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Leichtathletik nimmt Fahrt auf

veröffentlicht um 13.08.2020, 03:36 von MTV Ingolstadt Leichtathletik
München (ebk) Die „Late Season“ der deutschen Leichtathletik nimmt fünf Wochen vor den nationalen Titelkämpfen in Braunschweig auch in Bayern immer mehr Fahrt auf. Während die Läufer des MTV Ingolstadt bei der 3000 Meter-Challenge der Telis Finanz Regensburg Jagd auf neue Bestzeiten machten, überzeugten die Springer und Werfer bei einem sehr gut besetzten Einladungs-Meeting im Münchner Dantestadion.

Am Samstag kämpfte die Lauftruppe von MTV-Trainer Roland Balzer in Regensburg im Stadion am Weinweg direkt an der Donau um Zeiten und Platzierungen. Bei zehn direkt hintereinander gestarteten Läufen über 3000 Meter waren die Bedingungen aber sehr unterschiedlich. Hatten die Läufer bei den ersten Rennen am späten Nachmittag noch mit der großen Hitze zu kämpfen, herrschten bei den besser besetzten Läufen zum Schluss fast optimale Bedingungen, was vor allem die beiden MTV-Jugendlichen Justus Kaufmann und Moritz King ausnutzen konnten. Sie erzielten insgesamt auch die schnellsten Zeiten des 12-köpfigen Ingolstädter Aufgebots. Moritz King pulverisierte als Sieger seines Rennens seine Bestzeit förmlich und steigerte sich auf 9:14,67 Minuten. Sein Trainingskamerad Justus Kaufmann setzte im Anschluss noch eins drauf: In 8:55,15 Minuten gab es nicht nur einen neuen Hausrekord, sondern die erste Zeit unter der 9-Minuten-Schallmauer. Für Kaufmann und King bedeuteten die Zeiten Rang sechs und zehn in dem mit Läufern aus ganz Deutschland sehr stark besetzten U20-Feld.

Im Schlepptau von Martin Stier, der trotz der Hitze in 9:36,94 Minuten ein mehr als ordentliches Tempo vorlegte, gab es gleich drei neue persönliche Bestzeiten für Läufer des MTV Ingolstadt: Sebastian Muck lief 9:38,58 Minuten, Michael Dean 9:59,87 Minuten und Junior Leon Rupp 10:04,71 Minuten. Auch die Seniorenläufer konnten überzeugen: Thomas Mittag in 10:12,75 und Manfred Draxler in 11:32,53 Minuten. Kamal Katkhouda hatte sich zurecht vor den 3000 Metern noch die 1000 Meter zugetraut, das Ergebnis waren zwei neue Bestzeiten in 3:00,62 und 10:39,03 Minuten. Das Duell Tochter gegen Mutter konnte U20-Starterin Johanna Borris in 10:55,27 Minuten gegenüber 11:42,74 Minuten von Stefanie Borris für sich entscheiden.

Im Rahmen der Münchner Meisterschaften am Sonntag wurden zwei hochkarätige Hochsprungwettbewerbe veranstaltet, zu dem auch zwei Mitglieder der MTV-Trainingsgruppe von Uwe Zill und Karl Eberle eingeladen wurden. Bei den Männern traf Manuel Marko auf zwei Konkurrenten, die bei Junioren-Europameisterschaften schon Medaillen geholt hatten, nämlich den amtierenden deutschen Hallenvizemeister Tobias Potye und den bayerischen Meister des Vorjahres Lucas Mihota (beide LG Stadtwerke München). Hinter dem überragenden Tobias Potye, der sich mit 2,21 Metern als heißer Medaillenkandidat für die DM in Braunschweig in Stellung brachte, sicherte sich Marko mit Saisonbestleistung von 2,04 Metern Platz zwei, an 2,07 Metern scheitere er anschließend nur hauchdünn. Am kommenden Wochenende beim „Tag der Überflieger“ in Essen, wo die drei bayerischen Spitzenspringer auf Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) treffen, soll es dann aber in Richtung von 2,10 Meter gehen, um sich endgültig das DM-Ticket zu sichern. Für die erst 14 Jahre alte Lina Marie Burghardt war der Einladungswettkampf, den die deutsche Hallenmeisterin Laura Gröll (München; 1,78 Meter) vor Nationalmannschaftsspringerin Lavinja Jürgens (Kranzegg; 1,75 Meter) für sich entscheiden konnte, eine ganz neue Erfahrung. Trotzdem ließ sich das Talent des MTV Ingolstadt nicht einschüchtern. Sie schaffte alle Höhen einschließlich 1,60 Meter gleich im ersten Versuch und scheiterte erst an 1,63 Metern, ihrem Hausrekord aus dem letzten Jahr. Mit Georg Harpf bestätigte ein weiteres Talent aus dem U16-Team des MTV Ingolstadt sein Potential: Weder mit der Kugel (16,02 Meter) noch mit dem Diskus (pers. Bestleistung mit 48,67 Metern) war der Werfer in München zu schlagen.

Justus Kaufmann (Fotos: Claus Habermann)