Übersicht der letzten Schlagzeilen




Wurf Meet-IN beim MTV Ingolstadt

veröffentlicht um 25.10.2020, 12:19 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ingolstadt (ebk) Mit dem dritten Stadionwettkampf in diesem Jahr hält der MTV Ingolstadt als einziger Veranstalter in der der Region die Leichtathletik am Laufen. Trotz der nicht optimalen Bedingungen dankten es die Teilnehmer beim Wurf Meet-IN mit zahlreichen sehr guten Leistungen, wobei sich vor allem in den Nachwuchsklassen Talente aus der Umgebung in Szene setzen konnten.

Überragende Teilnehmerin war mit Sabrina Zeug (LG Oberland) eine Werferin, die nicht umsonst die bayerische Frauenrangliste im Kugelstoßen und Diskuswerfen anführt. Im MTV-Stadion glänzte sie als Siegerin mit beiden Geräten (14,06 und 46,02 Meter) und war auch beim Hammerwurf (48,34 Meter) nicht zu schlagen. Beste Ingolstädter Starterin in der Aktivenklasse war U23-Juniorin Franziska Dumann (MTV Ingolstadt), die mit ihrem neuen Hausrekord von 31,32 Metern die zweitbeste Tagesweite mit dem Frauendiskus erzielte.

Zwei Wurfspezialisten aus der Region wurden bei der männlichen Jugend ihrer Favoritenstellung voll gerecht und dominierten ihre Wettkämpf nach Belieben: Lukas Graßl (TSV Reichertshofen) das Diskuswerfen der Jugend U20 mit 41,92 Metern und Georg Harpf (MTV Ingolstadt) das Kugelstoßen der Jugend U16 mit 16,25 Metern. Ein schönes Duell mit anspruchsvollen Weiten lieferten sich bei den jüngeren Jahrgängen Stefan Preß (TSV Reichertshofen) und Julian Burghardt (MTV Ingolstadt). Während der Reichertshofener das Kugelstoßen der Schüler M13 mit 10,94 zu 10,40 Metern für sich entscheiden konnte, behielt der MTV-Jugendliche beim Diskuswerfen mit 35,48 zu 34,11 Metern die Oberhand. Bei den Mädchen W13 ragte Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf) als Dreifachsiegerin heraus. Sie gewann mit Speer (33,42 Meter), Diskus (27,88 Meter) und Kugel (8,42 Meter).

Zwei Sportler vom TV Münchsmünster konnten sich bei den Senioren in die Siegerlisten eintragen. Heiko Reichel (M45) gewann das Speerwerfen mit 42,08 Meter, Franz Engl (M70) siegte mit Kugel (10,74 Meter) und Hammer (34,67 Meter).

Versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison: Drei Medaillen bei Landesmeisterschaften

veröffentlicht um 25.10.2020, 11:41 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Erding (ebk) Mit drei Medaillen für die Ingolstädter Leichtathletik nahm der Reigen der bayerischen und oberbayerischen Titelkämpfe mit den Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend U20/U18 in Erding ein erfolgreiches Ende.

Bei grenzwertigen äußeren Bedingungen an Tag eins mit Temperaturen im Bereich von fünf Grad Celsius bei Wind und strömendem Regen holten die Ingolstädter Leichtathleten in allen drei Altersklassen eine Bronzemedaille. Vor allem Hochspringer Manuel Marko (MTV Ingolstadt) hatte unter den Umständen sehr zu leiden, konnte er doch auf dem rutschigen Boden die Stärke seines schnellen Anlaufs nicht ausspielen. Trotzdem sah er in dem Starterfeld mit vier Zweimeterspringern lange wie der sichere Sieger aus. Inclusive der Höhe von 1,93 Meter blieb er als einziger Springer ohne einen einzigen Fehlversuch, scheiterte aber dann dreimal an 1,96 Meter, die zu Platz eins gereicht hätten. Sven Glück (Regensburg) und Marco Lange (Herzogenaurach) übersprangen dann diese Höhe jeweils knapp im dritten Versuch, so dass für den MTV-Springer „nur“ der Bronzerang blieb. Am Abend des ersten Tages sicherte sich Martin Stier (MTV Ingolstadt) zwei Wochen nach seinem Ausflug auf die Hindernisstrecke in einem harten Rennen über 5000 Meter Platz sechs in 16:16,32 Minuten. Der dritte MTV-Starter bei den Männern, Zehnkämpfer Mario Saur, konnte sich am Sonntag wenigstens über gute Witterungsbedingungen freuen. Fast wäre ihm ein ähnlicher Coup wie in der Hallensaison geglückt, als er über 60 Meter die bayerische Hürdenelite besiegen konnte. In Erding war er in einem engen Rennen über 110 Meter Hürden bis zum Schluss im Kampf um die Medaillenränge dabei, im Ziel blieb dem MTV-Athleten aber nur der undankbare vierte Platz mit lediglich vier Hundertstelsekunden Abstand zu Rang zwei. „Am Ende machte sich doch die fehlende Spritzigkeit bemerkbar“, so Saur, der nach der Zehnkampf–DM im August wegen einer schmerzenden Achillessehne das Schnelligkeitstraining deutlich herunterfahren musste. Mit 15,35 Sekunden, der drittbesten Zeit seiner Karriere, und das sogar bei leichtem Gegenwind, war er dennoch mehr als zufrieden.

