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Ingolstädter Leichtathleten starten erfolgreich in „Late Season“

veröffentlicht um 28.06.2020, 04:45 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 28.06.2020, 04:46 ]

Ingolstadt (ebk) Appetit auf mehr Spitzenleistungen machen die ersten beiden Wettkämpfe, an denen auch zwei Athleten der Leichtathletik-Abteilung des MTV Ingolstadt beteiligt waren.

Beim Sportfest in Leipzig startete Hochspringer Manuel Marko mit einem Sieg in die Freiluftsaison. Mit 2,01 Metern bei durch den starken Wind nicht einfachen Verhältnissen konnte er dabei den deutschen U20-Jugendmeister der vergangenen Hallensaison, Tom Ediger (Wuppertal), in Schach halten, der 1,98 Meter meisterte. „Ich bin erst einmal froh, dass ich schmerzfrei springen konnte und wieder ein Ergebnis über zwei Meter herausgekommen ist“, so der MTV-Athlet, der die letzte Hallensaison nach seinem Sprung über 2,13 Meter wegen einer Fersenprellung hatte abbrechen müssen.

Als Gast bei der vereinsinternen Saisoneröffnung der LG Stadtwerke München sorgt U16-Talent Georg Harpf (MTV Ingolstadt) für Furore. Der Kugelstoßer, der zur nationalen Spitze in seiner Altersklasse zählt, drang bei seinem Sieg in ganz neue Dimensionen vor. Stand sein Hausrekord im Vorjahr noch bei 14,05 Metern, konnte er sich in der Halle bereits auf 15,45 Meter steigern. In München wurde sein weitester Versuch nun mit 16,21 Metern gemessen, einer Weite, die 2019 von keinem U16-Stoßer in Bayern erreicht wurde. Eine ähnliche Leistungsexplosion gab es für Harpf auch als Sieger beim Diskuswerfen. Mit 48,50 Metern, die er im letzten Versuch erzielte, steigerte er seine persönliche Bestweite aus dem Vorjahr um mehr als zehn Meter.

„Late Season“ in der Leichtathletik – MTV-Meet IN endgültig abgesagt

veröffentlicht um 28.06.2020, 04:41 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 28.06.2020, 04:42 ]

Ingolstadt (ebk) Eine Herbstsaison in der Leichtathletik wird immer wahrscheinlicher. Auch für die heimische Leichtathletik-Szene ergeben sich ab dem 8. Juni neue Möglichkeiten im Spitzen- sowie im Breiten- und Nachwuchssport, nachdem die Frühjahrssaison komplett entfallen war.

Die Ingolstädter Leichtathletik-Szene musste gleich nach Ende der erfolgreichen Hallen- und Cross-Saison zahlreiche Absagen hinnehmen. Besonders betroffen sind die Leichtathleten des MTV Ingolstadt, die mit zwei hochkarätigen Wettkämpfen den 100. Geburtstag ihrer Abteilung feiern wollten. Das am 19. Juni geplante MTV Meet-IN, zu dem sich jedes Jahr die nationale Spitze des Stabhochsprungs im MTV-Stadion trifft, muss nun endgültig abgesagt werden. Ebenso die für den 20. Juni vorgesehenen bayerischen Titelkämpfe im Fünfkampf der Jugend U16. Da weder für das Ingolstädter Meeting noch für die ebenfalls gestrichene Sparkassen-Gala in Regensburg Ersatztermine zur Verfügung stehen, werden die Ingolstädter Leichtathletik-Fans 2020 auf Wettkämpfe mit internationaler Beteiligung verzichten müssen.

Dafür mehren sich die Anzeichen für eine „Late Season“ im Spätsommer und Herbst. Auf lokaler Ebene stehen bereits zwei Termine fest. Der Schanzer Seelauf soll am 29. August über die Bühne gehen, drei Wochen vor dem Ingolstädter Halbmarathon, der für den 20. September geplant ist. So wird die überaus rege Laufszene immerhin für die ausgefallenen Cup-Läufe des Frühjahrs entschädigt.
Einen detaillierten Wettkampfplan für Stadionveranstaltungen hat der Bayerische Leichtathletikverband BLV bereits Mitte Mai vorgelegt. Für Bezirksmeisterschaften sind das dritte und vierte Augustwochenende reserviert. Die Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend U20/U18 sind für den 26./27. September in Schweinfurt angesetzt. Zwei Wochen vorher sollen die Titelkämpfe der Junioren U23 und Jugend U16 in Erding stattfinden, während die Mehrkämpfer am 3. und 4. Oktober in Garmisch-Partenkirchen ihre Meister suchen.

Inzwischen liegt auch von Idriss Gonschinska, dem Generaldirektor des Deutschen Leichtathletikverbandes DLV, ein Statement vor. Im Fachmagazin „Leichtathletik“ stellte er in einem Interview vom 27. Mai deutsche Titelkämpfe für den 8. und 9. August in Braunschweig in Aussicht. Das Konzept für eine Meisterschaft ohne Zuschauer wird derzeit vom Land Niedersachsen und der Stadt Braunschweig geprüft.

