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DM U20/U18 Rostock: Mona Mayer zwei Mal Deutsche Vizemeisterin

veröffentlicht um 31.07.2018, 06:07 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 01.08.2018, 03:15 von Reinhard Köchl ]

Rostock (ebk) Mur zwei Silbermedaillen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Rostock hat Mona Mayer von MTV Ingolstadt am vergangenen Wochenende eine extrem erfolgreiche Saison abgerundet - trotz ereignisreicher und kräftezehrender Ereignisse, die hinter ihr liegen. "Die vergangenen Monate waren natürlich sehr anstrengend. Aber es macht mir einfach unglaublich viel Spaß, auf Wettkämpfen unterwegs zu sein. Da hat man dann immer noch Kraft, um weiterzulaufen", sagte Mayer unserer Zeitung.

Nachdem die 16 Jahre alte Schülerin ihre an sich schon gute Hallensaison wegen Krankheit ohne einen DM-Start hatte beenden müssen, verlief bei den Freiluftwettkämpfen dann praktisch alles nach Plan. Nach den mit dem siebten Platz über 400 Meter abgeschlossenen U 18-Europameisterschaften in Györ (Ungarn) mutete sich das MTV-Talent in Rostock sogar einen Doppelstart zu. Ihr Halbfinale über die Stadionrunde am Freitag gewann Mayer souverän und qualifizierte sich mit der schnellsten Vorlaufzeit von 55,99 Sekunden sicher für den Endlauf. Dort steigerte sie sich am Samstag auf 54,57 Sekunden und musste sich nur der Vize-Europameisterin Marie Scheppan (LC Cottbus) geschlagen geben. Dabei hatte sich Scheppan nur ganz knapp fürs Finale qualifiziert. In ihrem Vorlauf war sie aus Unachtsamkeit nur Zweite geworden und schaffte als letzte Zeitschnellste gerade noch den Sprung in den A-Endlauf. "Auf der Bahn sind wir natürlich Konkurrentinnen, aber neben der Bahn gute Freundinnen", sagt Mayer über die Siegerin. "Es ist toll, wenn man jemanden hat, mit dem man sich austauschen kann."

Am Sonntag standen dann die Rennen über 200 Meter auf dem Programm. Nach einem souveränen Vorlaufsieg in 24,30 Sekunden gab es auch hier im Finale Silber für Mayer. Bei kräftigem Gegenwind kam sie in 24,41 Sekunden hinter ihrer bayerischen Rivalin Svenja Pfetsch (SC Vöhringen) ins Ziel, die als Damen-Siegerin beim Meet-IN schon ihr großes Potenzial angedeutet hatte. Hinter den beiden lag aber immerhin noch die amtierende U 18-200-Meter-Weltmeisterin Talea Prepens (TV Cloppenburg). "Die 200 Meter waren als Zugabe gedacht. Ich wollte einfach schauen, was geht. Das dann nochmal der Vizemeistertitel herausgesprungen ist, ist natürlich toll", sagte Mayer, die sich nun erstmal eine verdiente Pause gönnen darf. "Ich laufe am Freitag noch einmal die 800 Meter zum Spaß", sagte die 16-Jährige. Nach dem Wettkampf im oberpfälzischen Neustadt an der Waldnaab stehen dann Urlaub und Erholung auf dem Programm. Unter anderem geht es mit der besten Freundin an den Tegernsee.

Doch die kommende Saison hat Mayer auch schon im Hinterkopf. "Ich bin absolut motiviert, mich weiter zu verbessern", sagte die ehrgeizige MTV-Athletin. "Die Saison war toll. Ich bin erstmals international gestartet und habe es bei der EM gleich ins Finale geschafft. Das war natürlich das Highlight für mich", sagte sie.

Die beiden anderen U 18-Starterinnen des MTV Ingolstadt konnten sich über 400 Meter Hürden nicht für die Finalläufe qualifizieren. Laura Böttcher unterbot in 65,41 Sekunden nochmal die DM-Norm, Susanne Göbel musste sich in 66,19 Sekunden etwas unter Wert verkaufen.

Die einzige Ingolstädter Teilnehmerin in ihrem ersten Jahr in der Klasse U 20 war Lisa Basener, die die 1500 Meter der 2000-Meter-Hindernisstrecke vorgezogen hatte. In einem mit gleichmäßigem Tempo gestalteten Vorlauf qualifizierte sich sich in 4:45,01 Minuten locker und souverän für den Endlauf. In diesem von Taktik und Tempowechseln geprägten Rennen fand die frischgebackene Abiturientin dann nicht ihren Rhythmus und landete in 4:46,47 Minuten auf dem neunten Platz.

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Fotos: Claus Habermann

Deutsche Meisterschaften Nürnberg: MTV-Athleten sowohl quantitativ wie qualitativ stark

veröffentlicht um 24.07.2018, 08:53 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 24.07.2018, 08:53 ]

Nürnberg (ebk) Sehr gut präsentierten sich die Leichtathleten des MTV Ingolstadt bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg trotz des Regens und der relativ kühlen Temperaturen. Neben der Bronzemedaille von Hürdensprinter Maximilian standen zwei Plätze unter den ersten Zehn durch Manuel Marko im Hochsprung und Mario Saur über 400 Meter Hürden auf der Habenseite des MTV.

