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Bronze für Rieger und Halbritter bei bayerischen Mehrkampfmeisterschaften

veröffentlicht um 06.07.2015, 20:16 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 22.01.2017, 11:01 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]
Garmisch-Partenkirchen / Kaiserslautern (ebk) Auch die hohen Temperaturen am bisher heißesten Wochenende des Jahres konnten die Erfolgsserie der Leichtathleten aus der Region nicht beenden. So holten die Allrounder zwei Bronzemedaillen bei den bayerischen Mehrkampfmeisterschaften, der U18-Nachwuchs kehrte von den süddeutschen Meisterschaften mit Silber zurück. Dabei hatten die Zehnkämpfer und Siebenkämpferinnen im renovierten Garmischer Stadion am Fuß der Zugspitze einen echten Härtetest über zwei Tage mit weit über 30° zu bestehen.
Thomas Rieger (MTV Ingolstadt), mit 29 Jahren ältester Teilnehmer bei den Männern, holte sich im Zehnkampf zehn Jahre nach seiner ersten Meisterschaftsteilnahme mit 5992 Zählern eine verdiente Bronzemedaille. Nach einer erst kürzlich überstandenen Adduktorenverletzung ging seine Taktik voll auf, einigermaßen gut durch den eher schnelligkeitsbetonten ersten Tag zu kommen, um dann anzugreifen. Nach 11,92 Sekunden über 100 m, 6,16 m im Weitsprung, 11,61 m mit der Kugel, 1,72 m im Hochsprung und 53,51 Sekunden über 400 m konnte der Mathematik- und Sportlehrer im Zwischenklassement den Abstand zu den Medaillenrängen relativ klein halten. Am technisch anspruchsvolleren zweiten Tag spielte Rieger dann seine Routine voll aus. Ein guter Hürdenlauf in 17,29 Sekunden und die Tagesbestweite mit neuem Hausrekord von 39,43 m beim Diskuswerfen brachten den MTV – Allrounder nach sieben Disziplinen auf den dritten Rang, den er mit 3,80 m im Stabhochsprung, 47,07 m mit dem Speer und 5:02,25 Minuten über 1500 m souverän verteidigte.
Auch ohne die verletzte Titelverteidigerin Elisabeth Glonegger gab es für die Siebenkämpferinnen des MTV Ingolstadt Edelmetall. Franziska Halbritter nutzte die Gunst der Stunde und landete mit 4040 Punkten, dem zweitbesten Ergebnis ihrer Karriere, auf dem dritten Platz. Den Wettkampf hatte sie mit neuer persönlicher Bestzeit von 16,38 Sekunden über 100 m Hürden begonnen. Es folgten solide 1,48 m beim Hochsprung, 9,81 m mit der Kugel und mit 27,56 Sekunden über 200 m ein weiterer neuer Hausrekord. Nach einer Zitterpartie bei Weitsprung (4,64 m) und Speerwurf (29,79 m) mit nur jeweils einem gültigen Versuch, wäre der MTV-Athletin dank eines mutigen 800 m-Rennens von 2:33,24 Minuten fast noch der Sprung auf den zweiten Platz geglückt, am Schluss fehlten nur knapp 50 Punkte. U23-Athletin Kathleen Hollenberg (MTV Ingolstadt) musste sich nach einem durchwachsenen ersten Tag am Ende deutlich unter Wert verkaufen. Am zweiten Tag hatte sie sich durch einen guten Weitsprung von 4,80 m und mit persönlicher Bestleistung mit dem Speer von 30,51 m wieder nach vorne gekämpft. Ein unverschuldeter schwerer Sturz durch die Unachtsamkeit einer Konkurrentin beim abschließenden 800 m-Lauf verhinderte aber eine bessere Platzierung als Rang neun mit 3779 Zählern.
Beim Wettbewerb mit den meisten Teilnehmerinnen waren unter den 40 Starterinnen, die die Qualifikation geschafft hatten, auch zwei U18-Jugendliche des MTV Ingolstadt. Jenny Birzl stellte dabei im Rahmen ihres Wettkampfes gleich sechs neue persönliche Bestleistungen auf. Im Vierkampf landete sie mit 2598 Zählern (100 m Hürden: 15,67 Sekunden, Hochsprung: 1,60 m, Kugelstoßen: 8,26 m, 100 m: 13,46 Sekunden) auf einem sehr guten zehnten Platz. Nach ihren zwei schwächeren Disziplinen, dem Speerwerfen (21,51 m) und dem Weitsprung (4,50 m), war sie am zweiten Tag auf Rang 19 zurückgefallen, verbesserte sich aber mit neuer 800 m-Bestzeit von 2:44,45 Minuten mit 3866 Punkten noch auf den 15. Platz. Eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass sie nur knapp den Sprung ins Teilnehmerfeld geschafft hatte. Im Vierkampf war auch ihre MTV-Trainingskameradin Helen Linke am Start, die ebenfalls mit neuer Hürdenbestzeit von 16,30 Sekunden in den Wettkampf einsteigen konnte. 1,54 m im Hochsprung, 9,19 m mit der Kugel und 13,27 Sekunden über 100 m brachten ihr 2544 Punkte und den fünfzehnten Platz.
Bei den süddeutschen U18-Meisterschaften in Kaiserslautern machten die extrem hohen Temperaturen vor allem den Läufern zu schaffen. Sofie Nixdorf (DJK Ingolstadt) wollte die Titelkämpfe dazu nutzen, über 1500 m Hindernis nochmals die DM-Norm von 5:20 Minuten anzugreifen, die sie bei den bayerischen Titelkämpfen als Dritte nur um gute sechs Sekunden verfehlt hatte. Die große Hitze vereitelte aber das Vorhaben. Nach 5:32,18 Minuten konnte sich die DJK-Läuferin aber immerhin über den Gewinn der Silbermedaille freuen. Dominik Gunzl vom MTV Pfaffenhofen zeigte über 800 m ein starkes Rennen. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:05,11 Minuten erlief er sich einen respektablen zehnten Platz.


Fotos: Peter, Küsters