Für die Ingolstädter Spitzenathleten sind die neuen Termine eine willkommene Perspektive. „Das Trainieren ohne genaue Aussicht auf einen Saisonhöhepunkt ist jetzt endlich vorbei“, so Hochspringer Manuel Marko, der in der zweiten Juniwoche in die erste Phase der speziellen Wettkampfvorbereitung einsteigen wird. Auch der allgemeine Trainingsbetrieb wird sich einfacher gestalten. Ab 8. Juni wird die maximale Teilnehmerzahl pro Gruppentraining auf 20 erhöht, so dass auch Lauftreffs und gemeinsame Trainingseinheiten im Nachwuchsbereich bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln stattfinden können.

Sportler während der Coronavirus-Zwangspause: Albert Walter

veröffentlicht um 07.05.2020, 09:42 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 07.05.2020, 09:43 ]

Eulenried (DK) Zugegeben, einmal ist Albert Walter doch schon rückfällig geworden - obwohl er sich felsenfest vorgenommen hatte, dass der Silvesterlauf 2019 in Neuburg an der Donau das letzte offizielle Rennen in seiner Karriere als Leichtathlet gewesen sei.

Aber das mit den guten Vorsätzen ist grundsätzlich schon ein Kreuz - erst recht, wenn man plötzlich auf etwas verzichten soll, dass man zuvor jahrzehntelang geliebt hat.

Und der Eulenrieder liebte es sehr wohl, sich regelmäßig mit Konkurrenten aus nah und fern zu messen. Ihnen zu enteilen sowie damit Titel wie am Fließband zu sammeln. Je viermal wurde er ja Welt- und Europameister. Fünfmal holte der mittlerweile 80-Jährige WM-Silber, dreimal EM-Silber, zweimal WM-Bronze sowie einmal EM-Bronze. Und dass zudem 27 Deutsche Meistertitel an ihn gingen, sollte ebenfalls nicht vergessen werden.

Unmengen an Trainingskilometern hatte er für alle diese Erfolge zurücklegen, Unmengen an Freizeit dafür investieren müssen. Beziehungsweise dürfen, denn dem Mann aus der Gemeinde Hohenwart machte all dies stets eine Menge Spaß. "Laufen ist schon etwas sehr Schönes", sagt er übrigens immer noch - mit seinem unverwechselbar schelmischen Grinsen im Gesicht. Da müsse man es eben auch verstehen, dass er im Februar nicht mehr anders konnte - und entgegen seinem ursprünglichen Plan doch nochmals an Bayerischen Meisterschaften teilnahm. Dass er hierbei in seiner Altersklasse wieder einmal unschlagbar war, dass er dadurch seinen bereits 21. Titel auf weißblauer Ebene gewann - eigentlich müßig zu erwähnen. Aber um Letzteres ging es Walter gar nicht. Er wollte es einfach nochmals genießen, gegen andere zu laufen.

Nein, einen Rücktritt vom Rücktritt werde es trotzdem nicht geben. "Bei Deutschen Meisterschaften oder noch weiter oben gibt es mich definitiv nicht mehr als aktiven Sportler zu sehen", verspricht Walter weiterhin. Was allerdings nicht bedeutet, dass er seine Leichtathletikschuhe inzwischen irgendwo an den berühmten Nagel gehängt hat. Stattdessen wird von ihm weiterhin fleißig trainiert - nicht zuletzt der Gesundheit Willen. Aber eben auch, weil der Eulenrieder es gerne macht. Selbst die Corona-Krise kann ihn aktuell nicht davon abhalten, dass er bei seinem Sport "wieder ganz schön drin" ist. Sein derzeitiges Wochenpensum: stolze vier Einheiten. Drei davon werden in der heimischen Gemeinde Hohenwart absolviert, eine in Ingolstadt - Letzterwähnte übrigens weiterhin mit Gerlinde Kolessa, seiner geschätzten Trainingspartnerin, mit der er bereits seit einigen Jahren zusammenarbeitet. "Wir wollen das nicht ganz einschlafen lassen", verrät Walter.

Insgesamt rund 40 Kilometer legt er dadurch pro Woche zurück. Nicht schlecht für jemanden, der angeblich keine sportlichen Ambitionen mehr hegt, oder? Der 80-Jährige lacht. "Na ja, bei offiziellen Meisterschaften möchte ich in der Tat nicht mehr starten - aber das heißt nicht, dass nicht vielleicht doch noch den einen oder anderen Rekord brechen will. " Walter meint damit diverse bayerische Bestmarken in seiner Altersklasse M80 - sowie die deutschen auf der Fünf- und Zehn-Kilometer-Strecke. "Die beiden Letztgenannten sind allerdings nur schwer zu knacken", befürchtet der vierfache Welt- und Europameister: "Aber egal, irgendwann werde ich es trotzdem versuchen. Wenn es dann tatsächlich klappen sollte, wäre es recht. Und wenn nicht, wäre es auch egal. "

Walter schmunzelt wieder bei diesen Worten. So ehrgeizig, fast schon verbissen wie in den Jahren zuvor wirkt er nicht mehr. "Mir geht es einfach gut", verrät der 80-Jährige: "Ein Stück weit bin ich tatsächlich froh, dass all der Stress rund um die Wettkämpfe vorbei ist - wobei ich andererseits zugeben muss, dass ich dadurch ein Stück weit bequemer geworden bin. Inzwischen muss ich mich mehr überwinden, um mein geplantes Trainingspensum tatsächlich zu absolvieren. "