Über 110 Meter Hürden bei den Männern hat Maximilian Bayer durch seinen dritten Platz eines seiner beiden Ziele erreicht: Die erste Freiluft-Medaille bei einer nationalen Meisterschaft. Nach 13,89 Sekunden im Vorlauf bei Regen und Gegenwind steigerte er sich im Finale in einem technisch sauberen Rennen auf 13,77 Sekunden, wieder nur knapp über der geforderten EM-Norm von 13,65 Sekunden. Dem MTV-Athleten bleibt am Dienstag aber noch eine Chance, bei einem Meeting in Leipzig auf den EM-Zug nach Berlin aufzuspringen. Die Entscheidung über den dritten Startplatz fällt hier zwischen Bayer und Alexander John (Leipzig), der zwar im Vorfeld mit einer Zeit unter 13,60 Sekunden den einen Teil der Anforderungen erfüllt hat, in Nürnberg aber von Bayer deutlich distanziert wurde. Ihm fehlt damit der zusätzlich geforderte Spitzenplatz bei den deutschen Meisterschaften, den wiederum Bayer vorzuweisen hat.

Über die längere Hürdenstrecke, die 400 Meter, verpasste Mario Saur in ansprechenden 53,26 Sekunden den Finaleinzug nur um zwei Plätze. Mit der zehntbesten Zeit aus den drei Vorläufen konnte der vielseitige MTV-Athlet aber insgesamt zufrieden sein. Seine Konzentration gilt nun den deutschen Meisterschaften im Zehnkampf, die in vier Wochen in Wesel am Niederrhein stattfinden. Für Manuel Marko und Samuel Werdecker (beide MTV Ingolstadt) waren es die ersten großen Meisterschaften bei den Erwachsenen und beide konnten zufrieden mit ihren Wettkämpfen sein. Manuel Marko, der noch nie bei 2,00 Metern einen Wettkampf beginnen musste, schaffte diese Höhe souverän im ersten Versuch. Drei knapp gerissene Sprünge über 2,05 Meter brachten den amtierenden süddeutschen Meister dann auf Rang neun unter 14 angetretenen Springern. Der erst 20 Jahre alte Samuel Werdecker lieferte über 400 Meter in 48,29 Sekunden seine nächste gute Zeit ab, die aber erwartungsgemäß nicht zum Einzug ins Finale reichte.

Unter einem unglücklichen Stern standen dagegen die Staffelwettbewerbe für die Teams des MTV Ingolstadt. Über 3 x 800 Meter bei der weiblichen Jugend U20 verpassten Lisa Basener, Sofie Nixdorf und Susanne Göbel trotz Saisonbestzeit von 7:10,94 Sekunden den angepeilten Finaleinzug. Die aus lauter jugendlichen U20-Läuferinnen bestehende Frauenstaffel in der Besetzung Laura Böttcher, Helen Linke, Mona Mayer und Kathrin Göbel musste über 4 x 100 Meter nach einem völlig verpatzten zweiten Wechsel sogar aufgeben. Ein gutes Rennen zeigten dafür die MTV-Männer über 4 x 400 Meter, wo Hochspringer Manuel Marko kurzfristig Maximilian Bayer ersetzen musste, der nur zwei Tage vor seiner letzten EM-Chance natürlich kein für ihn ungewohntes 400-Meter-Rennen mehr bestreiten wollte. In 3:20,86 Minuten kamen Mario Saur, Victor Schmieder, Manuel Marko und Samuel Werdecker auf dem sechsten Platz ihres Laufes ins Ziel und belegten damit einen guten Gesamtrang 14.

Auch die in der Region Ingolstadt ausgebildeten Sportlerinnen und Sportler zeigten sich in Nürnberg von ihrer besten Seite. Der frühere Pfaffenhofener Arne Leppelsack sicherte der Staffel der LG Stadtwerke München über 4 x 400 Meter in einem starken Rennen an Position drei den Titel. Über 400 Meter Hürden konnten sich sowohl Alica Schmidt (SC Potsdam, früher MTV Ingolstadt) als auch Michael Adolf (LG Stadtwerke München, früher DJK Ingolstadt) fürs Finale qualifizieren und dort in 60,02 bzw. 51,86 Sekunden Platz fünf belegen. Dreispringern Stefanie Aeschlimann (LAC Quelle Fürth früher MTV Ingolstadt) war zwar mit ihrer Weite von 12,11 Metern nicht zufrieden, dafür aber mit ihrer Endkampfplatzierung auf Rang acht.

Fotos: Kiefner

Manfred Sprenger gestorben

veröffentlicht um 24.07.2018, 07:28 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Mit Bestürzung haben die Leichtathleten des MTV Ingolstadt die Nachricht vom plötzlichen Tod Manfred Sprengers vernommen.

Noch Ende Juni war Manfred Sprenger beim MTV Meet-IN wie praktisch jedes Jahr als Kampfrichter im Einsatz gewesen. Auch ein Zielgericht beim Seelauf am Baggersee wäre ohne Manfred und sein Markenzeichen, dem Diktiergerät zum aufzeichnen der Einlaufreihenfolge, nicht vorstellbar gewesen. Mit Manfred Sprenger verlieren die MTV-Leichtathleten einen zuverlässigen, aufrichtigen und humorvollen Freund, der sich ohne Aufhebens in den Dienst des Sports und speziell der Leichtathletik gestellt hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, allen voran seiner Tochter Judith und seinem Schwiegersohn Hermann Braun.

