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MTV Meet-IN 2019: Maximilian Bayer glänzt mit deutscher Jahresbestleistung

veröffentlicht um 10.06.2019, 06:00 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 10.06.2019, 06:00 ]
Ingolstadt (ebk) Zwei deutsche Jahresbestleistungen drückten dem 18. MTV-Meet IN vor rund 500 Zuschauern den Stempel auf. Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen) katapultierte sich als Sieger des hochklassigen Stabhochsprung-Wettbewerbs über 5,71 Meter, Lokalmatador Maximilian Bayer (MTV Ingolstadt) rannte über 110 Meter Hürden mit 13,61 Sekunden die zweitbeste Zeit seiner Karriere.

„Es hätte mich sehr gewundert, wenn er die 5,71 Metern heute bei diesen Bedingungen nicht gesprungen wäre“, meinte eine sichtlich zufriedene Bundestrainerin Christine Adams, nachdem ihr Schützling Bo Kanda Lita Baehre bei seinem Debüt im Ingolstädter MTV-Stadion die WM-Norm gesprungen war. In einem eindrucksvollen Wettkampf ohne Fehlversuch hatte der erst 20 Jahre alte Leverkusener nach gelungene Sprüngen über 5,40 und 5,60 Meter bereits mit seinem dritten Sprung das WM-Ticket gelöst. Der nur ein Jahr ältere Philipp Kass (Werder Bremen) belegte mit 5,35 Meter den zweiten Platz und scheiterte nur knapp an der U23-EM-Norm von 5,40 Metern. Hinter den beiden Junioren folgten höhengleich mit 5,25 Metern Jakob Köhler-Baumann (LG Filstal), Malte Mohr (TV Wattenscheid) und der Zweite des Vorjahres Daniel Clemens (LAZ Zweibrücken).

Neben dem Stabhochsprung mit der eindrucksvollen Demonstration von Bo Kanda Lita Baehre gab es beim 18. MTV-Meet IN für die begeisterten Zuschauer eine weitere Spitzenleistung zu feiern. Lokalmatador Maximilian Bayer (MTV Ingolstadt) lieferte wie der Leverkusener Athlet eine neue deutsche Jahresbestleistung ab. Schon im Vorlauf über 110 Meter Hürden setzte sich Bayer mit 13,61 Sekunden, der zweitbesten Zeit seiner erfolgreichen Karriere, an die Spitze der aktuellen deutschen Bestenliste. Im Finale bestätigte er mit 13,73 Sekunden seine gute Form und verwies Martin Vogel (LAC Chemnitz), der in Saisonbestleistung von 13,93 auch unter 14 Sekunden bleiben konnte, und Altmeister Jan Schindzielorz (LG Forchheim/14,32 Sekunden) auf die Plätze. „Mit dieser Zeit hätte ich zu diesem frühen Saisonzeitpunkt noch nicht gerechnet“, freute sich der sympathische MTV-Athlet. Die Umstellung von acht auf sieben Schritte Anlauf in Richtung erster Hürde hat sich für ihn auf alle Fälle gelohnt. Auf einmal erscheint auch die WM-Norm nicht mehr so weit entfernt: 13,46 Sekunden fordert der DLV für einen Startplatz in Katar.

Der im Vergleich zu den Vorjahren höheren Zuschauerzahl stand eine deutlich geringere Teilnehmerzahl bei den Lauf- und Sprungwettbewerben gegenüber. Nachdem viele bayerische Spitzenathleten wegen der zahlreichen Wettkämpfe an diesem Wochenende auf einen Start in Ingolstadt verzichtet hatten, gaben auf vielen Strecken internationale Starter den Ton an. Die 400 Meter der Frauen gingen in starken 54,71 Sekunden an Tereza Petrzilkova aus Tschechien, die 800 Meter der Männer an ihren Landsmann Jiri Gregor, der nach 1:54,16 Minuten ins Ziel kam. Die Stadionrunde bei den Männern holte sich souverän Rene Acker Pernek (Slowenien) in 50,27 Sekunden.

Rühmliche Ausnahmen aus bayerischer Sicht waren die Springer der LG Stadtwerke München: Nachdem er über 100 Meter in 10,74 Sekunden die beste Zeit bei den Männern abgeliefert hatte, gewann Yannik Wolf mit 7,35 Meter auch den Weitsprung vor seinem weitengleichen Mannschaftskameraden David Faltenbacher. Paul Walschburger (LG Stadtwerke München) überzeugte beim Dreisprung der Männer mit 15,66 Meter, der aktuell zweitbesten Weite eines deutschen Springers. Auch die 6,18 Meter von Weitsprungsiegerin Tina Pröger (TSV Zirndorf) können sich auf nationaler Ebene durchaus sehen lassen. Die wertvollste Sprintzeit auf den kürzeren Distanzen ging auf das Konto von Katharina Eich (SSV Ulm), die die 200 Meter in 24,69 Sekunden dominierte. Dort wurde Laura Böttcher (MTV Ingolstadt) in 26,55 Sekunden Dritte. Die beste Leistung im Nachwuchsbereich gelang dem U18-Weitspringer Simon Batz (LG Landkreis Kelheim), der erst nach 7,05 Metern in der Grube landete.

Auch aus regionaler Sicht gab es zahlreiche gute Ergebnisse zu sehen. Fabian Schäffler gewann die 200 Meter der Männer in neuem Hausrekord von 22,57 Sekunden. Der Jugendliche Maximilian Fischer (beide MTV Ingolstadt) wurde bei den Männern über 100 Meter in 11,13 Sekunden Zweiter. Dazu kam ein weiterer zweiter Platz durch MTV-Läufer Martin Stier in 9: 51,03 Minuten über 3000 Meter vor seinem Trainingskameraden Sebastian Muck (9:56,32 Minuten).

In den Nachwuchswettbewerben überzeugte MTV-Sprinter Daniel Kerner (U18) als Schnellster über 100 und 200 Meter in 11,60 beziehungsweise 23,16 Sekunden. Das 800-Meter-Rennen der weiblichen Jugend U18 entschied Susanna Fröhlich (DJK Ingolstadt) in 2:41,46 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Nina Conrad für sich. Kaitlyn Herbert (MTV Ingolstadt) gewann den Weitsprung mit 4,95 Metern und landete über 100 Meter in 13,69 Sekunden als Dritte ganz knapp hinter Lara Wagner (DJK Ingolstadt), die sich in 13,65 Sekunden Rang zwei sicherte. Zum Auftakt der Veranstaltung hatte die U16-Staffel des MTV Ingolstadt (Jakub Cermak, Leon Windpassinger, Felix Kraus, Lio Willi Szobries) über 4 x 100 Meter in 47,92 Sekunden schon die Qualifikationsnorm für die deutschen Nachwuchsmeisterschaften unterbieten können.