Optisch wirkt der Leichtathlet aus Eulenried fit wie eh und je, auch ohne offizielle Rennen scheint er kein einziges Kilo zugenommen zu haben. "Das war kurz nach Ostern allerdings noch anders", erzählt Walter lächelnd: "Ich stellte mich da auf die Waage und glaubte, mich trifft der Schlag. "

Mit eisernem Willen habe er inzwischen zwar wieder jedes Gramm abtrainiert, aber die Versuchung kommt für ihn trotzdem täglich wieder - dank der eigenen Gattin: "Meine Frau ist in der Tat eine extrem gute Köchin. Bei ihr schmeckt wirklich alles wunderbar. " Also bleibt Walter schon rein aus Gewichtsgründen fast nichts anderes übrig, als seinem so geliebten Hobby, dem Laufen, weiterhin fleißig nachzugehen - oder? Eine Antwort darauf gibt's zwar nicht von ihm, aber stattdessen immerhin wieder sein schelmisches Grinsen. Und das sagt in diesem Fall wohl mehr als viele Worte.

Albert Walter mit Trainingspartnerin Gerlinde Kolesa (Foto: Markus Jaser)

Mehr trainieren statt Stillstand: Hochspringer Manuel Marko nutzt die Auszeit während der Corona-Krise, um sein Trainingspensum zu steigern

veröffentlicht um 07.05.2020, 09:20 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 28.06.2020, 04:31 ]

Ingolstadt (DK) Der Start in das Sportjahr 2020 hätte für Hochspringer Manuel Marko nicht besser laufen können: Beim Hochsprungmeeting in Unna (Nordrhein-Westfalen) erreichte der Ingolstädter den ersten Platz und stellte mit 2,13 Metern eine persönliche Bestleistung auf.

Doch dann kam die Corona-Krise, die Marko auf seiner Jagd nach Medaillen ausbremste. Der Athlet vom MTV Ingolstadt will den Ausnahmezustand aber sinnvoll nutzen, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung verriet. Manuel Marko über. . .

. . . Training im Ausnahmezustand: Der Zutritt zu Sportplätzen ist im ganzen Land verboten. Für Marko ist das aber kein Grund, das Training zu pausieren - im Gegenteil: "Da man außer Arbeit und Training nicht viel machen kann, nehme ich mir für das Training aktuell noch mehr Zeit als sonst. Man muss sich eben Ausweichmöglichkeiten suchen. " Durch die Corona-Beschränkungen ist für ihn derzeit kein Kraft- und Techniktraining möglich, stattdessen versucht er durch Grundlagenübungen seine Sprungkraft zu steigern. Natürlich ohne Trainer. "Bei den Übungen spielt es keine Rolle, ob ich sie auf dem Kunstrasen, auf der Tartanbahn oder auf einer öffentlichen Wiese mache. Die einzige Einschränkung ist, dass es relativ einseitig ist. Das versuche ich mit höheren Umfängen zu kompensieren. " Zu seinen neuen Trainingsplätzen zählen zum Beispiel die Treppe am Scherbelberg oder die Wiese am Hetschenweiher. "Man muss halt flexibel sein", erklärt Marko.

. . . seinen Umgang mit der aktuellen Situation: Kein reguläres Training, keine Wettkämpfe - für einen Sportler ist die Situation derzeit extrem belastend. Da gilt es, das Beste daraus zu machen: "Ich versuche - so blöd es klingt - aus der Situation Kapital zu schlagen. Indem ich mich jetzt noch intensiver vorbereite, will ich mir einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen. " Marko rechnet sich Chancen für eine mögliche "Late Season" aus, wenn andere Spitzensportler ihren Fokus bereits auf Olympia 2021 richten oder auf die Saison wegen des fehlenden Trainings komplett verzichten.

. . . die Möglichkeit einer "Late Season": Am Dienstag bekräftigte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in einer Mitteilung, die deutschen Meisterschaften im Rahmen einer "Late Season" durchführen zu wollen - am liebsten mit Zuschauern. Die ursprünglich am 6. und 7. Juni angesetzten Wettkämpfe in Braunschweig wurden verschoben; im Gespräch war zuletzt eine Austragung Anfang August. Nachdem das Verbot von Großveranstaltungen nun bis Ende August verlängert wurde, erscheint auch dieser Termin fraglich. "Man muss jetzt schauen, ob es möglich ist, das Ganze unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Letztendlich ist es ein Politikum: Wenn entschieden wird, dass gar keine Sportveranstaltungen stattfinden, dann kann sich der DLV auf den Kopf stellen", sagt Marko. Grundsätzlich sieht der Hochspringer die Möglichkeit einer Geister-Meisterschaften positiv: "Es wäre schade, das Ganze ohne Zuschauer zu machen. Aber wenn man so Wettkämpfe stattfinden lassen kann, ist man gerne bereit, das in Kauf zu nehmen. "