Bayerische Meisterschaften U23/U16: Titel für Nixdorf und Werdecker

veröffentlicht um 17.07.2018, 01:52 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 17.07.2018, 01:54 ]

Kitzingen (ebk) Zu einer Hitzeschlacht entwickelten sich die bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften der Junioren U23 und Jugend U16 im unterfränkischen Kitzingen. Obwohl diese Titelkämpfe bereits im Schatten der bevorstehenden deutschen Meisterschaften in Nürnberg standen, zeigten vor allem die Leichtathleten des MTV Ingolstadt mit vier Medaillen in der Juniorenklasse sehr ansprechende Leistungen. Der regionale Nachwuchs in der Jugend U 16 blieb mit vier vierten Plätzen zwar ohne Podestplatz, dafür wurden zwei weitere DM-Normen in dieser Altersklasse erfüllt.

Gleich zwei Medaillen holte dabei Sofie Nixdorf (MTV Ingolstadt). Nachdem sie sich am ersten Tag der Veranstaltung in einem typischen Meisterschaftsrennen den Titel über 800 Meter in 2:20,82 Minuten gesichert hatte, sprintete sie am zweiten über 400 Meter auf den Bronzerang. In 59,58 Sekunden erzielte sie dazu eine neue persönliche Bestleistung, ihre Vereinskameradin Marie Hedrich kam in Saisonbestleistung von 61,07 Sekunden auf den achten Platz. Lisa Basener (MTV Ingolstadt) musste sich in einem am Anfang etwas verbummelten Rennen über 1500 Meter erst auf der Zielgerade geschlagen geben. 5:01,50 Minuten bedeuteten am Schluss Silber. Das nächste starke Rennen über die Stadionrunde lieferte Samuel Werdecker ab. Bei der Generalprobe für Nürnberg deklassierte der MTV-Sprinter die Konkurrenz förmlich und siegte ungefährdet in starken 48,02 Sekunden. Dominik Gunzl (MTV Pfaffenhofen) kam über 800 Meter auf den sechsten Platz, in 2:00,99 Minuten gab es einen neuen Hausrekord für ihn.

Bei der Jugend U16 schafften erfreulicherweise beide Staffeln des MTV Ingolstadt über 4 x 100 Meter den Sprung ins Finale. Die Mädchen kamen in der Besetzung Kaitlyn Herbert, Helen Hartmann, Kathrin Kaufmann und Carolin Fischer in 52,08 Sekunden auf den fünften Platz. Felix Kraus, Felix King, Daniel Kerner und Leonhard Kraus unterboten bereits im Vorlauf mit 47,71 Sekunden zum wiederholten Mal die DM-Norm (U16), im Finale landeten sie in 48,01 Sekunden auf Platz vier. Auch die stärkere Vorlaufzeit hätte nicht für Bronze gereicht.

Undankbare vierte Plätze gab es für den Nachwuchs des MTV Ingolstadt auch in den Einzeldisziplinen. Carolin Fischer über 300 Meter Hürden in 47,75 Sekunden und Daniel Kerner über 300 Meter in 38,18 Sekunden konnten sich aber immerhin über neue persönliche Bestleistungen und die erfüllte Qualifikationsnorm für die Deutschen U16-Meisterschaften in Bochum/Wattenscheid freuen. Gute Hochsprünge zeigten Helen Hartmann (W15) als Fünfte mit persönlicher Bestleistung von 1,56 Metern und Leon Windpassinger (M14) mit 1,60 Metern auf dem vierten Rang. Felix Kraus holte in derselben Altersklasse als Sechster mit dem Speer (36,48 Meter) ein weiteres Spitzenresultat für den Schanzer Nachwuchs. Über 100 Meter hatten beide MTV-Sprinter Daniel Kerner (12,12 Sekunden/M15) und Felix Kraus (12,70 Sekunden/M14) das Halbfinale erreicht, sich aber nicht für den Endlauf qualifizieren können.

Fotos: Kiefner

Mona Mayer besteht im "Jahrtausendfinale" von Györ

veröffentlicht um 12.07.2018, 00:58 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 12.07.2018, 01:03 ]

Györ (DK) Die Enttäuschung unmittelbar nach dem Zieleinlauf wich schnell der Freude und dem Stolz: Mona Mayer vom MTV Ingolstadt war am vergangenen Sonntag bei den U18-Europameisterschaften der Leichtathleten im ungarischen Györ im 400-Meter-Finale in 54,85 Sekunden auf Rang sieben gelaufen - und zunächst "ein wenig geknickt", wie Heimtrainer Reinhard Köchl berichtete.

Doch die 16-Jährige konnte wenig später dann doch stolz auf ihre Leistung sein. Denn sie war Teil eines "Jahrtausendfinales", wie Köchl erklärte. Zur Veranschaulichung: Die zweitplatzierte Marie Scheppan aus Cottbus lief nach 52,82 Sekunden über die Ziellinie und ist damit aktuell die drittschnellste Dame Deutschlands über diese Distanz - als 17-Jährige, wohlgemerkt. "Das waren Leistungen, die man in dieser Altersklasse selten bis nie zu sehen bekommt. Das sind Hammerzeiten", ergänzte Köchl, der mit seinem Schützling voll und ganz zufrieden war. "Dreimal die 400 Meter in drei Tagen, das ist eine enorme Belastung. Am Ende war leider kein Tropfen Sprit mehr im Tank. Aber Mona in diesem Finale zu sehen, erfüllt uns mit unglaublichem Stolz", sagte er. Mayer wird beim MTV von Köchl und ihrer Mutter Ruth trainiert, die im Jahr 1987 einst selbst U20-Vize-Europameisterin mit der 4x400-Meter-Staffel wurde.