Die Medaille in der Jugend U20 sicherte sich mit Laura Böttcher wieder eine Athletin des MTV Ingolstadt. Die angehende Studentin erlief sich über 400 Meter in 61,11 Sekunden souverän den dritten Rang. Über 200 Meter an Tag zwei qualifizierte sie sich nach 27,17 Sekunden fürs Finale, in dem sie nach einer Steigerung auf 27,14 Sekunden als Sechste ins Ziel kam.

Eine völlig unerwartete Bronzemedaille in der Jugend U18 holte sich die 4 x 100-Meter-Staffel der Startgemeinschaft Ingolstadt, bestehend aus Lara Wagner von der DJK Ingolstadt und den drei MTV-Mädchen Kaitlyn Herbert, Carolin Fischer und Kathrin Kaufmann. In 51,50 Sekunden steigerte sich das Schanzer Team deutlich gegenüber den oberbayerischen Titelkämpfen und brachte den Staffelstab sicher ins Ziel. Auch in den Einzeldisziplinen konnten die U18-Jugendlichen des MTV Ingolstadt glänzen. Carolin Fischer hatte sich nach 13,08 Sekunden im Vorlauf über 100 Meter gerade noch für das Halbfinale qualifiziert, sich dort aber mit einer Steigerung auf 13,00 Sekunden einen Finalplatz erlaufen. 13,03 Sekunden bedeuteten hier einen sehr guten fünften Rang. Über 200 Meter belegte sie in 26,94 Sekunden als Vierte des B-Finales dazu Gesamtrang zehn. Staffel-Startläuferin Kaitlyn Herbert überraschte beim Weitsprung mit einer Steigerung auf 5,28 Meter, womit sie den fünften Platz belegte. Die einzige Endkampfplatzierung bei der männlichen Jugend U18 ging auf das Konto von Lukas Graßl (TSV Reichertshofen), der den Diskus auf 39,96 Meter schleuderte und damit Siebter wurde.

Oberbayerische Meisterschaften Leichtathletik U14

veröffentlicht um 25.10.2020, 11:23 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Bad Endorf (ebk) Während die älteren Jugendjahrgängen vor zwei Wochen im Ingolstädter MTV-Stadion ihre oberbayerischen Titelträger suchten, mussten die U14-Leichtathleten aus der Region für ihre Bezirksmeisterschaften bis nach Bad Endorf fahren. Die Talente aus dem Raum Ingolstadt holten dabei drei Titel und weitere sieben Medaillen.

Einen Dreifachsieg gab es bei den Mädchen W13 über 800 Meter: Liah-Soline Gerich (TSV Neuburg) setzte sich in 2:23,09 Minuten gegen Leni Hanselmann (DJK Ingolstadt) und Cosima Adam (MTV Ingolstadt) durch, die in 2:25,85 und 2:35,57 Minuten auf den Plätzen zwei und drei folgten. Auch bei den Schülern M13 gab es einen Schanzer Sieg. Felix Adam (MTV Ingolstadt) gewann in neuer persönlicher Bestzeit von 2:18,41 Minuten, Tamino Mittag (TSV Jetzendorf) landete in 2:24,78 Minuten auf Rang vier. Die weiteren Medaillen im Laufbereich gingen an Tabea Mauermann (DJK Ingolstadt; W13) die Dritte über 2000 Meter in 8:12,35 Minuten wurde, und an Magdalena Kahn (TSV Reichertshofen; W12), die über 800 Meter in 2:40,31 Minuten Rang zwei belegte.

Stark präsentierten sich der Nachwuchs auch mit dem Diskus: Stefan Preß (TSV Reichertshofen, M13) schleuderte das Gerät als klarer Sieger auf 35,34 Meter. Bei den Mädchen gab es in beiden Jahrgängen Silber. Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf; W13) kam auf 22,24 Meter, Alea Brunec (TV Geisenfeld; W12) auf 18,79 Meter. In den technischen Disziplinen der Klasse M12 überzeugten die Schülerinnen des TV Geisenfeld: Enea Kujath als Dritte über 60 Meter Hürden in 11,01 Sekunden und Marie Kastl (2,10 Meter), wieder Enea Kujath (2,00 Meter) und Katharina Weichenrieder (1,90 Meter) auf den Plätzen drei, vier und sechs im Stabhochsprung.

Die weiteren Finalplatzierungen:
M13:  75 Meter: 4. Elias Brandl (MTV Ingolstadt) 10,26 Sekunden
         800 Meter: 5. Brandl 2:35,66 Minuten
         2000 Meter: 4. Anton Baar (TSV Neuburg) 7:20,90 Minuten
         Kugelstoßen: 5. Stefan Preß (TSV Reichertshofen) 10,06 Meter
W13: 75 Meter: 5. Jasmin Fuhrmann (TV Geisenfeld) 10,81 Sekunden
         Weitsprung: 4. Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf) 4,58 Meter
         Kugelstoßen: Irlinger 8,15 Meter. Diskuswurf: 4. Lena Meyer 20,05 Meter
W12: 800 Meter: Emilia Scheffczik 2:47,04 Minuten
         Kugelstoßen: 5. Alyssa Schrödl 6,41 Meter
                             6. Alea Brunec 6,36 Meter
                             8. Enea Kujath (alle TV Geisenfeld) 5,91 Meter

Oberbayerische Leichtathletik-Meisterschaften im MTV-Stadion

veröffentlicht um 25.10.2020, 10:19 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ingolstadt (ebk) Traumhafte Wetterbedingungen und eine nagelneue, schon recht schnelle Bahn auf der einen Seite – Strenge Hygienevorschriften und keine Zuschauer auf der anderen Seite: Diesen Spagat haben die Leichtathleten des MTV Ingolstadt, die am Samstag und Sonntag die oberbayerischen Meisterschaften ausgerichtet haben, erfolgreich gemeistert. Die rund vierhundert Sportlerinnen und Sportler dankten es mit hervorragenden Leistungen und durchweg diszipliniertem Auftreten. Den teilweise recht dünnen Teilnehmerfeldern bei Männern, Frauen und Jugend U20 standen relativ viele Starter bei der Jugend U18/U16 gegenüber, so dass immerhin etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren erreicht werden konnte.