. . . seine Ziele bei einer möglichen Saisonfortsetzung: Im vergangen Jahr erreichte Marko Platz vier bei den deutschen Meisterschaften in Berlin und schrammte nur knapp an einer Medaille vorbei. Dieses Jahr dann die neue Bestmarke. Hätte der Zeitpunkt der Corona-Unterbrechung also nicht ungünstiger kommen können? Nicht ganz, denn Marko schleppte im Januar eine Fersenprellung mit sich herum, die er nun vollständig auskurieren konnte. Damit geht er im Vollbesitz seiner Kräfte in die Vorbereitung für einen möglichen verspäteten Saisonstart. Was noch dazukommt: "Die neue Bestleistung hat mich auch mental nochmal angetrieben, deshalb probiere ich jetzt noch eine Schippe draufzulegen. " Trotz allem will sich der 25-Jährige auf kein konkretes Höhenziel festlegen: "Ich weiß nicht, wie es dann wieder funktioniert mit dem Springen nach so einer langen Pause. Das ist doch recht ungewohnt. " Wichtiger sei es für ihn zu sehen, ob sich das Mehrtraining am Ende gelohnt hat.

. . . Tipps für Hobbysportler: Für Hobbysportler hat Marko in Corona-Zeiten mehrere Vorschläge: Dazu gehören Ausdauerläufe in der freien Natur, in die man auch Intervalle einbauen kann, in denen man schneller läuft. Besonders empfiehlt er Treppenläufe: "Auch wenn es anstrengend ist, bringt das Hobbysportler doch auf ein gutes Fitnesslevel. Durch die ständige Kontraktion und Extraktion des Oberschenkels bekommt man eine extreme Kraft und Ausdauer. " Doch auch zu Hause sind die Möglichkeiten zahlreich: Anleitungen im Internet für Workouts gibt es genügend. Marko verwendet aktuell verstärkt Therabänder zur Kräftigung. Daneben spielt für ihn auch die Ernährung eine wichtige Rolle: Seit November lebt er nahezu komplett vegetarisch. "Seitdem habe ich bei den Kraftwerten bis zu 35 Prozent zugelegt. Das ist auch eine Möglichkeit, den Fleischkonsum zu reduzieren. Gerade in der der aktuellen Zeit."

Manuel Marko (Foto: Privat)

Sportler während der Coronavirus-Zwangspause: Heiko Middelhoff

veröffentlicht um 07.05.2020, 09:15 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 07.05.2020, 09:15 ]

Schobenhausen (DK) "The Loneliness of the Long Distance Runner" - als die englische Heavy- Metal-Band Iron Maiden diesen Song im Jahr 1986 veröffentlichte, da befand sich Heiko Middelhoff gerade einmal im Kindergartenalter.

Und ob ihm das Werk der Briten seitdem überhaupt mal zu Ohren gekommen ist? Egal. Wie sich die Einsamkeit eines Langstreckenläufers anfühlt, das könnte momentan auch der Schrobenhausener sehr gut beschreiben - denn irgendwelche Trainingseinheiten mit Vereinskollegen vom MTV Ingolstadt oder gar Wettkämpfe sind für ihn in den Zeiten der Coronakrise schlichtweg verboten.

Also bleibt dem 36-Jährigen aktuell nichts anderes übrig, als allein auf die Straße zu gehen, um Kilometer runterzuspulen. "Na ja, es gibt Schlimmeres", versucht Middelhoff, seine positive Grundstimmung trotzdem nicht zu verlieren: "Ich bin das Ganze ja irgendwie schon von früher gewohnt. " Ansonsten bemüht er sich, so gut wie möglich zu improvisieren: "Krafttraining geht auch in den eigenen vier Wänden. Es gibt genügend für Leichtathleten geeignete Übungen, für die kein Studio notwendig ist. "

Und doch wirkt der Schrobenhausener dann ein bisschen traurig - denn komplett ohne Rennen, ohne das Messen mit anderen Konkurrenten könnte all der Aufwand irgendwann doch keinen Spaß mehr machen. Am kommenden Sonntag beispielsweise wären die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg auf dem Programm gestanden - bis der Coronavirus und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen kamen. "Was soll's. Ich bin momentan sowieso noch nicht so richtig in Form", berichtet Middelhoff - und schafft es damit gleichzeitig, auch aus dieser Absage etwas Positives zu ziehen.

Sein "Heimrennen", der Halbmarathon Ingolstadt, wird ebenfalls nicht wie geplant im Frühjahr stattfinden - aber hier sind die Veranstalter zumindest noch auf der Suche nach einem Ausweichtermin im Herbst. Und das könnte dem Schrobenhausener durchaus zugute kommen, wie er ehrlich zugibt: "Zuletzt hatte ich doch leichte Beschwerden, musste deshalb meinen Trainingsaufwand verringern. Aber ohne Wettkämpfe macht das aktuell ja nicht allzu viel aus. "

Bloß wer nun glaubt, Middelhoff würde nun massiv auf die Bremse treten, der täuscht sich gewaltig. Vier bis fünfmal pro Woche geht's für ihn schon immer noch zum Laufen - jeweils rund eine Stunde lang, in welcher er jeweils rund 14 bis 15 Kilometer zurücklegt.

