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Deutsche Meisterschaften Nürnberg: MTV-Athleten sowohl quantitativ wie qualitativ stark

veröffentlicht um 24.07.2018, 08:53 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 24.07.2018, 08:53 ]
Nürnberg (ebk) Sehr gut präsentierten sich die Leichtathleten des MTV Ingolstadt bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg trotz des Regens und der relativ kühlen Temperaturen. Neben der Bronzemedaille von Hürdensprinter Maximilian standen zwei Plätze unter den ersten Zehn durch Manuel Marko im Hochsprung und Mario Saur über 400 Meter Hürden auf der Habenseite des MTV.

Über 110 Meter Hürden bei den Männern hat Maximilian Bayer durch seinen dritten Platz eines seiner beiden Ziele erreicht: Die erste Freiluft-Medaille bei einer nationalen Meisterschaft. Nach 13,89 Sekunden im Vorlauf bei Regen und Gegenwind steigerte er sich im Finale in einem technisch sauberen Rennen auf 13,77 Sekunden, wieder nur knapp über der geforderten EM-Norm von 13,65 Sekunden. Dem MTV-Athleten bleibt am Dienstag aber noch eine Chance, bei einem Meeting in Leipzig auf den EM-Zug nach Berlin aufzuspringen. Die Entscheidung über den dritten Startplatz fällt hier zwischen Bayer und Alexander John (Leipzig), der zwar im Vorfeld mit einer Zeit unter 13,60 Sekunden den einen Teil der Anforderungen erfüllt hat, in Nürnberg aber von Bayer deutlich distanziert wurde. Ihm fehlt damit der zusätzlich geforderte Spitzenplatz bei den deutschen Meisterschaften, den wiederum Bayer vorzuweisen hat.

Über die längere Hürdenstrecke, die 400 Meter, verpasste Mario Saur in ansprechenden 53,26 Sekunden den Finaleinzug nur um zwei Plätze. Mit der zehntbesten Zeit aus den drei Vorläufen konnte der vielseitige MTV-Athlet aber insgesamt zufrieden sein. Seine Konzentration gilt nun den deutschen Meisterschaften im Zehnkampf, die in vier Wochen in Wesel am Niederrhein stattfinden. Für Manuel Marko und Samuel Werdecker (beide MTV Ingolstadt) waren es die ersten großen Meisterschaften bei den Erwachsenen und beide konnten zufrieden mit ihren Wettkämpfen sein. Manuel Marko, der noch nie bei 2,00 Metern einen Wettkampf beginnen musste, schaffte diese Höhe souverän im ersten Versuch. Drei knapp gerissene Sprünge über 2,05 Meter brachten den amtierenden süddeutschen Meister dann auf Rang neun unter 14 angetretenen Springern. Der erst 20 Jahre alte Samuel Werdecker lieferte über 400 Meter in 48,29 Sekunden seine nächste gute Zeit ab, die aber erwartungsgemäß nicht zum Einzug ins Finale reichte.

Unter einem unglücklichen Stern standen dagegen die Staffelwettbewerbe für die Teams des MTV Ingolstadt. Über 3 x 800 Meter bei der weiblichen Jugend U20 verpassten Lisa Basener, Sofie Nixdorf und Susanne Göbel trotz Saisonbestzeit von 7:10,94 Sekunden den angepeilten Finaleinzug. Die aus lauter jugendlichen U20-Läuferinnen bestehende Frauenstaffel in der Besetzung Laura Böttcher, Helen Linke, Mona Mayer und Kathrin Göbel musste über 4 x 100 Meter nach einem völlig verpatzten zweiten Wechsel sogar aufgeben. Ein gutes Rennen zeigten dafür die MTV-Männer über 4 x 400 Meter, wo Hochspringer Manuel Marko kurzfristig Maximilian Bayer ersetzen musste, der nur zwei Tage vor seiner letzten EM-Chance natürlich kein für ihn ungewohntes 400-Meter-Rennen mehr bestreiten wollte. In 3:20,86 Minuten kamen Mario Saur, Victor Schmieder, Manuel Marko und Samuel Werdecker auf dem sechsten Platz ihres Laufes ins Ziel und belegten damit einen guten Gesamtrang 14.

Auch die in der Region Ingolstadt ausgebildeten Sportlerinnen und Sportler zeigten sich in Nürnberg von ihrer besten Seite. Der frühere Pfaffenhofener Arne Leppelsack sicherte der Staffel der LG Stadtwerke München über 4 x 400 Meter in einem starken Rennen an Position drei den Titel. Über 400 Meter Hürden konnten sich sowohl Alica Schmidt (SC Potsdam, früher MTV Ingolstadt) als auch Michael Adolf (LG Stadtwerke München, früher DJK Ingolstadt) fürs Finale qualifizieren und dort in 60,02 bzw. 51,86 Sekunden Platz fünf belegen. Dreispringern Stefanie Aeschlimann (LAC Quelle Fürth früher MTV Ingolstadt) war zwar mit ihrer Weite von 12,11 Metern nicht zufrieden, dafür aber mit ihrer Endkampfplatzierung auf Rang acht.

Fotos: Kiefner