Aus der Fülle der guten Leistungen ragten zwei Doppelsieger bei den Männern heraus. Raffieu Johnson (TSV Penzberg) dominerte beide Sprintstrecken, so die 100 Meter in sehr schnellen 10,76 und die 200 Meter in 21,97 Sekunden. Martin Knauer (LG Stadtwerke München) gewann das Kugelstoßen mit starken 18,32 Metern und siegte auch mit dem Diskus mit 50,97 Meter. Die stärkste Sprungleistung kam von einem Gast aus der Oberpfalz, Sven Glück (LG Telis Finanz Regensburg) überwand beim Hochsprung 2,02 Meter. Bei den Frauen gingen die zwei besten Tagesleistungen an die Werferinnen Sabrina Reusch (LG Stadtwerke München) mit 48,88 Meter (Speer) und Sabrina Zeug (LG Oberland) mit 46,99 Meter (Diskus). Kathrin Geiger (SV Steinheim), die Siegerin über 3000 Meter Hindernis, katapultierte sich mit 10:59,38 Minuten unter die besten zehn Läuferinnen in diesem Jahr in Deutschland.

Die Medaillen für die regionalen Starter bei den Männern gingen an drei verschieden Vereine. Martin Stier (MTV Ingolstadt) holte über 3000 Meter Hindernis, die auch als bayerische Meisterschaften gewertet wurden, in 10:26,55 Minuten Silber. Zwei dritte Plätze gingen an Alexander Reithmeier (PSV Eichstätt) über 100 und 200 Meter in 11,47 und 23,12 Sekunden. Bronze erlief sich auch Dominik Gunzl (MTV Pfaffenhofen) über 800 Meter in 2:03,48 Minuten. Die Frauen gingen, was Medaillen angeht, leer aus. Am nächsten dran waren noch die beiden Diskuswerferinnen vom MTV Ingolstadt Kathrin Göbel (31,83 Meter) und Franziska Dumann (Persönl. Bestweite mit 30,91 Meter) auf Rang vier und fünf.

Die umgekehrte Situation ergab sich bei der Jugend U20, alle Podestplätze gingen an den weiblichen Nachwuchs. Über 200 Meter landeten die beiden MTV-Sprinterinnen Laura Böttcher und Carolin Fischer in 27,06 bzw. 27,27 Sekunden auf den Plätzen zwei und drei. Rang drei erreichte auch Anika Berndorfer (TSV Reichertshofen) in 63,34 Sekunden über die Stadionrunde. Kaitlyn Herbert (MTV Ingolstadt) wurde sowohl am Samstag in der Jugend U20 als auch am Sonntag in der Jugend U18 Dritte im Weitsprung und steigert dabei ihren Hausrekord auf 5,26 Meter. Drei Medaillen holte Lisa Graßl (TSV Reichertshofen) als Zweite mit Diskus (27,27 Meter) und Speer (30,93 Meter) sowie als Dritte mit der Kugel (9,42 Meter). In der Jugend U18 gewann die Startgemeinschaft MTV/DJK Ingolstadt mit Kaitlyn Herbert, Lara Wagner, Carolin Fischer und Kathrin Kaufmann Silber über 4 x 100 Meter in 52,46 Sekunden und darf nun bei den Landesmeisterschaften in zwei Wochen starten. Bei der männlichen Jugend U18 gab es immerhin zweimal Bronze durch Leon Windpassinger (MTV Ingolstadt) über 100 Meter in 11,85 Sekunden und Lukas Graßl (TSV Reichertshofen) mit dem Diskus (40,84 Meter).

Die Titel in der Jugend U16 holte sich nicht wie erwartet Georg Harpf (MTV Ingolstadt), der sich mit Kugel (15,25 Meter) und Diskus (44,88 Meter) trotz guter Weiten jeweils mit Rang zwei begnügen musste, sondern drei Starterinnen der weiblichen Jugend. Den Hochsprung der Mädchen W14 gewann Lina Marie Burghardt (MTV Ingolstadt) mit guten 1,61 Metern. Beim älteren Jahrgang W15 genügten Amalia Gruber (MTV Pfaffenhofen) 1,55 Meter zum Sieg. Sie holte dazu noch Bronze im Hürdenlauf (12,96 Sekunden) und in einem hochklassigen Weitsprung-Wettbewerb mit 5,18 Metern. Im 800 Meter-Rennen der Mädchen W14 siegte Liah-Soline Gerich (TSV Neuburg) in 2:22,78 Minuten vor Leni Hanselmann (DJK Ingolstadt) in 2:23,99 Minuten, obwohl beide noch in der Jugend U14 startberechtigt wären. Susanna Fröhlich (DJK Ingolstadt) kam über 1500 Meter Hindernis in der Wertung zur bayerischen Meisterschaft in 5:57,90 Minuten auf den dritten Rang. Knapp an einer Medaille vorbei schrammten Lara Wagner (DJK Ingolstadt) und Amelie Meier (TSV Jetzendorf) im Wettbewerb mit den meisten Starterinnen, den 100 Metern der Mädchen W14: 13,52 und 13,57 Sekunden reichten für Rang vier und fünf.

