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MTV Meet-IN 2013: Ein Leichtathletik-Fest beim MTV Ingolstadt

veröffentlicht um 12.03.2015, 06:19 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 29.01.2017, 05:32 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]
Ingolstadt (ebk) Einen stimmungsvollen Leichtathletikabend mit zahlreichen Spitzenleistungen auf internationalem Niveau erlebten die rund 500 Zuschauer bei der 12. Auflage des MTV Meet-IN. Neben dem traditionell gut besetzten Stabhochsprung der Männer, bei dem Malte Mohr (TV Wattenscheid) seinen Vorjahressieg wiederholte, setzten vor allem Läufer aus Kenia und Namibia, aber auch deutsche Nationalmannschaftsathleten die Glanzlichter.
Malte Mohr kam mit 5,70 m zwar nicht an seine Siegeshöhe von 2012 heran, doch mit vier Springern über 5,50 m war das Niveau des Stabhochsprung-Wettbewerbs deutlich besser als im Vorjahr, als 5,43 m noch zum dritten Platz gereicht hatten. Mit der Einstellung der geforderten WM-Norm von 5,70 m wird der Wahlmünchner Mohr wohl auch dieses Jahr die Tradition fortsetzen, dass der Meet-IN-Sieger beim folgende Großereignis, sei es EM, WM oder Olympia, zu sehen sein wird. Hinter Mohr stellte Tobias Scherbath (Bayer Leverkusen), der einen sehr starken Eindruck hinterließ, mit 5,60 m seine Saisonbestleistung ein. Zwei U23-Junioren folgten höhengleich auf den Rängen drei und vier. Die Nase hatte dabei der Sindelfinger Florian Gaul vorne. Mit 5,50 m steigerte er seine persönliche Bestleistung um 10 cm und rangierte damit vor Daniel Clemens (Zweibrücken), der mit 5,50 m seinen Hausrekord einstellte. Der Dritte des Vorjahres Kim Yoo-Suk (Südkorea) musste sich mit 5,20 m den sechsten Platz mit Youngster Jonas Efferoth (Bayer Leverkusen) teilen, Fünfter mit 5,40 m wurde der Brandenburger U23-Athlet Carlo Paech.
 Zu einer Demonstration kenianischer Stärke geriet der 800 m-Lauf der Männer. Moses Kibet und Richard Kiplagat lieferten sich ein bis zum Schluss spannendes Rennen, das Kibet in einer Spitzenzeit von 1:46,93 zu 1:47,69 Minuten für sich entscheiden konnte. Die kürzeren Strecken standen ganz im Zeichen der Athleten aus dem südlichen Afrika, die zu den beiden Staffeln auch vier der sieben Sprintrennen für sich entscheiden konnten. So gewann Alysa Conley (Südafrika) die 100 m der Frauen in 12,02 Sekunden, die 200 m gingen an Globine Mayova (Namibia), die in der Spitzenzeit von 23,77 Sekunden, eine halbe Sekunde schneller als letztes Jahr, ihren Vorjahressieg wiederholte. Bei den Männern überzeugten ebenfalls zwei Langsprinter aus Namibia. Ernst Narib entschied die 400 m in 47,84 Sekunden für sich, Jesse Uri-Khob die 200 m in 21,30 Sekunden. Hier beeindruckte der blinde Namibier Ananias Shikongo, der geführt von seinem Guide in 23,03 Sekunden (!) als Fünfter das Ziel erreichte.
Im 100 m-Sprint mussten sich die Afrikaner jedoch dem mehrfachen deutschen Sprintmeister Christian Blum (TV Wattenscheid) beugen, der sich nach einer verkorksten Hallensaison mit Saisonbestzeit von 10,43 Sekunden bei Windstille wieder für das National-Team empfahl. Die 400 m der Frauen gingen an Favoritin Karoline Pilawa (LG Stadtwerke München) in 56,00 Sekunden. Das hohe Niveau auf den Sprintstrecken bekam auch Lokalmatadorin Elisabeth Glonegger (MTV Ingolstadt) zu spüren, die nach einer überstandenen Sommergrippe über etwas fehlende Spritzigkeit klagte. Zwar war sie über 100 m Hürden in 13,96 Sekunden eine knappe Zehntelsekunde schneller als bei ihrem Sieg im Vorjahr, musste sich aber hinter ihrer Münchner Rivalin Christine Muckenthaler (PB mit 13,81 Sekunden) mit dem zweiten Platz begnügen. Mit 5,51 m im Weitsprung holte Glonegger dann aber einen von zwei ersten Plätzen für die Ingolstädter Leichtathletik in der Aktivenklasse. Der zweite Sieg ging an die frischgebackene deutsche U23-Meisterin Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt), die das 1500 m-Rennen in guten 4:35,57 Minuten klar für sich entscheiden konnte.
Bei den Männern präsentierte sich EM-Teilnehmer Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) in einer sehr guten Verfassung. Nur eine Stunde nach seinem Sieg über 1500 m in 3:49,40 Minuten sicherte er sich mit einem starken letzten Kilometer den ersten Platz über 3000 m in Saisonbestzeit von 8:09,00 Minuten. Auch die Frauen- Siegerzeit von 9:41,60 Minuten seiner Vereinskameradin Steffi Volke konnte sich sehen lassen. Aus lokaler Sicht gab es noch einige schöne Resultate für MTV-Athleten: Thomas Rieger auf dem vierten Platz im Weitsprung mit 6,41 m, Jennifer Weiherer als Fünfte über 200 m (25,95 Sekunden), Miguel Lenz als Sechster über 1500 m in 4:20,36 Minuten und Thomas Riedlmüller als Achter über 200 m in 23,29 Sekunden.
Sehr stark zeigten sich zwei MTV-Talente in den Nachwuchsklassen. Luis Windpassinger über 100 m (11,72 Sekunden) und im Weitsprung (6,26 m) sowie Alica Schmidt über 800 m in 2:21,89 Minuten gewannen als U16-Jugendliche bei der Jugend U18 gegen ältere Konkurrenz. Weitere Siege für den regionalen Nachwuchs holten Christopher von Stelzer (SC Reichertshofen) über 1000 m in der Jugend U20 und Antonia Richter (SV Zuchering) im Weitsprung U18. Zwei zweite Plätze gingen an Helen Linke (MTV) im Weitsprung und über 100 m (U18). Dritter wurden Dominik Gunzl (LG Donau/Ilm) über 1000 m (U18) und die erst 13 Jahre alte Lisa Basener (MTV) im 800 m-Lauf (U18).


Fotos: Kiefner