Quelle: Donaukurier

Foto: Peters

Bayerische Meisterschaften in Erding: Mario Saur wieder Erster

veröffentlicht um 11.07.2018, 12:43 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Erding (ebk) Zwei Wochen nach den süddeutschen Titelkämpfen gastierten die Ingolstädter Leichtathleten wieder im schmucken Erdinger Stadion mit der schnellen blauen Bahn. Bei den bayerischen Meisterschaften holten die Schanzer Klubs insgesamt sieben Medaillen, der einzige Titel ging an Mario Saur (MTV Ingolstadt), der nur eine Woche nach seinem Triumph im Zehnkampf das Rennen über 400 Meter Hürden für sich entscheiden konnte.

Die bemerkenswerteste Leistung aus Ingolstädter Sicht erzielte jedoch Speerwerferin Martina Jotz (MTV Ingolstadt): Die mehrfache deutsche und bayerische Seniorenmeisterin mischte auch bei der bis zu 20 Jahren jüngeren Konkurrenz im Vorderfeld mit. Ihre Saisonbestleistung von genau 44 Metern brachte der 41 Jahre alten Polizeibeamtin den Vizemeistertitel bei den Frauen und die klare Führung in der deutschen Rangliste der Seniorinnen. Bei den Männern wurde Mario Saur seiner Favoritenrolle über 400 Meter Hürden mehr als gerecht. Der MTV-Allrounder zeigte in 52,77 Sekunden das schnellste seiner drei Rennen in diesem Jahr und kann optimistisch in Richtung Nürnberg blicken, wo am 21. und 22. Juli die nationalen Titelkämpfe über die Bühne gehen werden. Im hochklassigsten Wettbewerb der ganzen Veranstaltung, dem Hochsprung der Männer, lieferte Manuel Marko (MTV Ingolstadt) wieder einen soliden Wettkampf ab. 2,02 und 2,05 Meter schaffte der MTV-Athlet auf Anhieb im ersten Versuch, an 2,08 Metern scheiterte er nur knapp. Trotzdem blieb ihm nur der undankbare vierte Platz, da drei Konkurrenten Höhen von 2,11 Meter und mehr übersprangen. Der Sieg ging schließlich an EM-Starter Tobias Potye (LG Stadtwerke München) mit 2,21 Metern. Die 5000 Meter beendete Martin Stier (MTV Ingolstadt) in 16:42,87 Minuten auf dem sechsten Platz, Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) wurde über 1500 Meter in 5:00,02 Minuten Elfte. Die französische Studentin Charlotte Alexandrowicz, derzeit Trainingsgast beim MTV Ingolstadt, kam im Stabhochsprung der Frauen mit 3,00 Metern auf den fünften Platz.

Bei der weiblichen Jugend U20 gewann Sofie Nixdorf (MTV Ingolstadt) über 800 Meter in 2:22,43 Minuten mit Bronze die einzige Ingolstädter Medaille. Ihr Trainingspartnerin Maria Hedrich kam über 400 Meter in 61,27 Sekunden auf den vierten Platz. In den Sprintwettbewerben zeigte Helen Linke (MTV Ingolstadt) zwei gute Rennen über 100 Meter. Die Weitsprungspezialistin, die sich dieses Jahr wegen Knieproblemen ganz auf den Sprint konzentriert, erzielte im Vorlauf mit 12,69 Sekunden persönliche Bestzeit und bestätigte die Zeit als Fünfte des Finales trotz deutlich schlechterer Windbedingungen. Kathrin Göbel hatte das Finale über 100 Meter nach 12,92 Sekunden knapp verpasst, dafür kam sie über 200 Meter - nach 26,34 Sekunden im Vorlauf - in 26,21 Sekunden auf Rang sechs.

Trotz des Fehlens der Doppelsiegerin des letzten Jahres über 200 und 400 Meter, Mona Mayer (MTV Ingolstadt), die zeitgleich die deutschen Farben bei der Junioren-EM in Györ vertrat, war die weibliche Jugend U18 mit vier Medaillen die erfolgreichste Altersklasse aus Ingolstädter Sicht. Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) holte gleich zwei Silbermedaillen, jeweils mit neuer persönlicher Bestzeit. Über 800 Meter musste sie sich nach 2:19,41 Minuten in einem Fotofinish nur um drei Hundertstelsekunden geschlagen geben. Über 400 Meter Hürden verbesserte sie sich auf 64,30 Sekunden, eine Zeit die bei den Frauen und der Jugend U20 sogar zum Sieg gereicht hätte. Im Sog von Susanne Göbel steigerte sich Laura Böttcher (MTV Ingolstadt) als Drittplatzierte auf 64,65 Sekunden, womit sie nun auch das Ticket für die deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock gelöst hat. Nach 26,64 Sekunden über 200 Meter, einem weiteren Hausrekord, verzichtete die MTV-Sprinterin auf das B-Finale. Zwei Bestzeiten erlief sich auch Laura Schiffner (DJK Ingolstadt). 2:26,09 Minuten über 800 Meter bedeuteten am ersten Tag der Titelkämpfe Rang sechs, die 5:04,64 Minuten über 1500 Meter brachten der aus Reichertshofen stammenden Läuferin am zweiten Tag dann die Silbermedaille.

Bei der männlichen Jugend U18 waren nur zwei MTV-Talente am Start. Weitspringer Simon Batz lieferte mit 6,45 Metern und Platz vier den nächsten starken Wettkampf ab. Moritz King kam über 800 Meter in 2:08,96 Minuten als Elfter ins Ziel.