Die weiteren Medaillengewinner der Jugend U16 aus der Region:
W15: 300 Meter: 2. Lara Wagner (DJK Ingolstadt) 43,96 Sekunden
         Kugelstoß: 3. Nina Schalk (TSV Reichertshofen) 9,50 Meter
M15: 300 Meter: 3. Lio Willi Szobries (MTV Ingolstadt) 40,22 Sekunden
W14: 2000 Meter: 2. Tabea Mauermann (DJK Ingolstadt) 8:14,39 Minuten
M14: 800 Meter: 3. Felix Adam 2:19,09 Minuten
        80 Meter Hürden: 3. Rhys Herbert 13,52 Sekunden
        Hochsprung: 3. Herbert 1,62 Meter
        Diskuswurf: 3. Julian Burghardt (alle MTV Ingolstadt) 29,06 Meter
        Speerwurf: 2. Anton Baar (TSV Neuburg) 25,29 Meter

Vollständige Ergebnisliste
Martin Stier (Fotos: Claus Habermann)

Leichtathletik-Meisterschaften im MTV-Stadion

veröffentlicht um 25.10.2020, 09:28 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Ingolstadt (ebk) Nach dem gelungenen Auftakt der heimischen Wettkampf-Saison beim StartUp Meet-IN am 29. August trauen sich die Verantwortlichen des MTV Ingolstadt um Abteilungsleiterin Miriam Kleinhans auch an die Ausrichtung von Meisterschaften in Corona-Zeiten. Im MTV-Stadion finden am kommenden Samstag die oberbayerischen Meisterschaften der Jugend U20 und U16 statt, am Sonntag sind dann Männer, Frauen und die Jugend U18 an der Reihe. Zum Ende des ersten Wettkampftages werden dazu ab 16.45 Uhr die bayerischen Meister über die Hindernisstrecken in allen Altersklassen gesucht.

Bei insgesamt mehr als 400 Teilnehmern wurde natürlich ein ausgeklügeltes Hygienekonzept ausgearbeitet: Keine Zuschauer, begrenzte Teilnehmer- und Betreuerzahlen pro Disziplin, genaue Einlasskontrollen und persönliche Voranmeldung stellen nur die wichtigsten Bausteine dar. Schade für die Schanzer Leichtathletikfreunde ist nur, dass die Zulassung von Zuschauern für Sportveranstaltungen erst eine Woche nach den Meisterschaften zum Tragen kommt, es hätte einige Top-Sportlerinnen und Sportler zu sehen gegeben. Immerhin können dank moderner Infield-Erfassung alle Ergebnisse live im Internet verfolgt werden.

Obwohl viele Spitzenathleten vor allem im Sprint- und Sprungbereich ihre „Late-Season“ schon abgeschlossen haben, kann sich das Teilnehmerfeld mit Gästen aus anderen Bezirken durchaus sehen lassen. Mit Martin Knauer (LG Stadtwerke München), hoher Favorit mit Kugel und Diskus bei den Männern, steht ein DM-Finalist von Braunschweig auf der Startliste, dazu kommt sein Vereinskamerad Linus Limmer, der mit einer Speerbestweite von über 70 Meter aufwarten kann. Die Meldeliste beim Hochsprung führt Sven Glück (SWC Regensburg) an, der nach einem Jahr Verletzungspause wieder mit Höhen deutlich über 2 Metern in den Bestenlisten aufscheint. Bei den Frauen ragen Sprinterin Maria Haslberger (LG Festina Rupertiwinkel) mit einer Bestzeit über 100 Meter von 11,92 Sekunden, und die ehemalige Nationalmannschaftsläuferin Maike Schachtschneider (LG Telis Finanz Regensburg) als Favoritin über die Stadionrunde heraus. Speerwürfe um die 50 Meter sind von der Münchnerin Elisabeth Hafenrichter zu erwarten.

In den Nachwuchsklassen gehören auch die frisch gebackenen Medaillengewinner der bayerischen Titelkämpfe vom letzten Wochenende in Erding zu den heißen Favoriten auf einen oberbayerischen Meistertitel: Georg Harpf (MTV Ingolstadt) beim Kugelstoßen und beim Diskuswurf der Jugend M15, die beiden Hochspringerinnen Amalia Gruber (MTV Pfaffenhofen/W15) und Lina Marie Burghardt (MTV Ingolstadt/W14), sowie Liah-Soline Gerich (TSV Neuburg) und Felix Adam (MTV Ingolstadt) über die 800 Meter (W/M14).

Bei den bayerischen Meisterschaften auf den Hindernisstrecken versucht sich Langstreckler Martin Stier vom Gastgeber MTV Ingolstadt über die für ihn ungewohnt kurzen 3000 Meter. In den Jugendrennen über 2000 bzw. 1500 Meter gehen Theresa Kaufmann (MTV Ingolstadt) und Susanna Fröhlich (DJK Ingolstadt) an den Start.

Bayerische Leichtathletik-Meisterschaften U23/U16 in Erding – U20-DM in Heilbronn

veröffentlicht um 25.10.2020, 09:20 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Erding (ebk) Einen wahren Medaillenregen mit achtmal Edelmetall gab es bei den bayerischen Meisterschaften der Junioren U23 und Jugend U16 für die regionale Leichtathletikszene. Während bei den älteren Jahrgängen ein kompletter Medaillensatz an den MTV Ingolstadt ging, verteilten sich die fünf Podestplätze in den Schülerklassen auf die Lila-Weißen und den MTV Pfaffenhofen.

