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Halbmarathon-DM Freiburg: Hervorragender Auftritt der MTV Läufer

veröffentlicht um 17.04.2019, 07:32 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 19.05.2019, 11:56 ]
Freiburg (rb) Sonntagmorgens um neun Uhr, zehn Grad und strömender Regen: Bei dem Wetter schickt man keinen Hund vor die Tür. Aber Langstreckler schon. Was für die Zuschauer ein Graus war, wurde von den Teilnehmern der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet. Die Temperaturen waren eigentlich fast ideal, aber der Regen verwandelte die auf den Start wartenden Läufer in triefende Eisklumpen. So brauchten viele Läufer mehrere Kilometer um überhaupt einigermaßen auf Betriebstemperatur zu kommen.

Der MTV Ingolstadt schickte zwei Aktiven-Mannschaften der Herren und Stefanie Borris an den Start. In erster Linie um möglichst Bestzeiten zu laufen und damit ein gutes Mannschaftsergebnis abzuliefern. Dafür wurde vor dem Rennen ausgiebig Taktik, Streckenverlauf und geplante Zwischenzeiten besprochen.

Den Anfang machte Bastian Glockshuber, der sich derzeit vor allem im Triathlon bewegt, sich aber als MTV-Läufer einer harten Halbmarathonbelastung stellen wollte. Kurz nach einem Trainingslager war das durchaus riskant.

Glockshubers Zeit: 1:12:12 Stunden. So schnell war er seit Jahren nicht mehr gelaufen. Mit Gesamtplatz 46 legte er zudem eine Topzeit vor, der seine anderen beiden Mitstreiter Sebastian Weigl und Martin Stier nicht nachstehen wollten. Im besten Rennen seiner Karriere verbesserte sich Weigl um fast zwei Minuten auf 1:13:14 Stunden (Platz 58) und auch Martin Stier schrammte mit 1:13:33 Stunden (Platz 60) nur knapp an der alten Bestzeit aus Hannover 2017 vorbei. Das ist umso bemerkenswerter, weil die Hannover-Strecke im Vergleich zum verschachtelten und hügeligen Kurs in Freiburg einer Autobahn gleichkommt. Diese drei Zeiten der ersten Mannschaft brachten sie dann auch auf eine Gesamtzeit von 3:38:59 Stunden und Gesamtrang zehn – eine Platzierung die beim MTV viele Jahre nicht erreicht werden konnte.

Ein vielversprechendes Wintertraining hatte aber auch die zweite Mannschaft motiviert. Allen voran stürmte fast vier Minuten schneller als je zuvor U23-Läufer Sebastian Muck mit einer fulminanten zweiten Rennhälfte zu 1:17:29 Stunden. Mike Dean gelang es wieder, Anschluss an seine schnellen Zeiten zu finden. Mit 1:18:49 Stunden zeigte er sich gut gerüstet für seine Marathonambitionen im Herbst. Last but not least komplettierte Kamal Katkhouda das Trio, natürlich ebenfalls mit Bestzeit von 1:25:53 Stunden. Der Lohn war ein Mannschaftsergebnis auf Platz 28 von 57.

Das Tüpfelchen auf das i setzte schließlich Stefanie Borris. Ewig tiefstapelnd und zurückhaltend auftretend, war aber an der Tatsache ihrer aktuellen Topform nicht zu rütteln. Nicht nur der zweite Platz bei den Deutschen Crosslauf Meisterschaften, sondern auch beeindruckende Trainingszeiten ließen eine erhebliche Leistungssteigerung ihrer alten Bestzeit von 1:31:00 Stunden erwarten. Unter 1:30 war die „Pflicht“, aber ging auch die „Kür“?

Es ging, und zwar mit Bravour und auch hier mit einem lachenden und weinenden Auge. Die neue Bestzeit lag unter der 1:30er-Schallmauer und brachte am Schluss fulminante 1:27:17 Stunden zutage. Damit landete Borris auf Platz fünf in einer sensationell stark besetzten Altersklasse W50. Das Kuriosum war: In der Altersklasse W40 hätte dies zu Platz vier gereicht und in der W45 sogar zur Bronzemedaille.

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Fotos: Privat