Fotos: Kiefner

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Mona Mayer startet ab Donnerstag bei U18-EM in Györ

veröffentlicht um 04.07.2018, 16:52 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 04.07.2018, 16:54 ]

Ingolstadt
(ebk) Über 1.000 Athleten aus 50 Nationen gehen dieses Wochenende bei den U18-Europameisterschaften der Leichtathleten in Györ (Ungarn; 5. bis 8. Juli) an den Start. Das sind fast 150 Teilnehmer mehr als bei der Premiere vor zwei Jahren in Tiflis (Georgien). Unter den 54 deutschen Talenten ist auch Mona Mayer (MTV Ingolstadt), die sich über 400 Meter qualifiziert hat. Sie ist neben Sprinter Fabian Olbert (LG Stadtwerke München) die einzige bayerische Sportlerin, die vom DLV nominiert wurde. Zusätzlich Spannung in die Wettbewerbe bringt die Qualifikationsmöglichkeit für die Youth Olympic Games (YOG) in Buenos Aires.

Über 400 Meter hat das deutsche Team dabei gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Die Cottbuserin Marie Scheppan ist beim Qualifikationsrennen in Schweinfurt beeindruckende 53,37 Sekunden gelaufen und steht damit an der Spitze der europäischen U18-Rangliste. Mona Mayer, Tochter von Ruth Mayer, die 1987 selbst U20-Vize-Europameisterin mit der 4x400 Meter-Staffel war, ist mit ihren ebenfalls in Schweinfurt gelaufenen 53,99 Sekunden eine weitere Kandidatin für einen Spitzenplatz. Die Vorläufe über 400 Meter finden am Donnerstag um 11.13 Uhr statt, das Halbfinale ist am Freitag um 19.48 Uhr angesetzt und das Finale – hoffentlich mit Mona Mayer – soll am Samstag um 18.48 Uhr stattfinden.

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Mario Saur bayerischer „König der Athleten“, Samuel Werdecker schafft DM-Finale

veröffentlicht um 04.07.2018, 00:14 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert 04.07.2018, 02:29 von Reinhard Köchl ]

Ingolstadt (ebk) Am Wochenende nach dem 17. MTV Meet-IN tanzten die Ingolstädter Leichtathleten sehr erfolgreich auf mehreren Hochzeiten. In Garmisch-Partenkirchen krönte sich Mario Saur (MTV Ingolstadt) im Zehnkampf zum bayerischen „König der Athleten“. Die Junioren U23 und die Senioren ermittelten in Heilbronn und Mönchengladbach ihre deutschen Meister, wobei die MTV-Läufer mit drei Titeln glänzen. Dazu kämpfte Lisa Basener (MTV Ingolstadt) im Nationaltrikot bei den Europameisterschaften im Berglauf sogar bei einer internationalen Meisterschaft.

Der einzige Ingolstädter Starter bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften vor der herrlichen Kulisse der Garmisch-Partenkirchener Berge lieferte auch das beste Ergebnis der Veranstaltung. Mit einer deutlichen Steigerung seiner Bestleistung auf 7117 Zähler holte sich Mario Saur nicht nur unangefochten den Männertitel im Zehnkampf. Mehr als souverän überbot der 28 Jahre alte MTV-Athlet auch die Norm für die deutschen Meisterschaften und kann zu den 400 Meter Hürden nun mit einem zweiten DM-Start planen. In einem Zehnkampf mit zahlreichen persönlichen Bestleistungen ohne einen einzigen Ausrutscher nach unten übernahm Saur nach 11,34 Sekunden über 100 Meter, 6,63 Meter im Weitsprung und 12,16 Meter mit der Kugel nach einem erstklassigen Hochsprung von 1,96 Meter die Führung, die er immer weiter ausbaute. Mit starken 48,77 Sekunden über 400 Meter zum Ende des ersten Tages und 15,48 Sekunden über 110 Meter Hürden zu Beginn von Tag zwei spielte Saur dann seine Schokoladendisziplinen aus. Nach 37,47 Meter mit dem Diskus, 4,10 Meter beim Stabhochsprung und 45,71 Meter mit dem Speer lag der MTV-Allrounder uneinholbar in Front. Die 1500 Meter absolvierte er als Krönung des Wettkampfs in 4:26,30 Minuten noch mit der schnellsten Zeit aller Teilnehmer und hat nun bei den nationalen Titelkämpfen Ende August in Wesel am Niederrhein eine einstellige Platzierung in Reichweite.

Persönliche Bestleistung erzielte auch Samuel Werdecker (MTV Ingolstadt) bei den deutschen U23-Meisterschaften in Heilbronn. Bereits im Vorlauf über 400 Meter verbesserte sich der Student, der zur Hallensaison von der LAG Mittlere Isar zum MTV gewechselt war auf 47,76 Sekunden. Auch im Finale blieb Werdecker in 47,98 nochmals unter der 48-Sekunden-Marke und kam bei seinem DM-Debüt in der neuen Altersklasse auf einen hervorragenden sechsten Platz. Zwei ehemalige Ingolstädter erreichten in Heilbronn über 400 Meter Hürden die Medaillenränge: Alica Schmidt (früher MTV jetzt SC Potsdam) gewann Silber, Michael Adolf (früher DJK jetzt LG Stadtwerke München) holte wie im Vorjahr Bronze.