Dass U23-Sprinter Tim Wermuth (MTV Ingolstadt) über 100 Meter in Erding eine Medaille holt, war nicht die Überraschung, eher die Art wie er in seinem ersten Jahr in der neuen Altersklasse die Konkurrenz im Finale beherrschte. Nach einem locker herausgelaufenen Vorlaufsieg in 11,04 Sekunden blieb der Student im Finale als einziger Starter unter der 11-Sekunden-Marke und erzielte in 10,89 Sekunden trotz leichtem Gegenwind eine neue persönliche Bestzeit. Über 200 Meter fehlten dem Sprinter, der zur Hallensaison aus Kitzingen nach Ingolstadt gewechselt war, nach 22,46 Sekunden auf Platz vier nur drei Hundertstelsekunden zu Bronze. MTV-Langsprinterin Laura Böttcher mutete sich am Wochenende auf der schnellen blauen Bahn im Erdinger Stadion zwei harte Rennen zu. Am Samstag gewann sie über 400 Meter Hürden in 66,86 Sekunden Silber, über 400 Meter flach verpasste sich in guten 60,07 Sekunden als Vierte nur knapp den Bronzeplatz. Bronze sicherte sich dafür Kathrin Göbel (MTV Ingolstadt), die sich nach dem Wechsel der Trainingsgruppe mehr auf die Wurfdisziplinen konzentriert hat. Mit dem Diskus blieb sie mit 33,20 Meter nur knapp unter ihrer aktuellen Bestweite. Ihre Trainingspartnerin Franziska Dumann sicherte sich mit Saisonbestleitung von 29,86 Metern den fünften Rang.

In der Jugend U16 konnten gleich vier Vereine aus der Region mit einstelligen Platzierungen glänzen. Die wertvollste Leistung lieferte dabei nicht unerwartet Georg Harpf (MTV Ingolstadt) in der Klasse M15 beim Kugelstoßen ab. Nur eine Woche nach seinem ersten Stoß über 17 Meter bestätigte er mit der Siegesweite von 16,73 Meter seine Zugehörigkeit zur nationalen Spitze. Am Ende lag er über zwei Meter vor seinem nächsten Konkurrenten. Nicht ganz so gut lief es mit dem Diskus, dennoch reichte dem MTV-Talent ein einziger gültiger Versuch von 43,87 Meter zum zweiten Platz. Gold und Silber gab es für den weiblichen U16-Nachwuchs beim Hochsprung. Amalia Gruber (MTV Pfaffenhofen), die mit Platz vier im Speerwurf (31,99 Meter) ihre Vielseitigkeit unterstrich, übersprang 1,62 Meter und sicherte sich dank der geringeren Anzahl der Fehlversuche Gold bei den Mädchen W15. Lina-Marie Burghardt (MTV Ingolstadt) schaffte in einem tadellosen Wettkampf, bei dem sie alle Höhen im ersten Versuch meisterte, beim jüngeren Jahrgang W14 sogar 1,63 Meter. Sie musste sich aber nach drei Fehlversuchen über 1,66 Meter, die neuen Hausrekord bedeutet hätten, mit Rang zwei und der Silbermedaille zufriedengeben. Eine feine Steigerung auf 2:20,17 Minuten über 800 Meter (W15) brachte für Karla Hiss Platz zwei und damit für den MTV Pfaffenhofen weiteres Edelmetall.

Die schnellsten 100 Meter-Zeiten bei den Schülerinnen W14 gingen in einem sehr engen Rennen auf das Konto von Amelie Meier (TSV Jetzendorf). 13,24 Sekunden im Vorlauf und 13,33 Sekunden im Finale bedeuteten den undankbaren vierten Platz. Lara Wagner (DJK Ingolstadt) kam nach 13,36 und 13,37 Sekunden als Dritte des B-Finales auf Gesamtrang elf. Auf den längeren Strecken gab es einstellige Platzierungen für zwei weitere Läuferinnen der DJK Ingolstadt: Susanna Fröhlich (W15) wurde über 2000 Meter in 7:29,82 Minuten Siebte, Leni Hanselmann (W14) kam über 800 Meter in 2:27,74 Minuten als Neunte ins Ziel. Bei den Schülern M14 belegte Felix Adam (MTV Ingolstadt) in 2:15,96 Minuten über dieselbe Strecke Rang sieben. Sein MTV-Vereinskamerad Thomas Kaufmann wurde mit neuer Bestleitung von 26,60 Metern mit dem Diskus Achter.

Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn war als einzige Teilnehmerin aus der Region Susanne Göbel (MTV Ingolstadt) in ihrem ersten Jahr in der Jugend U20 über 400 Meter Hürden am Start. Trotz der nicht einfachen Vorbereitung wegen der Sanierung des MTV-Stadions kam sie in ihrem Vorlauf auf Rang fünf, was aber nicht fürs Finale reichte. Ihre solide Zeit von 65,54 Sekunden hätte aber in Erding den bayerischen U23-Titel mit über einer Sekunde Vorsprung bedeutet.

Am Samstag und Sonntag gibt es wieder Leichtathletik im MTV-Stadion, zwar ohne Zuschauer, aber mit Live-Ergebnisdienst im Netz. Gesucht werden die bayerischen Meister über die Hindernisstrecken, dazu finden die oberbayerischen Meisterschaften (Männer/Frauen sowie Jugend U20/U18/U16) in fast allen Stadiondisziplinen statt.


