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Jugend-Hallen-DM: Stefanie Aeschlimann wird mit Landesrekord Deutsche Meisterin!

veröffentlicht um 20.02.2015, 06:33 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 22.01.2017, 11:06 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]
Neubrandenburg (ebk) Stefanie Aeschlimann (MTV Ingolstadt) krönt die erfolgreiche Hallensaison der Ingolstädter Leichtathleten mit dem deutschen Jugendmeistertitel im Dreisprung und holt die einzige Goldmedaille für einen bayerischen Verein. Auch das weitere Aufgebot mit lauter Eigengewächsen aus der Talentschmiede des MTV Ingolstadt glänzt bei der U20-DM in Mecklenburg-Vorpommern mit zahlreichen starken Leistungen.
Dabei hatte es im Vorfeld einige Fragezeichen gegeben. Stefanie Aeschlimann führte zwar mit einem komfortablen Vorsprung die deutsche U20-Bestenliste an, doch eine hartnäckige Erkältung machte der 17 Jahre alten MTV-Athletin seit Beginn der Woche zu schaffen. Dazu kam die nicht gerade leistungsfördernde siebenstündige Anreise nach Neubrandenburg am Tag vor dem Wettkampf. Das Dreisprungfinale selbst verlief für die MTV-Springerin, die von ihrem Trainerteam um Reinhard Köchl und Dimitri Antonov perfekt vorbereitet worden war, aber dann voll nach Plan. Schon mit dem ersten Versuch von 12,48 m setzte die Reuchlin-Schülerin ein deutliches Signal in Richtung Medaillenränge. Nach einem übergetretenen zweiten Sprung konterte Aeschlimann die 12,63 m der Lokalmatadorin Katharina Mattern (SC Neubrandenburg) mit vier Versuchen, die allesamt zum Titelgewinn gereicht hätten. Der weiteste davon wurde mit 12,93 m gemessen, nicht nur neue persönliche Bestleistung, sondern auch neuer bayerischer U23- und U20-Hallenrekord. „Jetzt bin ich voll optimistisch, im Sommer die Norm von 13,10 m für die Junioren-EM zu springen“, so die MTV-Athletin im Siegerinterview bei leichtathletik.de im Internet-TV. Dabei stehen in der Hallensaison noch größere Aufgaben bevor. Am kommenden Wochenende folgen die deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen. Ziel ist in Karlsruhe das Erreichen des Endkampfes der besten Acht. Dann winkt eine Woche später ein erster Einsatz im Nationaltrikot. Stefanie Aeschlimann wurde von Bundestrainer Charles Friedeck, dem früheren Weltmeister im Dreisprung, für den U20-Länderkampf in Lyon gegen Italien und Gastgeber Frankreich nominiert.
Die weiteren Leistungen des MTV-Nachwuchses standen natürlich etwas im Schatten der Goldmedaille von Stefanie Aeschlimann, zeigen aber das enorme Potential des MTV-Nachwuchses trotz der miserablen Trainingsbedingungen im Winter in Ingolstadt. Im ersten Wettbewerb des ersten Tages verbesserte die 4x200 m-Staffel der weiblichen MTV-Jugend in der Besetzung Sophia Eberle, Theresa Köchl, Verena Fritsch und Alica Schmidt ihre Zeit vom Gewinn der Silbermedaille bei den bayerischen Titelkämpfen um fast eine Sekunde und schob sich in 1:45,27 Sekunden auf den zwanzigsten Rang unter vierzig gemeldeten Teams. Nur knappe drei Stunden nach ihrem Einsatz als Schlussläuferin pulverisierte Alica Schmidt über 400 m sowohl ihre Hallen- als auch ihre Freiluftbestzeit. Die Langsprinterin, die noch in der Jugend U18 startberechtigt ist, belegte gegen bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz in 57,72 Sekunden einen guten 14. Platz. Die fünftbeste Zeit einer Athletin ihrer Altersklasse macht Hoffnung auf einen Finalplatz bei der U18-DM im Sommer. Am zweiten Tag zeigte Sophia Eberle, die zu Beginn der Hallensaison nicht im Traum damit gerechnet hatte, auch nur in die Nähe der DM-Norm zu kommen, einmal mehr ihre enorm verbesserten Sprintqualitäten. In starken 7,88 Sekunden qualifizierte sich die MTV-Athletin überraschend sogar für die zweite Runde über 60 m. Als Siebte ihres Halbfinales bestätigte Eberle in 7,91 Sekunden dann genau ihre Siegerzeit von den südbayerischen Titelkämpfen ein Woche zuvor. MTV-Talent Luis Windpassinger, jüngster Starter des MTV-Aufgebots und amtierender bayerischer U18-Meister, verpasste über 60 m bei der männlichen Jugend seinen Hausrekord von 7,09 Sekunden nur knapp. In 7,16 Sekunden kam er in seinem Vorlauf auf den sechsten Platz.


Video: INTV Bericht vom 17.2.2015