Verlass war bei den deutschen Meisterschaften der Senioren in Mönchengladbach wieder auf die Läufer des MTV Ingolstadt. Albert Walter holte sich bei den Männern M75 die nächsten zwei nationalen Titel. Nach 2:54,40 Minuten über 800 Meter siegte er auch über 1500 Meter in 5:56,42 Minuten mit klarem Vorsprung. Gerlinde Kolesa dominierte bei den Frauen M60 die 800 Meter in 2:44,20 Minuten ebenfalls deutlich. Dazu holte die MTV-Athletin in einem knappen Rennen über 1500 Meter in 5:38,41 Minuten die Silbermedaille. Dies ist umso bemerkenswerter, da sie und Albert Walter schon zu den älteren Jahrgängen ihrer Altersklasse zählen. Karsten Stammen (MTV Ingolstadt) platzierte sich über 110 Meter Hürden (M35) in 16,51 Sekunden auf Rang drei und holte die fünfte Medaille für die MTV-Senioren. Zwei weitere Ingolstädter Sportler schafften den Sprung ins Finale. Klaus Winkler (MTV Ingolstadt/M60) belegte über 1500 Meter (5:12,32 Minuten) und 800 Meter (2:29,08 Minuten) die Plätze vier und acht. Andreas Zenker (SV Zuchering/M45) kam mit dem Speer (41,66 Meter) und dem Hammer (33,61 Meter) auf Rang fünf und sechs.

Ihren zweiten Nationalmannschaftseinsatz absolvierte Lisa Basener (MTV Ingolstadt) bei den Berglau-Europameisterschaften, die in der mazedonischen Hauptstadt Skopje ausgetragen wurden. Nach ihrer Nominierung im vergangenen Jahr in der Jugend U18 war die Abiturientin dieses Mal im U20-Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) unterwegs. Im Gegensatz zum Vorjahr beim Einsatz in Lecce (Italien) kamen die DLV-Mädchen mit dem extrem schwierigen Gelände in Mazedonien nur schwer zurecht. Der über sechs Kilometer lange Rundkurs mit Start und Ziel auf 580 Meter Höhe führte auf extrem steilen Passagen bis auf 958 Meter hinauf, was vor allem für die DLV-Läuferinnen, die ihre Stärken auch auf der Bahn haben, problematisch war. Lisa Basener, eigentlich Spezialistin über 2000 Meter Hindernis, kam als drittbeste deutsche Starterin nach 37:22 Minuten auf Platz 36 ins Ziel, in der Team-Wertung konnte man auf Platz acht immerhin die Gastgeberinnen hinter sich lassen. „Meine Leistung war nicht gut. Ich war leider sehr schnell im Lakatbereich, und dann ging nichts mehr. Aber es war eine riesige Erfahrung mit einem tollen Team und ich habe mich bis zum Ende gequält“, so die MTV-Läuferin.

 
Fotos: Kiefner, Privat

Hohe Sprünge und schnelle Läufe beim 17. MTV Meet-IN

veröffentlicht um 01.07.2018, 01:35 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 03.07.2018, 23:52 ]

Ingolstadt (ebk) Einen hochklassigen Wettkampf im Stabhochsprung mit drei Athleten, die die EM-Norm schon in der Tasche haben, bekamen die Zuschauer bei der 17. Auflage des MTV Meet-IN zu sehen. Zwar fehlte am Schluss als i-Tüpfelchen ein Ausreißer nach oben, doch mit 11 Springern, die Höhen von fünf Meter und mehr zu bieten hatten, war ein kurzweiliger und spannender Wettkampf garantiert. Auch eine kurze Regenunterbrechung tat der hervorragenden Stimmung im MTV-Stadion keinen Abbruch.

Mit 5,54 Meter entschied der 24 Jahre alte Torben Laidig (LAV Stadtwerke Tübingen) bei seinem erst zweiten Start in Ingolstadt den Stabwettbewerb für sich und konnte sich von Herrnbräu-Geschäftsführer Gerhard Bonschab den Siegerscheck überreichen lassen. Nach Platz zwei im Jahr 2016 unterstrich der sympathische Athlet mit dem Sieg gegen seine direkten Konkurrenten Daniel Clemens (LAZ Zweibrücken) und Karsten Dilla (TSV Bayer Leverkusen) die Ambitionen auf einen Startplatz bei der EM in Berlin. Clemens, der ebenfalls 5,54 Meter meisterte, dafür aber einen Versuch mehr als Laidig benötigte, musste sich mit Platz zwei zufrieden geben, war nach der harten Trainingsphase, in der die Athleten derzeit stecken, aber mehr als zufrieden. Favorit Karsten Dilla, der beim Einspringen noch den besten Eindruck aller Springer gemacht hatte, kam nach einem guten Versuch über 5,36 Meter nicht mehr richtig in den Wettkampf. So musste er den Überraschungsmann des Tages Torben Blech (TSV Bayer Leverkusen) noch an sich vorbeiziehen lassen. Der Zehnkämpfer nutzte die gute Stimmung an der Wettkampfanlage und stellte mit 5,42 Metern einen neuen Hausrekord auf. Der frühere Vizeweltmeister Malte Mohr (TV Wattenscheid) war mit seinem Wettkampf in Ingolstadt nicht ganz zufrieden. Er hofft noch auf den EM-Zug aufspringen zu können. Mit übersprungenen 5,30 Metern hat er sich immerhin einen Starplatz für die DM in Nürnberg gesichert, wo dann endgültig die EM-Tickets vergeben werden.

Beim 17. MTV Meet-IN brachten auch die Wettbewerbe im Schatten des überragenden Stabhochsprungs gute Ergebnisse. Zwar war die Teilnehmerzahl etwas geringer als in den letzten beiden Jahren, doch gab es vor allem auf der Laufbahn schnelle Zeiten zu bewundern. MTV-Leichtathletik-Chef Martin Weinberger und Wettkampfleiter Karl Eberle haderten in diesem Zusammenhang aber mit ein paar ausländischen Spitzenathleten, der sich zwar auf die Meldeliste setzen ließen, es aber nicht einmal für nötig hielten, mit einer kurzen Nachricht abzusagen.