Tim Wermuth (Fotos: Theo Kiefner)

Gelungenes StartUp Meet-IN der MTV-Leichtathleten – Werfer glänzen mit Spitzenleistungen

veröffentlicht um 25.10.2020, 07:23 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 25.10.2020, 07:23 ]

Ingolstadt (ebk) „Experiment geglückt“, lautete das Fazit von Abteilungsleiterin Miriam Kleinhans und Stellvertreter Martin Weinberger nach der ersten Stadionveranstaltung des Jahres im MTV-Stadion. Die Mühe eines ausgetüftelten Hygienekonzepts ohne Zuschauer mit begrenztem Wettkampfangebot bei nur einem technischen Wettbewerb pro Stadionsegment und Nebenplatz hat sich für den veranstaltenden MTV-Leichtathleten trotz der durchwachsenen Witterungsbedingungen gelohnt: Knapp 150 Sportlerinnen und Sportler aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich nutzen das StartUp Meet-IN zu einer letzten Standortbestimmung vor den im September anstehenden Landesmeisterschaften.

Wo sonst beim MTV Meet-IN ein internationales Feld im Stabhochsprung für Spitzenleistungen sorgt, setzten nun vor allem Kugelstoßer und Diskuswerfer die Glanzlichter. Allen voran Lokalmatador Georg Harpf (MTV Ingolstadt), der sich mit zwei weiteren persönlichen Rekorden nun fest in der deutschen Spitze seines Jahrgangs etabliert hat. Als klarer Sieger der U16-Wettbewerbe konnte er mit Kugel und Diskus zwei Schallmauern überwinden. 17,01 Meter mit der 4 Kilogramm schweren Kugel brachten dem 15 Jahre alten Schüler Rang zwei in der deutschen Rangliste ein. Sein erster 50-Meter-Wurf von 51,80 Metern mit dem Diskus katapultierte das MTV-Talent ebenfalls in die nationale Spitze. Schade ist es für Georg Harpf nur, dass die deutschen U16-Meisterschaften, bei denen er auf alle Fälle zu den Medaillenanwärtern gezählt hätte, der Corona-Epidemie zum Opfer gefallen sind. So bleiben dem MTV-Talent, der zu dieser Saison so erfolgreich auf die Drehstoß-Technik umgestellt hat, immerhin die bayerischen Meisterschaften am nächsten Wochenende, um seine Titelsammlung zu erweitern.

Neben Harpf lieferten auch drei Athleten der LG Stadtwerke München in den älteren Jugendjahrgängen absolute Spitzenleistungen ab. Dominik Idzan, derzeit deutschlandweit zweitbester U18-Athlet wuchtete die Kugel auf international beachtliche 20,08 Meter. Auch die Weiten der U20-Sieger wären in „normalen“ Jahren im Bereich der Normen für Junioren-Welt- oder Europameisterschaften: Alexander Schaller schleuderte den Diskus auf 58,73 Meter, Joel Akue kam mit der Kugel auf 17,27 Meter. Den drei Münchner Top-Werfern bleiben aber die nationalen Titelkämpfe der Jugend U20/18 am nächsten Wochenende in Heilbronn, um ihre Stärken auszuspielen. Bei den Männern ging der Sieg mit Kugel und Diskus wiederum an die LG Stadtwerke München. Christoph BIschlager gewann mit 44,20 und 14,19 Metern. Mit starken 1:51,77 Minuten im Alleingang über 800 Meter durch Samuel Blake zeigte auch die beste Leistung in den Läufen ein Athlet aus München.

Aus lokaler Sicht gab es bei den Frauen mit Kugel und Diskus zwei Heimsiege für U23-Athletinnen des MTV Ingolstadt, die auch am Wochenende bei den bayerischen Meisterschaften an den Start gehen werden. Kathrin Göbel hatte dabei gegenüber Franziska Dumann jeweils das bessere Ende für sich: 33,94 zu 29,93 Meter mit dem Diskus und 9,30 zu 9,13 Meter mit der Kugel. Bei den Läufen über 3000 Meter zeigte sich Martin Stier (MTV Ingolstadt) als Sieger in 9:25,69 Minuten so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr. Zweiter wurde sein Vereinskamerad Sebastian Muck mit neuem Hausrekord von 9:26,96 Minuten. Dahinter gab es reihenweise Bestzeiten für die MTV-Läufer in den Seniorenklassen: Michael Dean (M40) in 9:53,10 Minuten, Kamal Katkhouda (M35) in 10:25,96 Minuten und Christina Kerner (M50) in 10:26,31 Minuten. Über 1500 Meter glänzte mit Jean-Jacques Faurie (Jahrgang 1966) ebenfalls ein MTV-Läufer in 4:38,51 Minuten.

