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„Nacht des Sports“: Fußball, Fußball, Fußball und einige adrette Bayerncup-Mädchen

veröffentlicht um 17.04.2016, 07:28 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 22.01.2017, 09:31 ]
Ingolstadt (rk) Sie waren der Blickfang des Abends, häufiger als viele andere fotografiert und ebenso charmant wie schlagfertig auf der Bühne. Die Bayerncup-Siegerinnen der U 20 des MTV 1881 Ingolstadt vertraten bei der „Nacht des Sports“ im Stadttheater die Sportart Leichtathletik in jeder Hinsicht würdig. Aber Stefanie Aeschlimann, Alica Schmidt, Helen Linke, Jenny Birzl und Franziska Dumann (Sophia Eberle und Theresa Köchl studieren mittlerweile in Köln beziehungsweise Berlin) hatten bei der alljährlich von der IZ Regional und dem Sportamt veranstalteten Gala einen ziemlich schweren Stand.
Dass die erfolgreichen jungen Frauen von den Lesern der IZ Regional bei den Jugendmannschaften des Jahres 2015 auf den dritten Platz gewählt wurden, muss man angesichts der übermächtigen Rolle, die Fußball und Eishockey mittlerweile in der Schanz spielen, schon als Erfolg verbuchen. Dabei weiß natürlich niemand, ob die MTV-Mädchen wegen ihrer herausragenden sportlichen Leistungen oder vielleicht sogar hauptsächlich wegen ihres adretten Äußeren einige Stimmen mehr als die Konkurrenz bekamen. Gewonnen hat in dieser Kategorie jedenfalls die männliche Fußball-U 19 des FC 04, gefolgt von den Schützinnen der SSG Mittelbayern Ingolstadt (Platz zwei und drei bei den Bayerischen Meisterschaften).
Die restlichen MTV-Nominierten landeten unter „ferner liefen“. Stefanie Aeschlimann, 2015 Deutsche Jugend-Hallenmeisterin, Deutsche Jugend-Vizemeisterin, fünf Mal Bayerische Meisterin und damit eine der erfolgreichsten Sportlerinnen Ingolstadts, blieb bei der Wahl zum „Jugendsportler des Jahres“ ebenso auf den hinteren Rängen wie Michael Adolf von der DJK Ingolstadt, der seine Heimatstadt immerhin bei den U 20-Europameisterschaften in Schweden über 400 Meter Hürden vertrat. Auch die männliche U 18-Staffel des MTV, die über 4 x 200 Meter Bayerischer Meister wurde, ging leer aus. Gerlinde Kolesa, die Deutsche Crosslaufmeisterin in der W 60, kam bei den Frauen nicht unter die ersten Drei. Hier triumphierte erneut der Fußball in Gestalt von Stefanie Hamberger vom FC 04. Dass mit Triathletin Maria Paulig eine ehemalige MTV-Läuferin auf dem zweiten Platz landete, versöhnte zwar ein bisschen, blieb aber allenfalls eine Randerscheinung.
Ansonsten: Fußball, Fußball, Fußball, ein bisschen Eishockey (denn der ERCI schnitt bekanntlich in der zurückliegenden Bundesligasaison nicht ganz so erfolgreich ab) und dann wieder Fußball. FC 04-Kapitän Marvin Matip gewann die Wahl zum „Sportler des Jahres“ – hier kämpfte Seniorenweltmeister Albert Walter (MTV) auf verlorenem Postenund der FC 04 Ingolstadt wurde selbstverständlich „Mannschaft des Jahres“, während die MTV-Crosslauf-Senioren mit Miguel Lenz, Denis Mietzsch und Jean-Jacques Faurie, der Deutsche Mannschaftsmeister 2015, nie eine echte Chance hatten.
Zwar war bei den Interviews beim „Ball des Sports“ stets von der „Vielfalt des Sports“ in Ingolstadt die Rede. Die Realität sieht jedoch anders aus. Nicht zuletzt die Leichtathleten wissen nach ihrem bislang weitgehend ignorierten Wunsch nach einer Leichtathletikhalle, dass in der „Sportstadt Nummer eins in Bayern“ längst Fußball und Eishockey den Ton angeben.

Fotos: Windpassinger
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