Eine löbliche Ausnahme war hier der junge Slowene Nino Celic, dessen gültige Versuche beim Weitsprung der Männer alle über die Sieben-Metermarke gingen. Nach seinem klaren Erfolg mit 7,21 Metern kündigte Celic an, auch nächstes Jahr als Test vor den U23-Europameisterschaften nach Ingolstadt zu kommen, trotz der Anreise von gut 700 Kilometern. Bei den Kurzstrecken der Männer und Frauen zeigten sich die bayerischen Spitzensprinter gut für die deutschen Titelkämpfe in drei Wochen in Nürnberg gerüstet. Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) brachte sich mit seinem Doppelsieg über 100 und 200 Meter in 10,94 bzw. 21,42 Sekunden für Nürnberg in die Favoritenstellung auf der Stadionrunde. Auch bei der Nominierung einer 4 x 400 Meter-Staffel für die Heim-EM in Berlin wird wohl kein Weg an ihm vorbei führen. Die 100 Meter bei den Frauen waren eine klare Sache für Nationalmannschaftsläuferin Amelie-Sophie Lederer (LAC Quelle Fürth), die in Vorlauf und Endlauf in 11,87 und 11,90 Sekunden gut zehn Meter vor dem Feld ins Ziel kam. Ein erwartet spannendes Duell gab es über 200 Meter. Die erst 17 Jahre alte Svenja Pfetsch (SC Vöhringen) steigerte sich auf 24,30 Sekunden und gewann vor der süddeutschen Vizemeisterin Katharina Eich (SSV Ulm), die 24,72 Sekunden benötigte. Pfetsch setzte sich damit in der deutschen U18-Rangliste auf Platz zwei hinter MTV-Talent Mona Mayer, die am Wochenende vor ihrem Einsatz bei den Junioren-Europameisterschaften eine Wettkampfpause einlegte.

Auf den längeren Strecken waren die Läufe der Männer von der Qualität her diese Jahr besser besetzt als die Frauenrennen. So siegte über 800 Meter der Neuseeländer Rhys Bishop in starken 1:52,90 Minuten. Thorben Dietz (LG Filstal) aus Baden-Württemberg lief als Sieger über 3000 Meter in 8:31,15 Minuten eine der besten zwanzig deutschen Zeiten in diesem Jahr. Der Siebte der deutschen Meisterschaften über 5000 Meter von Nürnberg 2015 hofft dieses Jahr auf einen ähnlichen Coup. Gute Ergebnisse bei den Sprüngen gab es bei den Frauen: Im Dreisprung siegte Anna Dupke (TS Herzogenaurach) mit 12,24 Metern. Den Hochsprung entschied Anna-Lena Sinn (LG Erlangen) mit 1,67 Metern vor der Französin Jade Bangoura (1,64 m) und MTV-Lokalmatadorin Jenny Birzl für sich, die mit 1,61 Metern Saisonbestleistung erzielte. Die erwarteten Zwei-Meter-Sprünge bei den Männern blieben dagegen aus. Altmeister Sebastian Kneifel (TV Wattenscheid) und der süddeutsche Meister Marko Manuel (MTV Ingolstadt) mussten sich nach einer Regenunterbrechung mit 1,95 bzw. 1,85 Metern zufrieden geben.

Aus regionaler Sicht überzeugte Dauerläufer Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt) als Dritter über 3000 Meter in 9:02,68 Minuten, sein Vereinskamerad Martin Stier wurde in 9:35,75 Minuten Achter. Gute Rennen über 1500 Meter zeigten die beiden MTV-Jugendlichen Moritz King (4:25,99) und Leon Rupp (4:30,50), die knapp vor MTV-Laufikone Miguel Lenz ins Ziel kamen. Zwei U18-Läuferinnen des MTV Ingolstadt schafften über 400 Meter bei den Frauen sogar den Sprung aufs Treppchen: Laura Böttcher mit neuer persönlicher Bestzeit von 59,97 Sekunden als Zweite und einen Platz dahinter Susanne Göbel in 61,10 Sekunden. Valerie Griesche (DJK Ingolstadt) kam über 800 Meter in 2:23,42 Minuten auf Platz sechs ins Ziel.

Bei den Nachwuchswettbewerben der Jugend U18 ragten aus regionaler Sicht drei Leistungen heraus. Daniel Kerner (MTV Ingolstadt), Zweiter im U18-Rennen über 100 Meter in 12,46 Sekunden, unterbot zusammen mit Felix Kraus, Leon Windpassinger und Leonhard Kraus in 47,91 Sekunden über 4 x 100 Meter die Norm für die deutschen Titelkämpfe der Jugend U16. Thomas Walcher von den Sportfreunden Reichertshofen siegte überraschend im 800 Meter-Lauf in guten 2:07,71 Minuten. Helen Hartmann (MTV Ingolstadt) glänzte auf ihrer Hausanlage als Zweite des Weitsprungs mit einer Steigerung auf 4,90 Meter.

