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17. Ingolstädter Halbmarathon: MTV-Männer mit herausragenden Zeiten

veröffentlicht um 09.05.2017, 15:18 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 09.05.2017, 16:16 ]
Ingolstadt (rb) Heiter bis wolkig und 14 Grad: Das beschreibt ganz gut die 17. Auflage des traditionellen Halbmarathons in Ingolstadt. Eine Veranstaltung, die für die Läufer des MTV traditionell von größter Bedeutung ist. Bedeutet es doch, sich dort zu zeigen und damit beste Werbung in der Öffentlichkeit für den Verein zu betreiben. Noch bedeutsamer wird die Entscheidung, in Ingolstadt zu laufen, wenn man erkennt, dass sowohl die Mannschaftszeit der Deutschen Meisterschaften in Hannover (3:38:26 Stunden) als auch die jetzt in Ingolstadt gelaufenen 3:37:55 Stunden gereicht hätten, um eine Woche vorher in Augsburg Bayerischer Halbmarathon-Mannschaftsmeister zu werden.

Bei idealen Wetterbedingungen gingen rund 2700 Läufer auf die wieder offiziell vermessene Strecke. Die des vergangenen Jahres war ja durch kurzfristige Bauarbeiten, denen man Rechnung tragen musste, zu kurz. Dafür hätte diese 2017er Strecke jedem Hasen zur Ehre gereicht oder wie der spätere Sieger Hillary Kimaiyo sagte: „The course is a little bit bending“

Allein zwei Haarnadelkurven an der Harderstraße und der Schanz haben manchen schon frühzeitig aus dem Konzept gebracht und ein „Einrollen“ verhindert. Damit war natürlich auch nicht an einen neuen Streckenrekord zu denken, selbst wenn die beiden Schnellsten Hillary Kimaiyo mit 1:04,14 Stunden und Abel Rop mit 1:04,18 Stunden schneller unterwegs waren, als der Sieger der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften von Hannover.

Aus MTV-Sicht macht vor allem der harte Kampf von Hagen Brosius und Burka Kedir aus München Freude, den er nach einem etwa zehn Kilometer langen, zermürbenden Fight auf der Zielgerade bezwingen konnte. 1:10:23 Stunden für einen kurzfristig entschiedenen Halbmarathon war der Lohn für den schnellsten Einheimischen. Damit auch wurde Hagen Brosius auch Stadt- und Audi-Meister.

Wenn die MTV-Verantwortlichen auch im Stillen auf solch einem Zieleinlauf gehofft hatten, blieb die Frage nach der Mannschaftswertung aus fünf Läufern offener denn je. Denn der MTV als Abonnements-Mannschaftssieger hatte sich dieses Jahr starker Konkurrenz zu stellen. Die Positiv Fitnessgruppe hatte sich als Triathlon-Sponsor des ESV eine Lauftruppe zusammengestellt, die ordentlich Qualität aufzuweisen hatte. Triathleten des ESV, aus Ansbach und Abensberg bildeten eine Mannschaft, der sich die MTV-Truppe geschlagen geben musste.

Ein sportlicher Umstand den wir zu respektieren haben, wäre da nicht der Umstand, dass mit Markus Stöhr ein aktiver Läufer aus den eigenen Reihen für die Positiv-Truppe und gegen die MTV-Laufkollegen angetreten wäre. Eine unglückliche Entscheidung, die ein Verein auch nicht akzeptieren kann. Soviel zum Thema „wolkig“ und zurück zu „heiter“, denn es gab eine ganze Reihe weiterer sehr guter Ergebnisse, die erwähnt werden sollen.

Tim Madalinski lieferte wieder einen hervorragenden Halbmarathon ab, den er mit 1:12:20 Stunden auf Platz sechs beendete. Wieder mit 33:15 Minuten bei Kilometer zehn sehr schnell angegangen, musste er allerdings hart kämpfend dem „bending“ Kurs Tribut zollen. 1:15:12 Stunden waren Platz zehn wert und der Lohn für Martin Stier, der gerne mehr gerollt und weniger Haken geschlagen hätte. Trotzdem etwa 30 Sekunden schneller, als im vergangenen Jahr, zeigen seine positive Entwicklung. Gleiches gilt für Danilo Friedrich, der im Vergleich zur Rennstrecke in Hannover die geringsten zeitlichen Einbußen hatte. Damit war er auch mehr als zufrieden, denn seine Formkurve zeigt kontinuierlich nach oben.

Dann kam Benni „Wundertüte“ Ziegaus. Keiner wusste, was er wirklich drauf hat, außer dass er brennt und im Herbst mit den Marathon-Kollegen die Deutschen Meisterschaften in Frankfurt „rocken“ will. Dass er das kann, hat er ja schon eindrucksvoll mit einem Lauf nach Berlin innerhalb einer Woche bewiesen, und dass es auch schnell laufen kann, zeigten jetzt seine 1:17:14 Stunden und Platz 19.

Den zweiten Halbmarathon dieses Frühjahres bestritt auch Thomas Kirstein. War es in Berlin mit 1:17:30 Stunden noch Bestzeit, musste er es diesmal bei 1:19:11 Stunden bewenden lassen. Sein Fokus liegt aber auf dem Marathon im Herbst, den er auf hohem Niveau bestreiten will.

Sehr erfreulich der Auftritt von Kamal Katkhouda, der seinem Leistungsvermögen nicht so recht trauen wollte, aber mit 1:27:45 Stunden und einer Verbesserung zum vergangenen Jahr von mehr als fünf Minuten den Beweis für einen fleißigen Winter abgeliefert hat. Zurück auf der Rennstrecke auch Manfred Draxler. 1:27:08 Stunden und Platz drei der M 55 können sich sehen lassen und stimmen optimistisch für einen zweiten Jahreshöhepunkt im Herbst.

Premieren gab es auch zu sehen: Einmal Heiko Middelhoff, der sich als Zugläufer für die 1:30:00 Stunden versuchte und erkennen musste, dass der Genuss der Atmosphäre den Blick auf die Laufzeit nicht verstellen darf. Angeblich lag es an der Uhr . . .Premiere Nummer zwei gehörte Yannik Tekal, der noch zur U 18 gehört, eigentlich Sprinter wäre, aber scheinbar gern lang läuft. 1:45:04 Stunden ist seine erste und bestimmt nicht letzte Hausmarke. Last but not least die Damen: Susanne Schmid, der Neuzugang dieses Jahres, konnte Platz 64 mit 1:46:28 Stunden erringen. Nach längerem London-Aufenthalt erst seit kurzem wieder im Training, wird sie den Anschluss an ihr bereits im Winter gezeigtes Niveau wieder finden.

Jetzt aber heißt es, erstmal einen Bruch im Training zu erleben, denn es gilt an dem zu feilen was für viele Langstreckler ein besonderer Quell der Freude ist: Die Unterdistanz!
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