Ingolstadt (ebk) Am letzten April-Wochenende und am 1. Mai waren schon zahlreiche Leichtathleten aus der Region im Einsatz. So gab es gleich drei erfüllte Normen für die U18-DM, einen sehr guten Hochsprung und einen dramatischen Marathonlauf.

Hochspringer Manuel Marko, seit vergangenem Herbst bei der Polizei in Ingolstadt beschäftigt, startete bei seinem ersten Freiluft-Einsatz im Trikot des MTV Ingolstadt so gut wie noch nie in die Saison. Mit 2,05 Metern, die er im ersten Versuch übersprang, siegte er beim Sparkassen-Meeting in Lohr am Main. An der DM-Norm von 2,10 Metern scheiterte der aus Unterfranken stammende Athlet nur knapp. „Bis zu den deutschen Titelkämpfen am 21./22. Juli in Nürnberg bleibt aber noch genügend Zeit.“, ist sich der MTV-Neuzugang sicher.

Pech hatte Danilo Friedrich (MTV Ingolstadt) bei den verregneten deutschen Meisterschaften im Marathonlauf in Düsseldorf. Mit Kurs auf eine deutliche neue persönliche Bestzeit rutsche der MTV-Läufer bei Kilometer 36 in einer Linkskurve weg: „Zuerst habe ich noch versucht, mich abzufangen, bin dann aber auf dem linken Bein gelandet, mit dem Gesicht auf den Asphalt geknallt und hab mich dann noch seitlich überschlagen“, beschrieb Friedrich seinen Sturz. „Da war der Rhythmus natürlich weg, meine drei Mitstreiter natürlich auch und der Kopf war plötzlich auch nicht mehr so da wie vorher.“ Trotzdem kämpfte sich der MTV-Athlet in neuem persönlichen Rekord noch ins Ziel. In 2:39:10 Stunden sicherte sich Friedrich auf Rang neun der Männer M35 sogar noch eine einstellige Platzierung.

Besser erging es dem regionalen Leichtathletik-Nachwuchs beim Sportfest in Germering, dem ersten Bayern-TOP-Meeting des Jahres 2018. In der Jugend U18 überzeugte Langsprintspezialistin Mona Mayer (MTV Ingolstadt) bei empfindlich kalten Temperaturen mit zwei klaren Siegen über 100 und 200 Meter, beide Male bayerische Jahresbestzeit in ihrer Altersklasse und jeweils deutlich unter der geforderten DM-Norm. Die 100-Meter-Vorlaufzeit von 12,17 Sekunden bedeutete persönliche Bestleistung, die Zeiten in den Finals waren dann 12,24 und 24,67 Sekunden, wobei Letzteres auch MTV-Vereinsrekord in der U18 darstellte.

Ihr Vereinskamerad Daniel Graßl kann ebenfalls schon für die U18-DM planen. Starke 51,19 Sekunden über 400 Meter brachten ihn in seinem ersten Jahr in dieser Altersklasse auf den zweiten Platz. Gute Zeiten erzielten auch Susanne Göbel als Zweite über 400 Hürden in 67,02 Sekunden und Laura Böttcher (beide MTV Ingolstadt) als Fünfte über 200 Meter in 28,24 Sekunden. Laura Schiffner (DJK Ingolstadt) überzeugte im 1000-Meter-Rennen der Frauen als Gesamtvierte und beste U18-Starterin in 3:09,07 Minuten. Drei MTV-Talente holten weitere Spitzenplätze in der Jugend U18: Simon Batz als Dritter im Weitsprung mit 5,82 Metern, Moritz King als Vierter über 1000 Meter in 2:50,67 Minuten und Felix Kraus als Fünfter mit dem Speer (30,94 Meter).

In der Jugend U16 gab es beim jüngeren Jahrgang M14 über 100 Meter gleich einen Dreifachsieg für den MTV-Nachwuchs. Cermak Jakub gewann in 12,90 Sekunden knapp vor Felix Kraus (12,91) und Leon Windpassinger (12,98), der dafür den Hochsprung mit 1,60 Metern für sich entscheiden konnte. Felix King holte dazu Rang zwei über 300 Meter Hürden in 46,80 Sekunden, Daniel Kerner wurde im Weitsprung mit 5,11 Metern Fünfter. Logischerweise gewann der MTV Ingolstadt in der Besetzung Kraus, Windpassinger, Kerner und King auch die Staffel über 4 x 100 Meter in 48,56 Sekunden. Philipp Scheben (TSV Reichertshofen) kam über 300 Meter in 44,34 Sekunden als Sechster ins Ziel.

Die weibliche Jugend U16 blieb zwar ohne Sieg, überzeugte aber mit guten Platzierungen. Kathrin Kaufmann kam im Hochsprung mit 1,48 Metern auf Rang zwei, Carolin Fischer (beide MTV Ingolstadt) über 300 Meter Hürden in 49,25 Sekunden auf Platz vier. Zusammen mit Kaitlyn Herbert und Helen Hartmann gab es über 4x100 Meter Bronze in 45,69 Sekunden. Sprinterin Anika Bernsdorfer (TSV Reichertshofen) erreichte zwei fünfte Plätze über 100 Meter und 300 Meter in 13,39 bzw. 45,77 Sekunden. Ihre Trainingskameradin Samira Wasner kam über 800 Meter in 2:40,65 Minuten als Sechste in die Wertung.

Fotos: Privat

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