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DM Jugend Mönchengladbach: Gold für Aeschlimann – Schmidt und Basener in deutscher Spitze

veröffentlicht um 02.08.2016, 10:04 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 22.01.2017, 09:33 ]
Mönchengladbach (ebk) Gold für Stefanie Aeschlimann (MTV Ingolstadt) im Dreisprung, dazu Spitzenplatzierungen durch die weiteren Einzelstarter Alica Schmidt, Lisa Basener (beide MTV Ingolstadt) und Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen): So lautet die stolze Bilanz des Leichtathletiknachwuchses bei den deutschen Jugendmeisterschaften.

Bärenstark präsentierten sich die Talente aus der Region bei ihren nationalen Titelkämpfen in Mönchengladbach, allen voran Dreispringerin Stefanie Aeschlimann. Nachdem sie 2015 Gold in der Halle und Silber im Freien geholt hatte, ließ sie in diesem Jahr dem zweiten Platz in der Halle den Titel im Stadion folgen. Nach den diversen Problemen mit kleineren Verletzungen im Vorfeld war die Goldmedaille dabei alles andere als selbstverständlich. Nach einem ersten guten Versuch mit neuer Freiluftbestleistung von 12,61 Metern machte die Einserabiturientin mit dem zweiten Sprung dann bereits alles klar. Mit dem einzigen 13-Meter-Sprung einer deutschen Jugendlichen in diesem Sommer von genau 13,01 Metern setzte sie den anderen Teilnehmerinnen eine Marke, die zu einem deutlichen Sieg mit über 20 Zentimeter Vorsprung reichte. Die 13,01 Meter bedeuten nicht nur neue persönliche Bestleistung, sondern auch einen neuen oberbayerischen U 20-Rekord, nur einen Zentimeter von der bayerischen Jugendbestmarke entfernt. Dabei hatte es um den Sprung zuerst einige Aufregung gegeben. Zunächst wurden nur 12,01 Meter im System erfasst. „Aber man hat ja gesehen, dass es deutlich weiter war“, sagte die angehende Studentin, die vom Elf-Meter-Brett sprang. So wurde die Weite kurze Zeit später dank der biomechanischen Analyse auf den richtigen Wert korrigiert.

Selten hat man eine so zufriedene Viertplatzierte bei einer deutschen Meisterschaft gesehen wie Langsprinterin Alica Schmidt, die noch dem jüngeren U20-Jahrgang angehört. Über 400 Meter hatte sie bereits als Zweite ihres Vorlaufs in 56,21 Sekunden einen neuen Hausrekord aufgestellt und sich so sicher fürs Finale qualifiziert. Dort steigerte sich die MTV-Athletin nochmals deutlich. In 55,54 Sekunden kam sie auf dem eigentlich undankbaren vierten Platz ins Ziel, geschlagen nur von drei Läuferinnen aus der Staffel des DLV, die bei den U20 – Weltmeisterschaften als bestes europäisches Team auf dem vierten Platz gelandet war. Als deutlich Schnellste ihres Jahrgangs darf sich das erst 17 Jahre alte MTV-Talent nun über die Aufnahme in den Bundeskader freuen.

In der Jugend U18 wuchs eine weitere von MTV-Trainer Reinhard Köchl betreute Läuferin förmlich über sich hinaus. Über 3000 Meter pulverisierte Lisa Basener ihre bisherige Bestzeit um knapp zehn Sekunden und erreichte nach großem Kampf in 10:15,43 Minuten auf Rang sechs liegend das Ziel. Als bestplatzierte bayerische Läuferin nahm sie erfolgreich Revanche für die Spurtniederlage bei den Landesmeisterschaften und übernahm mit diesem Rennen die Führung in der bayerischen Rangliste. Es sollte für die MTV-Läuferin, die auch nächstes Jahr noch in der Jugend U18 startberechtigt ist, aber noch  besser kommen. Am zweiten Wettkampftag verfehlte sie über 1500 Meter Hindernis als Vierte in starken 5:03,79 Minuten das Treppchen nur knapp. Mit ihrer zweiten persönlichen Bestmarke - die alte war bei 5:07,59 Minuten gelegen - setzte sie als Schnellste ihres Jahrgangs ein deutliches Zeichen in Richtung Medaille für das nächste Jahr. Auch der zweite Starter in der Jugend U18 konnte voll überzeugen. Als Vorlaufzweiter konnte sich Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen) über 400 Meter in 50,10 Sekunden gerade noch für das A-Finale qualifizieren. Im Endlauf steigerte sich der Sprinter dann um fast eine halbe Sekunde und lief bis auf Rang sechs nach vorne. In 49,67 Sekunden blieb er nur eine Hundertstel über seiner persönlichen Bestleistung von den oberbayerischen Titelkämpfen vor vier Wochen.

Für die 4 x 100 – Meter – Staffel des MTV Ingolstadt war es wichtig, fürs nächste Jahr Erfahrung zu sammeln, da dann noch alle vier Läuferinnen in der U20 startberechtigt sind. Ohne Stefanie Aeschlimann, die wegen des zeitgleich statt findenden Dreisprungs auf einen Staffelstart verzichten musste, zogen sich Katharina Göbel, Alica Schmidt, Helen Linke und Sophie Eckl recht gut aus der Affäre. Als Fünfte ihres Vorlaufes verpassten sie zwar das Finale, in 49,54 Sekunden sprang aber dennoch eine mehr als achtbare Zeit heraus.

Fotos: Kiefner
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