Stellt sich nur die Frage: Wie kommt Ehefrau Isabella damit klar, dass ihr Heiko zurzeit nur zu Hause trainieren kann, nicht auf Wettkämpfe darf? "Ach, wir verstehen uns immer noch sehr gut", verrät ihr Ehemann mit einem breiten Grinsen im Gesicht: "Und wir finden außerdem immer noch genügend gemeinsame Beschäftigungen in den Zeiten der Ausgangsbeschränkungen. Nein, langweilig wird uns definitiv noch nicht. "

Gleiches gelte übrigens für seinen Job als Werkstoffingenieur ("Es gibt weiterhin noch genug zu tun"). Und doch wartet Middelhoff wie jeder sehnsüchtig darauf, dass die Coronakrise möglichst bald vorbei ist: "Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, wenn das normale Leben wieder losgeht. " Und damit auch wieder sein normales Wettkampfprogramm.

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Heiko Middelhoff (Foto: Theo Kiefner)

DM Crosslauf: Starke MTV-Läufer im Sindelfinger Schlamm

veröffentlicht um 23.03.2020, 03:03 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 23.03.2020, 03:25 ]

Sindelfingen (ebk) Genau ein Jahr nach dem Cross-Heimspiel im Schanzer Hindenburgpark hatten die Läufer des MTV Ingolstadt bei den nationalen Titelkämpfen mit äußerst schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Der an sich sehr schöne Kurs im Geländes des städtischen Freibades von Sindelfingen war durch den starken Regen sehr aufgeweicht und glich bereits nach den ersten Runden mehr einer Schlammwüste als einem Rasen.

Im ersten Lauf der Seniorinnen bestätigte Stefanie Borris ihre Klasse und belegte bei den Frauen W50 in 23:23 Minuten für die 5,5 Kilometer lange Strecke den fünften Platz. Ihre Tochter Johanna Borris, eigentlich Hindernisspezialistin auf der Bahn, zeigte mit Platz 17 bei der weiblichen Jugend U20 ebenfalls eine sehr ansprechende Leistung. Für die 4,4 Kilometer benötigte sie 20:13 Minuten.

Nachdem er die Hallensaison wegen Krankheit deutlich unter Wert beenden musste, zeigte MTV-Neuzugang Justus Kaufmann als Jugend-Sieger bei den oberbayerischen Titelkämpfen am 29. Februar in Bad Endorf schon wieder ansteigende Form. In Sindelfingen auf den 6,6 Kilometern im U20-Lauf lieferte er dann auch ein bärenstarkes Rennen ab: In 23:47 Minuten verbesserte er seinen achten Rang des Vorjahres und wurde sehr guter Fünfter. Sein Trainingskamerad beim MTV Ingolstadt, der bayerische Jugendmeister über1500 Meter in der Halle, Moritz King gab auf der für ihn ungewohnt langen Strecke mit Platz 24 in genau 26 Minuten ebenfalls eine starke Vorstellung. Der frisch gebackene oberbayerische U23-Meister Johannes Stahr, der zu dieser Saison vom Lifepark Max e.V. zum MTV Ingolstadt gewechselt war, beendete sein Rennen über 7,7 Kilometer in guten 30:09 Minuten auf Rang 22 im vorderen Mittelfeld.

Eine einstellige Platzierung erkämpfte sich Michael Dean (Männer M40), der sich dank einer schnellen zweiten Rennhälfte bis auf den achten Platz nach vorne laufen konnte. 25:58 Minuten seine Zeit über 6,6 Kilometer. Den anschließenden Lauf der Männer über die Langstrecke von 9,9 Kilometern auf schlammigem und extrem tiefem Geläuf mutete sich als letzter MTV-Starter Martin Stier zu. Der Lohn waren Rang 28 in 37:50 Minuten, seine bisher beste Platzierung bei deutschen Cross-Meisterschaften, und hinter Justus Kaufmann die schnellsten Rundenzeiten aller Ingolstädter Läufer trotz der mit Abstand längsten Strecke.


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Justus Kaufmann (Fotos: Kiefner)

Meistertitel für Saur im Hallenmehrkampf und Walter im Crosslauf

veröffentlicht um 01.03.2020, 03:38 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 23.03.2020, 03:09 ]

Fürth (ebk) Nach dem Titelgewinn über 60 Meter Hürden holte sich MTV-Leichtathlet Mario Saur auch Gold bei den bayerischen Hallenmeisterschaften im Mehrkampf. Mit sechs Podestplätzen, darunter zwei Landestiteln für die Lauflegende Albert Walter (MTV Ingolstadt) und das Nachwuchstalent Karla Hiss (MTV Pfaffenhofen), kehrten die Läufer aus der Region von den bayerischen Crosslauf-Meisterschaften, die im schwäbischen Buttenwiesen veranstaltet wurden, zurück.