Auch in den Nachwuchsklassen gab es zahlreiche gute Leistungen aus regionaler Sicht. Den weitesten Speerwurf verzeichnete Felix Kraus (MTV Ingolstadt) als U18-Sieger mit 38,49 Metern. Die Startgemeinschaft MTV/DJK Ingolstadt verpasste in der Besetzung Kaitlyn Herbert, Kathrin Kaufmann, Elisabeth Mannweiler und Susanna Fröhlich in 53,53 Sekunden nur hauchdünn die Norm für die Landesmeisterschaften über 4 x 100 Meter. Dafür konnte sich Startläuferin Kaitlyn Herbert (MTV Ingolstadt) mit dem U18-Sieg im Weitsprung mit 5,07 Metern trösten, Susanna Fröhlich (DJK Ingolstadt) war in 48,63 Sekunden über 300 Meter (W15) erfolgreich. Noch schneller war Nele Hollasch (MTV Ingolstadt) als Zweite im W14-Rennen in 46,77 Sekunden. Einen erfolgreichen Ausflug in ungewohnte Disziplinen unternahm Lina-Marie Burghardt (MTV Ingolstadt/W14), die derzeit drittbeste Hochspringerin ihres Jahrgangs deutschlandweit. Sie holte drei zweite Plätze über 100 Meter (13,75 Sekunden), über 80 Meter Hürden (13,88 Sekunden) und im Weitsprung (4,69 Meter). Die wertvollste Leistung der Schüler U14 lieferte ihr Bruder Julian Burghardt (MTV Ingolstadt), der den Diskus auf 36,44 Meter schleuderte. Dazu gewann Marie Kastl (TV Geisenfeld) die 800 Meter der Mädchen W12 in 2:53,83 Minuten.

Mario Saur im Pech – Salto nullo verhindert Wiederholung des Vorjahreserfolgs

veröffentlicht um 23.08.2020, 15:55 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Vaterstetten (ebk) Einen Tag nach seinem einunddreißigsten Geburtstag musste sich Zehnkämpfer Mario Saur (MTV Ingolstadt) bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften deutlich unter Wert verkaufen. Zwar konnte er in einem von den äußeren Umständen her extrem schwierigen Wettkampf das Ziel einer einstelligen Platzierung erreichen, ein „Salto nullo“ beim Stabhochsprung verhinderte aber ein besseres Ergebnis als Platz sechs bei den Männern mit 6245 Punkten.

Schon die Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften gestaltete sich für den MTV-Allrounder, der erst vor drei Jahren von den 400 Meter Hürden auf den Zehnkampf umgestiegen war, als extrem problematisch. Im Winter steht in Ingolstadt keine Leichtathletikhalle zur Verfügung, vernünftiges Techniktraining ist daher kaum machbar. Im Frühjahr war dann auch im Freien kein normaler Trainingsbetrieb möglich, die Sanierung der Laufbahn im MTV-Stadion wird nach über einem Jahr (!) erst in diesen Tagen abgeschlossen. Der Corona-Lockdown tat sein Übriges. So konnte sich Saur nur notdürftig im Stadion des TSV Nord wenigstens auf die Disziplinen Sprint und Hürden vorbereiten, ein Training für den Speerwurf, den Stabhoch- und Weitsprung konnte gar nicht stattfinden.

So musste Mario Saur, der aufgrund seiner Vorjahresleistung mit DM-Platz fünf einen der nur zwanzig Startplätze für die DM ergattert hatte, ohne spezielle Vorbereitung in den Zehnkampf starten. Umso erstaunlicher verlief dann der erste Tag trotz Dauerregens und böigem Wind. Während 11,46 Sekunden im ersten Lauf über 100 Meter für den MTV-Athleten den schnellsten Auftakt eines Mehrkampfs überhaupt bedeuteten, war für den Topfavoriten bereits Schluss. Der Dritte der letzten Hallen-EM, 8000-Punkte-Athlet Mathias Brugger (SSV Ulm) wurde wegen Fehlstarts disqualifiziert, so dass das Titelrennen wieder völlig offen war. Sehr guten 6,52 Metern beim Weitsprung folgten für Saur durchschnittliche 11,72 Meter beim Kugelstoßen in einem durch den Regen glitschigen Ring. Sichere 1,88 Meter im Hochsprung und starke 49,84 Sekunden über 400 Meter bedeuteten zum Abschluss des ersten Tages Zwischenrang vier bei den Männern und Rang acht in der gemeinsamen Wertung mit den U23-Startern. Zu Beginn des zweiten Tages gab es bei nun besserem Wetter sogar eine neue persönliche Bestzeit über die 100 Meter Hürden für den MTV-Sportler: Seine 15,27 Sekunden sind die bisher schnellste Hürdenzeit in diesem Jahr bayernweit. Nach soliden 35,73 Metern mit dem Diskus folgte dann der Schock, drei ungültige Versuche im Stabhochsprung bei der Anfangshöhe von 3,80 Meter, keine Punkte statt der eingeplanten 600 Zähler. Nach einem Speerwurf von 42,43 Metern spielte Saur dann mit einem Sieg bei den abschließenden 1500 Metern seine Laufstärke aus: In 4:22,91 Minuten war er der deutlich schnellste aller Zehnkämpfer.

Nach der Enttäuschung im Zehnkampf stehen nun noch Starts in Einzeldisziplinen auf dem Wettkampfplan. Über 110 Meter Hürden zählt Mario Saur nach seiner Vorstellung in Vaterstetten zu den Medaillenfavoriten bei den Landesmeisterschaften Ende September in Erding.

Erfolgreicher DM-Test

veröffentlicht um 19.08.2020, 03:12 von MTV Ingolstadt Leichtathletik   [ aktualisiert: 25.10.2020, 06:20 ]

Dachau (ebk) Einen gänzlich anderen Charakter hatte der diesjährige Volksfestwettkampf in Dachau, der wie immer am 15. August ausgetragen wurde: Sonst Saisonausklang mit anschließendem gemeinsamem Besuch des Dachauer Volksfestes nutzten dieses Jahr viele Athleten den gut organisierten Wettkampf zur Vorbereitung auf die nationalen Mehrkampfmeisterschaften oder als Standortbestimmung vor den bayerischen Titelkämpfen im September.

