 22,11 Metern, einen dritten Rang holte Kathrin Göbel (U 20) vom MTV Ingolstadt mit 27,35 Metern.

Die weiteren Spitzenplätze: Jugend U 20 (männlich): Dreisprung: 4. Lukas Brandstetter 10,94 m.  5. Benno Brandstetter (beide MTV Pfaffenhofen) 10,45 m. Jugend U 20 (weiblich): 200 m: 5. Sophie Eckl 26,48 sec. Schüler M 15: Speerwurf: 6. Marco Basener 20,87 m.  Schülerinnen W 15: 300 m Hürden: 6. Laura Böttcher (alle MTV Ingolstadt) 56,06 sec. Kugelstoß: 6. Lisa Graßl (TSV Reichertshofen) 8,31 m. Speerwurf: 6. Graßl 24,98 m. Schülerinnen W14: Weitsprung: 6. Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) 4,43 m.

Der einzige Ingolstädter Starter bei den deutschen Meisterschaften in den Fünfkämpfen in Aachen zeigte eine sehr ansprechende Leistung. Trotz widriger Umstände mit starkem Gegenwind über 100 Meter verfehlte Daniel Graßl (MTV Ingolstadt) im Block Wurf (M 14) seine persönliche Bestmarke nur um einen Punkt. 4,90 Meter beim Weitsprung, 27,25 Meter mit dem Diskus, 12,43 Sekunden im Hürdenlauf, 9,31 Meter mit der Kugel und 12,21 Sekunden über 100 Meter ergaben am Schluss 2503 Zähler und einen guten 23. Platz  bei seiner ersten DM-Teilnahme
Archivfotos: Premru, Rieger


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