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13 MTV-Medaillen bei bayerischen Titelkämpfen der Männer/Frauen/U20/U18 in Markt Schwaben

veröffentlicht um 13.07.2015, 05:21 von Thomas Rieger   [ aktualisiert 22.01.2017, 09:45 von MTV Ingolstadt Leichtathletik ]
Markt Schwaben (ebk) Mit 15 Plätzen auf dem Siegerpodest überzeugten die Leichtathleten aus dem Raum Ingolstadt bei den bayerischen Meisterschaften der Männer und Frauen sowie der Jugend U20 und U18. Herausragend dabei die fünf Titelträger: Mario Saur (400 m Hürden) und Ivane Antonov (Dreisprung, beide MTV Ingolstadt) bei den Männern, Stefanie Aeschlimann (MTV; Dreisprung) und Michael Adolf (DJK Ingolstadt, 100 m) bei der Jugend U20 sowie Alica Schmidt (MTV Ingolstadt) als U18-Siegerin über 400 m setzten im schmucken Stadion von Markt Schwaben bei herrlichem Sommerwetter die Glanzlichter.
Schon zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung zeigten die Ingolstädter Sprinter ihre tolle Form. Michael Adolf (DJK) testete eine Woche vor seinem Einsatz bei der U20-EM in Schweden seine Schnelligkeitswerte über 100 m. Der 400 m-Hürdenspezialist schraubte seine persönliche Bestzeit im Zwischenlauf auf 10,62 Sekunden, das U20-Finale entschied er gegen die versammelte bayerische Sprintelite in 10,69 Sekunden knapp für sich. Für Constantin Rist (MTV Pfaffenhofen) war hier trotz guter 11,19 Sekunden im Halbfinale Schluss. Zwei Mal Silber ersprintete sich Luis Windpassinger (MTV Ingolstadt) bei der Jugend U18. Auch er verbesserte im Halbfinale über 100 m in 10,94 Sekunden seinen Hausrekord, im Finale reichten dann 11,17 Sekunden zu Rang zwei. Denselben Platz gab es für ihn über 200 m nach einer Steigerung auf 22,55 Sekunden bei etwas zu viel Rückenwind. Sein MTV-Vereinskamerad Dominik Spreng kam hier in 22,97 Sekunden (22,86 Sekunden im Vorlauf bei regulärem Wind) auf den fünften Rang. Für eine Überraschung sorgte Jennifer Weiherer (MTV Ingolstadt) über 200 m bei den Frauen. Nachdem sie über 100 m, eigentlich ihre stärkerer Strecke, in 12,72 Sekunden (Halbfinale 12,55 Sekunden) den sechsten Platz belegt hatte, war sie über die doppelt so lange Strecke mit 26,02 Sekunden gerade noch in den Endlauf gerutscht. Hier steigerte sie sich auf 25,91 Sekunden und erkämpfte sich die verdiente Bronzemedaille. Bronze gab es auch für die weibliche U20-Staffel des MTV Ingolstadt über 4x100 m mit Helen Linke, Stefanie Aeschlimann, Theresa Köchl und Alica Schmidt in 49,73 Sekunden.