Einen ungefährdeten Sieg holte sich Zehnkämpfer Mario Saur (MTV Ingolstadt) bei den bayerischen Hallenmeisterschaften der Allrounder in Fürth, wo die Athleten in einem abgespeckten Meisterschaftsprogramm statt des üblichen Siebenkampfes nur einen Vierkampf zu absolvieren hatten. Mit Einzelsiegen in allen vier Teildisziplinen bestätigte Saur dabei eindrucksvoll seine Favoritenstellung. Den 8,49 Sekunden über 60 Meter Hürden folgten ein neuer Hausrekord von 4,20 Metern beim Stabhochsprung und solide 12,64 Meter mit der Kugel. Kontrolliert herausgelaufene 2:44,79 Minuten über 1000 Meter brachten am Schluss 3001 Zähler und damit fast 200 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Andre Zahl (TS Herzogenaurach). Das Siegerpodest vervollständigte Victor Schmieder, der inzwischen zwar berufsbedingt für die LG Bamberg startet, seine Ausbildung zum Mehrkämpfer aber beim MTV Ingolstadt erhalten hat. Der zweite MTV-Starter Dominik Friedrich landete bei seinem ersten Hallenmehrkampf auf dem neunten Platz. Seine Leistungen: 9,70 Sekunden über die Hürden, 3,10 Meter beim Stabhochsprung, 9,33 Meter mit der Kugel und 3:18,11 Minuten beim abschließenden 1000 Meter-Lauf.

Mit angenehmen Temperaturen aber weichen, schlammigen Bodenverhältnissen hatten die Crossläufer in Buttenwiesen zu kämpfen Die Goldmedaillen für die Läufer aus der Region wurden dabei in den Rennen mit den ältesten und den jüngsten Startern gewonnen. Albert Walter (MTV Ingolstadt) war einmal mehr nicht zu schlagen und holte sich souverän den Titel in der Altersklasse M80. Etwas enger ging es bei den Schülerinnen W15 zu, doch Karla Hiss (MTV Pfaffenhofen) behielt auch hier zum Schluss die Oberhand. Gleich zwei Medaillen gab es für Stefanie Borris (MTV Ingolstadt) bei den Frauen W50. In der Einzelwertung kam sie auf Rang drei ins Ziel, den Team-Wettbewerb beendete sie mit Birgit Nixdorf und Birgit Wilhelm auf dem Silberrang. Bei den Männern überraschte Michael Dean (MTV Ingolstadt) mit dem Bronzerang in der Klasse M40. Justus Kaufmann (MTV Ingolstadt), der wegen Krankheit noch auf die Hallentitelkämpfe hatte verzichten müssen, zeigte sich gut erholt und sicherte sich bei der männlichen Jugend U20 Bronze. Zusammen mit Moritz King und Yannik Teykal verpasste er im Team-Wettbewerb auf Rang vier nur knapp weiteres Edelmetall. In der U20-Mannschaftswertung bei den Mädchen landete der MTV Ingolstadt auf dem achten Platz. Die U16-Teams der Mädchen der DJK Ingolstadt und der Jungen des MTV Ingolstadt kamen jeweils auf den sechsten Rang.

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Albert Walter (Fotos: Kiefner)

Landestitel für Mario Saur und Moritz King

veröffentlicht um 03.02.2020, 14:44 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 04.02.2020, 16:15 ]

München (ebk) Acht Podestplätze gab es für die regionale Leichtathletik in der Münchner Werner-von-Linde-Halle bei den bayerischen Meisterschaften, die erstmals gleichzeitig für alle Altersklassen an einem Wochenende ausgetragen wurden. Aus Ingolstädter Sicht ragten drei Mitglieder der MTV-Leichtathleten heraus: Mario Saur als Hürdensieger bei den Männern sowie Johanna Borris und Moritz King beim Nachwuchs mit jeweils zwei Medaillen auf den längeren Strecken.

Dabei hätte es für den MTV Ingolstadt, der sieben der acht Medaillen holte, noch besser aussehen können. Bei Manuel Marko, der noch letzte Woche als Hochsprungsieger in Unna mit 2,13 Metern geglänzt hatte, machte sich bei einem gelungenen Versuch im Einspringen über 1,95 Meter wieder die geprellte Ferse bemerkbar, so dass er nicht mehr in den Wettkampf eingreifen konnte. Dies war umso ärgerlicher, als 1,92 Meter für den Titelgewinn gereicht hätten. Immerhin holte sein Trainingspartner Mario Saur das verpasste Gold. Über 60 Meter Hürden distanzierte der Zehnkämpfer die Konkurrenz um über zwei Zehntelsekunden und gewann sicher in 8,44 Sekunden, der zweitbesten Zeit seiner Karriere. Der erst 19 Jahre alte MTV-Neuzugang Tim Wermuth setzte sich in seinem ersten Jahr in der Männerklasse auf beiden Sprintstrecken sehr gut in Szene. 7,13 Sekunden über 60 Meter und ein neuer Hausrekord von 22,54 Sekunden über 200 Meter bedeuteten jeweils den sechsten Rang.

