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Jugend-DM Halle: Im dritten Anlauf klappt es endlich mit Bronze für Alica Schmidt

veröffentlicht um 27.02.2017, 08:52 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 27.02.2017, 08:53 ]
Sindelfingen (ebk) Zum Ausklang und Höhepunkt der Hallensaison überzeugen die Ingolstädter Leichtathletik-Talente bei den deutschen Hallenmeisterschaften im Sindelfinger Glaspalast mit Bronze für Alica Schmidt (MTV Ingolstadt) und weiteren hervorragenden Leistungen.
Im dritten Anlauf erfüllte sich für Alica Schmidt nach zwei vierten Plätzen in den Jahren zuvor endlich der verdiente Medaillentraum. Schon in der ersten Runde am Samstag ging es für die weibliche Jugend über 400 Meter dabei voll zur Sache, denn aus den fünf Vorlaufen sollten sich nur die Zeitschnellsten für die beiden Finalläufe qualifizieren. Schmidt nahm in ihrem Lauf gleich das Heft in die Hand und zog als Siegerin mit 56,22 Sekunden sicher ins A-Finale ein. Ihre Trainingspartnerin Mona Mayer hatte sich als Vorlaufzweite in 57,53 Sekunden zwar fürs B-Finale um die Plätze fünf bis acht qualifizieren können, verzichtete aber nach einem erst kürzlich überstandenen Infekt vernünftigerweise auf ein zweites hartes Rennen innerhalb eines Wochenendes.

In einem hochklassigen und spannenden Finale, in dem alle vier Läuferinnen innerhalb einer knappen Sekunde ins Ziel kamen, sicherte sich Alica Schmidt auf den zwei Hallenrunden schließlich mit Platz drei ihr erstes Edelmetall bei einer deutschen Meisterschaft. In 55,56 Sekunden verbesserte sie ihre Hallenbestzeit bereits zum dritten Mal innerhalb von fünf Wochen und blieb trotz der viel schwieriger zu laufenden engen Hallenkurven nur 0,02 Sekunden über ihrem Hausrekord im Freien. Mit dieser Vorstellung dürfte die 18 Jahre alte C-Kader-Athletin jedenfalls zu den heißen Anwärterinnen auf einen Staffelplatz bei der U20-EM im Juli in Grosseto gehören.

Ein viel versprechendes Debüt mit einem zwölften Platz im Hochsprung zeigte Jenny Birzl (MTV Ingolstadt)bei ihrer ersten DM-Teilnahme. Nach einem nervösen Beginn mit einem Fehlversuch fand die MTV-Springerin immer besser in den Wettkampf und scheiterte am Ende nur knapp an 1,72 Metern. Mit 1,68 Metern kam sie zwar nicht an ihre aktuelle Hallenbestleistung heran, lieferte aber den drittbesten Wettkampf ihrer bisherigen Karriere ab. Auch für alle vier Läuferinnen in der MTV-Staffel über 4 x 200 Meter waren es die ersten deutschen Meisterschaften unter dem Hallendach. Platz zwei im Vorlauf in 1:49,26 Sekunden bedeuteten für Sophie Eckl, Helen Linke, Sofie Nixdorf und Kathrin Göbel einen Achtungserfolg, fürs Finale reichte die Zeit aber erwartungsgemäß nicht.

Mit schnellen Zeiten verabschiedeten sich die beiden männlichen Sprinter aus der Region vom Sindelfinger Glaspalast. Luis Windpassinger (MTV Ingolstadt) stellte über 60 Meter schon  im Vorlauf mit 7,03 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung auf. Im Halbfinale blieb er in 7,06 Sekunden als schnellster bayerischer Teilnehmer nochmals unter seinem alten Rekord, verpasste aber als Sechster seines Laufes das Finale. Für Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen), den einzigen Starter, der nicht zum Nachwuchsteam des MTV Ingolstadt gehörte,  reichte es ebenfalls nicht zum Einzug in den Endlauf. Bei seiner ersten Hallen-DM  musste er über 400 Meter sogar etwas Lehrgeld bezahlen. Im Vergleich zum Start-Ziel-Sieg bei den Landesmeisterschaften, wo er praktisch im Alleingang seine beiden Runden absolvieren konnte, kam es in Sindelfingen im Lauf des Rennens immer wieder zu kräftezehrenden Positionskämpfen. So fehlten dem Langsprinter am Schluss die Körner, um die gute halbe Sekunde zur Finalteilnahme noch herauszulaufen. Umso bemerkenswerter, dass Leppelsack trotzdem seine Hallenbestzeit als Vierter seines Vorlaufs von 50,29 auf 50,18 Sekunden drücken konnte.


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