Eine gelungene Generalprobe für die Zehnkampf-DM, die am kommenden Wochenende in Vaterstetten über die Bühne gehen wird, absolvierte Mario Saur (MTV Ingolstadt) im Weitsprung und über 200 Meter. Trotz der wegen der Bahnsanierung im MTV-Stadion mehr als mäßigen Trainingsbedingungen glänzte der Allrounder, der erst vor drei Jahren von den 400 Meter Hürden auf den Zehnkampf umgestiegen war, als Sieger im Weitsprung der Männer mit einem neuen Hausrekord von 6,79 Meter. Auch die Zeit über 200 Meter in 22,88 Sekunden trotz heftigem Gegenwind deutet auf sehr gute Schnelligkeitswerte hin. In Vaterstetten wird Mario Saur als einer von nur 14 zugelassenen Teilnehmern im Männer- und U23-Zehnkampf an den Start gehen. Ziel ist eine Punktzahl um 7000, die wie 2018 und 2019 eine Top-Ten-Platzierung bringen könnte.

Noch schneller als Zehnkämpfer Saur war in Dachau sein MTV-Vereinskamerad Tim Wermuth unterwegs. Der U23-Sprinter kam über 100 Meter in 11,28 Sekunden auf den dritten Rang und über 200 Meter in 22,62 Sekunden auf Platz fünf. Sein Trainingspartner Maximilian Fischer (MTV Ingolstadt) belegte auf der kurzen Sprintstrecke in 11,38 Sekunden Gesamtrang sechs. Bestplatzierter Mittelstreckler war Dominik Gunzl (MTV Pfaffenhofen) ebenfalls auf Rang sechs über 800 Meter in 2:05,13 Minuten.

Bei den Frauen sorgten zwei Jugendliche des MTV Ingolstadt für die Plätze im Vorderfeld. Über 400 Meter wurde Laura Böttcher in 59,83 Sekunden Dritte, Susanne Göbel kam über die Stadionrunde in 61,16 Sekunden auf Rang sieben ins Ziel.

Tim Wermuth (Fotos: Claus Habermann)

Hochspringer Manuel Marko erfüllt Erwartungen

veröffentlicht um 15.08.2020, 04:22 von MTV Ingolstadt Leichtathletik

Braunschweig (ebk) Mit einem siebten Rang bei den Deutschen Meisterschaften erreichte Manuel Marko das selbstgesteckte Ziel seiner vierten einstelligen DM-Platzierung, seit er sich zur Hallensaison 2017/18 dem MTV Ingolstadt angeschlossen hat.

Schon bei der Ankunft am Braunschweiger Eintracht-Stadion wirkte alles ganz anders: Keine Zuschauerschlangen vor den Kassenhäuschen, stattdessen Messen der Körpertemperatur vor dem Betreten des Stadiongeländes. Dann vier Pavillons mit getrennter Ausgabe der Unterlagen für die Athleten und die wenigen zugelassenen Betreuer. Das vom DLV ausgearbeitete und umgesetzte Hygienekonzept ist mit recht die Vorlage für die anderen europäischen Verbände, die in den nächsten Wochen ebenfalls ihre nationalen Titelkämpfe austragen wollen.

Am Aufwärmplatz herrschte das gewohnte Bild: Sportlerinnen, Sportler und das Trainerpersonal wie immer in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre unter sich, ungewohnt nur der allgegenwärtige Mund-Nasen-Schutz. Der große Kontrast zu den letztjährigen Titelkämpfen in Berlin mit mehreren zehntausend Besuchern ergab sich dann im Stadion. In der Kurve hinter der Hochsprunganlage wurden die zwölf Springer nicht von den Fans erwartet, nur knapp zwanzig Betreuerinnen und Betreuer verloren sich auf der zur Coaching-Zone umgestalteten Tribüne. Für MTV-Athlet Manuel Marko, der nur mit der elftbesten Vorleistung gemeldet war, begann der Wettkampf dennoch optimal. 2,00 und 2,05 Meter meisterte er mit zwei souveränen Sprüngen jeweils auf Anhieb, was ihm die angestrebte einstellige Platzierung vor deutlich höher eingeschätzten Konkurrenten bescherte. Erst bei der neuen Saisonbestleistung von 2,10 Metern, an der er dreimal recht knapp scheiterte, war für den Polizeibeamten Schluss. „Es war dieses Jahr mein bisher bester Wettkampf, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich wegen der Fersenprellung und des Lockdown von Ende Januar an ein knappes halbes Jahr kein Techniktraining absolvieren konnte,“ so ein durchaus zufriedener Manuel Marko. Das hochklassige Springen, bei dem bei einer Höhe von 2,20 Metern noch fünf Athleten im Wettkampf waren, entschied Europameister Mateusz Przybyllko (TSV Bayer Leverkusen) für sich. Im Zweikampf mit Tobias Potye (LG Stadtwerke München) übersprang er als Einziger 2,23 Meter und markierte am Ende mit einem tollen Sprung über 2,28 Meter eine neue deutsche Jahresbestleistung.

Für Manuel Marko stehen im September noch die Landesmeisterschaften in Erding auf dem Programm, bevor die Vorbereitung auf eine wie auch immer geartete Hallensaison beginnt. Beruflich geht es für den gebürtigen Unterfranken ab September wieder zurück nach Würzburg, sportlich will er aber seiner Trainingsgruppe beim MTV Ingolstadt für die nächsten Jahre treu bleiben.

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