Das Highlight auf der längsten Sprintstrecke setzte aus Ingolstädter Sicht U18-Athletin Alica Schmidt. Nachdem ihr MTV-Vereinskamerad Manuel Mand mit neuer persönlicher Bestzeit von 52,34 Sekunden im U20-Rennen über 400 m den zehnten Platz belegt hatte, holte sie sich über dieselbe Strecke Gold. Nach einem etwas vorsichtigen Beginn fing sie auf der Zielgerade die bis dahin führende Läuferin noch ab und erzielte in 57,54 Sekunden einen neuen persönlichen Rekord. Auch für die Hürdensprinter es MTV Ingolstadt hagelte es förmlich neue Bestzeiten. Neuzugang Mario Saur war zwar über 400 m flach bei den Männern mit Platz sechs und 49,68 Sekunden am ersten Tag nicht ganz zufrieden, dafür ließ er es am Sonntag über die beiden Hürdenstrecken krachen. 52,58 Sekunden bedeuteten Gold und Saisonbestzeit über 400 m Hürden, nur drei Stunden später folgte im 110 m Hürden-Finale Bronze in 15,32 Sekunden nach neuem Hausrekord von 15,30 Sekunden im Vorlauf. Sein MTV-Trainingspartner, der erst 20 Jahre alte Victor Schmieder, überzeugte als Vierter und Fünfter in 54,95 bzw. 15,64 Sekunden. Auch zwei Athletinnen aus der Mehrkampftruppe des MTV Ingolstadt schafften es mit neuen persönlichen Bestzeiten überraschend ins Finale über 100 m-Hürden. Kathleen Hollenberg (15,68 Sekunden) bei den Frauen und Jenny Birzl (15,58 Sekunden) über die niedrigeren U18-Hürden belegten die Finalplätze sechs und acht.
Zwei ungefährdete Favoritensiege gab es für die Dreisprungabteilung des MTV Ingolstadt. Ivane Antonov erzielte als Sieger bei den Männern mit 14,83 m die beste Tagesweite, Stefanie Aeschlimann legte bei ihrem Sieg in der Jugend U20 mit 12,10 m mehr als einen Meter zwischen sich und die Konkurrenz. Nach einer längeren Zwangspause ohne Dreisprungwettkampf steckt die deutsche Hallenmeisterin nun mitten in der Vorbereitung auf die Jugend-DM in Jena am ersten Augustwochenende. Celina Jelinek (MTV Pfaffenhofen) steuerte als Dritte des U18-Dreisprungs mit 10,34 m eine weitere Bronzemedaille zum Gesamtergebnis bei. Hochspringerin Jenny Birzl (MTV Ingolstadt) stellte mit einem blitzsauberen ersten Versuch über 1,61 m ihren persönlichen Rekord ein und überraschte als Dritte in der Jugend U18 mit ihrer ersten bayerische Einzelmedaille.
Das einzige Edelmetall in den Wurfdisziplinen ging an Stefanie Aeschlimann, die als Zweite des Speerwurfs (U20) mit 41,62 m nach Gold im Dreisprung und Bronze mit der Staffel ihren Medaillensatz komplettierte. Weitere Finalplätze für die MTV-Werfer erreichten Michaela Hagl bei den Frauen mit Kugel (7./10,66 m) und Diskus (8./36,69 m) und die beiden U18-Diskuswerfer Vincent Igl als Sechster mit 37,89 m und Manuel Moßburger auf Platz acht mit 35,37 m. Obwohl die hohen Temperaturen nicht gerade optimal für die längeren Strecken waren, zeigten die Ingolstädter Sportler auch in den Läufen ihr Potential. Dabei holten die beiden jüngsten Starter die Medaillen. Die noch in der U16 startberechtigte Lisa Basener (MTV Ingolstadt) zeigte gegen bis zu zwei Jahre ältere Konkurrentinnen über 1500 m (U18) keinerlei Respekt und wurde in 5:04,35 Minuten glänzende Zweite. Die ein Jahr ältere Sofie Nixdorf (DJK Ingolstadt) landete in 5:15,86 Minuten auf einem guten sechsten Platz. Silber sicherte sich auch Dominik Gunzl (MTV Pfaffenhofen), der im 800 m-Lauf (U18) seine persönliche Bestzeit auf 2:02,89 Minuten schraubte. Bei den Männern über 5000 m belegte Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt) in Saisonbestzeit von 14:54,76 Minuten den vierten Platz. Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) verbesserte ihren Hausrekord über 1500 m der Frauen als Neunte auf 4:45,26 Minuten. Einen guten Eindruck hinterließ Triathlet Johannes Stahr (Lifepark Max Ingolstadt) als Sechster über 3000 m (U18) in 9:27,35 Minuten, in der gleichen Klasse landete MTV-Läufer Maximilian Gloger über 1500 m in 4:34,24 Minuten auf Rang fünf.


Fotos: Kiefner