Den Titel für den Ingolstädter Nachwuchs holte Moritz King (MTV Ingolstadt) in der Jugend U20 über 800 Meter. In 2:03,07 Minuten verbesserte er nochmals seine persönliche Bestzeit vom Sieg bei den südbayerischen Meisterschaften. Dass er inzwischen läuferisch in einer ganz anderen Liga unterwegs ist, zeigte das MTV-Talent mit Platz zwei über 1500 Meter, wo er in 4:12,41 Minuten zehn Sekunden unter seiner bisherigen Freiluftbestzeit ins Ziel kam. Sein weibliches Pendant Johanna Borris (MTV Ingolstadt) stand ebenfalls zweimal auf dem Podest. In deutlicher neuer persönlicher Hallenbestzeit von 10:50,60 Minuten gab es Silber über 3000 Meter, 5:04,06 Minuten brachten Bronze über 1500 Meter. Bronze über 400 Meter ging auch auf das Konto von Susanne Göbel (MTV Ingolstadt), die in einem engen Rennen in 60,32 Sekunden die Ein-Minuten-Marke nur knapp verpasste. Ihre Vereinskameradin Laura Böttcher wurde dazu über 200 Meter in 27,85 Sekunden Siebte. Den gleichen Platz belegten die drei U20-Läuferinnen über 4x200 Meter in 1:50,40 Minuten zusammen mit U18-Sprinterin Carolin Fischer, die sich über zwei neue Bestzeiten in den Einzelrennen freuen konnte: 8,21 Sekunden über 60 Meter und 27,10 Sekunden über 200 Meter. Die männliche MTV-Jugend U18 verpasste über 60 Meter trotz guter Zeiten die Finals: Daniel Kerner in 7,51, Leon Windpassinger in 7,53 und Jakub Cermak in 7,66 Sekunden. Kerner überzeugte dazu mit neuer 200 Meter-Bestleistung von 23,40 Sekunden auf Rang fünf.

Sehr gute Ergebnisse lieferten die Mädchen der weiblichen Jugend U16 ab. Lina Marie Burghardt (MTV Ingolstadt) scheiterte im Hochsprung erst an 1,65 Metern, was neue persönliche Bestleistung bedeutet hätte. Mit 1,62 Metern kam sie auf den zweiten Platz vor Amalia Gruber (MTV Pfaffenhofen), die als Beste des älteren U16-Jahrgangs mit 1,56 Metern Vierte wurde. Das zweite Talent des MTV Pfaffenhofen Carla Hiss sicherte sich in einem engen Rennen über 2000 Meter im Endspurt in 7:17,30 Minuten die Bronzemedaille, noch nie war sie über diese Strecke so schnell gewesen. Im Sprint über 60 Meter erzielten Amelie Meier (TSV Jetzendorf / 8,35 Sekunden) und Lara Wagner (DJK Ingolstadt / 8,45 Sekunden) recht ansprechende Zeiten, die aber nicht fürs Finale reichten.

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Mario Saur (Fotos: Theo Kiefner, Claus Habermann und Roland Balzer)

Marko und Saur setzen sich gegen internationale Konkurrenz durch

veröffentlicht um 27.01.2020, 09:06 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 29.01.2020, 10:33 ]

München (ebk) Manuel Marko und Mario Saur (beide MTV Ingolstadt) sind für die nächsten Aufgaben gut gerüstet. Mit Siegen beim internationalen Hochsprung-Meeting in Unna (Westfalen) und beim „Munich Indoor“, dem mit über 700 Sportlern aus Süddeutschland, Österreich, Italien und Tschechien besetzten größten Hallen-Meeting im Freistaat nehmen beide Kurs auf eine Medaille bei den am Wochenende anstehenden bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften.

Manuel Marko (MTV 1881 Ingolstadt) - Erster mit übersprungenen 2,13 m Persönliche BestleistungFoto: M. Neumann
Hochspringer Manuel Marko glänzte in Unna nicht nur als Sieger vor dem im Vorfeld höher eigeschätzten Marius Wouters (Utrecht), immerhin die Nummer drei der niederländischen Rangliste. Mit 2,13 Metern verbesserte er bei dem stimmungsvollen Meeting sogar seine persönliche Bestleistung in einem makellosen Wettkampf ohne einen einzigen Fehlversuch. Erst bei 2,15 Metern, an denen er nur knapp scheiterte, war für den Polizeibeamten Schluss. „Mit dieser Höhe hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gerechnet,“ so der MTV-Athlet, der unter der Woche noch an einer Fersenprellung vom letzten Wettkampf laboriert hatte. Das der Vierte der deutschen Titelkämpfe von Berlin inzwischen in der nationalen Spitze angekommen ist, zeigt die Startzusage, die er für das renommierte internationale Hochsprung-Meeting in Weinheim erhalten hat.

In München bestätigte Mario Saur, sein Trainingspartner aus der Technik-Gruppe des MTV Ingolstadt, seine Stellung als heißer Medaillenfavorit über 60 Meter Hürden für die bayerischen Titelkämpfe. Saur, der auch die aktuelle bayerische Hallenrangliste anführt, verfehlte als klarer Sieger in 8,45 Sekunden nur knapp seinen erst zwei Wochen alten Hausrekord. Der Zehnkämpfer überzeugte dazu mit einem fünften Platz beim Kugelstoßen mit 12,28 Metern. Einen Podestplatz erlief sich Martin Stier aus der Laufgruppe des MTV Ingolstadt über 3000 Meter. Nach den 15 Hallenrunden zeigte die Stoppuhr 9:48,57 Minuten an.