Fotos: Kiefner

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Kampf um die EM-Normen bestimmt den Stabhochsprung beim 17. MTV Meet-IN

veröffentlicht um 26.06.2018, 23:55 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 27.06.2018, 19:10 ]

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Ingolstadt (ebk) Wer am ersten fußballfreien Tag nach der WM-Vorrunde Lust darauf hat, Spitzensport in Biergarten-Atmosphäre hautnah und live statt nur vor dem Fernseher zu erleben, hat am Freitag, dem 29 Juni die beste Gelegenheit dazu. Das 17. MTV Meet-IN mit Stabhochsprung der Spitzenklasse geht ab 17 Uhr im MTV-Stadion über die Bühne. Am Start ist ein bunter Mix aus deutschen Sportler und Teilnehmern aus Sambia, Südafrika, Lettland, Slowenien und weiteren europäischen Staaten.

Im Mittelpunkt stehen dabei wie die Jahre zuvor die DLV-Stabartisten. Die im August anstehende Heim-EM im Berliner Olympiastadion verleiht dem MTV Meet-IN 2018 einen besonderen Stellenwert. Bis Mitte Juni hatten fünf deutsche Springer die EM-Norm von 5,60 Metern erfüllt. Olympiateilnehmer Karsten Dilla (Leverkusen), Meet-IN-Sieger 2014, zog am Wochenende in Madrid mit 5,61 Metern nach, so dass nun drei der sechs deutschen Athleten mit bereits erfüllter Norm in Ingolstadt am Start sein werden. Torben Laidig (Tübingen), der Zweite des Meet-IN 2016, und Daniel Clemens (Zweibrücken) haben ebenfalls schon die 5,60 Meter übersprungen. Für sie und Dilla gilt es in Ingolstadt, sich vor der endgültigen Nominierung, die nach den deutschen Titelkämpfen in Nürnberg erfolgt, mit guten Leistungen für einen der drei Startplätze zu empfehlen. Diese drei Springer werden wohl auch den Kampf um die Siegprämie unter sich ausmachen. Als Außenseiter geht Florian Gaul (Sindelfingen) in den Wettkampf. Nach seinen Meet-IN-Siegen von 2015 und 2016 war seine Saison 2017 von Verletzungen geprägt, die 5,30 Metern zum Saisoneinstieg am letzten Wochenende lassen aber auf bessere Höhen hoffen. Ähnliches gilt für den früheren Vizeweltmeister und Meet-IN-Seriensieger Malte Mohr (Wattenscheid), der nach zwei Seuchenjahren wieder Anschluss an die europäische Spitze sucht. Er hat für Ingolstadt eine Wildcard und wird sich erst nach dem Abschlusstraining am Donnerstag für oder gegen einen Start entscheiden. 5,30 Meter sind dagegen das Ziel des frisch gebackenen süddeutschen Meisters Dennis Schober (Landau/Pfalz), um sich wenigstens noch einen Startplatz für die DM in Nürnberg zu sichern. Vielleicht gibt es aber wie im Vorjahr eine Überraschung durch einen ausländischen Gast. 2017 düpierte der damals erst 20 Jahre alte finnische Hallen-Champion Urho Kujanpaa die Konkurrenz und gewann sensationell vor Karsten Dilla. Der Finne war damit nicht nur der bisher jüngste Meet-IN-Sieger, sondern auch der einzige Athlet, der die Dominanz der „DLV-Stabis“ in 16 Jahren durchbrechen konnte. Ein solches Szenario ist auch dieses Jahr nicht auszuschließen. Mit Mareks Arents (Lettland) hat ein Athlet mit einem Hausrekord von 5,71 Metern für Ingolstadt gemeldet. Der Lette kommt mit der Empfehlung von Platz sechs bei den letzten Europameisterschaften in Amsterdam, wo er alle DLV-Starter hinter sich lassen konnte. Drei Wochen vor den deutschen Meisterschaften in Nürnberg ist somit ein spannender Wettkampf garantiert.

Traditionell werden den Zuschauern im MTV-Stadion auch stark besetzte Läufe von 100 bis 3000 Metern und hochklassige Weit- und Dreisprungwettbewerbe geboten. In dem auch mit Athleten aus Afrika besetzten Weit- und Dreisprung sind von den Meldeleistungen her sogar die Stadionrekorde in Gefahr. Der mehrfache österreichische Meister Julian Kellerer (Klagenfurt) wird sich hier mit dem starken Südafrikaner Maurice Mathabela duellieren, der auf seiner Europa-Tour in Ingolstadt Station macht. Bei den international besetzten Sprints versucht sich Amelie-Sophie Lederer (Fürth), bei der WM 2017 in London im deutschen Staffelaufgebot, mit flotten Zeiten für Berlin zu empfehlen. Favorit bei den Kurzsprints der Männer ist Hazemba Chidamba (Sambia) der mit Zeiten unter 10,40 Sekunden über 100 Meter und 20,60 Sekunden über 200 Meter aufwarten möchte. Aus Sicht von Gastgeber MTV Ingolstadt gehört der neu ins Programm aufgenommene Hochsprung zu den Highlights. Jenny Birzl, amtierende oberbayerische U20-Meisterin, und der neue süddeutsche Meister Manuel Marko (beide MTV Ingolstadt) treffen hier auf Spitzenkonkurrenz aus ganz Bayern.

Die Wettkämpfe beginnen mit dem Dreisprung, dem Hochsprung der Frauen, den Staffelläufen und den Vorläufen über 100 Meter ab 16 Uhr. Das Hauptprogramm mit dem Stabhochsprung und Hochsprung der Männer, den Finalläufen sowie dem Weitsprung startet ab 17 Uhr. Innenraumkarten für Plätze direkt an der Stabhochsprunganlage sind an der Abendkasse erhältlich.

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