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Hochspringer Manuel Marko erfüllt Erwartungen

veröffentlicht um 15.08.2020, 04:22 von MTV Ingolstadt Leichtathletik
Braunschweig (ebk) Mit einem siebten Rang bei den Deutschen Meisterschaften erreichte Manuel Marko das selbstgesteckte Ziel seiner vierten einstelligen DM-Platzierung, seit er sich zur Hallensaison 2017/18 dem MTV Ingolstadt angeschlossen hat.

Schon bei der Ankunft am Braunschweiger Eintracht-Stadion wirkte alles ganz anders: Keine Zuschauerschlangen vor den Kassenhäuschen, stattdessen Messen der Körpertemperatur vor dem Betreten des Stadiongeländes. Dann vier Pavillons mit getrennter Ausgabe der Unterlagen für die Athleten und die wenigen zugelassenen Betreuer. Das vom DLV ausgearbeitete und umgesetzte Hygienekonzept ist mit recht die Vorlage für die anderen europäischen Verbände, die in den nächsten Wochen ebenfalls ihre nationalen Titelkämpfe austragen wollen.

Am Aufwärmplatz herrschte das gewohnte Bild: Sportlerinnen, Sportler und das Trainerpersonal wie immer in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre unter sich, ungewohnt nur der allgegenwärtige Mund-Nasen-Schutz. Der große Kontrast zu den letztjährigen Titelkämpfen in Berlin mit mehreren zehntausend Besuchern ergab sich dann im Stadion. In der Kurve hinter der Hochsprunganlage wurden die zwölf Springer nicht von den Fans erwartet, nur knapp zwanzig Betreuerinnen und Betreuer verloren sich auf der zur Coaching-Zone umgestalteten Tribüne. Für MTV-Athlet Manuel Marko, der nur mit der elftbesten Vorleistung gemeldet war, begann der Wettkampf dennoch optimal. 2,00 und 2,05 Meter meisterte er mit zwei souveränen Sprüngen jeweils auf Anhieb, was ihm die angestrebte einstellige Platzierung vor deutlich höher eingeschätzten Konkurrenten bescherte. Erst bei der neuen Saisonbestleistung von 2,10 Metern, an der er dreimal recht knapp scheiterte, war für den Polizeibeamten Schluss. „Es war dieses Jahr mein bisher bester Wettkampf, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich wegen der Fersenprellung und des Lockdown von Ende Januar an ein knappes halbes Jahr kein Techniktraining absolvieren konnte,“ so ein durchaus zufriedener Manuel Marko. Das hochklassige Springen, bei dem bei einer Höhe von 2,20 Metern noch fünf Athleten im Wettkampf waren, entschied Europameister Mateusz Przybyllko (TSV Bayer Leverkusen) für sich. Im Zweikampf mit Tobias Potye (LG Stadtwerke München) übersprang er als Einziger 2,23 Meter und markierte am Ende mit einem tollen Sprung über 2,28 Meter eine neue deutsche Jahresbestleistung.

Für Manuel Marko stehen im September noch die Landesmeisterschaften in Erding auf dem Programm, bevor die Vorbereitung auf eine wie auch immer geartete Hallensaison beginnt. Beruflich geht es für den gebürtigen Unterfranken ab September wieder zurück nach Würzburg, sportlich will er aber seiner Trainingsgruppe beim MTV Ingolstadt für die nächsten Jahre treu bleiben.