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Heiko Middelhoff über 5000 Meter so schnell wie seit langem nicht mehr

veröffentlicht um 03.06.2016, 10:44 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 22.01.2017, 09:32 ]
Koblenz/Karlsfeld (rb) Zugegeben das Niveau dieser beiden Veranstaltungen ist nicht ganz vergleichbar: Die eine ein Mini-Internationales, die andere ein Laufcup mit Tradition. Und dennoch haben sie etwas gemeinsam: Es sind Abendsportfeste mit dichten Teilnehmerfeldern, die prima Möglichkeiten bieten, im Rahmen vieler etwa gleichstarker Läufer seinen Leistungsstand zu überprüfen.

Bei idealen Bedingungen in Koblenz standen also Heiko Middelhoff und Martin Stier in zwei verschieden starken Feldern an der Startlinie, um die festgelegten Marschrouten zu erproben.
Heiko Middelhoff gelang dabei in diesem 5000-Meter-Saisoneinstieg eine Topzeit, die er seit drei Jahren nicht mehr erreichen konnte. 14:49 Minuten standen am Ende für ihn auf der Uhr und machen zuversichtlich, dass der MTV-Athlet bis zu den Bayerischen Meisterschaften sein Leistungsniveau weiter anheben kann. Die formbildenden Einheiten kommen ja noch…Martin Stier zog souverän seine Runden und knabberte wieder ein kleines Stück von seiner Bestzeit ab. Die neue heißt jetzt 16:19 Minuten. Aber auch hier das gleiche Resümee: Da kommt noch mehr!
Während in Koblenz ein fahrtechnischer Aufwand von 900 Kilometern zu bewältigen war, taten sich die Akteure in Karlsfeld leichter. Ein kleines Sportfest, ideale Temperaturen um zwölf bis 15 Grad und die wunderbare Gelegenheit, sich auch mal auf einer neuen Strecke auszuprobieren. Man würde sich wünschen, dass auch der eine oder andere unserer Läufer die Gelegenheit genutzt hätte . . .

Durch die leistungsbezogene Gestaltung von vier Rennen mit bis zu 30 Teilnehmern war also für jeden was dabei. Auch für die erfolgreichen MTV-Senioren Gerlinde Kolesa und Albert Walter, als Abwechslung vom Training und als harte Einheit zur Vorbereitung auf die deutschen Seniorenmeisterschaften. Zusammen mit Marlies Hoffmann (die seit neuestem „Markise“ als Spitznamen trägt) gingen sie in das erste von vier Rennen und versuchten den Stand der Dinge zu erforschen.

Eine gewohnt souveräne Vorstellung lieferte dabei Gerlinde Kolesa ab, die sehr gleichmäßig ihre Bahnen zog und so für Marlies Hoffmann und Albert Walter ein perfekter Anhaltspunkt der eigenen Tempogestaltung war. Am Ende sprangen für Gerlinde 12:11 Minuten, für Marlies 12:19 Minuten und den leicht verletzten Albert 12:41 Minuten heraus.

Das zweitschnellste Rennen sollte dann für Maximilian Gloger eine aufschlussreiche Lehrstunde werden. Schnell war klar, dass er diesen Lauf würde beherrschen können und so sortierte er sich auf Position zwei bis drei ein, dabei allerdings fast durchgehend auf Bahn zwei laufend. Das sah zwar entspannt aus, allerdings nur bis ein ungemütlich fordernder Trainer Roland Balzer mehr Einsatz verlangte, weil eben nicht der entspannte Sieg auf der Zielgeraden gefordert war, sondern ein einzuhaltender Rundenzeitplan mit Ziel Bestzeit.

Der letzte Kilometer wurde dann folgsam in beherzten 3:08 Minuten, was schließlich einer neuen Bestzeit von 9:48 Minuten den Weg bereitete. Die verlorenen Sekunden und verschenkten Laufmeter machten aber klar, dass hier noch reichlich Luft nach oben ist. Soviel ist sicher – Max hat etwas gelernt - und der 3000er vom Meet-IN wird einen anderen Maximilian Gloger sehen.

Wie es richtig geht, zeigte Routinier Thomas Huber. Auf das Renntempo geeinigt und relativ gleichmäßig gelaufen fehlte am Ende nur eine Sekunde zur neuen Bestzeit. 9:31 Minuten sind aber in Anbetracht der beruflich bedingt geringen Vorbereitungszeit ein Klasseergebnis, das Lust auf mehr macht.

Die Lust auf mehr gilt am kommenden Wochenende auch für die Akteure der Sparkassen Gala in Regensburg in der Jonas Zweck und Heiko Middelhoff die 1500 Meter in Angriff nehmen und Martin Stier 3000 Meter läuft. Ein nächster Unterdistanz-Schritt in Richtung Bayerische Meisterschaften.

Viel Erfolg!


Archivfotos: Windpassinger
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