Auch der Nachwuchs aus der Region konnte in der Münchner Werner-von-Linde-Halle glänzen. In der Jugend U16 feierte Lina Marie Burghardt (MTV Ingolstadt) im Hochsprung mit 1,59 Metern bei ihrem dritten Start in dieser Hallensaison bereits ihren zweiten Sieg. Lara Wagner (DJK Ingolstadt) zeigte ihre Stärken bei den Sprints und im Weitsprung. Über 60 Meter wurde sie in 8,42 Sekunden Zweite, über 200 Meter in der Jugend U18 in 27,52 Sekunde gegen bis zu drei Jahre ältere Konkurrentinnen Siebte. Den Weitsprung beendete das DJK-Talent mit 4,91 Metern wieder auf Rang zwei, einen Platz vor Amelie Meier (TSV Jetzendorf), die 4,80 Meter erzielte. Spitzenresultate gab es auch in der Jugend U14: Felix Adam (MTV Ingolstadt) dominierte das 800 Meter-Rennen in 2:23,94 Minuten mit deutlichem Vorsprung. Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf) zeigte ihr Sprungtalent mit Platz vier im Weitsprung (4,37 Meter) und Platz sechs im Hochsprung (1,30 Meter).
Manuel Marko (Foto: M. Neumann)

Südbayerische Hallenmeisterschaften Jugend U20/U16

veröffentlicht um 27.01.2020, 09:01 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 27.01.2020, 09:01 ]

München (ebk) Die südbayerischen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik in den Nachwuchsklassen U20/U16 in der Münchener Werner-von-Linde-Halle brachten für die Talente aus der Region sehr gute Ergebnisse. Mit zehn Podestplätzen, die sich auf fünf Vereine aus dem Raum Ingolstadt verteilten, wurden die Erwartungen mehr als erfüllt.

Einen Doppelsieg für den MTV Ingolstadt gab es bei der männlichen Jugend U20 über 800 Meter zu feiern. Auf den vier Hallenrunden setzte sich Moritz King gegen seinen Trainingspartner Justus Kaufmann in 2:03,65 zu 2:04,12 Minuten durch. Schnellster U20-Sprinter aus der Region war einmal mehr der erst 16 Jahre alte Daniel Kerner (MTV Ingolstadt). Nachdem er über 60 m in 7,52 Sekunden das Halbfinale erreicht hatte, belegte er in 23,60 Sekunden über 200 Meter einen guten sechsten Platz gegen bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz. Bronze bei der weiblichen Jugend U20 erkämpfte sich Johanna Borris (MTV Ingolstadt) in 2:23,00 Minuten auf den für sie eher kurzen 800 Meter. Knapp an einer Medaille vorbei kam ihre Vereinskameradin Susanne Göbel über 400 Meter in 60,40 Sekunden auf dem vierten Rang ins Ziel. In dieser Altersklasse gab es zwei weitere Finalplatzierungen: Carolin Fischer (60 Meter in 8,29 Sekunden) vom MTV Ingolstadt und Lisa Graßl (Kugelstoß mit 9,28 Metern) vom TSV Reichertshofen belegten jeweils Rang acht.

In der Jugend U16 nutzten vor allem die Mädchen der Jahrgänge 2005 bis 2007 mit allein sechs Medaillen die Chance, um auf sich aufmerksam zu machen. Beim männlichen Nachwuchs gab es dagegen nur drei Spitzenresultate. Georg Harf (MTV Ingolstadt) bestätigte als unangefochtener Sieger des Kugelstoßens (M15) mit 14,45 Metern seine Favoritenstellung. Beim jüngeren Jahrgang M14 kam Tamino Mittag (TSV Jetzendorf) als Siebter über 800 Meter in 2:27,01 Minuten einen Platz vor Jakob Oswald (TSV Reichertshofen/2:27,37) ins Ziel.

Gold und Silber für den regionalen Nachwuchs gab es bei den Mädchen W15. Emma-Zoe Walther (DJK Ingolstadt) gewann den Hochsprung mit 1,54 Metern bei insgesamt nur einem Fehlversuch. Carla Hiss (MTV Pfaffenhofen) überzeugte als Zweite über 800 Meter in 2:25,23 Minuten. Mit Amalia Gruber zeigte ein weiteres Talent des MTV Pfaffenhofen seine Vielseitigkeit. Sie erreichte gleich dreimal das Finale, so mit der Kugel (5. mit 9,90 Metern) und als jeweils Siebte des Weitsprungs (4,86 Meter) und des Hürdenlaufs (9,63 Sekunden). Noch erfolgreicher schnitten die Mädchen W14 ab, die zwar ohne Titel blieben, dafür aber drei Silber- und eine Bronzemedaille holten. Lina-Marie Burghardt (MTV Ingolstadt) hätte als Zweite ihres Hochsprung-Wettbewerbs mit 1,58 Metern dabei sogar beim älteren Jahrgang gewonnen. Über 800 Meter überzeugten zwei Mädchen, die noch in der Jugend U14 startberechtigt wären: Lia-Soline Gerich (TSV Neuburg) wurde in 2:32,11 Minuten Zweite vor Leni Hanselmann (DJK Ingolstadt), die in 2:34,57 Minuten Rang vier belegte. Nele Hollasch (MTV Ingolstadt) kam nach 2:38,60 Minuten auf Rang sieben ins Ziel. Gute Ergebnisse gab es dazu über 60 Meter und beim Weitsprung. Lara Wagner DJK Ingolstadt) gewann im Weitsprung mit 4,84 Metern die Silbermedaille und wurde im Sprintfinale nach 8,40 Sekunden Achte. Amelie Meier (TSV Jetzendorf) sprintete in 8,32 Sekunden auf Platz drei und belegte beim Weitsprung mit 4,61 Metern Rang neun.

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